» WELCOME IN HELL

Herzlich Willkommen in Glass Dome. (:
Es freut uns, dass du hierher gefunden hast.
Wenn du Lust hast sieh dich gerne einmal genauer um;
doch einmal eingewiesen gibt es kein Entkommen mehr -
sei dir darüber im klaren!
Im Moment wird im Forum selbst alles ein wenig umgemodelt, aber keine Sorge, das RPG ist und bleibt aktiv.
Übrigens haben wir Kekse.
Liebe Grüße, das Admin Team; Limlim (Liam) & Lexipuh (Alex)
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xx Aufnahmestopp: Psychologen // Forschungsobjekte (ohne Forscher)

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»Plot 3 - Die Endzeit

xx 3 Wochen nach der verhängnisvollen Nacht, ist wieder etwas Ruhe in Glassdome eingekehrt und das Institut will die Schüler an die Schule heranführen.

Uhrzeit: Später Nachmittag - Früher Abend (17-19 Uhr)
Wetter: stark bewölkt, kaum sonnig (23-24°C)
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 Trainingsarena

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BeitragThema: Trainingsarena   So 05 Jul 2015, 11:57



Die Trainingsarena ist ein guter Ort um seine Fähigkeiten zu verbessern. Das hiesige, moderne System simuliert realitätsechte Kämpfe, welche deinen Körper jedoch nicht wirklich schaden.
Aber keine Sorge, es fühlt sich so an.... und es sieht so aus. Bis das Training vollzogen ist - also du 'tot' bist oder abbrichst.
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mi 26 Aug 2015, 18:26

Kommt von 'Schule-Erdgeschoss-Mensa'
Postingpartner: @Raiden

Fiona hielt es nicht lange in der Schule. Sie war kein Fan von Kindern und konnten nicht einsehen, warum sie ihr Babysitter spielen sollte. Dafür waren doch Lehrer da. Nicht umsonst hatte sie sich für eine Karriere im Militär entschieden. Fiona und das Leben als Pädagogin wären niemals zusammen existieren. Dafür fehlte ihr schlichtweg die Bindung oder Zuneigung zu fremden Kindern. Sie hat keine Hemmungen mit ihnen zu reden oder spiele mit ihnen zu spielen. Ihr Problem war es, sie nicht einschätzen zu können. Nicht zu wissen, was sie mit ihnen anstellen sollte. Außerdem besaß Fiona kein Wissen, um die Bedürfnisse von Kindern. Wobei man diese Schüler hier, nicht als normale Kinder bezeichnen durfte. Sie waren alle aus bestimmten Gründen unter dieser Kuppel. Diese waren größtenteils, brutal, blutig und mörderisch. Neben dem erhöhtem Gewaltpotenzial trägt die Tatsache, dass alle Schüler mysteriöse Wesen verkörperten, einen weitere großen Teil der Anomalität. Nie hätte sich Fiona zu träume gewagt, dass es so viele 'Menschen' gab, die auch ein Geheimnis wie ihres zu bewahren versuchten. Wie viele unterschiedliche Arten sich derzeit in Glass Dome tummelten, wusste Fiona nicht. Schließlich aber sich alle riesige Mühe, ihre menschliche Form beizubehalten. Die Wächterin dachte selbst nicht anders. Nur im Notfall verwandelte sie sich in einen Werwolf. Sie fühlte sich als Mensch wohler. Zumal diese Form bei weitem platzsparender war, als ihre Wolfsgestalt.

Auf den Gängen des Wächtertraktes war es ruhig. Anscheinend streiften Fionas Kollegen in der Gegend herum, um mögliche Eskalation zu vermeiden-oder anzustacheln. Sie kannte die Intentionen der anderen Wächter ebenso wenig, wie deren Namen. War se doch erst vor ein paar Wochen hier stationiert. In der zeit war es Fiona unmöglich, mehr über ihre Kollegen herauszufinden. Wächter an sich, waren nicht die gesprächigsten Person und Fiona war auch kein Fan von Smaltalk. Um ehrlich zu sein, wollte sie auch keinen unnötig engen Kontakt zu den Menschen hier. Sie wollte nur ihre Arbeit erledigen und schnell nach Hause zu ihrem Mann. Nie würde es Fiona zugeben, doch diese Kuppel bereitete ihr jetzt schon Unbehagen.
Vor einer metallischen Tür blieb die Wächterin stehen und schüttelte kurz ihren Oberkörper, um sich ein wenig zu entspannen. Danach hob sie ihre ID und mit einem hellem Piep-Ton öffnete sich die Tür. Fionas Weg zur Trainingshalle war nun frei. Sie wollte sich ablenken und etwas sinnvolles mit ihrer freien Zeit anfangen. Ein hartes Training, was sie auf en Notfall vorbereiten würde, war dafür genau das richtige. Die Tür schloss sich mit einem dumpfen Geräusch und wurde verriegelt. Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn Unwissende diese Halle betraten. Fiona bezweifelte, dass sie die simulierten Schmerzen und Verletzungen händeln könnten.
Gemächlich schritt die rau bis zur Mitte der Arena. Jeder ihrer Schritte hallte von den kahlen Wänden wieder. Sonst herrschte beängstigende Stille in dem Raum. Fiona nahm ihre SIG 210-5 heraus. Ein hübsche kleine Pistole, die aber ungeheuer präzise ihr Ziel traf. Sobald die Hologramme ihr zu nahe rückten, besaß sie noch ein hochwertiges Armeemesser, welches nur wenige Militärs erhielten. Nämlich die, die auf tödliche Missionen geschickt wurden. Etwas beunruhigend war der Gedanken schon, dass selbst das Militär davon ausging, dass die Schüler ihren Leuten gefährlich werden könnten.
"Start!", rief Fiona klar und laut. Im nächsten Moment tauchten schon die ersten Gegner hinter ihr auf. Die ersten Schüsse fielen und der Kampf hatte begonnen.
//Viel Bla-Bla am Anfang. Einfach nur ein paar Gedanken über Glass Dome und deren Insassen. ->Betritt den Wächtertrakt und denkt über ihre Kollegen und ihr Verhältnis zu ihnen nach. ->öffnete die Tür zur Arena-> betritt sie und bereitet sich auf den Kampf vor ->startet die Simulation


Zuletzt von Fiona am Do 27 Aug 2015, 18:41 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mi 26 Aug 2015, 21:32

CF: Schule - Aula

Raiden hatte nichts weiteres in der Aula verloren. Klar, sollte er dort für Sicherheit sorgen, doch für welchen Preis? Das er sich von psychisch Kranken angrinsen und veralbern lässt? Er konnte seine Zeit definitiv besser nutzen und sei es einfach nur in GlassDome seine Patrouille zu machen. Im Notfall könnte die Lehrer ihn immer noch rufen oder einen der vielen anderen Wächter. Apopro viele Andere. In letzter Zeit kamen wirklich viele Leute neu in GlassDome an. Normalerweise sah sich Raiden immer die Akten an, die jedem Wächter zur Verfügung standen, doch es wurden so viele Akten das er irgendwann beschlossen hatte, es zu unterlassen. Er konnte sich die Akten ansehen, während er mit der Person sprach oder danach. Ein großen Unterschied würde das nicht machen. Raiden hatte sich nach der Operation verdammt stark geändert. Nicht nur, dass er äußerlich wie ein Mensch aussah, doch haben die Ärzte in GlassDome verdammt viel verbessert. Seine alten Protokolle waren für eine Mission im Allgemeinen ausgelegt und nicht für einen langwierigen Aufenthalt in einer Anstalt. Die Protokolle machten ihm zu große Konflikte und daher wurden sie geändert. Auch wenn es ziemlich logisch klingt und auch nur Vorteile mit sich brachte, fragte sich Raiden doch, was genau er noch als gegeben sehen sollte. Alles an ihm, konnte man ändern, wenn man genug Wissen hatte und ihn bewusstlos vorfand.

Raiden bewegte sich die metallenen Gänge entlang und ging wieder in Richtung der Trainingshalle. Er hatte eigentlich wegen den plötzlichen Aufträgen nicht wirklich trainieren können und wollte daher seinen neuen Körper testen. Er war voll funktionstüchtig und sollte einem Menschen eher gleichen und trotzdem die Vorteile einer Maschine nicht verlieren. Zum ersten Mal hörte man nicht mehr seine Fußstapfen, da zuvor Metall auf Metall schlug. Definitiv ein Vorteil. Doch musste er feststellen etwas anderes zu hören und zwar aus der Trainingshalle. Raiden schaute durch das Panzerglas und erkannte eine Wächterin, die sich mit Pistole und Messer durch die Simulationen schlug. Es war schon eine wirkliche Weiterentwicklung, denn man konnte hier sterben, doch ohne wirklich zu sterben. Man konnte es spüren, riechen, sehen, fühlen, hören und anfassen und doch war es nicht real. Schon eine seltsame Vorstellung. Raiden war aber ziemlich erstaunt von etwas anderem und zwar ihren Fähigkeiten. Die Simulation war so eingestellt, dass sie immer schwerer wurde und im Level steig, wenn die Person es zu einfach hatte. Ihr Level stieg immer weiter und würde wohl bald das Level von ihm erreichen. Ein Ende war zu mindestens nicht zu sehen.

Raiden trat ein und die Person würde es bestimmt nicht mal merken. Er stellte sich vor ihr und wie es zu erwarten war, griff sie ihn an. Wie hätte es auch anders sein können. Doch Raiden wich aus. Er war nicht wie die Hologramme und würde nicht einfach verlieren. "Lass uns ein Tänzchen wagen." sprach er selbstsicher und zog doch nicht sein Schwert. Er stellte sich nur in Kampfstellung. Der Unterschied zwischen ihm und den Hologrammen sollte eigentlich nicht ersichtlich sein, da sie jegliche Form annehmen konnten und auch sprechen konnte. Vielleicht würde sie es im Kampf merken oder vielleicht war sie eine aufmerksame Frau.

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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Do 27 Aug 2015, 18:38

Die Hologramme wurden von Sekunde zu Sekunde schneller, stärker und effektiver. Es dauerte nicht mehr lange, da war Fionas Schusswaffe überflüssig. Zu schnell bewegten sich ihre Gegner von A nach B. Alle waren mit den unterschiedlichsten Nahkampfwaffen ausgerüstet. Alle besaßen das Ziel, Fiona zu töten. Gut, selbst wenn sie es schaffen würde, wäre ihr Tod eine reine Simulation. Zwar würde die Wächterin starke Schmerzen erleiden und diese wahrscheinlich noch einige Stunden, wenn nicht sogar Tage spüren. Dennoch wäre sie am Leben. Es wäre schließlich unlogisch, wenn das Militär seine eigenen Leute in eine Todesfalle steckte. So viel Überschuss an Soldaten war ihnen nicht gegeben, dass sich ein Toter beim Training rentieren würde. Generell wurde es immer schwerer, neue Rekruten zu finden. Die meisten Menschen wollten nichts mehr mit Krieg und Gewalt zu tun haben. Das deswegen die Sicherheit des Staates zu Grunde ging, sah niemand. Dabei dachte Fiona ab und zu schon einmal, den Dienst zu quittieren. Nicht, dass ihr Staat ihr nicht wichtig war. Es lag an dem Vorgehen des Militärs. Das, was im Untergrund stattfand. Das, was niemand wusste, außer eine Hand voll Menschen. Foltern war im Vergleich dazu noch das geringste Übel. Die Wächterin wollte nicht wissen, wie es den Forschungsobjekten erging. Sie würde auch nicht nachfragen. In ihrer Position war es das beste, so wenig wie möglich über die Machenschaften ihrer Chefs zu wissen. Es sicherte ihre Stellung und ihr Leben. Neugierde wurde in Fionas Kreisen gerne und hart bestraft. Sie solle wissen, wo ihr Platz war, hatte man ihr gesagt. Nun war sie sich diesem im klaren und verhielt sich dementsprechend unauffällig und gehorsam.

Schwer atmend rammte sie einen der Gegner ihr Messer in seinen Hals. Geschmeidig ließ es sich wieder heraus ziehen. Das einiges Blut dabei lief, musste nicht extra erwähnt werden. Natürlich kein echtes. Nach einigen Sekunden löste es sich, sowie der leblose Mann auf dem Boden, in hellblaue, dreidimensionale Pixel auf.
Einzelne Strähnen von Fionas schwarzem Haar, klebte ihr im Gesicht. Kein Wunder, da das Training enorm schweißtreibend war. Außerdem forderte es noch ein hohes Maß an Konzentration, was die Sache erschwerte. Trotzdem erfüllte genau dies die Wächterin mit Freude. Sie mochte es gefordert zu werden und ihr Körper bis zum Äußersten zu treiben. Wenn es dann nicht mehr weiter ginge, wäre der Zeitpunkt gekommen, ihr zweites Ich zu zeigen. In Werwolfsgestalt hätte sie größere Reserven, im Gegensatz zu ihrem menschlichen Körper. Noch ließ es ihr Stolz nicht zu, zu ihrem Ass im Ärmel zu reifen. Vielleicht würde Fiona die Übung auch eher abbrechen, als sich der Verwandlung zu unterziehen. Sie hatte nicht großartig Lust, dann mit ihrem massiven Körper durch den Gang zu trotten, um sich neue Kleidung aus ihrer Kabine zu holen.
Ein weiteres Hologramm, um genau zu sein, ein Mann im Anzug, stellte sich vor sie. Von seinem Äußeren ließ sich die Wächterin nicht täuschen. Die Hologramme hatten es an sich, in ihrem Aussehen zu variieren. Noch ein Grund, warum dieses Training als eines der realistischsten galt. Mit ihrem rechten Arm holte sie aus. Ihr Ziel war es, das Messer tief in seine Schulter zu bohren. Somit wäre ein Arm, der eine Waffe tragen konnte, kaum mehr zu gebrauchen. Doch geschickt wich der Mann aus. Leicht verdutzt sah Fiona zu ihm. Bis jetzt war noch niemand schnell genug gewesen, ihr auszuweichen. War sie etwa schon auf dem nächsten Level? Das wäre die einzige, logische Erklärung. Doch etwas unterschied den Mann von den Hologrammen. Er roch anders. Bei den simulierten Menschen, gaben sich die Forscher Mühe, sie wie echte wirken zu lassen. Dementsprechend rochen sie fast genauso, wie es Menschen taten. Der Geruch des Mannes vor ihr jedoch, unterschied sich von ihnen. Sein Geruch war weniger prägnant. Als ob er weniger Poren besaß, aus denen er seinen spezifischen Körpergeruch aussondern konnte. Zeit, um länger zu überlegen, blieb Fiona nicht. Der Mann forderte sie heraus und nur zu gerne, nahm sie diese Herausforderung an. ein amüsiertes, selbstsicheres Grinsen zeichnete sich auf Fionas Gesicht ab. Er wollte ein Tänzchen? Das sollte er bekommen! "Am Ende wirst du es bereuen, mich herausgefordert zu haben.", sagte sie und ging ebenfalls in Kampfstellung. Das Messer fest in ihrer rechten Hand. Ihr gegenüber, hielt keine seiner Waffen in der Hand. Doch dass er bald sein Schwert zückte, war unausweichlich. Fiona würde es nie zu lassen, mit bloßen Händen besiegt zu werden.
Ein Sekunde wartete sie, bis sie auf den Mann losging. Eine Täuschung rechts und schon war sie dabei, mit ihrem Messer sein linkes Knie anzupeilen. Sie ging davon aus, dass er wieder einen Angriff von Oben erwartete. So, wie es ihr erste versuch war. Wenn dies der Fall war, würde im nächste Moment, eine tiefe Fleischwunde, das Bein des Gegner zieren
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Do 27 Aug 2015, 22:39

Raiden war eine Maschine und doch konnte man sagen, dass er lebte. Wenn man ihn fragen würde, dann käme wohl keine Antwort. Nicht, weil er keine hatte, sondern weil es ihn nicht wirklich interessierte. Sein Leben war ein Befehl. So war es und sollte es auch immer sein. Immer hatte er einen direkten Befehl bekommen oder sollte sich gewissen Protokollen unterordnen. So hatte er bisher sein Leben gelebt, bis er angefangen hatte mit anderen Leuten Kontakte zu knüpfen. Raiden war nicht der Mensch bzw. Maschine für irgendwelche Freundschaften. Wenn es hart auf hart kommt, dann nahm er sich gerne ein Partner oder Partnerin für eine Mission, aber das war es auch schon. Immer war er präzise, kühl, ruhig und konzentriert. Sein Wunsch nach Perfektion war seine Stärke, doch wie er feststellen musste seine größte Schwäche. Warum? Das hatte Raiden sich immer gefragt. Die Antwort könnte sein, dass er niemals vervollständigt wurde und es wahrscheinlich auch niemals wird. Die Antwort worauf? Das seine innere künstliche Intelligenz sich an die Herausforderungen anpasst und anfängt emotional zu werden. Nur wollte er sich woanders hin entwickeln. Sein Leben hier, oder auch nur sein Job, hatte eine große Bedeutung für seine Existenz. Nicht nur, dass hier Gerechtigkeit walten lassen konnte, sondern konnte er sich auch weiterentwickeln. Wohin? Das konnte er nicht sagen. Er war eigentlich wie ein Motor, der nicht wusste was er antreibt. Von Befehl zu Befehl hangelte er sich, um nicht sich selbst zu verlieren. Er war eine Waffe, ein Mittel zum Zweck und doch fing er an sich zu verändern. War es zum Besseren?

Raiden sah sich weiterhin ihren Kampfstil an, der ziemlich gut war und durchaus schnell. Sie kam ziemlich gut auf die Gegner klar, doch war sie bereits ziemlich außer Atem. Eventuell würde sie noch sein Level erreichen, doch viel weiter käme sie so nicht. Raiden wollte sich nichts einbilden, aber eventuell hatte sie ja noch ein Ass im Ärmel. Dann würde sie ihn überholen, aber dann hätte er eine ordentliche Trainingspartnerin. Mit einem Roboter kann man immer so schlecht trainieren, aber Raiden war mehr gespannt darüber, wie sie weiter machte. Raiden hatte auch immer noch ein Ass im Ärmel, aber zog es nicht. Nicht nur, weil es eine große Gefahr für alle seine Kollegen war, sondern weil er sich selbst auf seinem Basislevel trainieren will. Sein Ass nutze er nur zum multiplizieren seiner Kräfte.

Bereuen werde ich es nicht. sprach er nur mit einem Lächeln und konzentrierte sich auf seinen Gegenüber. Er atmete einmal tief durch und drückte seinen Puls. Schon jetzt stellte er Wahrscheinlichkeiten auf, wie sie ihn angreifen würde. Sie kam mit einer Täuschung, doch anstatt sich auf irgendwas darauf zu reagieren, sprang er ihr einfach entgegen. Sein Knie sollte ihren Kopf treffen, wo sie dann merken müsste das es kein Fleisch war, wenn es dann klappen würde. Dann landete er wieder hinter ihr und drehte sich schnell um. Raiden zog schnell ein kleinen Dolch und warf ihn ihr entgegen auf Brusthöhe. Sollten sie ihn fangen, so würde sie einen Stromschlag mittlerer Stärke bekommen. Nicht tödlich, aber durchaus spürbar. Sofort sprintete er hinterher und zielte mit einem hohen Tritt auf ihren Kopf. Das war der Hauptgrund, warum er diese Anlage wählte und vor allem sein Vorgehensweise. Als Wächter wirst du nicht bestraft, dass du mal zu hart ran gingst und in der Simulation musstest du dich nicht zurückhalten.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Fr 28 Aug 2015, 19:14

Zugegeben. Seine Reaktion auf Fionas Angriff, traf sie unerwartet. Nicht jeder nahm sich das Selbstbewusstsein heraus, sofort in die Offensive zu gehen. Bis jetzt musste jede Simulation, den Schlägen der Wächterin ausweichen oder abwehren. Dass sie ihr todesmutig entgegensprangen, war selten. Aber vielleicht war genau dies das nächste Level. Gegner, die nicht auf Aktionen reagieren, sondern von selbst agieren. Nur in letzter Sekunde, konnte Fiona ihren Kopf einziehen und wich mit einer Rollen, dem Knie des Mannes aus. So schnell sie auf dem Boden war, so stand sie auch wieder auf beiden Beinen. Das musste sie auch, denn ihr Gegner hörte nicht auf, Fiona zu attackieren. Ein Dolch blitzte auf. Reflexartig hebelte sie ihn mit ihrem Handrücken aus seiner Flugbahn. Ihre hochwertigen Halbhandschuhe aus Leder, verhinderten dabei eine tiefe Schnittwunde. Den Stromschlag, erlag sie dennoch. Zwar spürte sie ihn nur für einen Bruchteil einer Sekunde, trotzdem verzog sich ihr Gesicht vor Schmerz. Ihre kurzeitig taube Hand schüttelte Fiona und in ihrem Blick lag ärger. Ärger über sich selbst, dass sie auf diesen Trick herein gefallen war. Aber bei seinem nächsten Schlag, würde sie sich nicht die Blöße geben. Gekonnt duckte sie sich unter seinem Tritt und griff nach dem Fußgelenke des Mannes. Um ihn zu schleudern, war er zu schwer, doch sie konnte ihn aus dem Gleichgewichtbringen und auf den Boden werfen. Sofort stürzte sie sich auf ihn und versuchte ihren Gegner au dem Boden zu fixieren.
Einzelne Strähnen, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatten, baumelten herab. Fionas Brustkorb hob und senkte sich schwer und deutlich. Mit verengten und feindseligen Augen sah sie zu ihrem Gegner herab. Sein Gesicht musternde, versuchte sie ihn immer noch mit aller Kraft auf dem Boden zu halten. Er sah jung aus. Jünger als Fiona auf jeden Fall. Trotzdem schien er nicht den typischen Leichtsinn besitzen, der für sein Alter normal wäre. Das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten, das voreilige, unüberlegte Handeln. Das alles konnte Fiona in diesem Kampf bei ihm nicht erkennen. Er ging rationaler und taktischer vor. Plante jeden Schritt im vor raus. Da hatte das Militär endlich jemandem mit großem Talent und noch größerem Potenzial gefunden.

Fiona erhob im nächsten Schritt ihr Messer und wollte es in seinen Hals rammen. Dabei war sie gezwungen, einen der arme des jungen Mannes loszulassen. Dass sich der unter ihr wehren würde und Fiona ihr Ziel mit dem Messer verfehlen könnte, war wahrscheinlich. Um ehrlich zu sein, wäre die Wächterin auch enttäuscht, wenn dieser vielversprechende Kampf doch so schnell endete.
//So kurz >.<
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Fr 28 Aug 2015, 22:27

Der Gedanke, dass hier zwei vollkommene Gegensätze aufeinander treffen, hielt Raiden eindeutig für interessant. Ebenfalls wäre interessant zu wissen, wenn sie wüsste das er ein Roboter ist. Ihre Fähigkeiten standen gerade gegen die Prozessoren eines Supercomputers mit eigenständiger künstlicher Intelligenz. Hier traf gerade Stahl auf Fleisch und Gehirn auf Prozessor. Allein die Vorstellung das eine Maschine einem trainiertem Soldaten oder ähnlichem Menschen mithalten konnte, wäre schon unglaublich, doch Raiden konnte mehr. Raiden konnte solche Leute übertrumpfen, da er lernfähig war. Raiden berechnete Wahrscheinlichkeiten in Bruchteilen von Sekunden und konnte deswegen so entscheiden. Nur würde es sich zeigen, ob seine Entscheidung gegen die dieser Wächterin ankommen würden. Sie konnte ihm ausweichen, auch wenn das zu erwarten war, wenn man gegen einen Wächter von Glass Dome kämpft, doch war er überrascht und erfreut. Er hatte wohl einen würdigen Gegner. Sie wehrte den Dolch ebenfalls ab, dass konnte wohl wirklich interessant war. Sie bekam den Strom ab, doch hielt sich dies nicht ab, um seinem Tritt auszuweichen.
Nun war er am Boden und blieb dort wohl auch erstmal. Nicht, dass ihr Gewicht ihn aufhalten würde, denn er wollte dort bleiben. Sie sollte sehen, zu was er fähig war und das würde er ihr direkt zeigen. Der Dolch rammt sich in seinen Hals. Anders als Menschen, brauch Raiden keine Luft. Einzig und allein brauch er die Verbindung zum Computer im Kopf. Doch der Dolch kam nicht so weit, denn er war nicht geeignet um durch massiven Metall zu schneiden bzw. zu stechen. Auf ca. der Hälfte blieb er den stecken. Raiden bewegte sich nicht mehr. Man könnte meinen, dass er nun tot sein. Ungeachtet, ob sie nun aufstehen sollte oder ob sie ihn weiter hielt, griff er sich mit einem Schlag ihren Hals, hob sie nach oben und stand dabei auf. Sein Hauptleitung war nur angeknackst, wodurch er etwas langsamer wird, aber das sollte ok sein. Raiden fing an ihren Hals zuzudrücken und sie zu würgen. Mit der anderen Hand zog er sein Schwert und wollte sie damit durch den Bauch stechen. Sie musste schnell daraus, dessen war sich Raiden bewusst und doch war er neugierig, wie sie das machen würde. Klar, war seine Verletzung das nicht wert gewesen, aber das war hier nur Training, da konnte man schon etwas mehr wagen. Raiden lächelte sie dabei nur an. Er hatte scheinbar Freude daran.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Fr 28 Aug 2015, 23:31

Mit hoher Geschwindigkeit rammte Fiona das Messer in seinen Hals. Genau dort hin, wo seine Halsschlagader sein sollte. Es kam ihr schon merkwürdig vor, dass er nicht einmal den Ansatz eines Befreiungsversuches startete. Als ob er wollte, dass Fiona in tötete. War das ein Fehler der Simulation? Immer mehr begann die Wächterin daran zu zweifeln, dass der Mann unter ihr, zu ihren vorherigen Gegnern gehörte. Er unterschied sich von ihnen. Vor allem, da er nicht starb, geschweige denn blutete, als das Messer eigentlich in sein Fleisch eindrang. Aber nichts deutete darauf hin, dass er aus dieser organischen Masse bestand. Es fühlte sich so an, als würde die scharfe Klinge durch Stahl oder Metall stoßen. Ein ungewöhnlich großer Widerstand ergab sich, den Fiona nicht überwinden konnte. Dafür war ihre Waffe nicht geschaffen. Das Messer blieb bis zu Hälfte stecken. Es herauszuziehen, würde nochmals viel Kraft in Anspruch nehmen.
Der Blick der Wächterin zeigte deutlich, wie irritiert sie von diesem Fakt war. "Warum-?", begann sie, konnte aber ihre Frage nicht zu ende stellen, da ihr Hals eingedrückt wurde. Warum starb er nicht? Warum löste er sich nicht in die Pixel auf? Wer...WAS war dieser Mann? Fiona fand keine Antworten auf diese Fragen und wurde frustriert. Es durfte doch nicht war sein, dass er sie mühelos würgen konnte, während eines der schärfsten Messer fröhlich in seinem Hals steckte und etwas hin und her wippte. Es war so irrational. War er eine Maschine? Ein Roboter, der dermaßen menschlich aussah? So etwas kannte Fiona nicht. Dass es Hausroboter gab, die für Familie kochten und putzten, wusste die Wächterin. Genauso, wie das Militär Roboter in gefährliche Gebiete schickte, um dort für sie den Krieg zu führen. Aber selbst diese unterschiedenen sich stark von den Menschen. Vor allem was Emotionen und logisches Schlussfolgern anging.

Der Druck um Fionas doch zierlichen Hals wurde stärker. Ihre Beine baumelten in der Luft. nur einmal startete sie den Versuch, den Mann zu treten. Als sie bemerkte, dass ihre Beine dafür zu kurz waren, verwarf sie diese Idee. Ihre Atmung wurde unregelmäßiger und ging in eine Schnappatmung über. Fiona krallte sich mit beiden Händen an seiner fest und zog sich etwas nach oben, um ihren Hals zu entlasten. Das würde wenigstens einen Genickbruch vorbeugen. Außer Lebensgefahr, war sie jedoch noch lange nicht. Röchelnde Geräusche drangen aus ihrer Kehle, während sie das Schwert in seiner anderen Hand bemerkte. Giftig und mit Zornesfalten sah sie ihren Gegner an. Dem Bastard schienen ihre Schmerzen auch noch zu gefallen. Elender Sadist. Dein Lächeln wird dir noch vergehen.
Nur mit Mühe, konnte Fiona nach ihrem elektroschocker greifen. Er war hinten, an ihrem Gürtel befestigt. Fast jeder Wächter, besaß eines dieser Dinger. 'Zur Sicherheit', hatte man ihr gesagt. Dass ein Elektroschocker bei den meisten Fällen in Glass Dome keine derart große Hilfe sein würde, erwähnte niemand. Doch jetzt rettete es tatsächlich Fionas eben. -Für's erste.
Aufgeladen und schockbereit erhob die Wächterin ihre neue Waffe und richtete es gegen ihren Gegner. Die einzige Stelle, die sie angreifen konnte, war die Hand, mit der er sie würgte. Das sie deswegen auch wieder einmal die Gelegenheit bekam, Strom zu spüren, war ihr durchaus bewusst. Diesen könnte sie aber standhalten. Der Schock musste schließlich nur so stark sein, dass der Mann los ließ. Nun war sie an der Reihe zu grinsen. Im nächsten Moment hörte man das Zischen des Stromes und wie es in den Körper des anderen floss. Auch sie durchfloss der Strom. Es fühlte sich an ´, wie unzählige, heiße Nadelstiche, die von ihrem Hals aus, durch ihren Körper zuckten.
Als ihr Gegner endlich von ihr abließ, fiel sie zurück auf ihre Füße. Diese waren in der Zwischenzeit, in der sie in der Luft hang, taub geworden. Fiona knickte augenblicklich um und lag erschöpft auf dem Boden. Keuchend tastete sie ihren geschwollenen Hals ab. Ihr Blick war verschwommen. Nur schemenhaft konnte sie den metallischen Mann erkennen. Aufgeben wollte Fiona aber nicht. Das ließe ihr Stolz nicht zu Stattdessen rappelte sie sich schwankend auf und richtete ihre Pistole, mit der sie ihr Training begonnen hatte, auf den Mann. "Lass dir eines sagen, mein Lieber.", begann sie und lächelte schwach. "Selbst in diesem Zustand treffe ich noch zielsicher."
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 29 Aug 2015, 14:50

Das er sie damit überraschen würde, hatte Raiden bereits erwartet. Es war ja normalerweise auch zu Ende, wenn man einem Gegner den Hals aufschneiden. Vor allem wenn es auch noch so ein scharfes Messer war, wie seine Gegnerin hier führte. Doch im Fall von Raiden würde er nur etwas langsamer reagieren. Der Hals stellte nur die Verbindung zwischen dem Hauptprozessor im Kopf und der ausführenden Einheit im Körper dar. Mit ihrem Dolch hatte sie 4 Nebenleitungen zerschnitten und die Hauptleitung angeschnitten. Damit würde die Reaktionsgeschwindigkeit bei ca. 63% liegen. Doch steigend, da sich sein Körper immer regenerierte und das schneller als bei normalen Menschen. Jedoch führte mit dem Dolch im Hals nicht fiel passieren. Während er erfunden und erschaffen worden ist, wurden ihm verschiedene Codes installiert, die ihn zwingen würde bestimmte Tätigkeiten zu machen. Dies war einfach eine Sicherheitsmaßnahme, da man ihn nur schlecht töten konnte. Jedoch hatte er die Codes verändert und überschrieben und so konnte er dann fliehen.
Aber dies war nun erstmal nicht von Belang. Seine Gegnerin hing in der Luft und versuchte weiter zu atmen, doch wurde das für sie immer schwieriger. Ihr Blick zeigte deutlich, dass sie es nicht verstand, warum dies passierte. Raiden lächelte sie weiterhin an, nicht weil er ihren Schmerz mochte, sondern eher weil sie eine sehr gute Gegnerin war. Er hätte schon Interesse daran, dass sie mal ausgeruht und mit ihrem vollsten Potenzial gegen ihn kämpfen sollte, dann würde es wohl zu einem Kopf an Kopf Rennen werden. Doch natürlich gab sie jetzt nicht auf und versuchte ihn zu treten. Sie kam nicht an ihn ran und verwarf deswegen die Idee. Raiden war neugierig, ob sie noch eine Möglichkeit finden würde.
Und sie fand eine Möglichkeit. Sie nahm den Elektro-Schocker und verpasste ihm damit eine in seine Hand. Er wusste von dieser Waffe, doch hatte er sie selbst nie angenommen. Sie war ihm zu ineffektiv, doch das sie jetzt gegen ihn eingesetzte werden würde, hätte er gar nicht erwartet. Seine Hand zuckte seltsam und er war gezwungen sie los zulassen. Unmittelbar danach begann auch sein Arm seltsam zu zucken. Seine Befehle an seinen Körper konnten wegen dem Strom nicht ordentlich verarbeitet werden. Doch es dauerte nicht lange, dann hatte er den Strom in sich aufgenommen und gespeichert. Es wäre schneller gegangen, wenn er es erwartet hätte, aber das traf ihn unerwartet. Schmerz spürte Raiden nicht oder zu mindestens nicht wie normale Menschen. Er bekam eine Gefahrenwarnung, aber dass war es auch schon.
Nun stand er da und sie zielte mit einer Pistole auf ihn. Man sah ihr aber an, dass es wohl nicht mehr lange dauern würde. Es war von Anfang an kein fairer Kampf gewesen, denn sie hatte bereits seit Stunden gegen die Simulation gekämpft und er kam völlig ausgeruht in den Kampf. Doch wollte er nicht einfach so den Kampf beenden und es ordentlich zu Ende führen. Raiden zog den Dolch aus seinem Hals. Eine dickflüssige blaue Masse tropfte aus seinem Hals. Man konnte es wohl sein Blut nennen. Du bist wirklich gut, doch übertriebener Stolz ist nur dein Todesurteil." sprach er und warf ihr den Dolch direkt auf ihre Brust. Dann sprintete er dem Dolch hinterher, zog sein Schwert und wollte es ihr durch ihr Herz rammen.
Ein Stoß und die Simulation war vorbei. Er zog das Schwert aus ihrer Brust und steckte es wieder ordentlich weg. Das Gleiche tat er dann auch mit dem Dolch von ihm und gab ihr dann ihren Dolch wieder. "Meine Name ist Raiden." sprach er nur und setze sich auf den Boden. "Du bist wirklich gut." Er schaute auf eine Tafel, wo man das Level der Simulation sah. Es zeigte deutlich Level 238. "Du hast mich fast erreicht. Mein Level war 242 und das hättest du auch noch erreicht, wenn ich dich nicht herausgefordert hätte." sprach er nur ruhig und gelassen. Sein Gesicht zeigte keine Übermäßige Freude oder ähnliches. Einfach nur Ruhe und Kälte.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 29 Aug 2015, 17:04

Mehr als normal blinzelte Fiona. Dies war auch nötig, damit sie überhaupt noch scharf sehen und Konturen erkennen konnte. Leicht schwankte sie von rechts nach links. Da ein Ziel zu treffen, war unmöglich. Das war der Wächterin bewusst. Zugeben wollte sie es nicht und einsehen erst recht nicht. Dafür war ihr Stolz zu groß. Bis zum bitteren Ende würde sie kämpfen und drohen und alles dafür geben, nicht zu verlieren. Die einzige Art, die sie akzeptieren konnte, einen Kampf zu verlieren, war der Tod. Freiwillig aufgeben würde sie nur in den seltensten Fällen. Doch da dies nur eine Simulation war, war es Fiona schlichtweg egal, ob sie 'starb' oder nicht.
Schweiß tropfte von ihrer Stirn und ihr Mund war leicht geöffnet, um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Ein salziger Geschmack breitete sich in ihrem Mund aus, als Schweißtropfen ihre Lippen erreicht hatten. So gut, wie es ging, versuchte sie ihren Gegner zu fixieren. Als dieser ohne große Probleme, ihr Messer aus dem Hals zog, ging Fiona automatisch ein paar Schritte zurück. Er war ihr nicht geheuer. Etwas blaues, flüssiges tropfte schwerfällig aus der offenen Wunde aus seinem Hals. Auch die Klinge ihres Messer war mit dieser Flüssigkeit benetzt. Fiona atmete tief ein, doch nicht im entferntesten roch diese blaue Masse nach Blut. Der intensive Eisengeruch fehlte vollkommen. stattdessen erkannte Fiona den chemisch, stechenden Geruch nach Öl und anderen Chemikalien, die sie nicht zu ordnen konnte.
Da hast du Recht., dachte sich die Wächterin, als der Mann von ihrem Todesurteil sprach und lächelte bitter. Sie sah, wie ihr der Dolch entgegen flog. Ausweichen war unmöglich für sie. Dafür fehlte ihr die Energie, sich schnell zu bewegen. Während das Messer sich durch die Luft bewegte, feuerte Fiona ihren letzten Schuss in dieser Trainingseinheit ab. Sie hatte auf seinen Kopf gezielt. Natürlich verfehlte die Kugel ihr Ziel.
Ein unbeschreiblich schmerzt breitete sich in ihrer Brust aus, als der Dolch in ihre Fleisch eindrang. Trotzdem blieb sie standhaft. selbst, als das Schwert sie durchfuhr, blieb die Wächterin auf beiden Beinen stehen. Der salzige Geschmack ihres Schweißes, vermischte sich nun mit dem Eisengeschmack ihres Blutes, welches sich in ihrem Mund zu sammeln begann. So ungefähr fühlte es sich also an, zu sterben. Ein komisches Gefühl.
Im selben Moment ihres "Todes" war die Simulation beendet. Ihre Wunden waren geschlossen, doch ihren Körper durchfuhr immer noch einiges an Schmerz. Dieser würde sich erst in Stunden legen. Es war eine Art Bestrafung, verloren zu haben und gleichzeitig ein Ansporn, nicht noch einmal zu verlieren. Wer wollte schließlich immer mit Schmerzen ins Bett gehen.
Skeptisch und stumm beobachtete die Wächterin jede Begegnung ihres Gegners. Dass er sich nicht nach dem Ende der Simulation auflöste, war der Beweis. Er zählte nicht zu den Simulationen. Also musste er einer ihrer Kollegen sein. Ein Wächter, den sie noch nicht kennen gelernt hatte. Obwohl dies nichts zu bedeuten hatte. Lief sie doch noch keinen Wächter über den Weg.
Langsam tat es Fiona ihm gleich und setzte sich auf den Boden. Immer noch hatte sie nichts gesagt, ließ Raiden-wie er sich nannte-ausreden. Ihr Fokus lag eindeutig auf seinem Hals, der statt rot, blau geblutet hatte. Ruhig musterte sie ihn und kam zu dem Entschluss, ihn nicht einschätzen zu können, was sie etwas ärgerte.
"Fiona Stevens", erhob sie dann endlich ihre Stimme. Genauso kühl wie ihr Gegenüber. Das Lob vernahm sie gerne, ging aber nicht weiter darauf ein. Sie würde schließlich nicht hier in Glass Dome stationiert sein, wenn sie keine gute Kämpferin war. "Um ehrlich zu sein, bin ich nicht enttäuscht, dein Level heute nicht erreicht zu haben. Deine Herausforderung hat mir mehr gelehrt, als die letzten 238 Level.", gab die Wächterin zu, wobei ihr Gesicht trotzdem ernst blieb. "Du bist kein Mensch.", stellte sie nach einer kurzen Pause trocken fest. "Im Inneren noch nicht einmal menschenähnlich, wie die anderen Wesen hier. Nur dein Aussehen täuscht. Was bist du?" Direkt und einfach. So war Fiona gestrickt. Verstellen würde sie sich nicht, auch wenn der Mann vor ihr, ein Kollege war.
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 29 Aug 2015, 20:42

Stolz. Sein Gegenüber hatte wohl eine ganze Menge davon und doch fragte er sich wie es wäre auf etwas stolz zu sein. Raiden fragte sich oft, wie es wäre mehr menschlich zu sein. Rein theoretisch, da er sonst seine Arbeit nicht mehr ordentlich ausführen könnte. Auf etwas stolz, traurig oder wütend zu sein. Klar, konnte er Emotionen darstellen, indem er lächelte oder das Gesicht verzog, aber das war nur oberflächig um ihn menschlicher wirken zu lassen. Innerlich war er immer ruhig und kalt und meistens auch äußerlich. Der Gedanke daran etwas zu sein, was er nun mal nicht war, zeigte ihm mal wieder das Perfektion nur ein Wunschdenken war, wenn man ihn zu allgemein faste. Doch Perfekt in seinem Job werden, dass war ein erreichbares Ziel und genau deswegen musste er sich weiterentwickeln, damit er mehr Informationen aufnehmen konnte und sich jeder Gefahr stellen konnte. Emotionen standen ihm dabei nur im Weg. Er konnte keine Angst, Zuneigung oder Ähnliches empfinden, da es ihn nur lähmen würde im Kampf. Er blieb eine logische Kampfmaschine für den Rest seiner Existenz.
Nachdem Raiden seine Waffen weggesteckt hatte, die Simulation beendet war und nun auch sein Gegenüber sich auf den Boden gesetzt hatte, beruhigten sich wieder die Gemüter. Sie war neu, soweit konnte er mit Sicherheit sagen, doch was sie war, ob dies schon alle Kräfte waren, das blieb ihm fremd. Doch Raiden hatte keine Eile, denn es würde sich schon irgendwann ergeben. Sie war eine Wächterin und würde daher noch eine Weile bzw. für immer bleiben. Je nachdem, wie lange sie leben würde. Selbst wenn sie sterben würde, würde ihr Körper für Forschung missbraucht werden, also konnte man meinen, dass sie für immer hierbleibt.
Fiona Stevens. Raiden hörte sich ihre Worte an. Er hatte ihr zwar noch nicht alles gezeigt, doch er war sich sicher, dass sie es ebenfalls noch nicht getan hatte. Das konnte einfach noch nicht alles sein, dafür hatte sie einfach zu viel Potenzial. Sie trug ein bauchfreies Shirt und kurze Hose. Die Handschuhe waren extrem stabil gebaut bzw. verarbeitet. Die Neugierde packte Raiden, doch er blieb geduldig und ging erstmal auf ihre Sätze ein. "Kommt drauf an, wie du menschlich definierst." sprach er doch leicht belustigt. Klar, war er nicht aus Fleisch und klar war er eine Maschine, doch wenn er vollständig gewesen wäre, könnte er fühlen, atmen und sogar lieben. Wo genau würde dann der Unterschied zum Menschen bestehen? War der Mensch einfach nur das Fleisch was ihn ausmachte? Aber Raiden wollte jetzt nicht philophisch werden und beließ das in seinen Gedanken. Doch, da du es so gerne wissen willst. Ich bin ein Roboter, einfach ausgesprochen. Kompliziert ausgeprochen, bin ich eine visuelle, akustische KI mit einem Cyborganzug Klassifizierung X999. sprach er zwar, doch er wusste nicht ob ihr das wirklich weite helfen würde. Klar, war es die Antwort, doch das musste ja nichts heißen.
Raiden schaute sie an und würde sie jetzt auf seine Augen achten, denn würde sie merken, dass sie mechanischen waren und nicht biologisch. Ich bin der fortschrittlichste Roboter dieser Welt, falls nicht irgendwo bereits ein neuer gebaut wurde. sprach er, was ebenfalls eine Antwort war.
Raiden stand auf und schaute sich weiterhin an. Ich rate einfach mal, dass du mir dein Potenzial noch nicht gezeigt hast. Da war bestimmt noch mehr hinter. Was bist du genau?" fragte er auch einfach mal nach. Sie waren beide Kollegen und bis auf ein paar Ausnahmen, würde Raiden alles erzählen, was sie wissen wollte. Das war einfach ein Protokoll, was ihm das abverlangte. Wie lange bist du schon hier? fragte er nach. Raiden sah es als seine Pflicht, die Neuzugänge einzuweisen. Nicht weil er eine höhere Position wollte, weil er hilfsbereit war oder weil freundlich sein wollte, sondern weil die Neuzugänge dann sich schneller einleben konnten und daher früher gebraucht werden konnten.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 29 Aug 2015, 22:03

Abwartend sah sie Raiden an. Auf seine Antwort war sie wirklich gespannt. Es wäre schlichtweg praktisch, soviel wie möglich, über seine Kollegen zu erfahren. Außerdem interessierte sich Fiona stark für en Grund seiner enormen Stärke und Ausdauer. Wenn er ein Level von 242 schaffte, dann müsste ihr Gegenüber besondere Fähigkeiten oder Gaben besitzen, die Fiona bisher noch nicht kannte. Sicherlich hätte sie dieses Level als Werwolf auch ohne größere Probleme geschafft, nur wo bliebe da der Spaß und die Herausforderung? Vor allem wäre es praktisch, wenn sie selbst im menschlichen Zustand, sich gegen die meisten potenziellen Gegner wehren konnte und nicht beim kleinsten Banditen den Akt der Verwandlung als einzige Option sehen musste. Dann die Verwandlung verlief nie ohne Schmerzen ab. Zwar welche, die auszuhalten waren, aber trotzdem wollte sich Fiona sie so weit es ging ersparen. Aus diesem Grund begann die Wächterin schon frühzeitig ihr Training und war dementsprechend sehr kampferprobt und geschickt.

Als Raiden ihr antworte, entfuhr ihr ein ungläubiges Schnauben und sie lächelte schwach. Sie hatte keine große Lust, mit ihm über den Begriff der Menschlichkeit zu philosophieren. Da man bei solchen Themen sowieso nie eine richtige Antwort fand, ersparte sich die Wächterin die Mühe und würde die Zeit lieber effektive nutzen. Zudem glaubte sie, dass Raiden genau wusste, was sie mit ihrer Frage gemeint hatte. Er war nicht dumm und musste sich einfach denken können, dass sie auf sein metallisches Äußeres und Inneres Bezug genommen hatte.
Als er das Wort Roboter erwähnte, nickte Fiona knapp. Gedacht hatte sie sich es schon, doch jetzt die Bestätigung aus seinem Mund zu hören, gab ihr endgültige Gewissheit. Sie hatte die gesamte Zeit gegen einen hochentwickelten Cyborg gekämpft, der vermutlich noch eigens für den Einsatz in Glass Dome erschaffen wurden war. Dafür hatte sich die Wächterin nicht schlecht geschlagen, zumal sie vorher schon ein paar Stunden gefordert wurden war und er sich ausgeruht ihr entgegen gestellt hatte. Augenblicklich kam in Fiona der Wunsch hoch, nochmals gegen Raiden anzutreten. Dann aber mit dem selben Ausgangsstatus. Beide Ausgeruht und beide bereit, den anderen mit allen Mitteln zu besiegen. Dieser Wunsch würde sich erst später erfüllen können, da Fiona eindeutig die Stamina für einen zweiten Kampf in diesem Moment fehlte. Da zog sie es lieber vor, hier mit Raiden auf dem Boden zu sitzen und sich etwas kennenzulernen. Kann ja nicht schlecht sein, etwas mehr über den Menschen beziehungsweise Roboter zu wissen, dem sie in Ausnahmesituationen ihr Leben anvertrauen musste.
Es war schon merkwürdig, von rein mechanisch funktionierten Augen angesehen zu werden. Während des Kampfes, hatte Fiona kein Augenmerk auf derartige Details gelegt, doch nun da sie wusste, was Raiden war, schien genau dieses Detail stark hervor zu stechen. Eines war sicher: An diesen Anblick, müsste sich die Wächterin noch gewöhnen.
"Na. Ich bin mir sicher, dass schon längst ein besseres Modell von dir durch die Gegend spaziert und kaltblütig irgendwo Menschen erschießt.", meinte Fiona mit gelangweilter Stimme und verlagerte ihr Gewicht nach hinten. Um nicht der Länge nach auf dem Boden zu liegen, stützte sie sich mit ihren Armen ab. Leise blies sie Luft aus, um ein wenig entspannen zu können. Der Kampf steckte ihr immer noch in den Knochen und am liebsten würde sie sich eine kalte, erfrischende Dusche gönnen. Kurz schloss sie die Augen, bis sie kurz darauf Geräusche wahrnahmen. Zuerst schielte sie nur, dann öffnete Fiona komplett ihre Augen, als sie bemerkte, dass Raiden aufstand. Sie selbst zog das Sitzen vor. Trotzdem verfolgte sie seine Bewegungen aufmerksam mit ihren Blicken. Ihre Position ermöglichte es der Wächterin, Raiden genauer zu betrachten. Sein schicker Anzug, wirkte ein wenig ramponiert. Wer genau hinsah, konnte ein paar frei gelegte Stellen, seiner Panzerung-er würde sie seinen Körper nennen-erkennen. Das Militär hatte sich Mühe gegeben, ihn so menschlich wie nur möglich aussehen zu lassen. Seine Gangart, seiner Art zu Reden und vor allem sein Gesicht, deuteten auf den ersten Blick für einen normalen, jungen Mann knapp zwanzig Jahre alt.
"Ich denke, es ist nur fair, mein kleines Geheimnis preiszugeben, wenn du mir deines verraten hast.", begann Fiona mit ruhiger Stimme. "Ich bin ein Werwolf. Aber keiner, der sich nur zu Vollmondnächten verhandeln kann. Ich kann nach belieben entscheiden, ob ich als Bestie oder als Mensch hier durch die Gänge streifen möchte. Bei der uns gegeben Bewegungsfreiheit in den Gebäudegängen, entscheide ich mich lieber für diese Form." Die junge Frau deutete mit einer Handbewegung auf ihren Körper, während sie den letzten Satz beendete. "Knapp zwei Wochen. Schätze, du verweilst schon länger unter dieser Kuppel?" Wie lange Raiden schon in Glass Dome heimisch war, war aus dem Grund wichtig, dass sie dadurch einiges von ihm lernen könnte. Was die gängigen Gepflogenheiten anging, wie man mit den Schülern umzugehen hat und welche Insassen hier am gefährlichsten waren.
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   So 30 Aug 2015, 00:27

Raiden kannte diese Blicke, wenn jemand herausfand, dass er eigentlich ein Roboter oder wie er sagen würde eine Ki war. Verständlich war es, denn er war nun mal nicht gerade oft zu finden. Sowas wie ihn gab es bisher nur selten auf der Welt. Eventuell war er sogar einzigartig, aber das konnte er nicht wissen. Ihm war es eigentlich auch egal. Wenn es noch jemand wie ihn gab, dann sollte er sich gerne mal zeigen. Es wäre bestimmt ein interessanter Kampf. Raiden, so menschlich er auch aussah und auch handelte, war ein Roboter und doch stellte dies immer wieder ein Konflikt dar. Einerseits war er gezwungen den Protokollen zu folgen und seine Befehle auszuführen und damit sein Leben zu leben. Andererseits war er doch fähig zu denke und fragte sich häufig, was genau sein Zweck war. Die einzige Antwort war, dass er eine Waffe war. Ein Mittel zum Zweck, welche andere Leute nutzen um ihre Ziele zu erreichen. Ihn störte es nicht, doch war die Gleichgültigkeit er selbst oder das Protokoll? Genau da lag das Problem. Was war er und was war sein Protokoll? Wo hörte seine Persönlichkeit auf und wo begann das Protokoll? Ein endloser Konflikt, den er wohl nie öffentlich zeigen würde. Raiden erwiderte ihren Blick die ganze Zeit lang und ohne dabei weg zu sehen. So etwas wie Scham hatte er nicht, weshalb er kein Problem hatte sie die ganze Zeit anzusehen. Raiden dachte wohl zu logisch dafür, um zu verstehen warum Leute es merkwürdig fanden einen Roboter vor sich zu finden, der sich seiner Selbst bewusst war. Was war der Mensch denn? Seine Emotionen, Gefühle und Gedanken waren auch nur elektronische Impulse im Gehirn. Bei ihm waren es Impulse im Prozessor. Kein großer Unterschied. Zu mindestens für ihn.
"Das bezweifele ich doch mal stark." sprach er doch recht selbstsicher, als wüsste er warum keine weiterentwickelte Form von ihm gab. Raiden stand lieber, als dass er saß, so konnte er sich einfach freier bewegen und ihm gefiel es auch persönlich besser. Raiden entging nicht, dass seine Kollegin ihn eingängig studierte. "Da du scheinbar so fasziniert von mir bist. Willst du noch etwas von mir wissen oder soll ich dir was zeigen?" fragte er ganz direkt. Sie war eine Wächterin und er war ein Wächter und sie brauchten Vertrauen zu einander und Raiden hatte kein Problem damit anzufangen. Sollte sie ihn verraten, dann würde er sie einfach töten. Deswegen war er auch so offen.
Raiden wirkte doch ziemlich erstaunt. "Das hört sich wirklich interessant an. Soll ich dir absofort blutiges Fleisch mitbringen?" fragte er mit einem Lächeln. Ja, es war gerade wirklich passiert. Raiden versuchte ein Scherz zu machen und ja er fühlte sich dabei unwohl. Ich bin hier der erste Wächter von GlassDome und damit über mehrer Jahre hier. erklärte er ihr und bewegte sich durch den Raum. "Du gehörst hier mit zum geheimsten und zur fortschrittlichsten Organisation. Gefällt es dir?" fragte er. Er wollte ebenfalls mehr lernen und doch ging dies nur durch Fragen oder machen.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   So 30 Aug 2015, 15:28

Dass sich Raiden während er sprach, durch den Raum schritt, würde sicherlich viele nervös machen. Bei Fiona war dies nicht der Fall. Wieso sollte sie sich damit auch unwohl fühlen? Wenn er sich bewegen wollte, dann sollte er das tun. Sie bliebe auf jeden Fall hier sitzen. Bewegt hatte sich die Wächterin in den letzten Minuten genug. Dabei war es schon interessant, wie schnell Raiden wieder zu der Energie fand, hin und her zu laufen. Natürlich war er bei weitem nicht so ausgepowert, wie sie selbst, aber dennoch forderte ihr Kampf ein gewisses Maß an Anstrengung. Vielleicht gefiel es dem Ki einfach, auf seine Gesprächspartner herab zu sehen, ein Gefühl der Macht zu besitzen. War dies überhaupt möglich für den Cyborg? Gefühle zu empfinden? Fona bezweifelte dies stark. Warum sollte das Militär auch in einen Roboter, der sichtlich als Waffe dienen sollte, Emotionen installieren, die ihm beim Töten hinderlich werden würden? Somit war es für die Wächterin nur logisch, dass Raiden rein rational und berechnend dachte. Seine Entscheidungen werden nur von seinen Berechnungen und Daten getroffen, die in seinem Prozessor installiert worden waren.
Als er sofort ihre Überlegung über Bord warf, dass es einen leistungsfähigeren Cyborg geben würde, konnte Fiona nicht anders, als schief zu grinsen. Da hatte sie wohl einen wunden Punkt getroffen. Stolz war also doch ein Gefühl, was Raiden empfinden konnte.
"Ne, ne. Nicht nötig.", winkte die Wächterin ab. "Ich werde schon noch früh genug sehen, was du so alles drauf hast, Ki." Fiona war nicht an einer Show interessiert, in der Raiden zeigen konnte, wie toll er doch gebaut wurden war. Solche Dinge hielt sie für überflüssig. Außerdem empfand sie angeberische Selbstdarstellungen albern und alles andere als überzeugend.
Ein skeptischer und leicht abwertender Ausdruck zeigte sich auf Fionas Gesicht. Man könnte ihn auch, als den typischen >Ist-das-dein-Ernst-Blick< betiteln. Schlimm genug, dass Raidens Witz flach war, Fiona hatte diesen nun schon zum hundertsten Mal gehört. Sie seufzte kurz und fuhr sich kurz durch die schwarzen Haare. "Um das Klischee zu bestätigen, ziehe ich wirklich blutiges Steak der durchgebrannten variante vor.", gab sie zu, doch ihr Stimme blieb ernst. Sie wollte ungern in diesen schlechten Scherz einsteigen. Ein Glück, wurde Raiden kurz danach wieder ernster. Interessiert sah Fiona zu dem Wächter auf. Mehrere Jahre war er schon gefangen unter dieser Kuppel. Zusammen mit Mördern, Psychopathen und Sadisten. Offen zugeben würde es Fiona nie, aber sie würde diesen Zustand nicht jahrelang aushalten können. Eigentlich war ihr Ziel, so schnell wie möglich, weder aus Glass Dome herauszukommen. Irgendwie, wieder zu ihrem Mann zurückzukehren und das am besten nicht in einer Urne in Form von unzähligen Staubkörnchen. Da beschwichtigte sie auch nicht der Fakt, dass sie zu der geheimsten und fortschrittlichsten Organisation gehörte. Wäre die Wächterin in diesem Moment ehrlich, hätte sie ohne lange zu überlegen, >Nein.< auf Raidens letzte Frage geantwortet. Doch das Risiko durfte Fiona nicht eingehen. Raiden musste Kontakte zu dem Militär haben, nachdem er der erste Wächter Glass Domes war. Er erstattete in gleichen Intervallen Bericht, darüber war sich Fiona sicher. Ihre Missgunst über ihre Einstellung laut zu äußern, würde er das Genick brechen. Im wahrsten Sinne des Wortes. "Um die Frage wahrheitsgemäß zu beantworten, habe ich noch nicht genug Zeit gehabt, mir ein Bild von dieser Organisation zu machen. Ich treffe ungern voreilige Entscheidungen, weißt du?", erklärte die Wächterin ruhig und hatte sich somit elegant und geschickt aus der Affäre gezogen. "Da du quasi von Beginn an hier stationiert bist, hast du doch sicherlich viele Erfahrungen mit Glass Dome und den Insassen gemacht. Worauf sollte ich mich also vorbereiten? Wie ist das Leben hier?"
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   So 30 Aug 2015, 16:40

Missverständnisse. Die größte Plage und der größte Misserfolg, welcher die menschliche Rasse innewohnt. Sie ist ganz natürlich und man kann sie wohl nicht verhindern und selbst Raiden, obwohl er nicht menschlich war, unterlag diesem Fehler. Schwierig wurde es nur dann, wenn diese Missverständnisse zu größeren Fehlern führten. Raiden war ein Roboter und wahrscheinlich der fortschrittlichste seiner Art, doch dachte er natürlich anders. Anders als Fiona gerade dachte, soviel konnte er sich schon mal sicher sein. Aber er konnte es ihr ja nicht vorwerfen, wenn eine menschliche Person fragen würde, ob er jemanden etwas zeigen darf, so wollte sie meistens damit angeben. Daher war es Raiden's Fehler und nicht ihrer. Diese ganzen menschlichen Floskeln und Verhaltensmuster waren Raiden auch noch zu viel. Er hatte einen vollkommen anderen Grund gehabt um zu fragen. Vertrauen basiert auf Wissen und zwar Wissen über die andere Person. Gerade da Raiden ein Roboter war, war Wissen unerlässlich und die meisten Personen fragten, wie es sei ein Roboter zu sein. Seltsame Frage, aber das war nun mal so. Ihm lag es nicht daran, irgendwie anzugeben oder das sein Stolz verletzt sei, denn sowas hatte er nicht. Seine Antworten beruhten auf Wissen und nicht auf Denkweisen. Doch auch sein Wissen beruht auf Denkweisen. Er stellte die Fragen so, dass er ein gutes Bild von der Person herausfand. Wo genau ihre Grenzen lagen und was sie lieber unterließen. Raiden war flexibel und konnte sich den Bedürfnissen einer Person anpassen, damit dieser besser mit ihm arbeiten konnte. Fiona war eine sehr zielsichere und selbstbewusste Frau, die leider etwas zu viel Stolz besaß, welcher aber durchaus hilfsbereit sein konnte. Das war sein Bild. Ein Mensch stuft einen anderen Menschen in den ersten 7 Sekunden ein und Raiden fragte sich doch schon, wo er bei ihr war.
Raiden hörte sich ihre Worte an und seine Auge verengten sich, dann trat er näher an sie ran und setzte sich vor ihr wieder hin. Er schaute sie für weitere 2 Minuten so weiter an, während sie zu ende sprach. Ich will auf den Punkt kommen. Erstens brauchst du mich nicht anlügen. Ich halte dich schon für eine Person, die schnell Entscheidungen trifft. Und die Tatsache, dass du dich hier zurückgezogen hast, obwohl die ein Neuling bist und eigentlich Erfahrungen sammeln solltest, schließt darauf das du deine Ruhe haben wolltest. Und schließt es darauf, dass du hier gar nicht sein willst, aber aus irgendeinem Grund sein musst. sprach er ruhig, denn er wurde weder lauter noch ernster, doch sein Blick war so fest wie vorher. Raiden dachte sehr gerade und strukturiert. Er nahm den Weg mit der höchsten Wahrscheinlichkeit ungeachtet ob es andere Möglichkeiten gab. Zweitens Fiona, nenne mich Raiden und nicht KI. Ich spreche dich auch beim Namen an und nicht mit Wolf. sprach er und lehnte sich dann ebenfalls etwas zurück. Er brauchte sich zwar nicht entspannen, aber sein Prozessor wollte ihn menschlicher wirken lassen, darum tat er dies.
Dieser Ort ist der gefährlichste Ort der Welt. Warum? Weil du dich nicht vorbereiten kannst. Außer du schaffst es jede Fähigkeit mit Vor- und Nachteilen jedes Insassen zu lernen. Du musst einfach nur flexibel und anpassbar sein. Ansonsten ist das Leben hier ganz angenehm. Du stehst hier an der obersten Nahrungskette und dein Wort ist Gesetz, solange du die Insassen nicht unnötig quälst. Bei Notfällen werden wir kontaktiert. sprach er und überlegte ob er noch etwas hinzufügen wollte. Aber irgendwie fiel ihm nichts ordentliches ein.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   So 30 Aug 2015, 18:30

Unbeeindruckt ließ sie Raidens verengten Blick auf sich wirken. Da etwas hinein zu interpretieren wäre unklug. Genauso wie ängstlich zu werden und sich dadurch klein zu mchen. Fiona hatte schon früh gelernt, standhaft zu bleiben. Sich nicht unterdrücken zu lassen und ihre hohe Position zu behalten. Als Frau im Militär musste sie dies noch unter erschwerten Bedingungen lernen. Denn in ihrer Abteilung machte niemand einen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Leider existierte er dennoch in den Köpfen der Männer. Das typische Frauenbild, welches ihnen schon von der Krippe auf gepredigt wurde. Niedlich, hilflos, schwach, naiv. Ihr Pech, dass Fiona nicht einmal Ähnlichkeiten mit diesem Bild hatte. Wer diese selbstbewusste, kluge, starke Frau als niedlich bezeichnen würde, wäre für sie nicht mehr existent. Jeder, der der Wächterin blöd kam, wurde mit Ignoranz und Herzlosigkeit gestraft. Schlagen oder gar verprügeln, würde sie niemanden dafür. Nicht, da sie ein dermaßen Gutmensch war, sondern weil derjenige in ihren Augen die Anstrengung nicht Wert war. Sowieso war Fiona kein Fan Schlägereien. Für sie waren sie sinnlose Hahnenkämpfe, die nur vorpubertäre Jungs veranstalteten. Nur so erlangen sie Selbstbewusstsein. Wahre Männer benötigten solche Kämpfe nicht, um sich beweisen zu können. Sie sparten lieber ihre Kräfte für den Notfall, als sie unnötig zu vergeuden.
Ein Drang, die Augen zu verdrehen keimte in Fiona auf, als Raiden seinen Satz mit >Erstens< begann. Innerlich bereitete sie sich auf eine lange, nichtssagende Rede vor. Wie sie es schon oft genug bei ihren anderen Vorgesetzten erlebt hatte. Komischerweise, enthielt die Ansprache des Cyborgs wirklich Inhalt. Dieser jedoch missfiel ihr stark. Woher wusste er, dass sie ihn anlog? Ihre Aussage hätte für jeden Menschen normal und ehrlich geklungen. Wie hatte Raiden ihre Lüge erkannt? Wodurch hatte sie sich verraten? Innerlich ging sie nochmals jede Bewegung, die sie während ihrer Lüge tätigte, durch. Dabei fand sie aber nichts, was sie hätte verraten können. Die Wächterin wollte ihrem Kollegen aber nicht die Genugtuung gönnen. Sie würde nicht wie ein kleines Kind nachgeben und ihm recht geben. Das wollte sie nicht einsehen. Deswegen blieb ihr Gesichtsausdruck ruhig und gefasst, als sie Raiden zusah, wie er sich wieder vor sie setzte. Nichts wies auf die Frustration hin, die im in Fiona herrschte.
"Gut, Raiden.", sagte sie und betonte extra seinen Namen. Zog seine Bitte damit aber nichts ins Lächerliche. Sie akzeptierte sie und würde seinen Wunsch auch respektieren. Dass sie kein Problem damit hatte, Wolf genannt zu werden, verschwieg sie. In ihrer Zeit im Militär, wurde sie immer so gerufen. Man wollte dadurch ihren Stolz brechen, da sie sich am Anfang auch gegen diese abwertende Bezeichnung gewehrt hatte. Irgendwann gab sie sich einfach dem hin. Gab auf, da ihr das ständige wehren leid war. So verlief es auch mit den anderen Dingen in ihrer Sektion, die Fiona vorerst negativ aufgestoßen waren. Es war alles eine Sache der Gewohnheit.
"Du darfst denken, was du willst. Da bin ich tolerant. Aber ich bleibe bei meiner Aussage, auch wenn du mir diese nicht glauben magst.", meinte Fiona ruhig und hielt den Blick des Wächters stand.
Als Raiden begann, über Glass Dome zu berichten, war Fiona besonders Aufmerksam. Seine Tipps würden ihr das Überleben hier sichern. Das war klar. Immer mal nickte die Wächterin knapp, um ihren Kollegen zu signalisieren, dass sie verstand, was er meinte. "Flexibel und anpassbar sein, sich dem Platz auf der obersten Nahrungskette bewusst werden und für den Notfall immer erreichbar und bereit sein.", wiederholte Fiona gelehrig, um sicher zu gehen, dass sie wirklich alles Wichtige aufgenommen hatte. Bei den Gedanken an Notfällen, wurde sie neugierig, was oder ob es schon schwere Notfälle gab, als sie noch nicht hier rekrutiert wurde. Ohne lange zu zögern fragte Fiona: "Um welche Art von Notfällen handelt es sich da? Amokläufe? Geplanter Suizid? Versuchte Einbruch in das System von Glass Dome? Gab es in der Vergangenheit schon einmal einen solchen Notfall?"
Die Wächterin hatte sich in der Zwischenzeit aufgesetzt und saß Raiden nun im Schneidersitz und mit geradem Rücken gegenüber. Raiden hatte ein Thema angesprochen, was sie ernsthaft interessiert. Da war es für Fiona unmöglich, derart entspannt zu sitzen. Sie wollte sicher gehen, dass sie jede noch so kleine Information mitbekam. schließlich wäre es nicht schlecht zu wissen, mit welchen Notfällen die Wächterin n Zukunft rechnen durfte.
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   So 30 Aug 2015, 22:55

Fiona. Sie machte ein interessantes Bild auf Raiden. Wenn er ehrlich wäre, würde er jeden Menschen interessant finden, doch an Fiona fand er eine Eigenschaft, welche er besonders herausragend fand. Allgemein verhielten sich Menschen meistens anders, als logisch. Sie hatten Emotionen, die sie behindern, ablenken, täuschen oder auch antreiben konnten. Sie handelten nicht immer intelligent, doch schien sie sich an jede Situation anpassen zu können, die ihnen entgegen geworfen wurde. Raiden, auch wenn er sich weiterentwickelt fand, musste sich eingestehen das ihm die Dinge, wie Wille, Stolz und Emotionen fehlte. Klar, konnte diese Dinge ihn antreiben und zu neuen Höhen bringen, doch könnten sie ihn auch bremsen und ganz zum Stehen bringen. Diese Gefahr war ihm es nicht wert, sich eigene Emotionen u.ä. anzueignen, weshalb er bei seinem alten Selbst brachte. Hier kam der Punkt, wo er Fiona interessant fand. Es war nicht ihr Stolz, sondern ihr starker Wille, welcher sie sehr weit gebracht hatte. Personen, die Einzelgänger sind un kühl und ruhig arbeiten, hatten meistens eine schwere Vergangenheit und waren nicht von Grund aus so, doch sie musste es mit ihrem Willen geschafft haben. Wille war es, welcher Raiden so interessierte. Er unterschied nicht zwischen leicht, schwer oder unmöglich, sondern zwischen schaffbar und nicht schaffbar. Doch der Wille, soweit er es beurteilen konnte, brachte den Menschen über ihre Grenzen. Dies war etwas, was Raiden wohl niemals wirklich verstehen oder lernen konnte. Es war Menschen abhängig, doch vor all dem musste man wohl erstmal Mensch sein.
Raiden ließ sie wieder aussprechen. Für Raiden, war sie bereits eine geschätzte Kollegin und er würde sich bereits auf ihren Rat verlassen. Klar, war Ehrlichkeit zwischen Kollegen wichtig, doch musste nicht jeder alles wissen. Dafür waren sie nur Kollegen. Doch wichtiger als Ehrlichkeit, war Standhaftigkeit und den Willen sich gegen den Gegner zu halten, selbst auf verlorenen Posten. Ob dies nun Wille oder Stolz war, konnte er zwar nicht sagen, doch das war ihm im Moment auch egal. Raiden sah sie an und ein leichtes Lächeln zeichnete sich kurz ab. Ich glaube dir, dass du nicht weißt, was du von dieser Organisation halten sollst, doch ich glaube dir nicht, dass du hier gerne bist. Kein normaler Mensch ist hier gerne. sprach er auf einmal. Das ist auch gut so. Das unterscheidet uns von diesem kriminellen Pack, dass sich hier zu wohl fühlt. sprach er mit einem Grinsen, doch es erlischt auch wieder. Nun war wieder seine ruhige und kalte Mimie im Gesicht.
Raiden war doch innerlich erfreut, dass sie so lernwillig war. Es gab hier bisher alles zwar, doch sind Notfälle eigentlich eher was akutes. Hier gab es auch schon Vandalismus, Raub, Diebstahl, Mord. Doch als Notfall werden nur die Dinge genommen, die immer noch im Lauf sind. Gefährlich wird es immer nur deswegen, dass jeder Insassen andere Fähigkeiten hat und du die Situation schlechter einschätzen kannst. sprach er erklärend. Er hatte kein Problem damit Wissen zu teilen. Es gab bereits einige Notfälle. Wildgewordene Insassen, Überfälle auf Wächter, so auch meine Wenigkeit, Drogen und Waffenhandel. Doch... er richtete sich auf und wirkte ernster. Das schlimmste Vergehen ist die Rebellion. Doch leider müssen wir immer häufiger feststellen, dass sich eine Rebellenbande zusammenstellt. sprach er doch dann wieder ruhig und gelassen.
Sein Blick fiel auf ihre Waffen. "Eine SIG 210-5 und ein Armeemesser. Interessante Waffen-Kombination. Warum gerade die Waffen? fragte er sie. Klar, kannte er die Waffen, aber vielleicht hatte sie ja daran was gemacht oder sie verändert, dass konnte er nicht mit einem Blick sehen. Er zog sein Schwert. Ich kämpfe mit einem Prototypschwert. Der HF-Kline oder auch Hochfrequenz-Klinge genannt. Activate. sprach er das letzte Wort etwas deutlicher und die Klinge begann zu surren und kleine Funken waren zu erkennen. Nun war sie scharf genug jedes uns bekannte Material zu zerschneiden. Wieder einmal, konnte man dies Angeben nennen, doch Raiden wollte einfach Vertrauen aufbauen, indem er etwas über sich erzählt.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mo 31 Aug 2015, 18:01

Fiona verengte leicht ihre Augen und versuchte angestrengt, Raidens Absicht in seinen Seelenspiegeln zu erkennen. Ihr war es nicht geheuer, dass er ihre Gedanken laut aussprach. Vielleicht wollte er sie in eine Falle locken, sie endlich dazu bringen, sich gegen das Vorgehen des Militärs auszusprechen. Nur um die Wächterin daraufhin zu gefangenen zu nehmen und im schlimmsten Falle, als Forschungsobjekt zu missbrauchen. Sie traute ihrem Kollegen nicht. Er war ein Roboter. Ein Werk aus der Hand des Militärs höchstpersönlich. Da war es nicht unwirklich, wenn er einen direkten Draht, zu ihren Vorgesetzten hatte. Wenn nicht sogar, ihr Gespräch aufzeichnete. Dies waren Gedanken, die nur paranoiden Menschen zu schaffen machten und Fiona zählte eigentlich nicht zu dieser Sorte. Sie wusste schlichtweg von den Machenschaften und den Fähigkeiten des Militärs und handelte dementsprechend mit Vorsicht und Bedacht. Dabei würde die Wächterin ihrem Kollegen gerne glauben schenken, ihm zeigen, dass sie ihm vertraute und er ihr vertrauen konnte, doch ihre Zweifel waren Fiona im Weg. Zumal das Vertrauen unter den Wächtern extrem wichtig war. Nicht umsonst war es die mächtigste Waffe in einer Gemeinschaft. Wenn alle an einem Strang zogen und ihr Leben in jeweils des anderen Hand legten, dann brachte man auch schon einmal Mauern zu Fall.
Dass Raiden sich vermutlich unbeabsichtigt zu den normalen Menschen zählte, ließ Fiona etwas stutzen, doch sie machte sich keine weiteren Gedanken darüber. Es war wahrscheinlich wirklich nur ein Zufall gewesen. Dass sich der Cyborg selbst als Mensch ansah, konnte sich die Wächterin nicht vorstellen. Zu mindestens dachte sie, dass es seine Programmierung gar nicht zu ließe, von sich als Mensch zu denken. Sicherlich dachte man, dass ein solches Denken zu akuten und unberechenbaren Problemen führen konnte. Doch wer war Fiona, dass sie wusste, was in dem Kopf einer KI Einheit vorging.
"Wenn du es sagst.", meinte Fiona und lächelte schwach. Hauptsächlich um dieses unangenehme Thema endlich abzuschließen. Das andere Gesprächsthema war bei weitem mehr nach dem Geschmack der jungen Frau. Ohne jegliche Emotionsregungen hörte Fiona der Aufzählung von Raiden zu. Es waren alles Begriffe, mit denen sie selbst schon einmal im wahren Leben konfrontiert wurden war. Ja, auch mit Mord und dem Befehl zu morden. Solche Dinge waren in ihrem Job mit inbegriffen. Das war ihr, schon bevor sie sich dafür bewarb, bewusst. Dementsprechend wenig Probleme besaß Fiona damit. Es würde seine gerechtfertigten Gründe haben, warum man ihr beauftragte, einen Menschen zu töten. Was das für Gründe waren, wollte Fiona nicht wissen. Am Ende würde sie diese in Frage stellen und an ihrem Befehl-sogar sich selbst-zweifeln. Und dies war nicht in ihrem Interesse.
Sobald sich Raiden etwas vor ihr aufbaute, änderte sich die Atmosphäre prompt. Sie wurde ernster, gefährlicher, bedrohlicher. "Eine Rebellion?", fragte sie nach, als ob sie seine Aussage nicht verstanden hätte. Das würde noch ein Problem werden. Soviel war sicher. Eine Rebellion, die organisiert genug war, konnte einer Regierung, wie die in Glass Dome, das Genick brechen. Somit lag es an Fiona und den anderen Wächtern, diesem Problem schnellst möglichst Einhalt zu gebieten. Je länger sie wartete, desto eher war ihr elendes Schicksaal festgelegt. Fin hatte nun einige Fragen an Raiden, die die Rebellion betrafen, doch erst einmal wollte sie ihn ausreden lassen. Das gebot ihr der Respekt gegenüber den Wächter.
Das Thema Waffen kam auf und Fiona war ab diesem Zeitpunkt voll in ihrem Element. Deswegen konnte sie sich ein selbstbewusstes Lächeln nicht verkneifen. Mit prüfenden Blick besah die Wächterin das Schwert ihres Kollegen. Automatisch vielen ihr die Berichte über die HF-Klinge ein. Schnell, handlich und extrem scharf waren nur drei der vielen Vorteile dieser sehr effektiven, tödlichen Waffe. "Schick.", kommentierte Fiona das Schwert mit deutlicher Faszination und Anerkennung in der Stimme. Dann griff sie hinter sich und holte ihre Pistole aus ihrem Waffengürtel. Genüssliche wiegte sie die Waffe in der rechten Hand hin und her. "Diese Kleine ist mit die zielsicherste der Welt. Selbst in der Bewegung kann ich damit Millimeter genau schießen. Außerdem habe ich sie so manipuliert, dass ich sie mit verschiedenen Patronen laden kann und nicht immer auf eine Art beschränkt bin. Ein kleiner Laser, um auch Nachts agieren zu können, ist natürlich auch integriert.", erklärte Fiona sachlich und aktivierte kurz den roten Laser. Danach steckte sie die SIG weg und holte das Messer hervor. "Ich weiß, es ist schlicht und einfach. Doch so sind die meisten tödlichen Dinge gestrickt. Nicht viel Schnickschnack und deswegen sehr effektiv. Scharf genug, um auch einen Menschen mit wenigen Schnitten köpfen zu können. Leicht genug, um es meterweit zu werfen. Mehr Waffen benötige ich beinahe nicht. Schließlich bin ich selbst noch eine tödliche und mächtige Waffe." Ein leichtes Grinsen zeichnete sich auf Fionas Gesicht ab, als sie wieder zu Raiden sah. Dieses verschwand jedoch, sobald ihre Gedanken begannen, sich um die vorher genannte Rebellion zu drehen. "Gibt es schon nähere Informationen zu dieser Rebellion? Eine geschätzte Mitgliederzahl? Vermutungen über den oder die Anführer?" Die Miene der Wächterin wurde ernst. Mit einer Rebellion war nicht zu scherzen.
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mo 31 Aug 2015, 21:59

Einsatzbereitschaft. Loyalität. Es waren nur zwei Dinge, welche von einem Wächter verlangt wurden. Für viele waren sie verständlich, für andere nicht schaffbar und für andere Voraussetzung, doch Raiden waren diese Worte ohne Bedeutung. Sie waren nur Worte, die etwas beschrieben, was er für selbstverständlich hielt. Raiden war nicht loyal, flexibel oder einsatzbereit. Raiden war er selbst und auch wenn dies hochnässig klingt, so könnte es der Roboter nicht besser beschreiben. Seine Meinung, Haltung und Entscheidungen waren von seinem Protokoll geprägt zu großen Teilen und konnten nur schwer geändert werden. Wo andere eine Entscheidung hatten, einen anderen Weg zu gehen, so konnte er nur einen Weg sehen. Es war nicht möglich etwas anderes zu machen. Raiden konnte hierbei nicht entscheiden, sondern nur folgen. Damit war er nicht loyal, sondern ein Mann in den Ketten seiner eigenen Programmierung. Wie konnte es auch anders sein und wenn Raiden wirklich ehrlich wäre, dann störte es ihn nicht. Wieder ein Werk des Protokolls. Raiden hatte in seiner Laufbahn innerhalb von GlassDome schon einiges erlebt, einige Entscheidungen getroffen und schon vieles abbekommen. Sein Wille war ungebrochen und seine "Entscheidung" war unerschütterlich, doch Raiden fragte sich immer eins. Wenn er eine Waffe war, geschaffen um zu dienen, wieso war er dann in der Lage diese Situation zu hinterfragen? Wieso war er nun dann frei vom Protokoll und Richtlinien, wenn er nicht seiner Bestimmung folgte und keine Waffe mehr war? Nun stellte sich natürlich die Frage: Zukunft oder Freiheit? Was konnte er haben und was wollte er haben?
Raiden schaute sich weiter Fiona an. Menschen interessierten ihn, denn sie sagten nie immer was richtig war und nie machten sie das, was sie sollten. Trotzdem kamen sie voran, auch wenn die erste Entscheidung falsch war, machten sie Fortschritte. Raiden fragte sich immer, wie genau das ablief. Ob dies bewusst oder unbewusst ablief, doch es geschah, dass konnte man nicht leugnen. Fiona hatte ihren eigenen Kopf und zählte definitiv nicht ins klischeehafte Frauenbild. Konnte sie auch nicht, denn sonst würde sie wohl hier nicht sitzen. Sie musste durchsetzungsfähig sein, bestimmt, ruhig und konzentriert. Das sagte er nicht alles nur, sondern das sah er auch in ihr. Menschenkenner, würde man wohl dazu sagen, aber das war er nicht. Er verstand selbst einfachste Floskeln nicht und erkannte ihren Sinn sowieso nicht. Er schaute sie einfach nur an, stellte Fragen und schlussfolgerte. Doch er schlussfolgerte auch, dass sie eine Abneigung hatte. Ob es jetzt genau gegen ihn war, oder gegen die Situation oder GlassDome selbst, dass konnte er nicht sagen. Raiden wusste nur, dass es nicht sein sollte. Allein Zweifel reichte schon aus, um eine Person und jedem nahe stehenden zu töten.
"Es ist keine offene Rebellion, dass wäre auch nicht clever. Sie halten sich bedeckt und schlagen nur selten zu. Sie nutzen die Deckung, dass wir nicht wissen, um wenn es sich handelt. Dabei können wir nicht grundlos Leute dafür bestrafen, sonst kommt es zu offenem Aufstand. Die Mitglieder steigen, so viel wissen wir, doch genaue Zahlen sind unbekannt. sprach er immer noch ernst, denn die Situation verlangte es. Rebellion war immer ein Problem hier gewesen, deswegen hatte man hier auch eine Situation zum Leben geschaffen, damit sie ruhig blieben. Die, die sich immer noch auflehnten, wurden von uns unterdrückt und bestraft.
Du scheinst eine Vorliebe für Waffen zu haben. Doch die Waffe ist gut, da hast du gute Arbeit geleistet. Du willst schnell, präzise und beweglich bleiben. Damit kannst du gut gegen Gruppen kämpfen. schlussfolgerte er. Dabei willst durch verschiedene Patronen flexibler werden und auf mehr Situationen anpassbar sein. Du hast zwar eine Vorliebe für Prototypwaffen, doch stehst du auf einfache Waffen, um gegen Gegenmaßnahmen unempfindlicher zu sein und schneller reagieren zu können. Vielleicht hat es auch einen persönlichen Grund. er überlegte noch kurz. Liege ich ungefähr richtig? Raiden sah kurz von ihr weg und auf den Boden. Dann sah er sie wieder an. Tut mir leid, falls du dich wie beim Verhör fühlst. Ich lerne so, ob ich einen Menschen einschätzen kann und ein Profil erstellen kann. Dafür muss ich wissen ob ich richtig liege. sprach er und schaute sie nicht weiter an.
Gerade wollte Raiden weitersprechen, als beide Funkapparate einen Funkspruch durchgaben. Haben den Funkkontakt zu Zesko Exis verloren. Letzter bekannter Aufenthalt die Mädchentoilette im Obergeschoss der Schule. Die Kameras sind noch immer deaktiviert. Brauchen ein Team, was sich darum kümmert! Kam es aus den Geräten. Raiden griff es sich. Raiden hier. Werde mich um den Vorfall kümmern. Bin unterwegs zum Tatort zusammen mit Wächterin Fiona. Halten weiterhin Funkkontakt. sprach er kontrolliert und ruhig. Dann sah er wieder zu Fiona. Praktische Arbeit liegt mir sowieso mehr, als reden. Bist du noch einsatzbereit? fragte er nach und war im Begriff loszugehen.

TBC--- Toiletten Mädchen


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mo 31 Aug 2015, 23:05

Fionas Blick haftete hoch konzentriert auf Raiden, während dieser über die Rebellion sprach. Sie durfte sich keine Information entgehen lassen. Jede noch so kleine Detail würde der Wächterin helfen, die Rebellen irgendwann ausfindig zu machen und Glass Dome vor dem Überrennen durch unzufriedene Straftäter zu bewahren. Leider waren die Worte des Wächters nicht gerade aufschlussreich. Vorwerfen würde Fiona ihm das nicht. Es zeigte nur, wie gut organisiert die Rebellen waren und dass man sie als ernsthafte Bedrohung ansehen musste. Mit ernstem Blick nickte die junge Frau und ging im Kopf mögliche Vorgehensweisen durch. Irgendwo gab es eine Möglichkeit die Rebellen von den normalen Insassen zu selektieren, oder vielleicht die führende Kräfte gegeneinander ausspielen. Es wäre doch gelacht, wenn man nicht die Loyalität eines Rebellen brechen und ihn als Spion gebrauchen könnte. Doch vorerst war man gezwungen, das Verhalten jedes einzelnen Wesens unter dieser Kuppel zu analysieren und zu beurteilen. Dies bedeutete eine Menge Arbeit und -was noch viel wichtiger war- eine menge Zeit, die die Wächter vielleicht nicht mehr hatten. Fiona musste sich also eine effektivere Methode überlegen, die Rebellen in ihrem Vorhaben und Dasein zu hindern. Vielleicht wäre auch schon etwas gewonnen, wenn sie verhindern könnten, dass neue Rebellen rekrutiert werden würden. Was gäbe die Wächterin nun dafür, ihren Notizblock am Mann gehabt zu haben. So hätte sie wenigstens ihre ersten Gedanken dazu niederschreiben und festhalten können, um dann später in aller Ruhe weiter daran zu feilen. Da ihr Block aber in ihrer Kabine lag, war die Wächtern gezwungen, ihre Überlegungen bis auf weiteres zu merken.
Schon wieder verengte sich ihr Blick und prüfend musterte Fiona Raidens Gesicht. Dass er all die Dinge aus nur aus ein paar Sätzen ihrerseits schließen konnte, war schon beeindruckend. Ihr Kollege besaß einiges an Menschenkenntnis und an Erfahrung, um derart genau mit seinen Vermutungen zu liegen. Besser gesagt: Raiden wurden so einige, wichtige "Erfahrungen" installiert, sowie eine Art der Analyse von Menschen. Sogar damit, dass ihre Waffenwahl persönliche Gründe mit sich zog, hatte der Roboter recht. Darauf wollte Fiona aber nicht näher eingehen. Austausch von tiefgreifenden, persönlichen Information hatte nichts in ihrem Job zu suchen. Sie würden die Wächter nur ablenken und zu einfachen Ziele verwandeln.
"Ich habe schon deutlich schlimmere Verhöre miterlebt, Raiden. Da ist das, was du machst, Kaffeeklatsch dagegen.", erwähnte Fiona ernst und mit kühler Miene. "Du liegst übrigens mit fast allem richtig. Außer, dass meine Waffenwahl von persönliche Gründen beeinflusst wurde. Es liegt rein an den praktische Gründen, die du bereits aufgezählt hast, warum ich ausgerechnet mit diesen Waffen umgehe."
Kurz nachdem Fiona gesprochen hatte, ertönte ein Funkspruch aus beiden Funkgeräten der Wächter. >Haben den Funkkontakt zu Zesko Exis verloren. Letzter bekannter Aufenthalt die Mädchentoilette im Obergeschoss der Schule. Die Kameras sind noch immer deaktiviert. Brauchen ein Team, was sich darum kümmert!<
Schnell ging die Wächterin alle Informationen durch, die sie von einem Wächter Namens Zesko Exis besaß. Viele waren es nicht. Besser gesagt, wusste sie nur, dass sie vermutlich einen Mann suchten und er außerordentliche Fähigkeiten haben musste, um in Glass Dome als Wächter zu arbeiten. Oder gearbeitet zu haben. Man wusste schließlich nicht, was in der Mädchentoilette geschehen war.
Raiden übernahm die Bestätigung des Funkspruches. Dass er Fiona mit einbezog, war ihr gerade recht. Zwar musste sie ihr Vorhaben, eine erfrischende Dusche zu nehmen, hinten ran stellen, aber dafür konnte die junge Wächterin endlich Erfahrungen sammeln.
"Natürlich. Sonst wäre ich nicht hier.", beantwortete Fiona die Frage ihres Kollegen unbeeindruckt und erhob sich aus ihrem bequemen Sitz. Ein leichtes Ziepen in ihrer Brust spürte sie noch, doch diesen Schmerz unterdrückte Fiona schlichtweg. Sie hatte schon mit deutlich schlimmeren Schmerzen gekämpft und gewonnen. Im Stand lud sie ihre Pistole nach und behielt diese gleich in der Hand. Ohne auf Raiden zu achten, begab sich Fiona zum Ausgang der Trainingsarena. Die Tür öffnete sich, die Wächterin sah kurz zu dem KI, um sich zu vergewissern, dass er ihr folgen würde. Danach schritt sie durch die Tür. Während sie auf dem Weg zu Schule war, hatte Fiona ihr Tempo deutlich erhöht. Sie lief schnell, aber ausdauernd, um ja nicht zu spät am Tatort einzutreffen.

tbc: Schule-Obergeschoss-Toiletten[Mädchen]
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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Fr 08 Jan 2016, 20:40

CF--- Gassen von Glass City

Langsam kam er wieder zu Verstand und Raiden war sich sicher, dass nicht mehr passieren darf. Wirklich verstanden, warum es passiert ist, hatte Raiden noch nicht. Es war einfach bestimmt nur eine schlechte Reaktion auf seine alte Programmierung. Er war halt nicht richtig eingestellt auf den Kampf innerhalb GlassDoms... Es war einfach nicht richtig, dass er einen Insassen beinah einen Kopf kürzer gemacht hatte. Jedoch, wenn er jetzt so darüber nachdachte, war sein Kopf nun klarer. Es mag seltsam sich anhören, da Raiden nun mal kein Mensch ist, aber er imitiert ein menschenähnliches Verhalten und damit konnte es nun mal auch dazu kommen, dass er negatives menschliches Verhalten imitierte. Es war jedoch nichts, was er nicht beheben konnte. Jedoch musste er trainieren. Trainieren, dass Raiden die Gerechtigkeit verteidigen konnte. Raiden hatte hiermit ein neues Ziel. Eine neue Begründung für seine Existenz gefunden, dass er in GlassDome die Gerechtigkeit aufrecht halten würde. Klar, konnte man meinen, dass ein Roboter wohl kaum das Verständnis von Gerechtigkeit verstehen würde, aber Raiden tat es doch. Das Verständnis die Schwachen vor den Starken zu bewahren und die Kriminellen zur Strafe zur führen, war für ihn ein leichten Konzept. Aber dieses Konzept war stark genug, damit Raiden einen neuen Anhaltspunkt finden konnte. Dieser Anhaltspunkt war wichtig, dass war Raiden bewusst. Was sollte denn eine Maschine, die kein Ziel hatte?
So machte er sich auf den Weg zur Trainingsarena. Es gab noch einiges, was er erreichen müsste, damit er wirklich perfekt werden würde. Es war ein steiniger Weg und es würde lange dauern, doch das störte Raiden nicht wirklich. Er wusste nicht mal, ob er wirklich sterben könnte, daher machte er sich um den Gedanken der Zeit keinerlei Sorgen. Ihm interessierte es nur, dass die Trainingsarena frei war und er sie besetzen konnte. Raiden würde gleich die Zeit ausnutzen und effizient trainieren. So stellte er sich in die Mitte der Arena. Raiden zog seine Klinge, die sofort anfing zu surren. Er konzentrierte sich und wartete auf die Gegner. Sein Training war hart und meistens für ihn benachteiligt ausgelegt. Doch nur so konnte man wirklich aufsteigen dabei, wenn ihm schon ein wirklicher Kampf verwert blieb. Raiden musste zugestehen, dass er diese Technologie wirklich mochte und sich wirklich hier gerne austobte. Denn eine lebendige Maschine möchte schon gerne wissen, ob sie auch noch standardgemäß funktionierte. So begann Raiden mit dem Training und schnitt sich durch unzählige Gegener, Roboter und Strukturen.


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 09 Jan 2016, 02:15

CF: Schule - Erdgeschoss - Klassenzimmer der Tagesklasse

In Gedanken klapperte er die Orte ab, an denen Celai sich aufhalten könnte… Jedes kleine Schlupfloch, in dem die Oni immer wieder gerne verschwand, auf nimmer nimmer Wiedersehen. Aber bisher war sie immer wieder aufgetaucht, hatte sich auf einer Kamera wild hüpfend blicken lassen, um ihn ihre Lebendigkeit in seiner fast schon väterlich/brüderlichen Überfürsorge zu demonstrieren oder stand eines nachts, vollkommen durchweicht, schmutzig – mit einem dicken, provokanten Grinsen in ihren Gesicht, von einer Wange zur nächsten auf Hochspannung – vor der Tür seines Apartments und bat um Einlass. Er machte sich einfach nur wieder zu viele Gedanken. Ein schweres, erdrückendes Seufzen hatte sich aus seinen Rachen geschlichen, als er den Sattel ergriff und sich hoch auf Momo’s Rücken schwang. Die Schule war mittlerweile fast komplett verlassen… die wenigen Schüler, die sich dort noch aufhielten, würden sicherlich bald das Gelände räumen, oder von Wächtern vertrieben werden – wie dem auch sei, es war für den Psychologen nicht länger von Bedeutung. Mit Noname als Rauch im Nacken, gab er dem Hengst unter ihm erneut die Sporen, brachte das mächtige Tier wieder in Bewegung. Der Abend, besser gesagt die hereinbrechende Nacht wirkte auf den Mann irgendwie hektisch und ruhelos… als würde die ganze Atmosphäre sich schlichtweg weigern von den Strapazen des Tages herunterzukommen… und sich auf einen genehmen Level zu bewegen. Und die Sorge, die flau in seinem Herzen flockte, ließ sich nicht verdrängen. Egal wie oft, er sich zuversichtlich zeigte – in Gedanken alle möglichen, ungefährlichen Szenarien durchspielte, es endete immer wieder in einer Katastrophe. Es konnte nicht gut sein, an einem Ort wie Glassdome Leute zu haben, die ihm etwas bedeuteten. Niemals hätte er sich von seinen Emotionen beherrschen lassen sollen, aber die Tatsache, dass Celai sein Herz binnen weniger Wochen – was sagte er da, Tage – im Sturm erobert hatte und dass sein kleiner Bruder (aka Cousin) als wandelnde, missbrauchte Mutation von Daniel Rochéfort unter den Insassen wandelte, beunruhigte ihn mehr denn je. Er hatte Gabriel noch nicht einmal zu Gesicht bekommen, oder Jackson Yahiro Henry, wie er sich auf Glassdome nannte, da ihm seine wahre Identität nicht bekannt war. Nur auf manchen Kameras hatte er einen Blick auf ihn erhaschen können… unter anderem, als er mit einem Rotschopf und diesen Störenfried Jaden sich zu Drogen hatte überreden lassen, auf ihrem Zimmer. Abfällig schnaubte Evadin, schüttelte fassungslos den Kopf – immerhin konnte er sich damit rühmen, wenigstens nicht diesen Problemfall behandeln zu müssen.

Vor dem Institut angekommen und vom Pferd geglitten, ließ er die langen, schmalen Finger wieder in seine Hosentaschen gleiten und ging gemütlichen Schrittes auf das stark bewachte Gebäude zu. Einige Wächter nickten ihm grüßend zu, auch Noname, welcher mittlerweile das seelisch behandelte Pferd zurück in die Tierunterbringung brachte. Seine Schritte hallten auf den überwiegend leeren Gängen, auf denen nur einige Wärter patroullierten – oder Forscher emsig ihre Ergebnisse in ihre zugeteilten Labore brachten. Dennoch war es auch hier fast zu ruhig… zu wenige Wächter. Waren so viele diese Nacht abgezogen worden? Was war heute nur im Gefängnis los, das alles schrie ja förmlich nach einer Blutsnacht. „Dr. Rochéfort!“ Schrill erreichte ihn die Stimme, eines… wenn er sich richtig entsann jungen Assistenten, welcher seinen Master in Engelsgenetik erstrebte. Die Augenbrauen sorgsam hochgezogen, ein besonnenes Lächeln im Gesicht, wandte der Psychologe sich um, reckte seiner kühlen, höfisch distanzierten Gestalt alle ihre Ehre machend sein Kinn. „Dr. Rochèfort. Zah… Dr… Zahran, sie wurde…“ Die Wortbrocken stolperten stotternd aus dem jungen Mann hervor, die Augen hatte er angstvoll geweitet, die verschwitzten Handflächen auf seine Oberschenkel gelegt, um sich außer Halt darauf abstützen zu können. Jegliche Farbe war aus seinem Gesicht gewichen, die Wangen flatterten – feine Tropfen ruhten auf seiner Stirn. Eine Hand des Psychologen wanderte nach oben, strich sich nachdenklich über die markant schönen Kiefer, während die grünen Augen an dem Assistenten vorbei zur steril weißen Wand huschten. Der Reaktion nach zu urteilen, lebte sie also nicht mehr. Dr. Miray Zahran, war seine Kollegin gewesen… die Staubblondine, welche er erst vorhin in Begleitung ihres Wächters – und noch eines weiteren, das Subjekt das Evadin eigentlich schon für Afrika eingeteilt worden war – gesehen hatte, kennengelernt hatte. Sie hatte wie eine kluge, weltliche Frau gewirkt – präzise, strukturiert und höflich. Alles Eigenschaften, die er sehr an einer Dame zu schätzen wusste. Er sprach seinen Gedanken laut aus, verdrängte den Therapeuten in ihm, der jetzt eigentlich verpflichtet wäre, den Assistenten Trost zu spenden. „Was für ein bedauerlicher Verlust, ich habe ihre Bekanntschaft kaum machen können. Ist die Todesursache bekannt?“ Ein Schniefen, zerrüttetes Rotzen in einer Taschentuch, ehe die Hand danach trotzdem nochmal über die Nase wischte. Ein kurzer Ausdruck von Ekel war in das Gesicht des hochgewachsenen Mannes gerutscht, ein zartes Beben seiner Nasenflügel, auch wenn das erbauliche Lächeln so konstant angefroren war, wie direkt in sein Gesicht geschnitten. Bibbernd, die Tränen aus den Drüsen quetschend und keuchend nach Atem sammelnd – war der junge Mann in die Psychologin verliebt gewesen? – brachte er schließlich den nächsten Satz zustande. „Ihr… Wächter… er.. hat sie in ihrem Apartment gerichtet… wir… haben ihn schon… festnehmen lassen. Er wird… exekutiert, denk ich…“

Noname hatte sich stumm an Evadin’s Seite geheftet, den roten Blick wissend über die Schulter schlagend, bei seinen Worten, zuckte er Psychologe zusammen, sich der Präsenz seines Wächters noch unbewusst gewesen. „Ein Mann sagt – Ein Wächter einer Psychologin hätte eine Psychologin nicht töten sollen. Ein Mann sagt auch, dass ein Mann niemals einen Herrn töten würde.“ Abschätzend, glitten die grünen Augen über den Albino – die Wut in seiner Kehle herunterwürgend, sich davon abhaltend zu zischen, dass auch ohne den Kommentar, ohne das Zugeständnis des Wächters sie genügend Gesprächspotenzial hatten. Sichtlich verwirrt, blickte jedoch der Assistent rein, der die Sprache des Wächters nicht ganz zu dekodieren wusste. So etwas geschah nunmal, wenn man nicht mehr die Kunst von Personalpronomen beherrschte. Evadin räusperte sich kurz, befreite seinen Rachen. „Ähem – wie ich bereits sagte, äußerst bedauerlich. Können sie mir vielleicht einen Hinweis geben, wo sich der Wächter…. – im System ist er als Raiden bezeichnet – gerade aufhält? Ich hätte einige Fragen zu Dr. Zahran‘s Mord an ihn.“ Die tränennassen Augen des Jungen leuchteten auf. „Meinen sie, er ist involviert?“ Das Lächeln des Psychologen spannte sich, weitete sich – auch der Ausdruck an Härte gewinnend sich verfinsterte. „Das wollte ich damit nicht andeuten.“ Wie viel mehr Verwirrung kann ein Mensch wohl ertragen? Noch einen Moment zögernd – sichtlich eine Frage auf den Lippen brennend, starrte er Evadin noch für einen Moment an, ehe er unter dem harten, unnachgiebigen Blick der waldgrünen Augen sein Aktengerät herausholte und den entsprechenden Namen eingab. „Wächtertrakt – Trainingsarena.“ Murmelte er nuschelnd leise. „Danke.“ Eine knappe Erwiderung, ehe der Mann, Noname im Schlepptau die Richtung einschlug.

Das Training war im vollen Gange. Evadin hatte sich auf der Tribüne niedergelassen, dem Vorraum der Arena, welcher aus dem inneren Bereich von jener nicht sichtbar war. Einseitig gespiegeltes Glas – auch um innen die ganzen Dinge simulieren zu können. Wenn man draußen hineinblickte, wirkte es lediglich wie ein Idiot, der wild in der Luft mit seinem Schwert herumfuchtelte, aber sobald man einen Blick auf den Monitor riskierte, konnte man schnell erkennen, auf welches hohe Level die Simulationen eingestellt waren – was für einem Niveau dies vorausging. Evadin hatte Zeit. Genüsslich hatte er sich zurückgelehnt, die Hände auf dem rechten Knie, das Bein hatte er über das andere geschlagen. Noname stand, hielt den Blick starr auf den Monitor gesenkt, während das Waldgrün seines Herren eher mit mäßigen Interesse durch das Glas blickte, um den Wächter an sich sehen zu können. Seine Mission damals – wo er noch nicht ganz im Begriff seiner vollen Kräfte war und sich auch Momo zugelegt hatte – war es gewesen, diesen künstlichen Verstand ebenfalls zu manipulieren. Ob es möglich war, eine programmierte Intelligenz – eine KI – ebenso seiner Kontrolle auszusetzen, wie einem Hirn aus Fleisch und Blut. Es war zugegeben eine interessante Überlegung gewesen und es juckte noch immer in seinen Fingerspitzen dem auf den Grund zu gehen, aber primär gab es wichtigere Angelegenheiten. Das Training, wollte er trotzdem noch nicht unterbrechen.

BP: NPC-Assistent ;; Noname (Npc) ;; Raiden ;; (Miray)
[ erfährt von Miray's Tod ;; erkundigt sich nach Raidens Aufenthaltsort ;; wartet im Vorraum auf diesen und lässt ihn sein Training beenden ]


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Sa 09 Jan 2016, 11:37

cf: Wasserweg

Ich war einfach immer gerade aus weiter gelaufen, in der Hoffnung irgendwann einen Weg hier weg zu finden, doch statt hier weg, hatte ich das Gefühl, ich bewegte mich immer weiter hinein. Ein Teufelskreis und dieser blöde Ring um meinen Hals juckte auch noch, weshalb ich mit den Fingern dazwischen fuhr und mich kurz kratzte. Seufzend blieb ich stehen, sah mich um und verzog verwirrt die Mine. Seit wann war ich in einem Gebäude?

Ein wenig erschöpft musterte ich die Gegend. Es war ein mittelmäßig großer Raum und Zwei Männer waren ebenfalls hier. Einer saß mit überschlagenem Bein auf einem Stuhl und schaute auf einen viereckigen Kasten, während der andere hinaus zur Scheibe sah und dem dritten Mann, welcher mit einem Schwert durch die Luft wirbelte, zusah. So ganz verstand ich den Sinn dahinter nicht. Warum fuchtelte der Mann dort mit einem Schwert herum? Warum sahen diese Zwei ihm dabei zu? Wäre es nicht sinnvoller, gegen echte Lebewesen zu kämpfen? Wobei, machte es überhaupt Sinn zu kämpfen? Konnte man nicht auch in friedlicher Coexistenz leben?

Ich fuhr mir mit einer Hand über die Stirn, presste meine Lippen fest aufeinander und überlegte. Sollte ich mich vielleicht schnell wieder aus dem Staub machen? Noch schienen die beiden mich nicht bemerkt zu haben und im Moment verspürte ich nur geringe Lust das zu ändern, obwohl ich schon fasziniert von dem ganzen war, weil mir einfach der Sinn fehlte. Aber vielleicht gab es eben einen sehr plausiblen und klaren Grund.

Leise ließ ich mich auf einem der hintersten Stühle nieder, neigte leicht den Kopf zur Seite und dachte darüber nach, wie es nun weiter gehen sollte. Ich war hier zweifelsohne gefangen und der Ring war sicherlich auch nicht grundlos um meinen Hals gelegt worden. Ob er Ihnen wohl meinen Aufenthaltsort sagte? Ob Sie längst wussten, dass ich mich auf Ihrer Insel befand, auf der Flucht war und dann hier gelandet war? Ich biss mir leicht auf die Unterlippe, seufzte in mich hinein und sah zur Seite.

Irgendwann würde ich schon einen Weg hier raus finden, bis dahin musste ich eben sehen, was ich bis dahin noch so machen konnte. Vielleicht könnten mir die Zwei davon ja weiterhelfen, wobei der stehende Typ nicht sehr sympathisch aussah. Gut zugegeben, beide sahen nicht sehr freundlich aus, zumal dem Mann, der saß ein merkwürdiges Grinsen im Gesicht lag, was schon etwas creepy wirkte. Ok vielleicht sollte ich doch lieber wieder verschwinden und mich nach einer freundlich aussehenderen Hilfe umsehen. Eine, die nicht so merkwürdig guckte und mich anstarrte.

Meine Augen weiteten sich und beinah erschrocken, erwiderte ich den Blick des Mannes. Ähm ... Hallo. Erstarrt blieb ich auf dem Stuhl sitzen, hatte ich zuvor noch überlegt mich zu erheben. Schweigend sah ich den Mann an, biss mir auf die Lippe und schluckte schwach. Ob er wusste wer ich war? Ob man die Angestellten schon informiert hatte, dass ein neuer Insasse hier war? Ich hoffte es ja eigentlich nicht, aber woher sollte ich wissen, was die hier so besprechen. Ich könnte ja auch einfach so tun,a sl würde ich dem noch immer herumfuchtelnden Mann zu sehen, weshalb ich meinen Blick abwendete und zur Scheibe sah, in der Hoffnung, der Mann würde glauben, ich wäre nur wegen dem Spiel da.

BP: Evadin, Raiden
[verläuft sich hier her - entdeckt Evadin und Noname - denkt nach - setzt sich - überlegt zu gehen - bemerkt Blick auf sich - tut so als wäre sie absichtlich hier]


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Mo 11 Jan 2016, 22:43

Wissenschaftler und Forschungsobjekte. Es war für Raiden eine seltsame Bindung ein solches Gespann. Es lag natürlich vieles an den verschiedenen Persönlichkeiten und Emotionen, die beide Subjekte haben können, aber allgemein gesprochen hatte er ein schlechtes Gefühl gegenüber Wissenschaftler. Forschungsobjekte konnten meistens nichts für ihre Position, daher konnte es nur der Wissenschaftler sein. Raiden erinnerte sich noch sehr gut daran, wie er seinen Wissenschaftler kaltblütig ermordete. Sie hatten ihm eigentlich verschiedene Codes eingepflanzt, die seine Systeme einschränken sollten, doch Raiden konnte sie groß teilig umgehen. Es war noch einige aktiv und wenn sie jemand wüsste, hatte er wirklich Probleme. Jedoch hatte er jeden Wissenschaftler und Angestellten damals umgebracht, daher konnte nicht wirklich etwas kommen.
Raiden konzentriere sich aber wieder auf den Kampf, welcher vor ihm lag. Es war schon ein sehr hitziger und anstrengender Kampf geworden, dass er sich solche Pause eigentlich nicht leisten konnte. Es waren nicht mehr viele Gegner da. Das Komplizierte an dem Kampf war die unterschiedlichen Levelstufen der vielen Gegner. Manche Gegner waren wirklich dumm und konnten recht schnell ausgeschaltet werden und andere waren wirkliche Meister mit ihren Kräften oder Waffen, jedoch sahen beide Arten von Gegner genau gleich aus. Man musste daher sehr schnell reagieren und entscheiden können. Daher war es nun mal ein Training der Anpassungsfähigkeit. Der Wechsel zwischen stark und schwach, Kräften und Waffen, Offen und Eng, Geschützt und ungeschützt. Es gab wirklich jede erdenkliche Situation und Raiden wollte es so.
Es gab ein lautes metallisches, erst krachendes, dann kratzendes Geräusch, als das Schwert eines Feindes versuchte das Schwert von Raiden zu blocken. Raiden hatte eine konzentrierte und saubere Atmung und begann nur wirklich selten nach frischer kalter Luft zu hecheln. Auch wenn er atmen musste, wie jeder andere normale Mensch auf diesem Planeten, so musste er es nicht aus den gleichen Gründen machen. Es war einfach nicht notwendig gewesen. Schnell holte Raiden erneut aus und ließ seine surrendes Klinge wieder in Richtung des anderen Schwertes sausen, jedoch gab es dieses Mal kein Widerstand. Die Kling hatte das gegnerische Schwert auf molekularer Basis derartig geschwächt, dass Raiden nun sauber durchschneiden konnte und damit den Gegner mit einem Hieb gleichzeitig erledigen konnte.
Dies war der letzte Gegner gewesen und Raiden war umgeben von verschieden artigen Leichen. Er hatte kein Problem mit Mord, Blut oder Organen. Es war auch wichtig, dass er dessen widerstehen konnte, ansonsten würde er wohl sehr schnell wahnsinnig hier werden. Aber das war ja selbstverständlich und jeder, der hier arbeitete, brauchte eine gewisse Panzerung vor äußeren Einflüssen. Es gab bestimmt nur wenige, die anfällig für solche grotesken Dinge waren und gleichzeitig hier arbeiteten. Vielleicht waren diese Leute auch nur auf ihre eigene Art und Weise verrückt.
Dann hörte die Simulation auf und die verschiedenen Gebäude, Terrain und Gegner verschwanden mit ihnen. Dann blickte Raiden sich um. Er erkannte, dass ihm Leute zusahen und entschied sich einfach, dass er ihnen einen Besuch abstatte. So steckte er seine Waffe weg und bewegte sich zu dem Ort, wo die Zuschauer ihren Platz hatten. Guten Tag. Wie ich sehe, haben sie mir zu gesehen? sprach er, während Raiden in den Raum eintrat und sich ein Bild von der Lage machte. Da waren ein Mädchen, welches einen ziemlich gedrückten Eindruck machte und da war wieder der Mann. Raiden kannte ihn bereits, denn er hatte ihn bereits getroffen und er war Teil des GlassDome Teams. Kann ich helfen? fragte ich mit einer Ruhe und Kühle , die man nur von wenigen Männern oder halt Robotern erwartete. Er lehnte sich gegen die Wand und schaute auf ihre Reaktionen.

(out: Ihr beide schreibt ja sooo groß >.<)


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BeitragThema: Re: Trainingsarena   Di 12 Jan 2016, 10:06

Die langen, knochigen Finger tippten ungeduldig auf dem Knie des Psychologen herum und auch wenn sein Ausdruck wie immer schwer zu deuten von seinen leicht gehoben Mundwinkeln definiert wurde, welches die Illusion eines Lächelns erzeugte, brodelte er innerlich.
Glassdome versank im Chaos, es war kein Geheimnis. Soeben war ein Anruf auf Noname’s Wächterfunk eingegangen, dass es irgendwelche Objekte geschafft hatten ohne Forscher sowohl ins Institut, als auch den Forschertrakt – sogar bis ins Labor einzudringen und dort einige Sache zu zerstören. Es war einfach nur noch lachhaft und er wusste nicht, weswegen er hier noch seine Zeit verschwendete, wenn die Opposition allem Anschein nach von allen nur noch als schwacher Witz wahrgenommen wurde. Wenn man früher von diesem Hochsicherheitsgefängnis – Gefängnisstaat schon gehört hatte, war es einem kalt den Rücken hinuntergelaufen. Wenn die Umstände aber alleine beim Institut schon so heruntergekommen waren, wunderte es Dr. Rochéfort kaum, dass die Rebellen überhaupt derartig große Chancen hatten sich zu etablieren. Dem Gefängnis fehlte es an Strenge. Sollte er sich irgendwann hocharbeiten, würde er persönlich dafür Sorge tragen, dass diese wieder durchgesetzt wurde. Andererseits gab es dort einen Gedanken, der ihn zunehmend mehr beschäftigte. Man hörte immer weniger von Face, Daniel Rochéfort und auch Suzanne Ackles (mit Ausnahme der Schulveranstaltung vorhin) – konnte es sein, dass sie etwas Großes im Sinn hatten, etwas weitaus Wichtigeres, für das es wert war, Glassdome zu vernachlässigen? Man konnte nur hoffen.

Die Tür, die zum Vorraum führte, öffnete sich, aber Evadin hob seinen Blick nicht an. Wer oder was es war, würde ihn schon den Höflichkeitsfloskeln unterlegen begrüßen, dessen war er sich sicher. Ein Schatten huschte an ihm vorbei, ließ auf den hinteren Sitzplätzen nieder, wortlos, unhöflich. Unmerklich verfinsterte sich der Ausdruck in dem markanten Gesicht, auch wenn er sich deutlich mühte, es sich nicht anmerken zu lassen. Über seinem Kopf thronte eine imaginäre Sturmwolke, aus der Blitz und Donner stoben und je mehr Zeit verging, desto eher steigerte er sich in sein wutverschleiertes Denken über die Nutzlosigkeit, die Lachnummer zu der Glassdome geworden war. Ein zartes Tippen auf seiner Schulter riss ihn kurz vom Anblick des Roboters los und finster starrte er zu seinem Wächter nach oben, aber dieser hatte den Blick der fremden Person zugewandt. Innerlich die grünen Augen rollend, folgte er dem Blickfeld seines Leibwächters und… war es denn noch zu fassen? In aller Seelenruhe, unberührt – ohne einen Forscher in ihrer Nähe, sass dort ein kleines, fragiles Mädchen – rotglühende Augen, weiches, feines Puppenhaar, ähnlich kurz und farblich gestaltet, wie das von seiner Celai. Ein eiserner Ring prangte um ihren Hals, brandmarkte sie als Geschöpf der Forschung – aber diese waren für den Wächtertrakt nicht authorisiert. Was war bloss mit den Aufpassern los? Hatten die alle Schuppen auf den Augen?! WIE BEHINDERT MUSS MAN EIGENTLICH SEIN, EIN FORSCHUNGSOBJEKT BIS HIERHIN VORDRINGEN ZU LASSEN? Äußerlich war Evadin kühl, wie eine Eisskulptur.

Das Mädchen weitete die roten Augen – er meinte eine leichte Angst in ihnen lesen zu können und erschrocken, stammelte sie eine gestotterte Begrüßung hervor. Einige Augenblicke schwieg er – durchbohrte sie mit seinen grünen Augen, in denen sich die flammende Wut kaum verstecken ließ, dass einzige Indiz für seine wahren Empfindungen. „Noname, Nummer.“ Die Stimme von Süsse gespeist, ein warmer, herzlicher Tenor, der mit eisiger Kälte schnitt. Evadin war nicht in Stimmung für Späßchen und wenn sich niemand sonst in diesem Zirkus durchsetzte, würde er die Löwen peitschen. Mit einer rauchigen Bewegung war der Albino an der Seite, seines weiblichen Gegenstücks angelangt, hatte den metallenen Ring gepackt und das Mädchen daran auf die Füße gezogen – ihr Hals versank förmlich neben der schneeblassen Pranke. „NSP 12 576.“ Ah.. das bedeutete also sie war frisch. Glassdome ging mittlerweile auf die 13.000 Insassen zu und alle hatten sie eine Nummer, selbst Forscher und Wächter. Mit einer geschmeidigen Bewegung erhob sich der großgewachsene Mann, trat mit einem sanften, weichen Lächeln auf das junge Mädchen zu und all die Kälte, die sein Gesicht verunreinigt hatte, wich wieder der süssen Wärme. Noch immer von Noname fixiert, legte der Psychologe sanft seinen Zeigefinger unter ihr Kinn, zwang sie zu ihm nach oben zu sehen. Seine Stimme war liebevoll – noch. „Also NSP 12 576. Was machst du hier, hm? Wo ist dein Forscher?“ Er hatte bewusst nicht in die Akte gesehen, um sie beim Namen anzusprechen, sondern sie auf eine Nummer degradiert – auf das Objekt was sie war. Nur Namen, verliehen Dingen leben und mit einem angesprochen zu werden, hatte sie sich nach diesem Fehlverhalten nicht verdient.

Ein Zischen verriet, dass die Tür zum Simulationsraum geöffnet wurde und Evadin löste den Griff von ihrem Kinn, wandte sich der großgewachsenen Gestalt des Wächters zu, der aus dem Trainingsraum kam. Und immerhin einer, der sich der Regeln von höflichen Begrüßungen bewusst war. Evadin dankte innerlich der Gnade Gottes. „Ihnen auch, Raiden. Und ja, eher aus Zufall muss ich jedoch gestehen.“ Sein Lächeln verlagerte sich in die Schräge und kurz glitten seine Augen über den Körper des Roboters, so täuschend echt wie die tarnenden Käfer der Amazonas. Raiden lehnte sich mit dem Rücken an die Wand, den Blick immernoch auf Evadin fixiert. Seine dunkle Stimme, erkundigte sich danach, ob er behilflich sein konnte. Erneut ertappte der Psychologe sich dabei, wie ihm Fragen auf der Zunge brannten – zu seinem Aufbau, zu seiner Funktion, aber er schluckte sie, erfüllte seine selbst auferlegte Pflicht. „Dr. Zahran ist tot.“ Er redete nicht lange um den heißen Brei, sondern ließ sich wieder auf einer der Sitzbänke nieder, schlug die Beine übereinander. „Ermordet durch ihren Wächter Paris. Ich würde sie gerne persönlich mit diesem Anliegen betraut machen, da ich ihre Funktionen einschätzen kann – sie als hervorragend erachte. Es liegt vielleicht Grund zur Annahme das er mit dem Unkraut von Widerständigen kooperiert.“ Sein warmer Blick glitt kurz zu dem Mädchen hinüber, aufmunternd zwinkerte er – konträr zu den abschätzenden Worten die von seiner Zunge tropften. „Glassdome ist momentan nichts weiter als ein kopfloses Huhn – dem Hirn beraubt. Anders kann ich mir ihr unautorisiertes Eindringen in einen Sektor, der von Wachen wimmelt kaum erklären.“

BP: Raiden ;; Fluffy
[ lässt Fluffy festhalten ;; befragt sie nach dem Forscher ;; antwortet Raiden ]


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