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Herzlich Willkommen in Glass Dome. (:
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Wenn du Lust hast sieh dich gerne einmal genauer um;
doch einmal eingewiesen gibt es kein Entkommen mehr -
sei dir darüber im klaren!
Im Moment wird im Forum selbst alles ein wenig umgemodelt, aber keine Sorge, das RPG ist und bleibt aktiv.
Übrigens haben wir Kekse.
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xx 3 Wochen nach der verhängnisvollen Nacht, ist wieder etwas Ruhe in Glassdome eingekehrt und das Institut will die Schüler an die Schule heranführen.

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 LETS GET DRUNK TOGETHER!

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Jaden
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BeitragThema: LETS GET DRUNK TOGETHER!   So 05 Jul 2015, 15:12




xx LETS GET DRUNK

xx NAME

xx LETS GET DRUNK!
xxSTATUS

xx Beendet
xx CHARAKTERE

xx Jaden & Yuna
xx BESCHREIBUNG

xx Der grandiose Plan sich zusammen besaufen zu wollen, klingt doch eigentlich schonmal ganz nett oder? Und auch wenn Jaden Yuna bisher immer nur in Schwierigkeiten brachte... so kann es diesmal ja vielleicht anders laufen nicht wahr?
xx PERSÖNLICHE REGELN

xx Standard Regeln
xx SONSITGES

xx -


___________________________


Denn wie einsam kann man sein, wenn dich keiner versteht, keiner so denkt wie du und keiner deine Träume erlebt.

Der Schrei des Hasses ist am lautesten gegen Fremde und jene Einsamkeit am grausamsten im Haufen der Menschen
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Jaden
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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Sa 11 Jul 2015, 12:46

CF: SUPERMAKRT *KLICK*

Die nun differenziert gefärbten Augen huschten durch die Regale – munter und aufmerksam überflogen sie die Etikette, blieben nur an den Prozentzahlen hängen, denn wenn er ehrlich war, interessierten ihn die Geschmacksrichtung wenn es um Alkohol ging immer herzlich wenig. Ein fröhliches Lied summte hierbei auf seinen Lippen, während auch Yuna’s Augen erst den Fremden bemusterten, dann ebenfalls die breite Auswahl an der gesellschaftliches akzeptiertesten Droge der Welt und so ziemlich der Einzigen mit der Jaden nicht handelte. Zugegeben, er hatte sich nie wrklich darüber Gedanken gemacht, auch Alkohol aus seinen Träumen mitzubringen – wahrscheinlich weil er andere, bewusstseinsverändernde Substanzen deutlich vorzog. Denn während das Teufelsgetränk dich lediglich in einen Rausch versetzte, der deine motorischen Fähigkeiten einschränkte, deine Zunge betäubte und deine Hemmschwelle durch den Erdboden rutschen ließ – besaßen Speed, Koks, Ektasy und weitere chemische Drogen die Eigenschaft deinen Verstand klar wirken zu lassen und alles an Gefühlen und Eindrücken zu intensivieren. Sie verliehen dir Kraft, Euphorie und Energie, nur um dir danach alles zu rauben und deinen Körper ohne das du es bemerkt zu verzehren. Jaden war sich immer den Konsequenzen bewusst gewesen – man konnte sagen, er behandelte seine Suchten mit Verantwortung und überlastete sich damit selten. Dennoch konnte man nicht behaupten, dass Alkohol bei all dieser reichlich bunten Auswahl zu seinen Lieblngssubstanzen zählte. Yunas kühle Hand entglitt seinen Fingern und als er fragend den Kopf in ihre Richtung drehte, nestelte sie eine Wasserflasche aus ihrer Tasche hervor, führte sie an ihre Lippen und begann fast schon gierig die Flüssigkeit durch ihre Kehle laufen zu lassen. „Wodka Feige und Likör also…“ Murmelte der Silberhaarige zustimmend, während er die zugehörigen Flaschen behutsam aus dem Regal nahm, in dem Wissen das sie zu zweit, dass beides unmöglich killen konnten. Aber Yuna schien besorgt, verunsichert und unglücklich und da Jaden bei Weitem nicht der beste Tröster war, blieb es ihm als einzige Option ihren Sorgen mit dem Alkohol zu ertränken. Vielleicht nicht der beste Weg und der Wächter von vorhin, der Metallmann hätte sicherlich die Hand vor den Kopf geschlagen, bei so viel Naivität wie Yuna sich auf das Fischauge einließ, das bewusst nur Ärger brachte.

Jaden drehte sich in die Richtung des Mannes, wollte ihm das Geld in die Hand drücken, doch dieser hatte sich nur kopfschüttelnd abgewandt und war mit seinem Sake bewaffnet, in Richtung der Kassen marschiert. Fassungslos stierten ihm die Augen von Jaden nach, bohrten sich mit einer Intensität in seinen Rücken, während ein frustvolles Knirschen seiner Zähne seinen Unmut Laut machte. „Spast.“ Knurrte er leise, erschrak sich innerlich selbst über diese Beleidigung…. Denn langsam war es kaum mehr zu übersehen, dass das rote Auge seine Aggressivität steigerte. So hoffte Jaden einfach stumm, dass Yuna es bewusst überhört hatte, während seine Augen fieberhaft nach einer weiteren Person im Laden stöberten. Tatsächlich wurde er bald darauf fündig und mit festen Schritten trat er auf die rothaarig gelockte Frau zu, welche gerade einen Wein abschätzend in ihren Fingern wog. „Wenn sie sich besaufen wollen, sollten sie zwei nehmen.“ Meinte der Junge leise, während er sich neben sie stellte und einen Blick auf die Schrift erhaschte. Bordeux. Keine Kostverächterin. Die eisig blauen Augen die wie hart geschliffene Saphire aus ihrem blassen Gesicht funkelten, legten sich auf ihn nieder, ein fahles Lächeln umspielte ihre schmalen Lippen. „Ich habe euer Gespräch mit dem Mann mit angehört. Ihr wollt, dass jemand euch den Alkohol über die Kasse bringt.“ Jaden blinzelte, überrascht, dass sie ihn so schnell durchschaut hatte – unsicher huschten seine Augen zurück zu Yuna, ehe er sich ein Grinsen anfütterte und sich dann sichtlich gelassen zur Frau wandte. „Tun sie’s?“ Für einen kurzen Moment, starrten sich die beiden Augenpaare an, lieferten sich ein stummes, trotziges Gefecht, ehe ein Seufzen über ihre Lippen kroch. „Ja. Aber du bist mir was schuldig Junge – sei dir bewusst, dass ich es einfordern werde… irgendwann.“ Jaden zuckte gleichgültig mit den Schultern, das Grinsen hatte sich längst festgefroren, während er ihr sowohl die Flaschen als auch das Geld in die Hand drückte. „Was auch immer.“ Murrte er, drehte sich um und trat die restlichen Schritte zurück zu Yuna. Die Plastikflasche war längst wieder in den Weiten ihrer Tasche verschwunden, als er wortlos sanft ihr Handgelenk ergriff und sie zu den Kassen führte. Da sie nichts bei sich trugen, konnten sie einfach durchgehen und aus dem Laden hinaus, während die Nachtluft sie angenehm frisch empfing.

Nur wenige Minuten später – kaum an die zehn – trat auch die hochgewachsene, hagere Gestalt der blassen schönen Frau aus dem Laden hervor, ihre bleichen Augen musterten die Rotblondine an der Seite von Jaden interessiert, ehe sie ihm den Alkohol in die Hand drückte, bei ihrem Lächeln spitze Eckzähne entblößte. „Vergiss das Versprechen nicht.“ Meinte sie vollkommen ruhig, ehe ihr kühler Blick Yuna streifte, ein Zwinkern ihre markanten Züge ein wenig weicher stimmte. Jaden nickte nur, verstaute den Alkohol mit einem kurzen Seitenblick zu seiner Begleitung in ihrer Tasche, denn er persönlich hatte keine dabei. Die Vampirdame schlug kurz die Wimpern nieder, als wortlose Verabschiedung, ehe sie mit samtigen Schritten in die Nacht entwich. Der hagere Junge zauderte nicht lange, mit einem sanften Druck lenkte er Yuna in Richtung der Stadtgrenze. Er wollte raus aus diesem zwanghaften Grau – aus den vielen Bauten, den Geschäften und dem Gestank nach Blut und Unrat. Seine Wege führten sie hinaus aus Gassen, hinein in die Natur von Glassdomeisland und schließlich über einen schmalen Trampelpfad in Richtung des Strandes, wo er auch das erste Mal mit ihr getrunken hatte. Im Gegensatz zu der Strandparty, war er nun vollkommen leer. Das Rauschen des Meeres war mitnichten das Einzige was zu hören war und mit einem erleichterten Seufzen, ließ der Junge sich in den weichen, kühlen Sand fallen, kurz vor dem Übergang zum Meer. Seine Augen glitten nach oben, zu dem dunklen, wolkenverhangenen Himmel und mit Trauer stellte er fest, dass kein Stern heut Nacht den Himmel erhellte. Er wirkte wie Tinte schwarz gefärbt. Wie selbstverständlich glitten seine Finger zu Yuna’s Tasche nestelten das Kirschlikör (er wollte nicht unbedingt gleich mit dem harten Alkohol beginnen) hervor und schraubte es auf, während er sich aufrecht hinsetzte, den Blick aufs Meer gerichtet. Bedachtsam führte er das Getränk zu seinen Lippen, nahm ein paar tiefe Schlücke und genoss die Wärme des Alkohols in seiner brennenden Kehle, ehe er die Flasche zu Yuna reichte. Der süße Geschmack der Kirsche benetzte seine Lippen, betäubte seine Zunge, während es wohlig angenehm in seinen Magen sickerte. Und ungewöhnlich für Jaden… schwieg er diesmal einfach. Ließ sich von der Stille vereinnahmen. Genoss das Rauschen der Wellen und Yuna’s warme Präsenz an seiner Seite.


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Yuna
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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Di 21 Jul 2015, 21:27

Langsam und ruhig musterte Yuna die ganzen Regalen. Welche eine simple Lösung war es doch den Kummer im Alkohl zu tränken. So viele Leute die dies täglich machten. Yuna seufzte innerlich. Sie war noch nie der Mensch, der seine Probleme im Alkohol oder mit Drogen verscheuchte. Eher machte sie Sport oder der gleichen.
Doch nun war die Drachendame an einem Punkt gekommen wo sie nicht mehr weiter wusste. Die Geschehnisse der letzten Zeit zerfetzten sie innerlich und sie wollte einfach mal abschalten. Die Idee Alkohol zu besorgen kam ihr da gerade recht.
Jaden wiederholte ihre Auswahl und schien einverstanden, denn er hohlte so gleich die Flaschen aus dem Regal. Yuna schob sich eine Strähne aus dem Gesicht, welche kurzdarauf wieder in ihrem Gesicht landete. Yuna lächelte knapp und ließ die Strähne Strähne sein. Sie sah nun wieder zu Jaden und setzte ihr Lächeln auf. Was sollte sie auch sonst machen? Die ganze Zeit Trübsal blaßen? Das passte ja nun wirklich nicht zu Yuna. Das starke und entschlossene Mädchen konnte schlecht die ganze Zeit geknickt sein. Yuna sprach sich selbst Mut zu und das Lächeln sah nun überhaupt nicht aufgesetzt aus.

Bedauerlicherweise musste Yuna feststellen, dass der großgewachsene Mann ihnen keinen Alkohol kaufen würde. Yuna seufzte und sah zu Jaden, welcher nur ein "Spast" von sich gab. Yuna kicherte kurz. Nun ging Jaden auf eine Rothaarige Frau zu und Yuna wartete etwas Abseits. Der Geruch der Dame verriet nichts gutes und Yuna wollte lieber nicht zu ihr gehen. Yuna höhrte nur ein paar Wortfetzen der beiden, aber anscheinend war sie bereit für die Jugendlichen Alkohol zu besorgen. Yunas Lächeln festigte sich. Es freute sie sehr das sie doch jemanden gefunden hatten, der ihnen Alkohl besorgte.
Kurz darauf trat Jaden wieder zu ihr und nahm ihre Hand. So nahm Jaden wieder ihre Handu nd sie gingen zusammen zur Kasse wieder nach draußen.
Dort sollten sie wohl auf die Frau warten. Kanntest du die Frau persönlich? Oder so wie bei dem hochgewachsenen eher auf gut Glück?" fragte Yuna ihn lächelnd.
Nach wenigen Minuten kam die Frau mit dem Alkohol für die beiden raus und sagte zu Jaden er solle das Versprechen nicht vergessen. Sichtlich verwirrt sah Yuna ihn an. Sie zwinkerte Yuna zu und diese zuckte unwirkürlich zusammen. Überrascht über sich selbst blinzelte Yuna die Frau an und lächelte sie schnell an. Doch ehe sich Yuna damit weiter beschäftigen konnte ging Jaden wieder los. Er steuerte die Stadtgrenze an und schon nach kurzem wusste Yuna welchen Weg sie gerade gingen. Jaden wollte zum Strand und Yuna musste an ihre erste Begenung denken. An die Geschehnisse danach und an die teilweise schöne Zeit mit Jaden.
Jaden ließ sich in den Sand fallen und holte aus Yunas Tasche den Likör. Yuna tat es ihm gleich, allerdings mit einem gewissen Abstand zu ihm und sah gen Himmel. Jaden trank zuerst vom Likör und reichte diesen Yuna. Sie setzte an und nahm ein paar Schlücke und reichte sie wieder Jaden. Yuna lächelte und freute sich über den wohligen Geschmack des Likörs. Es war einer ihrer Lieblingsliköre und sie war froh ihn jetzt mal wieder genießen zu können. So saßen sie also da,schweigend und trinkend. Yuna sah wieder zum Himmel. Es war dunkel und sie musste unwillkürlich an Marvin denken. Warum gerade jetzt wusste sie selbst nicht so genau. Marvin war schon lange nicht mehr bei ihr und das einzige was sie hatte waren die Erinnernungen,die Fotos und die Halskette ihres Bruders. Sie sah sich die Halskette genauer an. Manchmal hatte sie das Gefühl die Seele ihres Bruders wäre in der Kette, denn immer wenn sie nicht im geringsten weiter wusste musste sie nur die Kette anschauen und alles wurde für sie viel einfacher und auch verständlicher. Ja es war offensichtlich das sie Marvin sehr vermisste. Yuna seufzte knapp und versuchte den Gedanken zu verdrängen.


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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Do 30 Jul 2015, 23:21

Diese ganzen Beschränkungen und Regeln… diese ganzen selbstauferlegten Verhaltenseinschränkungen durch heuchlerische Moral und Gesetzmäßigkeiten. Überall wohin man sah waren einem Sperren in den Weg gelegt, verhinderten, dass man seinen Charakter genauso ausleben durfte, wie das Leben ihn formte. Eines der größten Ziele, das Jaden vor seinem Ableben noch einmal erreichen wollte, war es unabhängig von allen Verboten, Bedenken und allem was ihn jemals zurückhalten konnte, einfach das zu tun was er instinktiv wollte. Es sich einfach zu nehmen, ohne zu fragen und es zu behalten, ohne dass man es ihm wegnehmen konnte. Nicht Nachdenken zu müssen, ob man jemanden verletzt, denn entschuldigen würde er sich nicht. Es war traumhaft. Denn alle Regeln hatte sich der Mensch selbst auferlegt.

„Kanntest du die Frau persönlich? Oder war das wie bei dem Hochgewachsenen eher auf gut Glück?“ Die silbrigen Locken kringelten sich in der Luft, als Fischauge bei diesen unerwarteten Worten zusammenzuckte. Er hatte sich ausnahmsweise mal vollkommen dem Denken hingegeben, einem Zustand den er sonst nur selten erreichte. Mit einem verlegenen, aber durchaus verwirrten Lächeln, was er Yuna schenkte, schob er diese Abweichung auf seine momentane Nüchternheit. Ein Zustand, der nur allzu schnell geändert werden musste. „Welche Frau?“ Ertönte seine weiche Stimme, mit der er nur selten sang, wenige Sekunden später, während seine Augen fragend über ihr Gesicht huschten, ehe er sich die Mühe machte und in seinem Gedächtnis kurz nach der Lösung ihrer Frage suchte. Ahh.. Yuna meinte wahrscheinlich die rotgelockte Vampirin. Jaden hatte gar nicht so wirklich mitbekommen, dass sie sie gesehen hatte. Aber gut, vielleicht ja nicht jeder derartig auf ein Alkoholregal fixiert wie er… Nun wieder in dem Wissen, wen sie denn nun meinte, zuckte er kurz mit den Schultern, versuchte die Gedanken an sie wieder zu verdrängen, denn immerhin war er dieser Fremden jetzt einen Gefallen schuldig. „Ist… so etwas wichtig?“ Raunte er leise, während seine freie Hand sich kurz nachdenklich durch die Wuschelmähne strich. Aber die wahre Frage war, machte es überhaupt einen Unterschied? Im Endeffekt holte sie doch nur den Alkohol, da war es egal wer sie war. Würde seine Ratte Dope Alkohol schmuggeln können, würde er auch die dafür einsetzen. Bevor er jedoch weiter auf das Thema eingehen konnte, erschien schon die wohlriechend parfümierte Frau und Jaden schwieg einfach.

Der Sand des Strandes war unglaublich weich. Manche Leute ekelten sich ja davor Sand in ihre Haare oder Klamotten zu bekommen, aber wenn Jaden die Augenlider schloss, konnte er sich kaum ein bequemeres Bett vorstellen. Das leise Rascheln, wenn man das Geräusch weggedrängten Sandes denn so beschreiben durfte, hallte in seinen Ohren, als auch Yuna sich hinlegte. Weder sie noch er sprachen ein Wort. Es hing eine fast schon drückende Stille in der Luft, die nur vom Rauschen des Meeres etwas gedämpft werden konnte. Es stand etwas zwischen ihnen und so sehr Jaden auch versuchte, es zu kaschieren und zu vertuschen…. Yuna war anders als er. Sie lebte nicht nur in der Gegenwart, sondern ihr waren Geschehnisse wichtig. Während für Jaden selbst die letzten 10 Minuten nichts mehr zählten, hatte er das Gefühl, dass für sie selbst ihre Kindheit kostbar war. Er konnte sie nicht nachvollziehen. Wortlos nahm er die noch gekühlte Flasche des roten Likörs nach ihren Schlücken zurück, ehe er sich aufsetzte und sie wieder zu seinen Lippen brachte. Nach zwei weiteren Schlücken und dem Absetzen der Flasche, blickte er zu dem liegenden Mädchen nach unten, während ein verräterisches Grinsen begann sich in seinem Wangenmuskeln zu spannen. „Yuunaa…“ Flötete er leise, während er seine Box aus der Jackentasche holte, kurz wie im Wippen etwas auf seinem Platz herumzappelte, wie ein ungeduldiger Neunjähriger. Noch während er nebenbei in seiner Playliste scrollte und er das Lächeln vor Vorfreude nicht mehr aus seinem Gesicht gewischt bekam, fuhr er fort. „Wir spielen jetzt ein Spiel ja? Dieses trübsalblasende Trinken kann man ja wirklich nicht mehr mit ansehen. Hättest du mir gesagt, dass wir eine Depressionsfeier zele….brarieiren? Äh machen wollen, hätte ich uns Wein geholt, wir hätten uns ne Badewanne gesetzt und Gruppenheulen veranstaltet.“ Tze.. Belustigt grinsend, stieß er die Luft zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hervor, lauschte dem leisen Zischen, was dadurch verursacht wurde. Seine Fingerkuppe drückte auf das Display, öffnete ein Lied, ohne es jedoch abzuspielen und die beiden vor Wahnwitz glühenden Augen huschten in ihr Violett. „Also die Spielregeln sind eigentlich ganz einfach. Ich nehme einen Schluck. Du nimmst Einen. Ich nehme Zwei… du nimmst Zwei. Dann drei, vier und immer so weiter.“ Zugegeben, es war kein richtiges Spiel, aber andererseits braucht man für ein richtiges Trinkspiel auch wesentlich mehr Leute. Zufrieden mit seinem Vorschlag schlug Jaden die Beine übereinander, rückte sich im Schneidersitz so zurecht, dass Yuna direkt gegenübersaß, ehe er auf Play drückte und den ersten tiefen Schluck nahm, ehe er Yuna die Flasche zwischen die schmalen Finger drückte. Jaden war sich kaum sicher, ob sie derartige Musik machte. Goa war auf jeden Fall nicht unbedingt für jedermann, aber wenn man schon gut die Grenzen der Nüchternheit überschritten hatte, hielt es einen auf jeden Fall wach.

[Out: Ich habe dir hier die Entscheidung mal vorweggenommen, dass Yuna mitmacht, sollte es charakterabweichend sein, kann ich den Post aber an dieser Stelle auch umändern! :33]

Wenn Yuna die Flasche zurückgab, bemühte sich Jaden möglichst schnelle und tiefe Schlücke zu nehmen, um sie eventuell dazu animieren es ihm gleich zu tun. Es gab kaum bessere Möglichkeiten zu zweit schneller besoffen zu werden, als wenn man keine Trinkpausen einlegte. Langsam merkte der Weißhaarige auch schon wie ihm die Hitze zu Kopf stieg und seine Fingerkuppen leicht anfingen zu kribbeln. Er hatte Lust zu tanzen oder sich zu bewegen, oder einfach irgendetwas anzustellen. Die Musik drang bis tief in seine Gehirngänge, stimulierte seine Sinne, mittlerweile hatte er bereits ein anderes Lied angeschlagen – ein Ruhigeres, was sich der jetzigen Stimmung auch ein wenig mehr anpasste. SO lange bis er die Energie, die seinen Körper durchflutete nicht mehr kontrollieren konnte und sich auf die Beine zog. Mit Schwung landeten seine Hände im körnigen Sand, als er in den Handstand ging. Für einige Sekunden tänzelte er unkontrolliert im Gleichgewicht herum – der Pullover rutschte ihm nach oben und entblößte seinen Bauch für einen Moment, ehe der Clown auch schon leicht angetrunken, wie er war in den Sand plumpste. „Fuck…“ Fluchte er leise, lachte aber nur einen Moment später leise über seine eigene Dummheit. Kurz zuckten seine vor Alkohol feucht glänzenden Augen zurück zu Yuna. Er drehte sich auf seinen Bauch, so dass er direkt zu ihr nach oben schauen konnte, während ein Grinsen seine Lippen bemalte. Es wirkte schon fast beängstigend breit. „Ich hab die Idee… Lass uns unsere Ängste ergründen.“ Er zog sich auf die Knie, packte ihr Handgelenk. Seine klammen Finger schlossen sich so fest um die kleinen Knochen, dass die Haut ringsrum wie Schnee erblich. Sein Gesicht war direkt vor ihrem, während sein warmer, süss nach Likör duftender Atem ihre Lippen streifte. Die großen, glühenden Augen waren direkt in ihre geheftet, konzentriert auf ihre riesigen vor der Dunkelheit aufgeblühten Pupillen, in denen sich ihre tief verborgenen Ängste spiegelten.

Ängste die er schon erblickt hatte, aber nun ergründen wollte. Aus seinen Worten sprach der Alkohol. „Lass uns von den Klippen springen.“ Jaden verachtete das Wasser. Er hatte Angst vor den Fischen. Aber ob Yuna, die die Dunkelheit fürchtete, das nachtschwarze Wasser, was einer Blindheit gleichkam, angenehmer war? „Wenn wir uns unseren Ängsten stellen… meinst du wir können dann unsere Vergangenheit akzeptieren?“ Sein Blick huschte zu der Schuppe, welche kühl auf der Haut ihres Oberkörpers ruhte, während es ihm in den Fingern juckte, sich diese einfach zu nehmen und das Mädchen zu zwingen, seinen waghalsigen Ideen nachzukommen. Aber auch sie hatte mit ihren Dämonen zu kämpfen und auch wenn jemand wie Fishie nicht verstehen konnte, das andere Menschen damit anders umgingen, so war das seine Überzeugung ihr damit helfen zu können. Er wollte dieses Schweigen und ihr kläglich unterdrückte Trauer nicht mehr ertragen. Sein Griff war fordernd, sein Blick fest auf sie geheftet. Die Lippen zur Linie gepresst. „Hab keine Angst…“ Flüsterte er leise, während seine Augen sich wie hypnotisch begannen vom dunklen Hintergrund zu lösen und sanft zu glühen.

[out= meh bin nicht ganz zufrieden mit dem post .____. ich bemüh mich beim nächsten wieder ein bisschen mehr in jj stimmung zu kommen]


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Yuna
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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Di 25 Aug 2015, 01:01

Liebe
Ein Wort und tausende von Gefühlen und Emotionen. Liebe zu beschreiben ist fast unmöglich und doch empfindet fast jedes Lebewesen so etwas wie Liebe oder eher verliebt sein. Viele definieren Liebe mit Herzklopfen und kribbeln im Bauch, andere nennen das auch Schmetterlinge im Bauch haben. Man empfindet etwas für einen ganz besonderen Menschen.
Wenn man verliebt ist findet man einfach alles an einer bestimmten Person toll, man kann nicht aufhören an sie zudenken und möchte am liebsten immer bei ihr sein.
Doch nicht immer verbindet man gutes mit der Liebe. Die Liebe kann auch sehr schmerzhaft und qualvoll sein. Man lebt in der Ungewissheit ob die Gefühle erwidert werden oder es läuft schief, weil man nicht untereinander reden kann beziehungsweise komplett unterschiedlich ist oder aber außenstehnde sich einmischen.
Oder es läuft wie bei Yuna und Jaden ab. Die beiden lernen sich durch Zufall kennen. Yuna beschützt Jaden vor seinem angeblichen Bruder und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Jaden nimmt sie mit in sein "Realität". Yuna trifft dort auf ihren tot geglaubten Bruder und wird völlig aus der Bahn geworfen. Langsam entwickeln sich bei der Drachendame sowas wie Gefühle für den gefallenen Engel. Dann die Sache mit dem "Vandalismus" wo die beiden gefasst wurden und das Schicksal seinen Lauf nahm. Jaden anfing sich zu verändern und Yuna langsam überlegen musste was sie eigentlich wollte und fühlte. Doch sie konnte es nicht leugnen, dass sie mehr als ihr lieb ist für dieses Jungen empfindet. Egal wie lange sie dagegen ankämpft, man kann Gefühle zwar verstecken, aber dadurch verschwinden sie nicht.

Yuna sah Jaden an und lächelte. "Die Frau von vorhin, aber ist auch nicht weiter wichtig. " Sie sah das Jaden etwas verwirrt auf ihre Frage hin schien und somit nickte sie als er meinte das es nicht wichtig sei, denn er hatte recht. Wichtig war für Yuna momentan wieder ein klaren Kopf zubekommen, wobei es da nicht vom Vorteil war sich voll laufen zulassen.
Die anhaltende Stille zwischen den beiden war schon fast gruselig, aber Yuna wusste beim bestenwillen nicht was sie sagen sollte. Ihre Chance das anzusprechen was sie beschäftigte hatte sie vermasselt und somit schwieg sie ihn vorerst an. Zwischendurch huschte ihr Blick dennoch zu dem Gefallenen.
Nun endlich brach Jaden die Stille. Er grinste breit und sagte ihren Namen. Yuna sah ihn von unten herab an und blinzelte kurz. Er holte eine Box hervor und schien nach einem Lied zusuchen während er zu ihr sprach. Jaden schlug ein Spiel vor und erklärte sogleich auch die Spielregeln. Yuna dachte nur kurz darüber nach, was für eine dumme Idee das wahrscheinlich war. Sie nickte. "Alles klar das ist einfach." Yuna setzte sich ebenfalls hin und nahm die Flasche dann entgegen. Sie nahm einen Schluck und reichte Jaden wieder die Flasche während dieser mittlerweile Musik spielte die Yuna nicht kannte. Die Flasche wanderte immer wieder zwischen den beiden hin und her. So langsam spürte Yuna den Alkohol, denn ihre Bewegungen wurden wackliger. Als Jaden seine Clownübungen machte und in den Sand fiel musste Yuna lachen. Jaden sah sie mit leuchtenen Augen an und erzählte was von einer Idee. Skeptisch und mit gezogener Augenbraue sah die Drachendame den Jungen an.
"Ängste ergründen? Ich..Ich habe keine Ängste.
murmelte Yuna, welche nicht umbedingt über ihre Ängste reden wollte. Momentan hatte sie sowieso am meisten Angst vor den nächsten Tagen und Augenblicken mit Jaden,davor ihm irgendwann ihre Gefühle zu gestehen und davor das wieder irgendwas schlimmes passieren könnte wenn sie mit ihm unterwegs war.

Als Jaden schießlich vorschlug von den Klippen zuspringen sah Yuna ihn breit grinsend an. "Du willst mit einem Drachen von einer Klippe springen? Klar wieso nicht." An sich hatte Yuna damit kein Problem. Ihr Problem war es im Wasser zu landen und von der Dunkelheit umgeben zu werden. Sie zitterte bei diesem Gedanken und sah zu Jaden. "Um unsere Vergangenheit zu akzeptieren müsse wir uns selbst und unsere Fehler akzeptieren. Allerdings glaube ich schon, dass wir unsere Ängste bezwingen können." Yuna lächelte knapp. Jaden hielt sie immer noch am Handgelenk fest und sie sah in seid längerem mal wieder direkt an. In Yunas Augen lage ein Hauch von Trauer,Angst und Zuneigung.
"Dann wollen wir mal was?" fragend sah ihn an und zitterte nun wieder und sie sah zu Jaden der ihr sagte das sie keine Angst haben sollte. Yuna lächelte gequält und ließ sich von Jaden mitreißen, zu allem bereit.
Er wollte wirklich springen und Yuna war bereit mit ihm zusammen zuspringen. Vielleicht war es der Alkohol,vielleicht auch ihre Gefühle, aber Yuna konnte nicht anders als Ja sagen.
Sie sah den weißhaarigen an und freute sich einfach bei ihm zu sein. Trotz allem was passiert war vertraute sie Jaden, was vielleicht ein großer Fehler war. Aber Menschen begannen oft Fehler wenn sie verliebt waren und lieber war Yuna bei Jaden, als irgendwo alleine rumlungern.


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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Fr 28 Aug 2015, 00:24

Yuna war verwirrend. Nicht nur wie sie redete im Moment, nein auch die Art wie sie ihren Körper benutzte, als würde sie eine gänzlich andere Sprache als er sprechen. Kurz huschten ihre violetten Augen zu ihm hinüber, blinzelten, ehe sie den langen Wimpernkranz senkte – ihre Wangen glühten im einem weichen schweinchenrosa auf – war sie etwa krank? Nein, egal wie sehr er auch versuchte ihr Handeln nachzuvollziehen, er stieß bei ihr auf eine Wand der Unerkenntnis. Doch anders als bei anderen Menschen begann es ihn bei ihr zunehmend zu stören, was merkwürdig war, da er sich sonst nie sonderlich für die Empfindungen anderer Menschen interessiert hatte. Vielleicht war es dieses merkwürdige Verhalten, wenn sie in seiner Nähe war, das Kräuseln ihrer Nase wenn er sie zum Lachen brachte oder ihre forsche, direkte Art mit der sie selbst jemanden wie ihn verunsichern konnte… Ja es stimmte, sie war wahrscheinlich viel mutiger als er. Stammte daher dieses tief vergrabene Bedürfnis sie in Furcht sehen zu wollen? Ihr genau das Gleiche zuzumuten, das alltäglich in seinem Inneren tobte? Wollte er sowas überhaupt? "Die Frau von vorhin, aber ist auch nicht weiter wichtig." Bitte was? Er blinzelte kurz, rang mit seiner Fassung, raufte sich das Haar ehe sein Blick nach oben schnellte. Mal wieder war er so tief in seine Gedanken getaucht, dass er die Realität völlig vergessen hatte. Aber wie sie schon trefflich gesagt hatte, eigentlich war es wirklich nicht weiter wichtig. Diese Frau war ein Vampir und Jaden hatte gewusst worauf er sich damit einließ. Einmal ein klein wenig an sich rumnuckeln lassen, vielleicht ein kleiner Botengang, was sollte schon Großartig sein? Vielleicht könnte er sich vorher das Hirn mit Koks wegballern um dem Rotschopf nen angenehmen Trip zu bescheren, wenn sie den Gefallen schon einfordern wollte. Eigentlich gar keine sooo schlechte Idee…

Nunja, jedenfalls schaffte es selbst die tapfere Yuna kaum sich zu trauen die Stille zu unterbrechen - oder genoss sie es etwa? So richtig konnte er es immernoch nicht deuten, egal wie sehr er auch versuchte sie mit seinen Blicken zu studieren. In Momenten wie diesen wünschte Jaden sich manchmal, er hätte die Kraft Emotionen zu kontrollieren. Er könnte ein Feuerwerk aus Heulsusen erschaffen, der ganzen Klasse den Megalachkrampf ihres Lebens bescheren…. Oder aber einfach wissen was hinter dieser rotblonden Stirn eines Drachen gerade vor sich ging. Es war doch zum Verrücktwerden! Hatte er sie etwa vorhin am Wasserweg derartig verletzt, da sie ihn nun mit Schweigen bestrafen wollte? Nein! Jaden tat den Leuten nie weh – würde davon auch nie etwas hören wollen. Leute, die soetwas behaupteten waren meist nur dreckige Lügner die seinen Tag versauen oder sein Hirn vergiften wollten. Nein, Yuna ging es gut. Sie hatte es doch selbst gesagt, wieso sollte er also daran zweifeln? Es gab nur eine Lösung! Saufen. Zu seiner großen Erleichterung gab es Seiten des Mädchens auch keine Widersprüche. Nicht, dass er jene geduldet hätte. Im Notfall hätte er den Trichter gezogen! „Alles klar das ist einfach." Ihre Worte! Würde er sie im Morgengrauen besoffen aus dem Meer fischen müssen, würde er sie ihr lachend wiederholen und immer wieder vorträllern, solange bis sie das noch bereute, also galt es sich das genau einzuprägen. „Kinderspiel.“ Grinste er also zustimmend, seine Stimme überschlug sich im kindlichen Glucksen, als Yuna den Flaschenhals an ihre Lippen setzte und den Alkohol in ihrer Kehle spülte. Fröhlich begann die Flasche schließlich zu wandern. Hin und her und hin her, während die schwappende Flüßigkeit allmählich begann in ihren Mägen zu sammeln und sich in ihrem Blut auszubreiten. Was für ein herrlich erfrischender Anfangsrausch! Jaden empfing die wohlige Wärme mit einem zufriedenen Seufzen und ehe er sich versah war er im Handstand und landete im noch warmen Sand. Begleitet von Yuna’s glockenhellen Lachen.

Verlegen richtete er sich auf, wuschelte sich den Sand aus der dichten, silbernen Lockenmähne – eigentlich missglückten seine Tricks doch nie! Doch allen Anschein nach, schien es sie nur zu amüsieren, insofern war dieses kleine Missgeschick nur halb so schlimm. Nicht das er sich um ihre Meinung geschert hätte natürlich, wer war er denn?! An… so etwas war doch nicht zu denken. Seine verschiedenen Augen huschten wie nebensächlich zu der Flasche. Der Clown in ihm grinste. Zum Glück war sie leer. Manche Menschen würden vielleicht behaupten, es wäre eine dumme Idee im angefangen Rausch in die meeresschwarzen Wellen zu stürzen. Manch ein Mensch würde es sogar wagen und sagen es sei lebensbedrohlich, unverantwortungsvoll – schlichtweg dumm! Im Klartext, es war die beste Idee, die er seit Langem gehabt hatte!! „Keine Angst huh? Das werden wir ja sehen.“ Schon war das hagere Männlein aufgesprungen, das Clownsgesicht hatte ein Grinsen von einem Ohr zum Nächsten bemalt und in der nächsten Sekunde schon war ihr Handgelenk ergriffen und der Drache auf die Füße gezogen. Allmählich sollte sie sich doch wirklich mal daran gewöhnt haben, dass er immer sofort ihre Hand ergriff nicht wahr? Es hatte etwas von einem kleinen Kindergartenpärchen, dass gerade beschlossen hatte zusammenzukommen, als Jaden noch immer leise vor sich hin giggelnd und dezent besoffen torkelnd durch den Strandsand schlenkerte. Sein Ziel waren die Klippen. Es duftete herrlich frisch nach Gefahr und jugendliche Leichtsinn – Jaden’s Liebelingsdüfte! Wer ihm ein Geburtstagsgeschenk machen wollte, brauchte nur die richtige Duftkerze dafür zu finden. Stück für Stück für Stück und Steinchen um Steinchen torkelte er mit ihr zusammen ihren Weg nach oben. Seine Hemmschwelle war mittlerweile sowieso schon längst durch den Boden gebrettert und die Angst war nur noch der träge, schwer schnaufende Begleiter, der viel zu langsam hinterherkam. Die Welt um ihn herum verschwamm, als er schließlich die oberste Stufe erreichte. Ganz langsam näherte er sich der Kante. Schmeckte das Salz der heranschlagenden Wellen auf der Zunge als er gefährlich nahe zur Schlucht trat. Nur kurz wichen seine Augen zu Yuna. „Bereit?“ Fragte er leise, in seiner Stimme schon das seicht verräterische Lallen des Alkohols. Auch seine Augen wirkten glasig, das Lachen leicht dümmlich. „Dann los.“ Er brauchte keine Antwort um zu wissen, dass sie bereit sein musste. Sie hatte es ihm ja unten am Strand gesagt. Ohne auf Gegenwehr zu warten stürmte er nach vorn – ließ ihre Hand aber nicht los und sprang.

Die wenigen Sekunden in der Luft waren wie eine Ewigkeit. Der Wind zerrte an seinen Haaren – ein lauter Jubelschrei und dann empfing ihn auch schon das eisige Wasser. Die ungeahnte Kraft riss ihn von Yuna los, wirbelte ihn durch die tiefschwarzen Fluten wie eine leblose Puppe. Beim Versuch zu Atmen drang Wasser in seine Lungen und sein Brustkorb schmerzte. Angst überflutete ihn, er riss die Augen auf, doch um ihn herum war nichts als Schwärze. Wo war unten, wo oben? In seiner Panik begann er zu strampeln, krampfte aufgrund des Alkohols heftig im Bein und stöhnte mit lautlosen Blubberblasen schmerzerfüllt ins Wasser hinein. Er würde hier sterben….nicht wahr? Mit dieser Erkenntnis durchflutete ihn eine merkwürdige Ruhe. Seine Augenlider wurden träger, das verschwommene Schwarz fast schon angenehm. Er schloss die Augen.

Als er erwachte, nur wenige Minuten später lag er am Strand. Das Wasser hatte seine Klamotten vollgesogen, heftete eng um seinen zitternden Körper, er hustete leicht, konnte nicht erkennen ob Yuna bei ihm war. Sein Schädel dröhnte und ihm war merkwürdig schwindelig. Auch sein Rücken schmerzte, als hätte sich dort vor Kurzem etwas durchgebohrt. „Yuna…?“ Raunte er leise, Wasser spuckend. Vielleicht war sie direkt neben ihm…. Hundert Meter weiter? Nein…. Er wusste es einfach nicht.

OUT: Ich überlass es dir, ob Yuna ihn gerettet hat, oder sein Outsider die Kontrolle übernahm und ihn an Land geschleppt hat, du kannst auch Jaden sie gerettet haben - oder sie sich selbst :DD mal dir was schönes aus


Denn wie einsam kann man sein, wenn dich keiner versteht, keiner so denkt wie du und keiner deine Träume erlebt.

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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Sa 05 Sep 2015, 20:55

Die Zeit in Glass war die letzten Wochen wirklich seltsam verlaufen. Die Tatsache, dass seid ihrer Ankunft schon so viel Zeit vergangen war lies Yuna etwas verwirrend zum Himmel schauen. Der Alkohol zeigte seine Wirkung und Yuna merkte wie sie sich besser fühlte und weniger nachdachte. Sie sah Jaden an und ihr Herz machte wieder einen Sprung.
Yuna vergrub ihre Hände in der Tasche und bemerkte ein kleines viereckiges Gerät, welches sie irritiert hervor holte. Meine Kamera? Yuna schaltete sie an und sah sich das letzte Bild ein. Es war ein Foto von Scar und ihr, welches sie während der Quarantäne gemacht hatte. Yuna lächelte als sie sich das Bild ansah und dachte an ihre Mitbewohnerin und auch beste Freundin. Yuna hat sie schon eine Weile nicht mehr gesehen und hoffte das es der Engelsdame gut ging. Yuna seufzte kurz und sah dann Jaden an. Sie hatte große Lust ihn zu fotografieren. Sie zeigte ihm die Kamera. Darf ich ein Foto von dir machen Jay? Wir könnten auch zusammen eins machen meinte sie sanft lächelnd. Eigentlich hatte Yuna ihn schon fotografieren wollen, als sie ihm damals das erste mal begegnet war, aber da war es ein sehr ungünstiger Zeitpunkt und so konnte sie ihn nicht fragen. Aber jetzt waren sie beide alleine und so war es eigentlich eine gute Gelegenheit für ein gemeinsames Foto oder eben auch nicht. Das hing jetzt ganz allein von Jaden ab.

So langsam schien das Schweigen zwischen den beiden zu brechen, was wohl am Alkohol und an Jadens Art lag. Während die Flasche so hin und her wanderte wurden die beiden immer lockerer. Der Alkohol breitete sich immer mehr aus und die Flasche schien schon fast leer zu sein.
Jaden richtete sich nachdem er in den Sand gefallen war wieder auf und sah Yuna an. Als er meinte "Keine Angst huh? Das werden wir ja sehen." sah Yuna ihn etwas erschrocken an, aber darüber konnte sie nicht weiter nachdenken, denn sogleich sprang der Junge auf und zog Yuna auf die Beine. Yuna sah ihn grinsend an. In letzter Zeit hatte Jaden so oft ihre Hand ergriffen, dass Yuna sich momentan nicht mehr darüber wunderte. Lächelnd sah sie ihn an, obwohl sich mittlerweile ein mulmiges Gefühl in ihr ausbreitete bei der Tatsache was die beiden als nächstes vor hatten. Langsam tokelten die beiden zu den Klippen. Sie gingen die Stufen hoch und Yunas Griff um Jadens Hand festigte sich ein wenig. Ihr war bewusst was die beiden hier gerade taten und worauf sie sich eingelassen hatte, doch bemerkte sie erst jetzt das es doch eine dumme Idee war. Sie grinste in sich hinein. Ist jetzt auch egal. So lange ich nicht allein bin ist alles gut. Jaden ist bei mir. Mir wird nichts passieren. Sie versuchte an diese Worte zu glauben, doch wusste selbst das es absurd war. Er hatte sie schließlich schon einmal in Gefahr gebracht und das hier jetzt war auch nicht viel besser.
Endlich hatten sie die Klippen erreicht. Ihr Blick huschte zu Jaden und fing seinen direkt ein. Seine verschiedenen Augen ruhten in ihren ehe er die Klippe runter sah und fragte ob sie bereit war. Yuna antwortete nicht, denn sogleich zog er sie mit sich in die Tiefe.

Es waren wenige Sekunden die die beiden auf das Wasser zurauschten, aber Yuna konnte Jaden und auch sich schreien hören. Kurz konnte sie Jaden noch ansehen, ehe sie im Wasser landeten. Alles um sie herum war dunkel und nass. Sie konnte kaum etwas sehen und spürte auch nicht mehr Jadens Hand in ihrer. Panisch sah sie sich um und versuchte etwas in dem tiefen dunklem Nass zu erkennen. Sie merkte wie sie Wasser schluckte und unbedingt Luft holen musste. Sie ließ ihre Flügel erscheinen um so schneller nach oben zu gelangen, doch dann entdeckte sie Jaden der sich kaum bewegte. Sie steuerte so schnell wie möglich auf ihn zu und schwamm mit ihm zusammen an die Wasseroberfläche. Keuchend und nach Luft schnappend sah sie sich kurz um ehe sie den Strand entdeckte und auf ihn zusteuerte. Sie legte Jaden in den Sand und legte sich dann neben ihn. Schwer atmend rang sie stark nach Luft und sah panisch zu Jaden, da dieser sich noch nicht rührte. Ehe ihre Augen für einen Moment zu fielen.Sie war kraftlos und schaffte es nicht sie offen zu halten.

Doch dann hörte sie ihn seinen Namen sagen. Sie öffnete sofort ihre Augen und sah zu Jaden. Yuna richtete sich auf,zog Jaden hoch und drückte ihn an sich. Gott sei Dank geht es dir gut. sagte sie erleichtert. Doch das was als nächstes folgte war etwas was Yuna so nicht geplant hatte.

Sie sah Jaden an und küsste ihn. Sie küsste ihn wirklich. Mag sein das es am Alkohol lag und der Tatsache das sie kreidebleich war vor Angst das Jaden etwas passiert war, doch sie küsste ihn tatsächlich. Seine Lippen waren weich und sanft und Yuna selbst war im siebten Himmel. Sie wusste nicht was um sie herum geschah, geschweige denn warum sie Jaden gerade jetzt küsste. Doch eins war ihr klar. Sie genoss es sehr und fühlte sich als hätte sich ein lang ersehnter Wunsch erfüllt.
Sie löste den Kuss, sah Jaden hoch rot an und blickte augenblicklich zu Boden. Ehm also...Das... Yuna wusste nicht was sie sagen sollte und lies es dann einfach bleiben. Sie hoffte einfach Jaden würde ihr das nicht übel nehmen und bekam Angst vor seiner Reaktion. Sie zitterte vor Kälte und versuchte sich zu wärmen. Zufälligerweise lagen nicht weit von ihr Holzstöcke die sie griff und vor Jaden und sich hinlegte, ehe sie mit einer kleinen Flamme anzündete, so dass sich die beiden am Feuer wärmen konnten.
Yuna saß immer noch dicht neben Jaden und starrte ins Feuer. In ihrem Kopf dröhnte es und sie wiederholte gedanklich immer wieder den selben Satz. Ich habe Jaden geküsst. Ich habe Jaden geküsst. Sie seufzte kaum hörbar und musste trotz allem Lächeln. Es hatte sich schön angefühlt den Gefallenen zu küssen und für einen Moment fühlte sie sich überglücklich.

Spoiler:
 

[Out: Kam mir sehr gelegen so :3 Tja und da ist er der Kuss *o*]


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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   So 06 Sep 2015, 16:12

Welch trefflicher Zufall, dass Yuna genau vor ihrem gemeinsamen Todesurteil, dass sie durch ihren jugendlichen Leichtsinn beschlossen hatten, noch ein letztes Foto schießen wollte. Eines von Jaden alleine – oder auch zusammen. Überrascht glühte der Blick zu ihr hinüber, die Pupillen weiteten sich in kindlicher Begeisterung, denn auch wenn es nicht vielen bekannt war, so schlummerte in Jaden nicht nur der kleine vandalistische Randalen-Punk, sondern auch der kleine sensible Künstler, welcher zeichnete und hervorragend Violine und Piano spielte. Aber das hatte Yuna ja längst mibekommen. „Uh – ein Foto? Warte warte warte warte….“ Seine Worte wiederholten sich, schäumten über vor Energie, während sein Augenmerk durch die Gegend tollte und ein passendes Motiv heraussuchen wollte. Jemand, der einen verdrehten Kopf besaß, wie Jaden brauchte für sowas auch meist nicht lange zu suchen. Er rappelte sich auf, stürzte nach vorne, wobei er beinahe überkippte, strauchelte und schnappte sich das abgetrennte Körperglied, dass er schon seit endlos langer Zeit, die ganzen Momente lang mit sich trug. Mit diesem bewaffnet, grinste er kurz zu Yuna, winkte mit der toten Hand, ehe er zielsicher durch den Sand auf einen großen, runden Felsen zustapfte. Er hatte in etwa die Form eines riesigen Ei’s, auch wenn er leicht verformt war und genügend Abweichungen gab, um ihn gut beklettern zu können. Ohne Umschweife machte sich das Clownsgesicht auch gleich daran, diesen mit wenigen Sprüngen zu erklettern. Oben auf dem riesigen Ei angekommen, hockte er sich sogleich auch hin und begann an den toten, klammen Fingern herumzufummeln und diese zur Faust zu formen. Zufrieden damit, stützte er diese Faust unter sein Kinn, seine andere, freie Hand lag ruhig und locker über seinem Knie, sodass die Finger frei von Anstrengung leicht eingeknickt verharrten. Der ruhige, intensive Blick, der sich über seine sonst lebensfrohen Augen gelegt hatte, war direkt auf Yuna und das Glasauge ihrer Kamera gerichtet. In einem anderen Leben wäre es eventuell durchaus möglich gewesen, dass Jaden ein Model gewesen wäre. Die hochgewachsene, schlanke Gestalt, verbunden mit dem vor kindlicher Schönheit definierten Gesicht und den ungewöhnlichen, weißen, dichten Locken verlieh ihm einen besonderen Ausdruck. Nicht nur das – Jaden wusste als Clown einfach ziemlich gut mit seinem Körper und seiner Mimik zu spielen, er konnte auf Sekunde lachen wenn man es verlangte.

So auch nun, nachdem Yuna den Auslöser gedrückt hatte, rutschte die Faust von seinem Kinn und dort wo eben noch ernste, harte Züge thronten – eine Satire an die Lächerlichkeit mit einem abgetrennten Körperteil ein Foto machen zu wollen – strahlte nun wieder die ganze Freude über seinen weichen Züge, entblößten seine im Mondlicht blitzenden Zähne. Er verharrte nicht lang, ließ sich am Felsen hinunterrutschen und landete mit beiden Schuhen erneut im Sand. Mit einem seligen Ausdruck stapfte er zu Yuna zurück, ließ Armir vorsichtig zu Boden fallen, ehe er sich neben seine Fotografin stellte. Neugierig linste er über ihre schmale Schulter, striff kurz die langen seidig-glatten Haare nach hinten um einen besseren Blick auf das Foto zu erhaschen. „Du kannst das gut.“ Stelle er leise fest, auch wenn sich keine Verwunderung darüber in seine Stimme mischte. Yuna würde zweifelsohne bestimmte keine Kamera bei sich tragen, wenn das nicht des Öfteren tat. Vorsichtig versuchte er ihr kurz die Kamera aus der Hand zu nehmen, ging in der Gallerie ein Bild zurück. Es war Yuna zu sehen und… dieses blonde Mädchen, dass er ebenfalls am Strand gesehen hatte. Kurz verfinsterte sich seine Miene. Diese merkwürdige Heulsuse, die von Cupcake und seinem Bro (die beiden hatte er übrigends auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu Gesicht bekommen) vollkommen bemuttert worden war und sich einfach so in den Mittelpunkt drängte. Sie war also mit Yuna befreundet? Nun manche würden es als lachhaft bezeichnen, dass Jaden in einen solchen Moment eine merkwürdige Eifersucht überrollte, aber der Junge war mit seinen zwischenmenschlichen Beziehungen sehr eigen und bevormundend. Kurzerhand eignete er sich die Kamera komplett an, schlang einen Arm um ihre Schulter und drehte den Apparat so, dass die Linse auf die beiden zeigte. „Say Cheeeseee~.“ Summte er kurz an, streckte seine gepiercte Zunge nach Draußen und drückte den Auslöser. Es war ihm eigentlich egal, ob Yuna auf das Foto nun vorbereitet gewesen war, denn ein überraschter, perplexer Ausdruck würde das Ganze noch viel lustiger gestalten. Das Einzige was seine Freude an diesen Bildern etwas schmälerte, war der Fakt, dass irgendetwas mit seinem Auge nicht stimmte und er zwei verschiedene Farben, anstelle seine normalerweise ruhig türkis-glühenden Iren besitzen würde. Aber man konnte ja nicht alles haben, nicht wahr? Und durch das zweite Foto, hatte er immerhin diese komische Blondine etwas ausgestochen.

Nun wo die Nachwelt sehen konnte, wie sie ausgesehen hatten, bevor sie sich dieser Suizidmission annahmen, stand auch dem Sprung ins kalte Wasser nichts mehr im Wege. Würden sie nun ertrinken, so würden ahnungslose Strandspaziergänger sicherlich die leere und die volle Alkoholflasche finden, den Arm und die Kamera und wissen was passiert war – jedenfalls in etwa. Und da es für Jaden nichts Schlimmeres gab, als vergessen zu werden und er sich nun darüber absolut keine Sorgen mehr machen musste war es an der Zeit. Es war ein schöner Tag zum Sterben. Yuna war von Angst gepackt, ihr Griff hatte sich um seine Hand gefestigt, als sie zusammen die Klippen bestiegen und er spürte ihren wild klopfenden Puls in seiner warmen Handfläche. Ein letzter Blickaustausch, die letzte, aber unbeantwortete Fragen und die zwei Körper stürzten sich in die Tiefe. Wie war das eigentlich mit dem unausweichlichen Schicksal? Man konnte es so sehen wie man wollte, aber wäre Yuna nicht mit Jaden gesprungen, so wäre der Junge höchstwahrscheinlich ertrunken oder hätte nur knapp mithilfe seines Outsiders überlebt. War es dann also das Schicksal, dass er hier eigentlich sterben sollte? Oder war es vorbestimmt gewesen, dass letztendlich das Mädchen, dass er eigentlich zu dem Sprung angestiftet hatte, nun sein Leben rettete? Nicht, dass er irgendetwas davon mitbekam. Er konnte nur röchelnd sich kurz kraftlos im Sand regen, Wasser röcheln und kläglich leise ihren Namen raunen. Seine Ohren pulsierten und die Geräuschkulisse um ihn herum war weich gedämpft und wie in Watte gehüllt. Der Junge vernahm das Knirschen des Sandes nicht, als Yuna sich neben ihn aufrichtete. Er spürte nur wie weiche Arm um seinen Rumpf glitten, ihn sanft nach oben zogen und an sich drückten. Ihre Worte nahm er nur entfernt wahr… als stammten sie aus einer anderen Welt. Erschöpft lehnte er seine kühle Stirn an ihre Schulter. Seine nassen Locken kitzelten ihre Haut und er spürte ihr unterkühltes Zittern. Auch ihre Kleidung und das endlos wirkende lange Haar klebte förmlich an ihr, umwarb sie wie eine zweite Haut.

Das Mädchen löste sich etwas von der eben noch so engen Umarmung und Jaden quälte seine nassen Lider auf, das Salz brannte noch leicht in seinen Augen. Doch ehe er überhaupt auch nur den Ansatz eines Dankeschön über seine Lippen bringen konnte, wurden diese sanft zum Schweigen gebracht. Er spürte eine warme, weiche Oberfläche kitzelnd auf seinen Lippen. Instinktiv drückte er sich ihr leicht entgegen, umschloss die fremden Lippen mit seinen, während seine Lider sich geschlossen hatten. Ein angenehmes Kribbeln jagte durch sein Gesicht, huschte wie ein Schatten durch seinen ganzen Körper, während sein Magen sich kurz zusammenzog und fast schon unerträglich vibrierte, als würde dort etwas Lebendiges drin hausen und mit tausenden kleinen Federn kitzeln. Noch leicht kraflos hob er kurz eine Hand, ließ sie über ihre Schulter zu ihrem Nacken wandern… Doch mit der nächsten Sekunde… Jaden riss die Augen auf, erkannte Yuna’s hübsches Gesicht direkt vor ihm, als sie ihre Lippen von ihm löste, die Wangen stark gerötet und die violetten Augen zu Boden geschlagen. War… das gerade ein Kuss gewesen? Hatte sie ihn gerade geküsst? So fühlte sich das an….? Jaden hatte noch nie in seinem Leben ein Mädchen auf den Mund geküsst, mit Ausnahme seiner Mutter, aber da war er noch sehr sehr jung gewesen. Unwohl zog sich sein Magen zusammen, seine Finger glitten nach oben, befühlten die noch immer vor wohliger Hitze kribbelnden Lippen. Oh nein…. Oh nein… oh nein… Das war gerade nicht passiert. Das gerade an seinen Lippen… war kein Orgasmus… „Ehm also...Das...“ Jaden’s Augen zuckten sofort zu ihr, taxierte sie förmlich, als würde er erwarten, dass sie ihm die Antwort jetzt sofort erbrachte. Aber ihre Stimme erstarb. Wusste sie, was sie da gerade getan hatte????

Schweigend nahm sie ein paar Holzstöcker, stockte sie zu einem kleinen Haufen und entfachte ein Feuer. Doch Jaden saß neben ihr wie eingefroren. Er war zu perplex um auch nur ein Wort herauszubekommen, schockiert starrte er in die Flammen. Erst langsam schaffte er es seine Sprache wieder einigermaßen auf seiner Zunge zu sammeln. Den Griff von den Lippen löste er nur zögerlich. Sein Körper war noch immer in Aufruhr, das Gesicht des Jungen schamrot und kreidebleich in Verbindung wie bei einer guten Pommesportion. Sein Herz trommelte so wild und ungezügelt, dass er Angst hatte, es würde zerspringen. „Wieso… hast du das getan?“ Fragte er leise und seine Augen huschten angstvoll zu ihr nach drüben. Seine Stimme zitterte, und seine Finger krallten sich in seine nassen Hosenbeine. „Was…. Was… wenn du jetzt schwanger bist… Ich bin noch nicht bereit Vater zu sein.“ Murmelte er leise, fast schon eher zu sich selbst und somit durfte auch feststehen, was jetzt eigentlich das Problem von Jaden war. Es lag nicht an Yuna, oder daran, dass er keinen Gefallen an dem Kuss gefunden hatte. Nein… Jaden hatte durch seine Vergangenheit eine riesige Bildungslücke was das Thema Schwangerschaft betraf. Dadurch, dass seine Mutter als er zehn war krank wurde und er nie das beste Verhältnis zum älteren Bruder gepflegt hatte war seine Aufklärung löchrig. Die fehlende gesunde Beziehung zum Vater hatte den Rest getätigt und da Jaden nie auch nur ansatzweise anzüglich war oder auf das Thema zu sprechen kam, blieb es meistens unbemerkt. Doch nun… war der Knoten geplatzt.

Er fühlte, schmeckte ihren süssen Kuss noch immer auf seinen Lippen, spürte immernoch, wie sein ganzer Körper in einem Feuerwerk implodierte und in ihm das Verlangen wuchs, es noch einmal zu tun. Sein rotes Auge glühte – er fühlte sich innerlich zerrissen von Verlegenheit und Begierde – als wäre das etwas in seinem Körper, das nicht so leicht kontrollierbar war… dem dieser Kuss nicht reichte, als ginge es noch weiter. Seit diesem Drogenabsturz stimmte es nicht mehr mit ihm und seine Gefühle brodelten wie in einem wilden flambierten Cockail. Jaden kannte dieses angenehme Kribbeln im Bauch, damals noch mit Sophie – aber war es möglich, dass alleine die zarte Knospe von frisch erblühten Frühlingsgefühlen das alles durcheinanderbrachte? Seit wann machten ihn Mädchen denn nur so verrückt und verlegen?!


Denn wie einsam kann man sein, wenn dich keiner versteht, keiner so denkt wie du und keiner deine Träume erlebt.

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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Mi 30 Sep 2015, 21:17

Ein Foto zu diesem Zeitpunkt war wirklich eine gute Idee. Die beiden hatten ein paar schöne Stunden verbracht und konnten es so festhalten. Yuna lächelte sanft und sah zu Jaden. Er war begeistert von Yunas Idee und suchte nun den perfekten Ort und die perfekte Pose für das Foto von ihm allein. Yuna sah ihm verwundert dabei zu und versuchte ebenfalls ein guten Ort zu finden. Jaden hatten aber sofort einen Plan und steuerte mit dem halben Arm auf eine Felsen zu, der nicht weit von den beiden war. Etwas argwöhnisch und enttäuscht sah sie seine fertige Pose an. Warum musste er diesen abgetrennten Arm mit auf das Foto nehmen. An sich hatte Jadens fertige Pose etwas sehr schönes und auch anmutiges an sich. Sein schlanker und langer Körper ähnelte einer Gazelle und auch der Rest an ihm ähnelte einem Model. Ob Jaden mal als Model gearbeitet hatte? Das einzige was nicht in das Bild passte, war das rot leuchtene Auge des gefallenen. Waren seine Augen doch vor kurzem noch in einem wunderschönen cyan am leuchten und hatten ein wohliges Gefühl in Yuna hervogehoben, wenn sie sich in diese verloren hatte. Waren es doch seine Augen die Yuna so sehr liebte. Nein das stimmt nicht! Nicht nur seine Augen, auch sein Geruch und sein Lächeln liebte sie. Sie liebte alles an ihm. Natürlich auch sein komplexen Charakter, den Yuna immer noch nicht so recht verstand. Der junge Mann war eine Bereicherung in Yunas Leben, welche Yuna nicht bereute, auch wenn sie schon vieles mit ihm durch hatte, was nicht gut ausging.
Doch das war egal. Yuna kam wieder in die Realität zurück und bemerkte das sie Jaden angestarrt hatte, was ihr jetzt richtig peinlich wurde. Schnell fing sie sich wieder schaute in die kleine Linse der Kamera und änderte noch mal ihren Griff und den Fokus ehe sie Jaden endlich fotografierte.

Nun war das Foto gemacht und Jaden verweilte nicht lange auf dem Stein. Freudig stapfte er zu Yuna zurück um sich das Foto anzusehen. Jaden stand hinter ihr, streifte ihre Haare zur Seite um sich das Bild anzuschauen. Sofort wurde Yuna rot bei seiner Beobachtung. Verdammt reiß dich endlich zusammen. Das kann nicht angehen, dass du jedes mal rot wirst wenn er dich berührt geschweige denn ansieht. Klar ich liebe ihn und ich akzeptier diesen Fakt auch, Nur warum stell ich mich dann so an. Kurz lobte das Model seine Fotografin und Yuna lächelte breit. Du hast aber auch ein passendes Motiv gefunden. Du könntest glatt als Model arbeiten. bemerkte Yuna ebenfalls und schlug sich innerlich gegen die Stirn. Ich klinge wie ein kleines Mädchen was für eine Jungen schwärmt. Meine Güte das ist nicht normal was macht er nur mit mir. Langsam aber sicher kam es zu mehreren inneren Dialogen bei Yuna. Irgendwie hatte sie die Hoffnung eine Antwort zu bekommen von irgendwem. Am liebsten von ihrem Bruder Marvin, welcher sie sogar auf den Boden der Tatsachen zurück holen könnte. Jaden entnahm Yuna behutsam die Kamera um die Galerie zu durchstöbern. Viele Bilder würde er wohl nicht finden, da Yuna erst vor kurzem einen neuen Film rein gemacht hatte. Sie hatte mit dem jetztigen nur Scar und sich fotografiert und die Spieluhr von Jaden.
Plötzlich bemerkte Yuna den Arm von Jaden um ihre Schulter wandte ihren erstaunten Blick zu ihm und sah wie er die Zunge rausstreckte ehe er den Auslöser der Kamera betätigte. Kurz blinzelte Yuna und sah zu der Kamera ehe sie gespielt beleidigt zu Jaden sah. Das ist unfair du hättest was sagen können. Jetzt sehe ich voll überrascht aus und du streckst die Zunge raus. doch als sie sich das Bild so ansah musste sie lachen. Das Bild sah trotz allem witzig aus. Klar Yuna hatte nie ein Problem damit für Fotos nicht zu posieren. Sie hatte auch kein Problem wie ein völliger Depp auszusehen. Es gehörte zum Leben dazu etwas unerwartetes zu tun. Gestellte Fotos fand sie schon immer etwas uneigen. Menschen die ständig alles perfekt haben müssen und sich vorher noch Tonnen Schminke ins Gesicht klatschen und die schicksten Klamotten raussuchten, waren für Yuna einfach nur Marionetten der Gesellschaft die "dazu gehören" wollten.

Bevor sie allerdings mit Jaden zu den Klippen steuerte legte Yuna die Kamera sanft in den Sand. Sie wollte nicht das die Kamera durch die leichtsinnige Idee der Teenager kaputt ging. Die Klippen schienen Yuna entloss tief. Das Wasser schien als würde es sich schon freuen die beiden zu verschlingen. Etwas zittrig ging Yuna Jaden hinterher. Das Vorhaben der beiden war nicht mehr aufzuhalten. Nur einen kurzen Moment verweilten die beiden dort ehe Jaden sie in die Tiefe riss.
Das Wasser verschlang sie und Yuna spürte diese irre Angst vor der Dunkelheit, das es doch erstaunlich war wie sie sich und auch Jaden trotz allem aus dem Wasser holte. Sie schaffte es an Land und konnte nur schwer atmend hoffen das Jaden noch lebte so wie sie selbst. Warum sollte der Gefallene den Sprung auch nicht überleben. Er war stark und konnte viel aushalten dieser Sprung war für ihn sicher eine Kleinigkeit. Die kalten Klamotten waren für Yuna unangenehm an der Haut und teilweise bereute sie diesen Sprung in das kalte Nass. Warum musste sie sich auch wieder von Jaden zu so etwas verleiten lassen. Er konnte sie aber auch wirklich zu allem überreden und das war für Yuna nicht gut. War sie doch eine eigensinnige und starkte Persönlichkeit, die sich zu wehren wusste. So schaffte es ein einziger Junge es sie komplett aus der Bahn zu bekommen.
Sie drückte ihn also an sich und war froh das er lebte, auch wenn er sich wahrscheinlich genau so schlecht wie Yuna fühlte nach diesem Sprung. Yuna seufzte kurz und merkte wie Jaden sich erschöpft an ihre Schulter lehnte. Seine Haare kitzelten sie im Nacken und sie merkte wie schwach Jaden gerade schien.

Als Yuna die eben noch sehr angenehme Umarmung löste sah sie Jaden nur kurz an. Ehe sie ihn auch schon wie aus dem Nichts küsste. War es doch ein wunderschönes und angenehmes Gefühl so schossen der Drachendame auch tausend andere Dinge durch den Kopf die sie gerade gar nicht richtig realisieren. Sie merkte wie Jaden den Kuss kurz erwiderte. Merkte aber nicht wie er sie kurz darauf entsetzt anstarte. Yuna löste den Kuss, fühlte sich direkt schlecht, weil sie nicht wusste ob das für Jaden ok war. Sie hatte ihn ja aus heiterem Himmel geküsst und wusste immer noch nicht ob er überhaupt was für sie übrig hatte.
Doch lange darüber nachdenken konnte sie nicht, denn Jaden Worte brachten sie in die Realität zurück. Was hatte er da gerade für ein Schwachsinn von sich gegeben? Er war entsetzt darüber das Yuna ihn geküsst hatte, was Yuna sehr verletzte, aber das er sie auch noch gleich veralbern musste mit seiner Aussage das er noch kein Vater werden wollte machte die Drachendame wütend. Doch sie sagte nichts. Sie musste sich sammeln. Er konnte das unmöglich ernst meinen. Jaden wusste doch mit Sicherheit das man von einem Kuss nicht schwanger wurde oder? Natürlich musste er das wissen. Auch wenn er eine sehr komplexe Persönlichkeit hatte so war er doch eigentlich nicht dumm. Wütend starrte sie in das Feuer. Meine Fresse reg dich ab Jay. Von nem einfachen Kuss werd ich schon nicht schwanger, da gehört viel mehr zu. maulte sie ihn an und war erschrocken über sich selbst.
War sie doch eben noch ihm siebten Himmel so hatte es Jaden mit nur einem Satz geschafft sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zuholen. Wie konnte Yuna nur so naiv sein zu glauben, das Jaden Gefühle für sie hatte? Er zeigte doch gegenüber anderen auch nie Gefühle warum sollte es sich gerade bei ihr ändern? Sie war doch auch nicht viel anders als die anderen Wesen hier in Glass. Bedrückt legte sie den Kopf auf ihre Arme die sie immer noch um die angezogenen Knie geschlungen hatte. Sie starrte in das Feuer. Spürte wie sich die Wärme in ihr ausbreitet und wie verbunden sie doch mit dem Element war. Sie als Feuerdrache hatte nie Probleme mit dem Feuer. Konnte sich nicht verbrennen oder der gleichen und liebte es mit dem Feuer zu spielen. Nun saß sie da und fühlte sich völlig fehl am Platz. Sie wollte nur noch in ihr Bett, alleine sein und weinen. NEIN STOP! Yuna würde nicht weinen. Nie wieder das hatte sie sich geschworen. Sie hatte sich geschworen stark zu sein.


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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Fr 02 Okt 2015, 10:56

Yuna wirkte kurz vor dem Foto wie paralysiert. Ihr weicher Blick war über seinen Körper geglitten, wie bei einer prüfenden Begutachtung – auch wenn Jaden nicht das Gefühl hatte, dass sie ihn geringschätzig musterte. Wie schon so oft, machten ihre weichen Gesichtszüge es ihm schwer das junge Mädchen zu deuten – er fühlte sich wieder wie Im Kindergarten, wo Mädchen eine ganz andere, obskure und undefinierbare Spezies waren, die absolut nicht verstanden werden wollten. Die Mädchen die mitspielten, aber herumheulten, wenn es etwas wilder wurden und die Erzieherinnen dich anschnauzten, weil du etwas sanfter mit ihnen umgehen musstest. ‚Aber sie wollten doch mit mir spielen? Räuber und Polizist – durfte der Räuber sich nicht wehren?‘ Noch heute sah er das Gesicht seiner mürrischen Erzieherin vor sich, welche verzweifelt versuchte, ihm das Empfinden eines so zarten Geschöpfes, wie dem eines vierjährigen Mädchens näher zu bringen und dabei an Jaden’s fragender, unverständnisvoller Visage zu scheitern. Ja, er war manchmal schwer von Begriff – nicht sonderlich schlau – und die Musterungen begleiteten ihn schon sein Leben lang. Aber hey, Clowns sah man doch gerne an? Man erfreute sich an ihren Lachen, ihren Grimassen und ihrem Blödsinn. Der weißgelockte Junge für seinen Teil liebte diese Zirkusartisten und hatte sie sich sein Leben lang zum Vorbild gehalten. Das es tatsächlich Leute gab… die jene als gruselig empfanden. Clowns waren doch dazu da dir Glück zu schenken?

Yuna für ihren Teil schien sich nicht vor ihm zu fürchten, sie meinte sogar, dass er durchaus als Model arbeiten könnte. Er platzte innerlich vor Stolz, seine Augen waren auf das Foto gerichtet und beinahe dümmliches, verlegenes Grinsen hatte sich bei diesem Lob in sein Gesicht geschnitten. Es war ihm egal, ob sie es einfach so sagte, um etwas auf sein Kompliment erwidern zu können. Er bekam nie viel Lob – für Dinge die er gut konnte. Sprayen, Tanzen und Scheiße zu bauen, zählten schließlich nicht unbedingt zu den Qualitäten die sich gut auf einem Bewerbungszeugnis machen würden… Die meisten Erwachsenen schenkten ihm so nur enttäuschte Blicke, überfluteten ihn mit Moralpredigten – wiederholten diese andauernd, dass man sich langsam vorkam wie in einer unendlichen Dauerschleife.

Da rein – da raus - tagein – tagaus.


In so einem Leben wurden die kleinen Momente kostbar und der aufgedrehte Junge tat so ziemlich alles, um diese kostbaren Gelegenheiten zu erschaffen. So auch bei dem zweiten Foto – dem Selfie. „Das ist unfair du hättest was sagen können. Jetzt sehe ich voll überrascht aus und du streckst die Zunge raus…“ Erklang die gespielt maulende Stimme von Yuna, ehe sie von einem Lachen erheitert wurde. Andächtig, fast schon bewundernd strichen die langen, dünnen Fingerkuppen des Artisten über das kühle Glas der Kamera, befühlte die glatten Gesichter. Die 2D Yuna hatte ihre glänzenden Augen weit aufgerissen, die Lippen wie zum stummen Protest erhoben und dabei eine Grimasse gezogen, dass es wohl jedem Betrachter ein Schmunzeln ins Gesicht rufen könnte. ‚Es ist perfekt.‘ Jaden stimmte in ihr Lachen mit einem wohlig, weichen Kichern, konnte den Blick kaum von dem Bild lösen, dass es nach ein paar Sekunden schon an Besessenheit anmaßte. Er sollte es malen – natürlich aber erst, nachdem er sich umgebracht hatte! Alles schön nacheinander – Reihenfolge, war bei sowas ja egal.

Er hatte noch mitbekommen, wie behutsam Yuna die Kamera im Sand ablegte, bevor sie sich mit ihm auf den Weg zu neuen Dummheiten machte, wie schon so oft in ihren Begegnungen. Um es noch einmal knapp zusammenzufassen: Ein Clown und ein Drache beschlossen sich zusammen zu besaufen, torkelten besoffen Hand in Hand eine Klippe hoch und stürzten sich einfach zusammen runter – vor ungefähr 5 Jahren bezeichnete man das noch als den ‚YOLO-Effekt.‘ Während Jaden und Yuna also ganz cool und yolo halbtot am Strand sich das Wasser aus den Lungen husteten, das männliche Sinnbild von Yolo sogar fast wiederbelebt werden musste und es kaum schaffte sich aufzurechten, passierte mit einem Mal das Fauxpas. Der Drache küsste den Clown und BAM. Der Drache war schwanger… so jedenfalls stammelten es die schockierten Wortfetzen des Jungen, der noch nie in seinem Leben ein Mädchen geküsst hatte.

Passend dazu war natürlich auch das verstörte, hin und hergerissene Kindsgesicht, dass sich wohl nicht recht entscheiden konnte, ob es nun wild hyperventilierend einer Panikattacke anheimfallen sollte, am Besten sich gleich nochmal von der Klippe stürzte (diesmal aber richtig) oder ob sich einfach den süss bebenden Wonnen seiner heiß glühenden Lippen erneut unterwerfen sollte. Kurz und knapp, Jaden starrte mit seinen verschiedenen Augen wie der Junge, der soeben erfahren hatte, dass er Diabetes hatte – aber eine unnatürliche, wuchernde Sucht nach Vollmilchschokolade hegte. Seine einzige Hoffnung – Yuna – hatte ihren Blick jedoch starr ins Feuer gerichtet, auch wenn er nicht verstehen konnte, wie er sie denn wütend gemacht haben könnte? Gott – wie im Kindergarten! Konnten Mädchen sich denn nicht entscheiden, was sie jetzt wollten? Doch da öffnete sie schon ihren Mund, aber anstatt einer Erklärung, fauchte ihre Stimme nun beinahe aggressiv. „Meine Fresse reg dich ab Jay. Von nem einfachen Kuss werd ich schon nicht schwanger, da gehört viel mehr zu.“ Jeder Schlag in sein Gesicht hätte nicht schmerzhafter sein können. Jaden zuckte unter ihrer sonst so lieblichen Stimme zusammen – während er spürte wie sein Herz einen Moment aussetzte, in seiner schmalen Brust erstarb. Erschrocken wurde sie einfach kurz gemustert, sein Kinn bebte, seine Unterlippe begann zu zittern. Du wirst verdammt noch mal jetzt nicht heulen du verdammte kleine Heul-pommes! Doch auch wenn er nicht weinte, keine Träne seine kindlich großen Augen verließ, glänzten sie doch in tiefer Enttäuschung. „Aber…“ Seine Stimme erstarb noch bevor er den Satz richtig zuende denken konnte. „…“ Das Schweigen raubte ihm die Luft, Atmen fiel auf einmal schwer. Was hätte er groß dazu sagen sollen? Er konnte nicht einmal Gedanken daran verschwenden WAS denn nun noch viel mehr dazugehörte. Yuna hatte ihn bloßgestellt, ihm seine Dummheit vor Augen geführt wie die ganzen Wissenschaftlerkinder in Glassdome schon vor 6 Jahren.

Aber nein… er war nicht mehr der kleine elfjährige Junge, welcher das einfach weglachte. Eine Wut begann in seinem Inneren zu brodeln… vollkommen unbekannt…. Widernatürlich wie ein Fremdkörper der nicht zu einem Clown passen wollte. Sein Auge wurde heiß, glühte rot vor Verlangen, während die Adern sich verdickten und ein heißer Schmerz seinen Schädel durchzuckte. Kurz keuchte er schmerzerfüllt auf, presste eine Hand auf die kochende Stelle. „Ich bin NICHT DUMM, okay?!“ Knurrte seine Stimme leise, der Clown sprang auf die Füße, drohte im gleichen Moment zu kippen, als sein Kreislauf den Geist aufgab. Tatsächlich schaffte er sogar ein paar schwankende Schritte, drehte sich in Richtung des Meeres, murmelte mit dem Rücken zu ihr. „Natürlich gehört dazu noch… irgendein Ritual oder so. Ktse.“ Zu allem Überfluss – und das zu machen, war Jaden in seiner kindlichen Natur sogar gezwungen - durfte ein Kommentar nicht fehlen. „Meine Fresse Yuna..“ Äffte er sie schmollend nach, drehte sich erneut zu ihr und verzog eine widerwärtige Visage, mit der auch nochmal stumm ihre Worte nachäffte, um seiner Laune Nachdruck zu verleihen. Tatsächlich konnte er ihr wirklich nicht durchgehen lassen, dass sie ihn beinahe zum Weinen gebracht hätte und von seiner Wut betrunken strauchelte er die restlichen Meter zu ihr zurück, glitt leicht in die Hocke, während seine Hand den nassen Dutt an ihrem Hinterkopf fest ergriff und fordernd den Nacken zog. Sein heißer Atem streifte im kurzen Moment der Überlegung ihre Lippen, ehe sie auch schon von seinen versiegelt wurden. Der Kuss war hart und bestimmend, vereinigte die Wut und den Schmerz, den sie ihm zugefügt hatte. Aber schäumte er die Emotionen von eben erneut hoch, ließ das Blut in seinen Kopf steigen, seinen Körper kribbeln und sein Herz wie nach Extremsport pumpen. Seine Zungenspitze spaltete kurz ihre Lippen, er biss ihr in die Untere, zog noch spielerisch an ihr, als er den Kuss löste, ihren Kopf mit seinem Griff jedoch immernoch an Ort und Stelle hielt, um ihren Blick gefangen zu halten. „Siehst du…“ Raunte er heiser, noch immer leicht befangen. „... Nicht schwanger. Das wusste ich.“ Er grinste, versuchte seine eigene Verlegenheit mit Selbstgefälligkeit zu übermalen, als er sie schließlich losließ, sich unbeholfen räuspernd die zweite Alkoholflasche krallte und seine innere, emotionale Aufgewühltheit mit Prozenten tötete.


Denn wie einsam kann man sein, wenn dich keiner versteht, keiner so denkt wie du und keiner deine Träume erlebt.

Der Schrei des Hasses ist am lautesten gegen Fremde und jene Einsamkeit am grausamsten im Haufen der Menschen
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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Sa 07 Nov 2015, 17:18

Eine Kamera nimmt auf was sie aufnehmen soll. Selten zeigen sich die Menschen natürlich und ohne irgendwelche Fremdeinwirkungen, wie Schminke oder teure Klamotten. Das Bild war gelungen. Es war zum Teil perfekt und bewusst gemacht und zum anderen überraschend und plötzlich, wenn man es von Yunas Seite aus betrachtete.
Schon oft hatte sie solche überraschenden Fotos von Marvin und ihren anderen Familienmitgliedern gemacht. Am liebsten hatte sie die Bilder von einem verschlafenen Marvin, welcher es um 11 Uhr immer noch nicht geschafft hatte aus dem Bett zu kommen, weil er am Abend zuvor bis 3 oder 4 Uhr Nachts seine Drachenkräfte ausgekostet hatte geschossen. Als sie so an diese Zeiten dachte, fühlte Yuna ein Stechen in ihrem Herzen. Sie vermisste ihre Familie und nicht nur das. Sie fühlte sich oft einsam und zurück gelassen, auch wenn sie sich schnell wieder fing. Yuna seufzte und luschert zu Jaden rüber ehe sie wieder auf die Kamera schaute. Sie hatte die Augen weit aufgerissen und generell sah das Bild wirklich lustig aus und Yuna schmunzelte.
Sieht man das ganze aus der perspektive eines Fremden, dann würde dieser wahrscheinlich meinen das Yuna und Jaden ein Traumpaar wären. Sitzen zumsammen am Strand, machen alberne Fotos und trinken Alkohol. Ok der Alkohol passt nicht perfekt ins Bild, aber der Rest schon. Doch der Schein trügt wie so oft. Hinter diesem "perfekten" Bild steckt eine endlos schwierige Geschichte, die noch nicht mal zur Hälfte erreicht wurde. Yuna war sich über ihre Gefühle für Jaden schon länger bewusst, aber wie sah es bei dem Gefallenem aus? Was fühlte er für sie? Hatte er überhaupt richtige Gefühle. Jaden hatte immer diese Clownsmaske auf, die Yuna anfangs witzig fand, aber mittlerweile in Schwierigkeiten brachte und durch einander brachte. Was sollte sie dagegen tun? Eigentlich war es klar. Sie kann nichts dagegen machen. Für Liebe gibt es kein Mittel oder so eine Art Gegengift um sie los zuwenden.

Um so schlimmer die Tatsache, was ein einfacher Kuss auswirken und verändern konnte. Das Jaden so reagieren würde war für Yuna unmöglich. Wie kam er auf die dumme Idee in so einem Moment einen Spaß zu machen? Die Tatsache das Yuna so ausgerastet ist, war für sie selbst ein großer Schock. Irgendwie war es ihr sogar unangenehm, ABER es war doch verdammt noch mal nicht ihre Schuld. Jaden hätte sie auch einfach unterbrechen können, aber Nein er hatte den Kuss für einen Moment erwidert ehe Yuna sich von ihm löste. Er hätte ihr dann immer noch sagen können, dass er nicht möchte das sie ihn küsst, anstatt zu meinen er wäre nicht bereit fürs Vaterleben. Wie ein kleines Kind das nicht wusste was Liebe,Zärtlichkeit und Küssen wirklich bedeutete. Yuna sah Jaden fassungslos an, als sie realisierte, das er das wahrscheinlich völlig ernst meinte. Prompt staute sich wieder Wut in ihr auf. Ihre Augen funkelten wütend, doch Yuna sagte nichts. Sie sah ihn einfach nur wütend und enttäuscht an, laushcte seinen Worten und wurde noch wütender. "Aha." war das einzige was sie von sich gab, als Jaden meinte er wäre nicht Dumm und sie auch noch nach äffte. Er provozierte sie. Er wollte sie wirklich jetzt noch in dieser bescheuerten Situation provozieren? Zum reagieren blieb Yuna allerdings keine Zeit, als Jaden ihr wieder näher kam und sie an ihren Haaren fest hielt. Er sah sie kurz an ehe er seine Lippen auf ihren niederließ. Völlig entsetzt saß Yuna regungslos da. Sein Kuss ar bestimmend und überlgen, als würde Jaden das Ruder in die Hand nehmen. Yunas Hert hingegen machte einen Satz vor Freude und klopfte wie verrückt, als würde es gleich explodieren. Tausend Gedanken in Yunas Kopf bereiteten ihr Kopfschmerzen. Geknickt und aufgefühlt gab sie sich dem Kuss hin, unterdrückte ihre Tränen und versuchte diesen Kuss zu genießen. DOCH es klappte einfach nicht. Yuna konnte diesen Kuss nicht genießen, das Jaden anscheinend mit ihr spielte verletzte Yuna sehr.

Jaden löste endlich den Kuss, hielt immer noch ihren Kopf fest ehe er die Worte an sie richtete, grinste und sich die nächste Flasche nahm. Yuna sah ihn wütend, verletzt und verwirrt an. "Findest du das etwa lustig?" brachte sie wütend und gereizt hervor. Sie stand auf ging auf ihn zu und riss ihm die Flasche aus der Hand, ehe sie selbst ansetzte und ein paar kräftige Schlücke nahm. Sie drückte Jaden die Flasche wieder in die Hand und ging zum Wasser. Sie starrte aufs Meer hinaus und würdigte Jaden keines Blickes. Sie musste nachdenken. Wie sollte sie das alles verarbeiten? Warum musste es dazu überhaupt kommen? Warum verdammt noch mal ließ sie sich immer wieder auf seine Spielchen ein? Was sollte sie denn jetzt tun? Sie schwankte kurz als der Alkohol langsam die Überhand gewann.
Yuna schloss die Augen und vergrub die Hände in ihren Taschen. "Das ich dich geküsst habe war so nicht geplant. Ich hatte einfach Angst dich zu verlieren und der Alkohol ist auch nicht ganz unschuldig. Aber das du mir jetzt so eine Szene machst ist unmöglich." meinte sie leise, traurig, wütend und enttäuscht. Sie drehte sich extra nicht um, denn sie wollte Jaden nicht ansehen. Ihn jetzt anzusehen machte sie nur schwach und sie würde ihm so gleich verzeihen. Doch diesmal sollte das anders sein. Entweder würden sie darüber sprechen oder Yuna würde Jaden zeigen das sie sauer war. Sie konnte sich doch schlecht so behandeln lassen. Jedenfalls warte sie auf eine Reaktion ab. Sie war sich aber schon sicher, dass er sich keiner Schuld bewusst ist und wahrscheinlich Yuna eine weitere Szene machen würde, wie ein eifersüchtiges Teenagermädchen. Als sie so darüber nachdachte kamen ihr fast wieder die Tränen. "Verdammt." murrte sie leise und an sich selbst gerichtet. Weinen war gerade keine Option und sie wollte sicherlich nicht in so einem Moment schwach wirken.
Yuna seufzte. Es brachte ihr nichts darüber weiter nach zudenken. Sie wischte sich die Träne, die sich doch über ihr Gesicht geschlichen hatte, weg und setzte sich wieder ans Feuer. Jaden würdigte sie weiterhin keines Blickes.
Sie spürte immer noch seinen Kuss auf den Lippen und den Schmerz von seinem Biss in die Unterlippe.


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BeitragThema: Re: LETS GET DRUNK TOGETHER!   Sa 07 Nov 2015, 21:06

Überall konnte man es sehen, wenn man nur wollte. In Filmen, in den alten Schriften geschrieben, Büchern, in Liedern, in Zeichnungen wo man diese einzige Emotion teilweise übertrieben, verschönigend oder auch manchmal sogar ganz realitätsnah darstellte. Liebe war ein heikles Thema und das nicht nur für die rasanten Jahre der hormongeschwängerten Jugend - auch die Erwachsenen plagten sich mit dem Kummer, Herzrasen und der Explosion tausender kleiner Schmetterlinge herum. Dieses eine gewaltige Hochgefühl, diese Achterbahn der Emotionen, diese Verletzlichkeit die man den anderen offenbarte. All das besaß die Liebe der Kinder nicht. Im Kindergarten und auch teilweise in der Grundschule war alles noch so einfach gewesen. Man sah ein besonders süsses Mädchen, einen unglaublichen tollen Jungen und man ging auf ihn zu. "Willst du mit mir zusammensein?" Und manchmal, da erntete man statt einem 'Bah' auf das nur ein empörtes 'Du bist doof!' erwidert wurde, sogar ein schüchternes Lächeln, ein eifriges Nicken und die Kinderhändchen verschmolzen zu einem Pärchen zusammen. Das allergrößte Aufregung war vielleicht ein flüchtiger, unsicherer Schmatzer auf die Lippen, oder die Wangen dieses anderen Kindes. Eine Liebe so kostbar unschuldig, unberührt von den Außeneinflüssen und hormonellen Durcheinander, war eine gänzlich andere, als die die Jaden gerade kennenlernen durfte. Das, was er mit Sophie damals hatte. Dieses kleine, undefinierbare Teilchen Liebe, was ihn so unsagbar glücklich gemacht hatte, ließ sich nur schwer mit dem vergleichen, was sich vor dem tintenschwarzen Meer just in diesem Moment abspielte. Irgendwas lief falsch. Man konnte nicht einmal genau sagen was es gerade genau war. Aber... es war nicht das Hochgefühl. Nicht mehr. Sobald ihre Lippen sich trennten und aufhörten die Worte der beiden Jugendlichen zu unterbinden, ihnen die Möglichkeit verschafften zu reden - sich über ihre Gedanken mitzuteilen, ließ dieser kurze, süsslich schmerzliche Moment des Herzklopfens ab und ließ beide Personen wie hilflose Mufasa's aus der Löwenkönig (wie der kleine Clown in seinem Kopf einen imaginären Vergleich zog)in die Tiefe stürzen. Nur um dort noch einmal von den Gnu's das Herz herausgerissen und darauf herumgetrampelt zu bekommen.

"Findest du das etwa lustig?" Die Worte trafen ihn zwar, aber er ließ seine Lippen geschlossen, senkte die Lider, setzte erneut die Flasche an. Fand er es lustig? Sah sie ihn Lachen? Das verlegene Grinsen war in seinem Gesicht längst erstorben, der emotionsdurchtränkte Blick starr aufs Feuer gerichtet. Der Clown machte das oft so - wenn er die Realität nicht länger ertrug, blendete er sie aus. Hörte nicht hin, sah nicht hin, überließ die kalte, reale Welt ihren selbstzerstörerischen Sein. Über Yuna's Worte malte er Farben, träumte sich fort. DIe Farbe Grün dominierte, zeichnete Bilder von weiten Wiesen, von schönen Blumen, ein kaum nennbares Bächlein vor seinen Kopf. Er spürte kaum, wie ihm der Alkohol entrissen wurde, seine Finger taub von der Trunkenheit des Alkohols und seiner eigenen sinnesentfernten Trance. Sein Blick, wenn man diese abwesende, apathische Starren, als solches benennnen wollte, wandte sich kaum dem Feuer ab, doch seine Augen gaben das zuckende Tanzen ihrer Flammen nicht wieder. Jaden lag auf seiner Wiese, seinem Ruhepol. Die Außenwelt... war nicht länger wichtig für ihn. Warum er so kalt war, ignorant? Warum seine klammen Finger, kaum die Flasche halten konnten, als Yuna diese ihm wieder in die Hand drückte? Auch wenn er es nicht zeigte, es durch keine Pore seines schmächtigen Körpers drang, war das kleine, unberührte Herz des Zehnjährigen gerade dabei in der Brust des schon viel älter wirkenden Jugendlichen zu zerspringen. Bei all dem unbekannten Schmerzen, die Yuna ihn gerade plagte konnte er nicht mehr ertragen, konnte nicht Weinen, fand kein Ventil, außer sich von der wahren Welt weiter abzugrenzen und zu entfernen. Er floh in seine zerstückelte Psyche, sammelte die Scherben auf, und bastelte sich daraus die schönste Illusion, die er gerade zustande brachte. In diesem Moment erwünschte er sich das Gesicht seiner lieben Mutter... aber die Erinnerung an sie war verschwommen und ihr Gesicht nur eine Fratze, die ihm Tränen in die Augen trieb.

Er hatte nicht mitbekommen, dass Yuna ihren Weg zum Meer gesucht hatte und sich wenige Schritte entfernt von ihm hielt. Ihre schmerztriefenden Worte kamen kaum als schwer verständliches Echo an seine Ohren und Jaden hob für einen Moment hilflos die Hände, wollte sie schutzsuchend auf die Muscheln drücken, um selbst diesen letzten Reiz der Realität einfach auszublenden. "Das ich dich geküsst habe war so nicht geplant. Ich hatte einfach Angst dich zu verlieren und der Alkohol ist auch nicht ganz unschuldig. Aber das du mir jetzt so eine Szene machst ist unmöglich." Schwach und unsicher, was er darauf erwidern sollte, hob er kurz den Kopf, zerriss das perfekte Bild seiner emotionslosen Oase und sah Yuna an. Sie hatte ihm den Rücken zugewandt. Der milde Nachtwind spielte mit dem größtenteils offenen, glattem, rotblonden Haar, an dem sich noch kleine Tropfen salzigen Meerwassers fanden. Es tut mir leid... es lag ihm auf der Zunge, es brannte auf seinen Lippen, doch als er die Worte sprechen wollte, versagte ihm die Stimme und Tränen schossen in seine Augen. Wofür entschuldigte er sich?! Es war nicht seine verdammte Schuld! Was konnte er für sein Unwissen, wieso prangerte sie dieses an, verdammte alles was er tat und er entsetzte sich an dem, was er nur für sie gemacht hatte? "Ich..." Raunte er leise gebrechlich, als sie sich wieder zum Feuer gesellt hatte, ihm jedoch nicht den geringsten kleinen Blick von Gnade oder Verständnis schenkte. Der Gedanke von Rechtfertigung spukte in seinem Hirn, protestierte gegen ihre bebende Stimme. Er spürte einen erneuten schmerzhaften Riss, der sich über seinen Herzmuskel zog, als er die Emotionen zuließ, für diesen kleinen, zu verdammenden Moment. Er wollte es ihr vorwerfen, dass sie bei dem Sprung hätte Nein sagen können. Das sie bei dem Alkohol selbst entscheiden konnte - aber ließ Jaden jemals irgendeiner Person wirklich die Wahl? Er war ein Künstler seinen Willen durchzusetzen, wenn auch auf andere Art und Weise, als jene die ihn erzwangen. "Ich tu dir nicht mehr weh... versprochen." Er robbte sich zu ihr, strich ihr sanft über den Handrücken, projizierte die Beiden Personen für diese paar zarten Sekunden auf die weiche, weite Wiese. Sonnenschein und der Duft nach frisch blühenden Blumen, salziger Meerwaschergeschmack in der milden Luft mitschwang. "Es tut mir leid." Es war kaum mehr ein Flüstern, auf dass ein zittriger Kuss auf ihre Wange folgte und im nächsten Moment war sowohl die friedliche Wiese, wie auch Jaden verschwunden. Er hatte mit der Illusion sein Weggehen vertuscht, hatte ihr schmerzliche Abschiedsworte erspart und war gegangen. Zurück blieben nur eine leere, eine halbleere Flasche, ein Feuer... und der klägliche Überrest einer liebevollen Freundschaft, die an sich selbst scheiterte.

SZENE ENDE


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