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 Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)

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BeitragThema: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Sa 22 Aug 2015, 12:24



Dieses Labor gehört ganz dir. Du kannst darin aufstellen und forschen was du möchtest, du musst es nur anfordern. Nun Vorraussetzung ist natürlich dein Wissenschafterstatus
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Sa 29 Aug 2015, 00:51

cf: Die Stadt – Außerhalb – Zerstörter Stadtteil


Es war nicht gerade der bequemste Weg, zu Fuß zum Institut zu Gehen. Zu gerne hätte er sich einfach wie üblich in seinem Schatten fortbewegt. Aber was machte es schon für einen Unterschied? Es waren ja nicht gerade viele Hindernisse, die er als Schatten hätte schneller umgehen können, aber dann wäre Jesko auch Gefahr gelaufen, den immer noch Fremden aus den Augen zu verlieren und dieses Risiko wollte er nur ungern eingehen. Es war ja schon Überraschung genug, dass der, der diesen gefährlich neutralen Gesichtsausdruck trug, sich nicht zu wehren vermochte. Vermutlich hatte das ruhige Wesen ja noch einen Trumpf im Ärmel, vielleicht würde er sich jeden Moment umdrehen und den Dämon angreifen. Doch alles was dieser momentan wahrnehmen konnte, war dessen Rücken, der sich wenige Meter vor ihm befand und an dem sein Blick heftete. Immerhin, die Worte des Schwarzhaarigen sprachen gänzlich dagegen, aber Worte sind ja auch leicht zu manipulieren. In Gedanken ging der Forscher nochmal das Ende ihres Gespräches durch, ehe er sich an die Versen des Versuchsobjekts geheftet hatte.

>> Mit einem Schmunzeln hatte er auf die Worte des anderen reagiert. Offensichtlich konnte dieser doch sprechen. Die Stimme des anderen klang rau und tief, verursachte ein Kratzen in den Ohren des jungen Mannes. Sie hatte – ebenso wie sein Gesichtsausdruck – etwas von Gefahr und Bedrohlichkeit, so als ob man ihr nicht zur Nahe kommen sollte, trotz der normalen Lautstärke. Dennoch ließ sich der Blauhaarige davon nicht beirren. Warum sollte er auch? Eine Stimme sagt viel über ihren Besitzer, doch sie gehört auch zu den wenigen Dingen, die man nicht sehen kann und somit ist sie für jeden einzigartig zu interpretieren. Anstatt dass er zurückwich, dachte er sich also seinen Teil dazu bei. „Schlagfertig ist er, das muss man ihm lassen.“ Doch kaum hatte er sich von seinen Gedankengängen abgewandt, antwortete sein Gegenüber ein weiteres Mal. Es hatte ihn überrascht, dass dieser nun schon zum zweiten Mal den Mund geöffnet hatte, nur um einige wenige Worte über seine Zunge rollen zu lassen. Wie es schon beim vorherigen Kommentar der Fall gewesen war, benutzte der Fremdling für seine zweite Bemerkung weniger als fünfzehn Silben, ganz nach Jeskos Vermutung, als er dem Schwarzhaarigen zum ersten Mal in die Augen geblickt hatte. Dafür war der Inhalt dieser Worte eher ein Rätsel für ihn, zumindest erst, nachdem sich das Versuchsobjekt umgedreht hatte und losgegangen war. Warum sollte es ihn auch enttäuschen, wenn er sich nicht mit dem anderen ein Duell liefern müsste? Der Zwanzigjährige hätte es nicht nötig gehabt, sich an einem Forschungsobjekt die Finger schmutzig zu machen, solange es nicht der Selbstverteidigung zugute käme. Was wäre das nur für eine Gefängnisinsel, wenn man sich bei jeder Kleinigkeit gleich bekämpfen würde? Würde es dann überall so aussehen wie ihr? Grau, verlassen, zerstört – wie in einer riesigen Ruine? Wie eine Ruine unter einer Kuppel? Eine seltsame Vorstellung, wie der Forscher fand. Doch war dieses Thema im Moment nicht relevant, vielmehr, dass er dem Fremden folgen sollte, um ihn nicht zu verlieren. <<

Sein Blick hing weiterhin am Rücken des anderen, während dieser still vorauslief. Je näher sie dem Institut kamen und je weiter sie in dieses Gebäude hineingingen, umso mehr gierige Blicke konnte man von anderen Wissenschaftlern auffangen, die ihr Interesse an dem Schwarzhaarigen damit zu Tage brachten. Um also zu verhindern, dass einer seiner Kollegen ihm den guten Fang vorher wegschnappen würde, näherte er sich dem Fremdling bis auf einen Meter Distanz. Offensichtlich kannte dieser den Weg zu den Laboren, denn der Blauhaarige musste ihn nur einmal auffordern stehen zu bleiben, damit er das verschlossene Labor, dass er sein Eigen nannte, aufsperren konnte, um ihn anschließend in den großen Raum zu begleiten [//out: hatte die Erlaubnis].„Setz dich doch“, bot er dem ungefähr gleichaltrigen einen Stuhl an, der sich zusammen mit anderen um einen Tisch versammelt hatte. Er wies ihn mit einer gewisser Kälte in seiner Stimme dazu an – warum sollte er auch freundlich sein? Die Tür hatte er hinter sich noch einmal abgeschlossen, um ein eventuelle Flucht des Versuchsobjekt zu vermeiden. Mit einer gewissen Bequemlichkeit bewegte er sich zu einem der Regale, um diesem eine Spritze zu entnehmen. Zwar hätte er auch einfach seine Fähigkeiten einsetzen können, aber warum sollte er sich auch beeilen? Zeit hatte er genug – mehr als jeder andere. Und der Schwarzgekleidete würde sich wohl an die Zeitverhältnisse des Dämons gewöhnen müssen, immerhin hatte er diesen sozusagen in der Hand. Doch es war nicht das Gefühl der Macht, das ihn da antrieb, sondern einfach die Begierde nach Wissen. Um die Formalitäten für die Akten würde er sich später noch kümmern, auch wenn er dann wohl oder übel nach dem Namen seines Forschungsobjekts fragen müsste. Aber jetzt, jetzt würde er dem fremden Mann erst einmal eine Spritze in den Arm jagen, zumindest sobald dieser Platz genommen hat.

BP: Silas
[>>> geht Silas nach >>> denkt an dessen Worte und seine Reaktion zurück >>> nähert sich mit Silas dem Institut >>> fordert ihn auf stehen zu bleiben >>> schließt Labor auf >>> bietet dem Werwolf einen Stuhl an >>> nimmt Spritze aus einem Regal >>> nähert sich wieder Silas]


Zuletzt von Jesko am Sa 05 Sep 2015, 13:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Do 03 Sep 2015, 18:21

cf: Die Stadt - Außerhalb - Zerstörter Stadtteil

Der Werwolf kannte den Weg zum Institut eigentlich nur rein zufällig. Der Schwarzhaarige hatte ihn in den letzten Wochen entdeckt, es überraschte ihn jedoch etwas – ohne sich äußerlich etwas anmerken zu lassen – dass er grade jetzt auf einen Wissenschaftler getroffen war. Andere hätten sich wahrscheinlich gewehrt und auch Silas hätte es tun können, doch was war der Sinn darin? Immerhin passierte es sowieso früher oder später, dass er zu Forschungszwecken benutzt wurde. Nicht umsonst war er eines der vielen Versuchsobjekten. Seine leeren eisblauen Augen, wanderten kurz zu dem Blauhaarigen. Wieso sollte man jemanden Vertrauen schenken? Kontrolle war doch bei weitem besser! Immerhin bekam er so mit, was der Anwesende für Bewegungen machte, doch im Moment schien Jesko ihm einfach nach zu laufen. Hätte der Andere wohl eine falsche Bewegung gemacht, so wäre der junge Mann wohl auch auf einen Forscher los gegangen. Warum auch nicht? Wehren durfte sich der Blauäugige oder nicht? Seinen Blick richtete er nun wieder geradeaus. Silas fragte sich, was der Blauhaarige wohl an ihm erforschen wollte. War er nicht wie jeder andere Werwolf? Fast wäre die Frage auch über seine Lippen gekommen, doch kam kein Ton aus seiner Kehle. Was sollte es ihn eigentlich interessieren, was der Forscher mit ihm vor hatte? Würde man den Werwolf durch die Forschung wohl dem Tode nahe bringen, würde er sich nicht wehren. Es waren aber auch völlig zwei Unterschiedliche Dinge, wenn man angegriffen oder für etwas benutzt wurde. Natürlich könnte sich der 20 Jährige immer noch verwandeln und abhauen, doch welchen Sinn ergab dies, wenn man wohl die Wächter hinter her schicken würde oder der Wissenschaftler selbst ihn aufhalten würde? So sparte er sich lieber seine Kräfte für etwas anderes.

Die Umgebung der zerstörten Stadt hatte er hinter sich gelassen. Seine Augen sahen keine Asche mehr, geschweige denn zerstörte Gebäude – es war ihm sofort aufgefallen, denn selbst der Geruch hing ihm nicht mehr in der Nase. Sein Blick hatte sich auf ein großes Gebäude gerichtet, dass langsam immer näher kam. Silas hatte nicht mehr viel zu dem Anwesenden gesagt. Was sollte er auch? Gespräche waren genauso unsinnig wie Sterne. Zumal man sowieso nicht wirklich zuhören würde, was eine andere Person zu sagen hatte. Was würde es auch den Schwarzhaarigen interessieren, was jemand zu sagen hatte? Oder was jemand für Sorgen oder Ängste hatte? Es waren doch nur Informationen die man nicht gebrauchen konnte. Schweigsam schielte er kurz noch mal zu den Anderen hinter sich. Man musste einen Unbekannten alles zutrauen, vor allem einen Hinterhalt. Danach richtete er seine Augen wieder in die Richtung des Gebäudes, dass nun nicht mehr soweit entfernt war. Selbst im Institut war er noch nicht wirklich gewesen, deshalb fragte er sich, wie es dort wohl riechen würde. Vielleicht total nach Desinfektionsmittel und nach anderem Medizinzeugs, wie in einem Krankenhaus? Zudem war es doch auch bestimmt möglich, dass es genauso steril wie wie in einer Klinik aussah. Vorstellen konnte es sich der Werwolf gut und davon überzeugen, würde er sich wohl oder übel sowieso müssen.

Nun als er nun vor dem Institut war, trat er ein. Seine emotionslosen Augen, ließ er kurz umherschweifen. Wie schon vermutet ähnelte es einer Klinik. Selbst der Geruch, was Silas weniger gefiel. Es war einfach unangenehm diesen Duft einzuatmen. Er spürte regelrecht die Blick der anderen Wissenschaftler. So interessant war er nun auch wieder nicht. Immerhin gab es doch viele Werwölfe oder etwa nicht? Was war also so anziehend an ihm für Forscher? Wie oft er auch darüber nachdenken mochte, fand er keine passende Antwort darauf. Auf die Blicke der anderen anwesenden Personen, bemerkte er, wie Jesko näher an ihm herantrat. Hatte der Blauhaarige etwa Angst, dass ein anderer Anspruch auf Silas erheben würde? Dem 20 Jährigen sollte es egal sein, immerhin würde es für ihn keinen Unterschied machen, ob es nun Jesko war oder ein anderer. Unbewusst, ging er einfach den Weg, wo er glaubte, dass er richtig war oder besser gesagt, folgte er den Zeichen, die ihn zu den den Laboren führten. War ja offensichtlich wo es hin ging. Der Forscher, der ihm dicht auf den Fersen war, musste ihn kein einziges mal korrigieren. Erst als es um den richtigen Raum ging, hielt ihn der Blauäugige auf. Kooperativ blieb Silas stehen und wartete bis der Forscher die Tür zu seinem Labor aufgesperrt hatte. Ohne einen Aufstand zu machen, trat er in den Raum ein. Nur flüchtig sah er sich um, denn es war für ihn nicht von Bedeutung, was sich hier alles befand.
Der Schwarzhaarige hörte nun den anderen sprechen. Er sollte sich setzten? Kurz dachte er darüber nach, obwohl ein Widerstand sich jetzt wohl nicht mehr lohnen würde. So setzte sich der Werwolf hin. Den Anderen ließ er nicht aus den Augen, auch wenn er sich wohl nicht wehren würde, so verfolgte er den Wissenschaftler mit seinen Augen um immer darauf gefasst zu sein, was als nächstes passieren würde. Der Werwolf fragte sich sowieso, was er hier machen sollte. Er war doch uninteressant, genau wie alles andere auf der Erde, bis auf Pflanzen vielleicht, die waren durchaus interessant.

BP: Jesko

(geht → denkt nach → sieht das Institut → fragt sich wie es wohl von innen aussah → tritt in das Institut ein → sieht sich nur kurz um → folgt den Zeichen, die zu den Laboren führten → lässt Jesko den Raum aufsperren → geht hinein → überlegt kurz ob er sich setzten soll → setzt sich → lässt Jesko nicht aus den Augen)
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Sa 05 Sep 2015, 14:28

Sein Vorhaben zauberte ihm ein schmales und schwaches Lächeln ins Gesicht, als er sich mit stummen Schritten zu den Stühlen und dem Tisch bewegte, an die er den anderen verwiesen hatte. Offensichtlich hatte sich der fremde Mann seiner Bitte angenommen, denn er saß nun tatsächlich auf einem der vier Stühle. Aber keinesfalls zeigte er Angst oder die Ungewissheit vor dem, was kommen würde. Es war der übliche Gesichtsausdruck, der Jesko schon bei ihrer ersten Begegnung aufgefallen war. Vermutlich war es diesem wohl egal, was er machen würde. Und dabei gehörte der Forscher gar nicht zu denen, die so von ihren Zielen besessen sind, dass sie absolut alles dafür geben würden, sie zu erreichen. Und diese Sorte Forscher war im Institut nicht selten anzutreffen. Viele legten ihre Versuchsobjekte in Ketten, einfach um zu verhindern, dass sie den Versuch einer Flucht wagen würden, während andere an Tische gefesselt wurden oder mit sonstigen Waffen bedroht wurde. Es gibt viele Möglichkeiten jemanden unter Druck zu setzen, ganz egal, um welche Art von Druck es sich handelt oder worum es überhaupt geht. Schließlich interessiert einen Forscher ja nicht nur das eine, auf das er sich spezialisiert hat, sondern auch persönliche Daten eines Versuchsobjektes. Zwar hatte sich Jesko bereits vorgenommen, später darauf einzugehen, wobei diese Entscheidung durchaus eine Gefahr für ihn sein könnte. Immerhin sollte er wenigstens wissen, was der Schwarzhaarige für Fähigkeiten besitzt, damit er sich bei einem eventuellen Angriff besser verteidigen könnte, um die Schwächen des anderen in Erfahrung zu bringen. Allerdings würde der Zwanzigjährige trotzdem versuchen, einen Kampf zu vermeiden, geschweige denn den anderen zu töten, was ihm als Forscher zwar erlaubt war, aber trotzdem nicht zu seinem Charakter passte. Vielleicht wäre es wohl das Beste, wenn er es mit der gewöhnlichen Masche probieren würde, warum sollte er auch seine Taktik ändern?
Das Lächeln war inzwischen geschwunden, aber auch seine Augen suchten nicht nach dem anderen. Er hätte ja auch keinen Grund dazu, den anderen eines Blickes zu würdigen. Im Grunde genommen durfte er ja mit ihm machen was er wollte. Und somit existierte für ihn auch kein Grund, den Schwarzhaarigen im Auge zu behalten. Eigentlich hätte er sich vorher sogar noch was zu essen machen können, aber auch wenn er genug Zeit hatte, so wollte er die Grenze nicht überschreiten. Was würde es ihm auch bringen? Nur einige Sekunden mehr, in denen er das Versuchsobjekt hätte beobachten können, um etwas mehr über dessen Charakter in Erfahrung zu bringen. Doch dieser schien jetzt schon nahezu gar nichts, das interessant genug wäre, den Dämon zu interessieren, zu beinhalten. Das wichtigste konnte man auch so ablesen; Emotionslosigkeit, Pessimismus, Gleichgültigkeit. Vermutlich würden alleine diese drei Worte ausreichen, um in seinem Bericht etwas über das Verhalten des Wesens zu erwähnen. Und somit war dieses Thema auch gegessen, weshalb sich Jesko nun wieder auf den schwarzgekleideten Kerl fixierte. Dieser saß immer noch auf den Stuhl und schien den Forscher nicht aus den Augen zu lassen. Doch dieser ließ sich von dem starren Blick nicht beirren, sondern setzte sich einfach auf seinen Drehstuhl, der nur wenige Zentimeter entfernt seinen Platz fand. Der Blauhaarige hatte sich nicht die Freiheit genommen, seinen Kittel anzuziehen, warum auch? Ebenso wenig bewegte er sich auf dem Drehstuhl, wie es für Wissenschaftler – insbesondere Ärzte – üblich war; nämlich breitbeinig, mit ernstem Blick und dem Versuch sich möglichst elegant über den Boden zu rollen. Jesko setzte sich nämlich einfach normal und in einer bequemen Position auf den Stuhl, ehe er sich am Tisch entlang zu dem Versuchsobjekt zog. Die Spritze bohrte mittlerweile ein Loch in seine Hand, das Desinfektionsmittel, das er unterwegs in die andere genommen hatte ebenso. Und als er nahe genug an dem Schwarzhaarigen saß, schob er einfach den rechten Ärmel der Weste des Versuchsobjekts hoch und gab etwas von dem Desinfektionsmittel auf den Arm. Anschließend schob er ohne zu zögern oder jegliche Vorwarnung die Nadel in die Haut des Schwarzhaarigen, und erzeugte durch Ziehen den nötigen Unterdruck um sich eine Blutprobe zu nehmen. Dann entfernte er die Nadel wieder und stand auf, um die Probe beiseite zu legen. Mehr brauchte er im Moment eigentlich auch nicht – das heißt außer den Informationen für die Akten. Wohl oder übel musste er also nun den Mund aufmachen. „Die Vorschriften verlangen nach deinem Namen, deinem Alter und deiner Rasse. Es tut mir Leid, aber wies aussieht hast du keine andere Wahl, also?“, sagte er, ehe er sich einen Kulli und seinen Notizblock nahm. Er ahnte schon, dass der Fremde Widerstand leisten würde, darum hatte er auch nicht erwähnt, dass die Blutprobe für den Moment noch alles war. Aber egal, wie der Schwarzhaarige antworten würde, er würde diesen Raum nicht verlassen, bevor er die nötigen Daten nicht genannt hatte. In diesem Fall kostete es ausnahmsweise was es wolle.

BP: Silas
[bewegt sich zu Silas >>> denkt nach >>> setzt sich >>> „rollt“ zu Silas >>> nimmt ihm Blut ab >>> weist ihn auf die Vorschriften hin]
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   So 06 Sep 2015, 18:06

Pflanzen waren überhaupt die einzige Lebensform, die ihn wirklich interessierte. Es war überhaupt die einzige Lebensform, der er gerne Aufmerksamkeit schenkte. Immerhin störten sie nicht wirklich, geschweige denn fingen sie an zu sprechen oder sonstiges. Dahingegen waren andere Lebewesen einfach nur nervig oder besser gesagt, es nicht Wert ihnen irgendwie Achtung zu schenken. Man konnte fast behaupten, dass der 20 Jährige Pflanzen vielleicht auch bevorzugte und es war egal was andere für Kommentare dazu abgaben. Es war doch nicht wirklich sein Problem, wenn man es nicht akzeptierte, dass er sich eben am besten mit ihnen beschäftigten konnte, als mit anderen Personen zu kommunizieren. Zumal er eben einfach nicht gerne sprach und schon gar nicht anderen zu hörte. Der Werwolf war eben alles andere als sozial. Keiner, wirklich keiner konnte ihn wahrscheinlich ändern. Selbst seine Eltern waren an ihm verzweifelt, als er noch ein Kind war. So unsozial wie Silas war, so sozial war sein großer Bruder Neil. Noch heute kam leichte Wut auf, als er an seinen tollen großen Bruder denken musste, mit dem er ständig verglichen wurde. War eigentlich nicht jeder ein Individuum? Sollte man nicht jeden so akzeptieren wie er war? Darüber dachte nun grade die richtige Person nach, immerhin akzeptierte der Schwarzhaarige keinen in seiner Nähe wirklich. Äußerlich merkte man meinen keinen Unterschied – es war nicht mal eine Augenbewegung wahrzunehmen. Wieder einmal war er fast einer Statue gleich. Emotionslos und ohne jegliche Bewegung. Ganz anders als in seiner animalischen Gestalt, wo der Blauäugige zunehmend aggressiv wurde und ohne jegliche Vorsicht einen potentiellen Gegner angriff.
Langsam fokussierte er seinen Blick auf den Anderen. Der junge Mann sollte nicht ständig nachdenken, zumindest nicht in dieser Situation, es war doch viel wichtiger – nun gut es war auch nicht wirklich wichtiger – was der Anwesende vor hatte. Wobei man ja bloß eins und eins zusammen zählen bräuchte. Sicher war er hier zu Forschungszwecken, auch wenn er nicht wusste zu welchen, aber es war eben sein Schicksal, von Wissenschaftlern “Auseinander genommen“ zu werden. Andere würden sich wohl wehren, egal ob Forschungsobjekt oder nicht. Sinnlos!

Dennoch könnte oder müsste sich Silas auf vieles einstellen. Es könnten sicher auch Ketten zum Einsatz kommen, mit denen er festgebunden wurde. Vielleicht würde man ihn auch zwingen sich zu verwandeln, wobei ihm dann die Frage auf käme, ob man hier noch keinen Werwolf in seiner wahren Gestalt gesehen hätte. Sicher gab es hier und da kleine Unterschiede, doch die waren doch kaum merkbar oder? Er konnte sich einfach nicht vorstellen, was genau sie dabei herausfinden wollten. Wenn der 20 Jährige ein Wissenschaftler wäre, würde er wohl die seltenen Rassen, von denen es nicht mehr viel gab oder schon immer wenige gab, erforschen. Oder er würde nur den ganzen Tag im Labor sitzen und irgendwelche Bücher über Pflanzenkunde lesen.
Was brauchte Jesko eigentlich so lange, um irgendetwas an Silas zu machen? Es gab ja nicht viel, was man bei einem Werwolf wirklich herausfinden konnte. Möglicherweise, war sich der Blauhaarige aber vielleicht auch nicht sicher, was genau er zu erst über den Werwolf erfahren wollte, allerdings war er sich da nicht sicher, immerhin musste man als Forscher doch wissen, über was man zu erst Ergebnisse habe wollte. Es war seltsam, immerhin stellte man sich einen Wissenschaftler doch äußerst organisiert vor, immer wissend darüber, was er als nächstes tat. Doch wäre es auch möglich, dass dieses Exemplar von Forscher ein totaler Idiot war und wirklich von nichts einen Peil hatte. Der ein oder Andere in diesen Beruf war sicherlich so, dass er keine Ahnung von dem hatte, was er wirklich machen wollte. Aber nun gut, das konnte er nun nicht wirklich beurteilen und ehrlich gesagt, wollte er es nicht wirklich wissen.
Was ihm jetzt auffiel war, dass der andere nicht einmal einen Kittel trug. Wie uninteressant... Wollte man denn mit diesem Kittel eigentlich nicht ein bisschen angeben? Es war doch so, dass man, genauso wie wenn man Psychologe oder Arzt war, etwas besseres war? Zumindest besser als ein Versuchsobjekt. Aber gut, es war jedem das seine.

Während er sein Gegenüber leicht musterte, viel ihm die Spritze in der Hand des Anderen auf. Es schien fast so, als sei der Werwolf für kurze Zeit zu sehr in seine eigene Welt abgetaucht gewesen, dass er nicht einmal gemerkt hatte, dass der Blauhaarige eines dieser Dinger geholt hatte. Mit einem etwas skeptischen Blick verfolgte der junge Mann mit seinen Augen, was Jesko machte. Es war nicht so, dass er wirklich Interesse zeigte, es war viel mehr die Frage, in welcher Sparte der Wissenschaftler arbeitete. Immerhin gab es so viele Sachen zu erforschen. Konnte man es nicht auch schon fast so bezeichnen, dass der Werwolf selbst Pflanzen erforschte? Immerhin gab es viele Dinge die Pflanzen machen konnten von der Heilung bis zur Beruhigung. War doch bei weitem Interessanter als alles andere. Nun beobachtete er mit seinen eisblauen Augen, wie Jesko den Ärmel des Schwarzhaarigen hinauf schob. Es schien fast so, als würde er Blut abnehmen wollen. Ein tiefes knurren entkam seiner Kehle, als der Forscher ihm etwas unsanft die Nadel unter die Haut schob. Klar in den Augen dieser Berufsgruppe war nur ein Objekt, mit dem man alles machen konnte. Dennoch schenkte er diesen Gedanken keine weitere Aufmerksamkeit. Kurz starrte er mit seinen Augen auf seinen Arm, als Jesko die Nadel wieder herausnahm. Alle erdenklichen Informationen befanden sich in der roten Flüssigkeit. Der Wissenschaftler würden jedenfalls das Erfahren, was er wissen wollte.

Die neu gewonnene Stille wurde je zerstört, als sich sein Gegenüber wieder zu Wort meldete. Was die Vorschriften verlangten, war dem 20 Jährigen egal. Er wollte seine Identität nicht weitergeben. Wieso wollte er seine Rasse wissen? Hatte er dazu nicht das Blut? “Es ist mir egal was die Vorschriften verlangen.“, meldete sich nun seine raue Stimme zu Wort. Jesko könnte also lange warten, bis der Werwolf über sich etwas preisgab. Da würde wohl auch keine Gewalt helfen. “Zudem...brauchen sie nur mein Blut untersuchen, um herauszufinden, was für ein Wesen ich bin.“ Während er dies sagte, zog er seinen Ärmel wieder hinunter. Könnte es auch nicht sein, dass der Andere wissen wollte, wie schnell er sich provozieren ließ? Immerhin hatte er seinen Namen doch schon vorhin nicht gesagt, weil er nicht wollte – zumal er dies nie machen würde.

BP: Jesko

(denkt nach → bemerkt das Jesko keinen Kittel an hat → mustert sein Gegenüber und bemerkt die Spritze in der Hand → denkt erneut nach → sagt etwas)

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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Di 08 Sep 2015, 15:19

Genervt ließ der Forscher die angehaltene Luft aus seinen Lungen entweichen. Sein Brustkorb senkte sich, sein Blick fiel mit jeder Sekunde um wenige Zentimeter, bis er den Boden erreicht hatte. Er war grau, an manchen Stellen auch blau und hatte etwas futuristisches an sich. Nun ja, zumindest hätte man es vor einigen Jahren noch so bezeichnet, heutzutage war es etwas vollkommen normales, auch wenn er trotzdem davon überzeugt war, dass die Wissenschaftler hier in Glass Dome nur mit der besten Technologie ausgestattet waren. Zumindest wenn man sich im Forschungstrakt umschaute. Alle anderen Bereiche hatten Jesko ja auch nicht zu interessieren und somit hielt er sich dort auch so wenig wie möglich auf. Aber auch generell war der Dämon nicht immer im Institut anzutreffen, schließlich hat er auch noch einen Job in der Schule, der nervenaufreibend genug ist und ihm seine kostbare Zeit stiehlt. Aber irgendwo machte er ihn auch gern und das ist doch auch die Hauptsache daran.
Sein Blick hob sich wieder, als er den Notizblock und den Kugelschreiber wieder auf der Ablage, wo die ganzen Chemikalien und Proben standen, platzierte. Es hätte ihn auch gewundert, wenn er mit ein paar einfachen Sätzen den Fremden dazu gebracht hätte, etwas über sich preiszugeben. Seine Arme in ein Kreuz legend, setzte er zu einer neuen Antwort an, nachdem der andere seinen Ärmel wieder in die gewünschte Position gebracht hatte. „Schon, aber das dauert halt einige Stunden. Maschinen und Geräte sind eben auch nicht immer schneller als Menschen. Es liegt also in deiner Hand, wann du hier verschwinden kannst“, entgegnete Jesko und stütze sich mit seinen Handflächen nun auf die Ablage. Offensichtlich glaubte der Schwarzhaarige, dass ein Blick auf das Blut unter einem Mikroskop genügen würde, aber dem war nicht so. Die Rasse und Eigenschaften eines Wesens kann man nur mit einer ausführlichen Analyse der Desoxyribonukleinsäure (DNS), bestimmen, was mithilfe eines Mikroskops unmöglich ist. Und auch wenn der Forscher zwar die Möglichkeit hatte, diese Analyse vorzunehmen, so würde es nach seinen Worten eine gewisse Zeit dauern. Und solange er nichts über die Rasse des anderen wissen würde, könnte er nicht an ihm experimentieren, da er ja nicht weiß, worum es sich handelt. Und eigentlich hätte Jesko ja auch im Datenraum des Instituts nachsehen können, immerhin waren bestimmte Bereiche für die Wissenschaftler zugänglich, nur wusste er nicht welche es waren und ob es diejenigen waren, die ihm die nötigen Informationen beschaffen würden. Außerdem mied er diesen Raum für gewöhnlich, aber momentan schien es der einzige Weg zu sein, an diese Informationen zu kommen, immerhin ahnte er schon, dass nichts und niemand das Forschungsobjekt umstimmen könnte. Und ob es ihm nun gefiel oder nicht, er würde den Fremden wohl einige Minuten hier alleine lassen müssen, was er im Endeffekt auch tat. „Es gibt aber auch andere Mittel und Wege, seine Ziele zu erreichen.“ Und kaum hatte der Blauhaarige diese Worte gesprochen, schnappte er sich seinen Schlüssel und machte sich auf den Weg zum Datenraum, nachdem er die Tür hinter sich abgeschlossen hatte. Es wäre sinnlos gewesen, wenn er dem Versuchsobjekt gesagt hätte, er solle nichts anrühren oder auf ihn warten. Immerhin sollte dieser von alleine wissen, was man alles gefährliches in einem Labor anstellen kann, zumal es abgesperrt ist. Und Fenster gibt es auch keine; zumindest keine, durch die man abhauen könnte. Warum sollte er sich also Sorgen machen?

– Ein paar Minuten später –


Kein Ton kam aus seiner Kehle, als Jesko das Labor wieder betrat. Auch wenn er alles herausgefunden hatte, was er wissen wollte, so machte er einen seriösen Eindruck. Vermutlich wollte er einfach, dass der andere dachte, dass sein Versuch fehlgeschlagen war, was ja aber nicht der Fall ist. Der Name des nun nicht mehr fremden Mannes war Silas. Er hat dasselbe Alter wie der Forscher und ist ein Werwolf. Dass er männlich ist, ist dem Forscher zwar schon vorher bewusst gewesen, aber wie heißt es nochmal so schön? „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Nur, dass diese Tatsache eben nicht auf Vertrauen beruhte, sondern auf einfachen Vermutungen, aber es war ja auch irgendwo dasselbe. Sein Blick richtete sich auf den Werwolf, ehe er etwas sagte. „Muss ich dich auch noch zu einer Verwandlung zwingen, oder machst du es von alleine. Und lass das Sie weg, wir kommen auch so klar, immerhin kennen wir uns ja jetzt beim Vornamen, Silas.“ Keinesfalls wollte er damit eine gewisse Überlegenheit ausdrücken oder nach Applaus verlangen. Es war einfach nur ein Fakt.

BP: Silas
[denkt über seine Optionen nach >>> legt den Block und den Kugelschreiber weg >>> hört Silas Antwort >>> sagt etwas >>> denkt erneut nach >>> geht zum Datenraum und sucht Infos >>> kommt zurück >>> sagt etwas]

//out: Ist nicht ganz so gut geworden, sry dafür.
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   So 13 Sep 2015, 16:27

Mit seinen eisblauen Augen ließ er den Wissenschaftler nicht aus den Augen. Das erinnerte ihn wieder an das Mädchen, dass ihn Stalker genannt hatte, nur deren Name fiel dem Werwolf nicht mehr ein. Dabei bemerkte er wie der andere zu Boden sah. Das graue Ding musste ja äußerst interessant für Jesko sein. Was plante der Anwesende denn als nächstes? Es war ja schon irgendwie schade, dass manche Personen nicht durchschaubar waren. Vielleicht sollte er sich einfach auf seine animalischen Instinkte verlassen? Immerhin waren diese am besten ausgeprägt und misstrauen würde ja kaum schaden. Natürlich müsste er aufpassen, dass er sich dadurch nicht komplett in einen Werwolf verwandelte. Könnte ja sein, dass es passierte, wenn er sich zu sehr seiner inneren Bestie hingab. Wobei...sollte es ihm nicht eigentlich total egal sein, was dann mit dem jungen Mann, der ihm Gegenüber saß, passierte? Silas verschwand keinen weiteren Gedanken daran, sondern konzentrierte sich erneut auf den Forscher, der einen Notizblock und einen Kugelschreiber auf einer Ablage platzierte, auf der viele Dinge standen und der Schwarzhaarige wollte gar nicht wissen, was sich dort für Flüssigkeiten oder anderes Zeugs, befanden. Bezüglich seines Namen und seiner Fraktion schwieg er weiterhin. Brauchte ja niemand wissen. Die einzige die es wohl wusste, war die fremde Wölfin, gegen die er gekämpft hatte. Nun gut, diese hatte er seitdem auch nicht mehr gesehen. War aber auch egal. Der 20 Jährige verschränkte nun seine Arme vor seiner Brust um die Desinteresse gegenüber der ganzen Situation, noch zu unterstreichen. Nun hörte er, in dem eigentlich stillen Raum, wie der andere Anfing zu sprechen. Wieder war die angenehme Stille verschwunden. “Egal, wie oft Sie mich noch fragen werden, ich werde keine Antwort geben.“ Was interessierte es ihn, ob das Stunden dauern würde oder nicht? Jesko wollte doch wissen, was er war und niemand anderes, also könnte er sich doch sicherlich auch ein paar Stunden gedulden können oder? Warum war sein Gegenüber auch so darauf aus, seine Rasse zu erfahren? Klar, er war Forscher, aber grade die Rasse?

Da der Anwesende mit dem er mitgegangen war, wieder verstummt war und anscheinend immer noch darauf wartete, bis der Werwolf antworten würde, ließ er den Blick im Labor umherschweifen. Es sah eben aus wie ein typisches Labor: Reagenzgläser, Mikroskope, Bücher und noch andere Sachen, die ihn aber für ihn keine Bedeutung hatten. Nun wandte er seine emotionslosen Augen wieder zurück zu dem Wissenschaftler. Erneut meldete sich dieser zu Wort. Eigentlich hätte der Werwolf etwas anderes erwartet, als Jesko diese Aussage machte. Silas war ein Forschungsobjekt, er hätte ihn doch einfach nur provozieren brauchen. Dann hätte der Andere, der grade seinen Schlüssel nahm und aus dem Raum ging, auch erfahren was genau er war. “...“ Schweigend blickte er ihm nach. Was auch immer der Wissenschaftler nun holen mochte, es erschien dem Blauäugigen so, als wäre der Andere nur etwas zu bequem gewesen, es schon vorher zu holen. Er konnte nur vermuten, dass es um seine Person ging. Silas konnte sich gut vorstellen, dass bestimmt eine Akte über ihn existierte. Während Jesko nicht im Raum war, hätte er sich hier in aller Ruhe umsehen können, immerhin gab es hier bestimmt was, was man brauchen konnte. Doch im Gegensatz zu anderen, die hier wahrscheinlich neugierig herumschnüffeln würden, blieb der Schwarzhaarige sitzen und sah sich nur mit seinen Augen, etwas flüchtig um.

Es vergingen Minuten, als Jesko wieder zurück kam, sah Silas kurz in die Richtung des jungen Mannes. In der Hand schien er nichts zu halten, also hatte sich dieser nur die Informationen die es über den Werwolf gab, durchgelesen. Ein Werwolf musste ja so interessant sein, dass man sich ohne jegliche Notizen alles merken konnte. Eine Zeitlang herrschte noch Stille im Raum, ehe der Forscher anfing zu sprechen. Jetzt wollte er auch noch, dass er sich verwandelte? Zuerst schwieg er noch. “Was ist an einem Werwolf so interessant?“ Es war ihm egal, ob er nun seine Art damit verraten hatte oder nicht, der 20 jährige hatte einfach keine Lust darauf sich ohne wichtigen Grund zu verwandeln. Der Anwesende würde sich also erneut etwas einfallen lassen müssen, damit sich der Schwarzhaarige verwandelte. Konnte es nicht einmal ein Wissenschaftler akzeptieren, was ein Forschungsobjekt wollte und was nicht? “Ich sehe aus, wie jeder andere Werwolf.“ Ob Jesko wohl Lust darauf hatte, gefressen zu werden? Kurz überlegte Silas. Vielleicht sollte er einmal Gnade haben? Immerhin regte ihn der Forscher sowieso schon auf. Zudem war es das Verschulden des Wissenschaftlers, wenn etwas passieren sollte. Nun erhob sich der Blauäugige aus dem Stuhl. “Du bist selbst Schuld wenn was passieren sollte.“

Bevor er sich jedoch noch in den Verwandlungsprozess wagte, schob er den Stuhl etwas weiter weg. Kurz sah er sich noch einmal im Raum um, denn Sinn verstand er selber nicht und konzentrierte sich kurz darauf auf sich selbst. Knochen fingen an zu knacken, sein Brustkorb erweiterte sich, seine Kopfform veränderte sich und Fell wuchs auf seinem Körper. Innerhalb von ein paar Minuten war nichts mehr von seiner menschlichen Gestalt übrig. Jegliches menschliches war verloren gegangen, selbst der menschliche Verstand. Ein knurren entfuhr der Kehle des Werwolfes. Mit gefletschten Zähnen und einer aggressiven Haltung, ging er auf den Forscher zu.

BP: Jesko

(starrt Jesko an → denkt nach → sagt etwas → sieht sich im Labor um → schweigt → blickt Jesko nach, als dieser den Raum verlässt → sieht sich erneut im Labor um → denkt darüber nach, wie interessant Werwölfe sein müssen, als Jesko wieder im Labor ist → spricht → verwandelt sich)
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Mo 14 Sep 2015, 18:18

Kaum hatte er den anderen zum ersten Mal bei dessen Vornamen angesprochen, gab dieser mit dem üblichen Gesichtsausdruck eine Antwort von sich. Es war eine recht ausgeprägte Monotonie, die die Gesichtsmuskeln des anderen zierte, aber nach einer Zeit konnte sie – wie Jesko fand – einem auf die Nerven gehen. Ständig dasselbe Gesicht, durchgehend die gleiche Einstellung – wurde das nicht irgendwann langweilig? Für den Betrachter vielleicht schon, aber für Silas nicht. Eigentlich wäre der junge Mann ein viel besserer Fang für einen Forscher, der sich mit der Verhaltenspsychologie auseinandersetzte. Aber bei Jesko war dies nun mal nicht der Fall. Es wäre aber auch falsch zu behaupten, dass er sich nicht für dieses Thema interessierte. Eigentlich war er auch etwas damit vertraut, wenn auch nicht viel. Es hatte was, wenn man sich auch die Akten anderer Forscher durchlesen konnte, nur um zu sehen, wie weit sie mit ihren Forschungen sind. Das Archiv war eigentlich recht voll, fast schon zu voll, aber es gehörte vielleicht ein Achtel der Berichte zu den beendeten Forschungen. Und von denen gehörten wiederum 75% zu den Berichten, die brauchbare Resultate beinhalteten. Eigentlich gab es so vieles, mit dem man sich beschäftigen könnte. Und es wäre eine dumme Annahme, dass es möglich wäre, irgendwann einmal alle Geheimnisse dieser Welt entdeckt zu haben. Ein Wunder, dass die Welt überhaupt schon so weit gekommen ist... Zu vieles existiert, dass seine Antwort in der Wissenschaft findet. Doch anzunehmen, dass es für alles eine wissenschaftliche Erklärung gibt, ist unmöglich. Die meisten Forscher glauben zwar, dass es so ist, aber der Dämon nicht. Zwar streben die meisten von ihnen – Jesko ausgeschlossen – das Ziel an, eine Erklärung für die Fähigkeiten der verschiedenen Forschungsobjekte zu finden, aber das muss ja nicht zwingend heißen, dass es nicht etwas anderes gibt, dass sich nicht erklären lässt. Außerdem wollen manche Forscher auch einfach nur einen Weg finden, die Kräfte der Versuchsobjekte auf andere zu übertragen. Ein interessanter Gedanke wie der junge Mann fand, immerhin beschäftigte er sich indirekt auch mit diesem Thema. Und auch wenn es nicht sein Spezialgebiet war, irgendwo in der hintersten Ecke seines Gedächtnis, speicherte er die Notiz ab, sich dazu später etwas aufzuschreiben. So zum Beispiel der Fakt, dass man erst einmal herausfinden müsste, woher die Kräfte kommen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte im Vergleich zu seinen Forschungen an dem Schwarzhaarigen.

Inzwischen hatte der Forscher gar nicht mehr bemerkt, wie Silas weitergesprochen hatte. Auf einmal war alles scheinbar unwichtig. Manchmal sind Gedanken schon ein lästiger Fluch. Allein die Tatsache, dass es unmöglich ist, an nichts zu denken. Und wenn man dann noch so sehr vertieft in seine Gedanken ist, wie es für Jesko normal ist, dann kann diese Angewohnheit durchaus zum Verhängnis werden. Es ist nicht einfach, wenn man sich bei jeder erdenklichen Gelegenheit von seiner Umwelt ablenken lässt, wenn jeglicher Sinn für die Gegenwart wie von einem schwarzen Loch absorbiert wird. Eigentlich gibt es ja nichts vollkommen oder vollends schlecht ist. Jeder der daran zweifelte würde wohl in Jesko seine Antwort finden. Immerhin ist die aktuelle Situation nicht gerade die ungefährlichste. Und auch wenn er die Erlaubnis hatte, das Versuchsobjekt zu töten, so wollte er es nicht. Töten lag einfach nicht in seiner Natur. An sich ist das ja auch kein Problem und wenn es aus Notwehr geschehen würde, dann hätte er ja auch keine andere Wahl gehabt. Aber so skrupellos zu sein, dass man tötet, nur für ein paar – im Vergleich zu einem Leben – lausige Daten oder Erkenntnisse, die die Welt enorm voran bringen könnten? Nein, das würde er nicht tun.
Ein seltsames Geräusch warf den Dämon achtlos, wie man es in bestimmten Situationen mit Kleidungsstücken tat, aus seinen Gedanken, zurück in die Realität. Es war eine Art Knurren. Und ehe sich Jesko versah, stand ein Wolf vor ihm; ausgewachsen, wuschiges, leicht dreckiges Fell, mit gefletschten Zähnen und dem bereits erwähnten bedrohlichen Knurren. Sollte er Angst haben? Sollte er weglaufen? Oder sollte er seine Fähigkeiten einsetzen? Was auch immer Silas zuvor gesagt haben musste, es konnte nichts friedliches gewesen sein. Vorsichtig machte der Forscher einen winzigen Schritt zurück, dann noch einen. Es war nicht sein Verstand, der binnen Sekunden über seine Nerven diesen Befehl an seine Beine gesendet hat, eher so etwas wie ein Reflex oder Instinkt, das Verlangen danach, sich selbst zu schützen, das eigene Überleben zu sichern. Schweiß machte sich auf seiner Stirn breit. Jesko konnte es sich selbst nicht erklären. Hatte er da gerade etwa Angst vor einem Wolf? Einem harmlosen Wolf, der einen Verstand wie ein Mensch besitzt? Der nicht jedes dahergelaufene Kaninchen töten würde? Oder, der nicht den Mut hätte einen Forscher zu töten? Der Blauhaarige spürte wie sein Herz in seine Hose rutschte, während es dennoch durchgehend gegen seine Brust hämmerte. Doch seine Gedanken fanden ein Ende, als er mit dem Rücken gegen die Ablage stieß, wo die unzähligen Bechergläser und Kolben aufgereiht waren. Gott sei Dank war der erste Kolben zu seiner Rechten nur mit Wasser gefüllt, eine lebenswichtige Substanz, die wohl jedem bekannt sein sollte. Mit zittriger Hand griff er nach dem Gefäß, während er die andere zum Maul des Wolfes hinstreckte, was wohl so eine Art Zähmung sein sollte. Der Mut überrollte den jungen Mann, als er das Gefäß blitzschnell an der Ablage zerschlug. Tausend Splitter verteilten sich im Labor, aber zu seinem Pech wurde der Wolf von keinem getroffen. Immerhin, der Boden war mit den Splittern bedeckt, was ihm den deutlichen Vorteil verschaffte, schließlich war er es, der mit Schuhen bekleidet war. Silas dagegen hatte nur seine Pfoten, die den scharfen Kanten des Glases nicht gefeit waren. Dennoch, es würde ihm nicht viel bringen. Vermutlich hätte es den Werwolf nur darin bestärkt, ihn anzuspringen. Dabei stellte sich natürlich die Frage, wie der Forscher reagieren würde. Würde er ausweichen? Würde er seine Kräfte einsetzen, um den Wolf ein Stück nach hinten zu befördern? Oder würde er es einfach geschehen lassen? Nein! So leicht würde er sich einem Versuchsobjekt nicht geschlagen geben! Besonders nicht diesem! Es hatte schon seine Vorteile, wenn man Dinge allein durch die Kraft seines Geistes bewegen könnte. Ein einzige Handbewegung und er hätte dem Wolf eine Betäubungsspritze reinjagen könnte. Oder aber einfach ein Messer, einen scharfen Gegenstand, eine der Glasscherben! Tief würde er sie in das Fleisch das Werwolfes gleiten, bis sie ihn vollends zerfleischt hätte! Aber irgendetwas blockierte ihn. War es seine Abneigung gegenüber dem Töten? Oder doch etwas anderes? Jesko versuchte die Antwort bei der Bedrohung zu finden, doch die eisblauen Augen des Wolfes irritierten ihn zu sehr. Es war eine unbeschreibliche Augenfarbe! Für einen kurzen Moment schien es, als würde sich der Dämon den Augen seines derzeitigen Feindes hingeben. Doch eine innere Stimme die er bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal gekannt hatte, sagte ihm, dass er es nicht tun sollte, dass er kämpfen sollte. Es wäre gewagt zu glauben, dass die Angst klein bei geben würde! Denn das tat sie nicht. Es schien ein Kampf zwischen Mut und Angst zu sein, bei dem niemand den Sieg davon tragen könnte. Und erst, als erneut alles verloren schien, rief er sich einen Spruch in sein Gedächtnis zurück, der ihm schon einmal das Leben gerettet hatte. „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Sondern Mut ist die Erkenntnis, dass es etwas viel wichtigeres gibt, als Angst.“ Jedes Mal aufs Neue wiederholten sich diese Worte voller Macht in seinen Gedanken, nur um ihm zu zeigen, dass es tatsächlich etwas wichtigeres als Angst gibt. Jesko wusste nicht was er tun sollte, aber am Ende seines inneren Kampfes gab es nur zwei Möglichkeiten; nämlich fortbestehen oder untergehen. Und egal, wie man das unbeschrieben Blatt Papier wenden würde, es wäre immer dasselbe, dass am Ende rauskommt. Ein deutlich lauteres Knurren brachte den Dämon wieder mit einem Zucken am ganzen Körper in die lebensbedrohliche Situation zurück. Sein Blick bewegte sich zögern zu seiner rechten Hand, in der immer noch die Reste des zerbrochenen Kolben ruhten, die scharfen Kanten im künstlichen Licht der Lampe blitzten. Immer noch zitternd, streckte auch diese Hand dem Wolf entgegen. „Komm bloß nicht näher“, befahl er Silas mit einem winzigen Akt des Selbstbewusstseins in seiner Stimme, nicht einmal ein Stottern war zu vernehmen. Aber was sollte er tun, wenn sich der Werwolf seinem Befehl widersetzen würde? Ihn mit dem Glas verletzen? Wenn ja, tödlich? Oder gleich ganz töten? Erstaunlich, dass ein Wolf solche Emotionen in einem Menschen hervorrufen konnte. Vielleicht war dieser Silas ja doch gar kein so schlechter Fang. Vielleicht war er eines der wertvollsten Versuchsobjekte, die auf dieser Gefängnisinsel lebten? Vielleicht würde Jesko dann die nötige Anerkennung bekommen? Doch die Situation war zu absurd, als er diesem Moment auf eine solche Erkenntnis wert legen könnte. Immerhin würde ihn diese Erkenntnis nicht viel weiter bringen. Zu hoffen, dass sich der Wolf beruhigen würde, indem er ihm schmeicheln würde, wäre ebenso absurd! Zumal ein Versuchsobjekt nicht gerade gerne hören würde, dass es eines der begehrtesten ist. Würde das denn nicht automatisch zu mehr Qualen führen? Nun gut, Jesko konnte es egal sein, er wäre ja nicht das betroffene Forschungsobjekt, dafür aber dessen Forscher! Und eigentlich sollte sich Silas glücklich schätzen, dass er an so einen milden Wissenschaftler, wie dieser es war, geraten ist. Immerhin besaß er nicht die nötige Skrupel, um ein Versuchsobjekt bis zu dessen Tod zu quälen. Wobei die Art wie er forschte, immer noch abhängig davon wäre, wie kooperativ das Versuchsobjekt wäre. Und was das betrifft, ist Silas wohl einer der Kandidaten, die es lieber auf die harte Tour möchten, ganz egal wie. Nur der nächste Zug des Wolfes könnte ihn jz noch vor Verletzungen retten, auch wenn Jesko niemals bis zum „Schach Matt“ gehen würde.

tbc: Die Insel – Der Wald – Weg hinter dem Tempel


BP: Silas
[denkt nach >>> überhört Silas >>> bemerkt dessen Verwandlung nicht >>> weicht vor dem Wolf zurück >>> denkt >>> zerschlägt Gefäß >>> denkt erneut >>> bedroht den Wolf mit dem Gefäß >>> denkt über weiteres Handeln nach]

//out: Da ich mehrere Male versucht habe, einen folgenden Post zu schreiben, aber gescheitert bin, habe ich nun (17. Oktober 2015) hier einen Cut gemacht und einen Tbc hingesetzt.


Zuletzt von Jesko am Sa 17 Okt 2015, 17:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   So 20 Sep 2015, 21:11

Nun hatte der Forscher wohl die Situation, die er vielleicht auch schon von Anfang an haben wollte – ein Werwolf in seinem Labor. Anscheinend hatte der Wissenschaftler keine Ahnung worauf er sich ein ließ. Immerhin war es ja nicht gerade Vorteilhaft, jemanden in einem Labor, in einen Wolf verwandeln zu lassen, noch dazu völlig frei und ohne Fixierung. Hatte sein Gegenüber vielleicht keine Ahnung, was es wirklich hieß einen Werwolf vor sich stehen zu haben? Ein Wesen, bei dem nichts mehr übrig vom menschlichen Verstand ist? Das wirklich nur auf die animalischen Instinkte hörte? Silas erinnerte sich nicht einmal mehr daran, wer vor ihm stand. Kein Name, nur noch an den Geruch konnte er sich Wage ins Gedächtnis rufen. Mit seinen eisblauen Augen, die noch an seine menschliche Gestalt erinnerten, fixierten Jesko. Die Ohren des grauen Wolfes, waren leicht zur Seite gerichtet und sein knurren, wurde nur noch bedrohlicher. Speichel tropfte aus seinen Lefzen und auf den grauen Boden des Labors. Ein ungeheures, aggressives Gefühl machte sich in Silas breit. Seine innere Bestie bettelte fast schon darum, sein Gegenüber in Stücke zu zerreißen. Einfach das Fleisch zwischen seinen Zähnen zu schmecken und nicht zu vergessen, den metallisch, süßlichen Geschmack des Blutes im Maul zu haben. Reflexartig, schleckte sich der Graue über sein Maul. Es würde bestimmt ein Festschmaus werden, egal welches Wesen vor sich befand. Es war für die Bestie immer wieder schön anzusehen, wie andere bei seinem Knurren zusammen zuckten, doch noch besser war es, wenn er die Angst roch. Für ihn oder besser gesagt für seine Bestie gab es nichts besseres, als die Angst von anderen Lebewesen. Es war wohl eine seelische Genugtuung für den Werwolf – fast schon konnte man es als Ernährung für die Seele bezeichnen. Durch diese Empfindung wurde er sich bewusst, wie viel Macht er wohl ausstrahlen musste. Und wer bitte, mochte die Macht nicht?

Die Augen des grauen Wolfes ruhten noch immer auf Jesko. Er beobachtete den Blauhaarigen dabei, wie er einen Schritt zurück ging. Ganz klar, roch er auch nun den Schweiß des Anderen. Schien fast so als hätte dieser Angst oder war es nur die Überforderung in dieser Situation? Er ging einen kleinen Schritt auf sein Gegenüber zu. Silas wollte den Anderen dazu bringen, dass dieser Furcht vor ihm zeigte, doch bekam der Werwolf mit, wie der Blauäugige einen Kolben, mit irgendeiner Flüssigkeit darin, zerbrach. Ihn interessierte es kein bisschen, was sich in dem Kolben befand. Selbst wäre es ihm egal gewesen, wenn es irgendeine Säure wäre, doch hätte diese wohl gezischt. Es sollte ihm völlig egal sein, denn es war viel wichtiger sich auf das Lebewesen zu konzentrieren. Jesko hielt ihm das zerbrochene Glas entgegen. Sollte der Werwolf jetzt vor Angst erzittern? Nur wegen Glasscherben, die nun vor ihm auf dem Boden lagen und eben der Andere in der Hand hielt und ihn damit bedrohte? Natürlich wäre sein Gegenüber in Begriff ihn damit zu töten, doch glaubte der Werwolf nicht, dass es soweit kam. Ein erneutes Knurren verließ seine Kehle. Der Graue machte einen Schritt zurück, ließ Jesko allerdings nicht aus den Augen. Man könnte ja nie wissen, was in dem Kopf einer anderen Person vor ging. Eventuell plante dieser ja schon den ultimativen Mord an Silas.

Der Wolf selbst zeigte jedoch keine Angst im Gegenteil, die Haare in seinem Nacken sträubten sich. Seine scharfen, großen Zähne zeigte er dem Blauhaarigen jungen Mann immer noch. Er würde nicht sicher nicht nachgeben. Warum sollte er auch? Nur weil der Andere sich wehren konnte? Dabei würde dieser doch auch seine Fähigkeit einsetzen können, anstatt dieses zerbrochenen Glases. Irgendwie war es ja schon armselig, wie diese Person ihm Gegenüberstand mit einer kleinen Waffe – gut diese könnte man durchaus effektiv einsetzen, jedoch fand er es trotzdem etwas arm. Es wäre wohl ein Kampf der sich nicht wirklich lohnen würde. Wäre doch langweilig, wenn Silas keine wirkliche Herausforderung hätte. Da war ja der Kampf mit der weißen Wölfin noch besser gewesen, da war wenigstens Action gewesen. Doch war er nicht schon lange genug in seiner Werwolfsgestalt? Jesko hatte nun das gesehen, was er wollte oder? Kurz warf er einen Blick zur Tür. Zu seinem Pech, war diese leider verschlossen. Wohl oder Übel musste er sich nun wieder zurück wandeln. Immerhin stellte er es sich nicht einfach vor, die Tür einzuschlagen, zumal auch noch Kameras im Gebäude vertreten waren. Es wäre bei weitem unauffälliger, wenn er diese täte, wobei ein nackter Mann wohl auch nicht zu übersehen wäre. Seine Augen wanderten zurück zu der Person. Der 20 Jährige verwandelte sich zurück in seine menschliche Gestalt. Er stand splitterfasernackt vor dem Wissenschaftler, jedoch zeigte er kein bisschen Scham. Warum auch? Der Schwarzhaarige glaubte nicht wirklich, dass er diesen nochmal sehen würde und wenn, könnte er sich sowieso nicht mehr dran erinnern.

“Du hast meine Gestalt gesehen, ich denke es reicht jetzt.“ Ihm wäre es egal, wie der Anwesende nun reagierte. Es war immerhin nur das Verschulden seines Gegenüber. “Ich werde nun gehen.“ Der junge Mann drehte sich nun in die Richtung der Tür und setzte einen Fuß vor den anderen. Diese öffnete er, kurz drehte er sich noch einmal zu dem anderen um, ehe er aus der Tür ging. Den Gang lief er entlang – er zog genug Blicke auf sich, wegen seiner Nacktheit. Die Blicke der anderen Wissenschaftler störten ihn wenig. Den Weg nach draußen, hatte er ebenfalls so gut gefunden wie rein. Der Blauäugige verwandelte sich erneut, als er einige Meter von dem Gebäude entfernt war und machte sich auf den Weg in Richtung Wald.

tbc: Waldweg

BP: Jesko

(Denkt nach → fixiert sein Gegenüber → denkt erneut nach → sieht die Glasscherben → findet keinen Sinn für nen Kampf → verwandelt sich zurück → verschwindet aus dem Gebäude → verwandelt sich erneut in einen Werwolf)
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Do 24 Dez 2015, 11:46

»Ryze





»Plot 3

»Kapitel 1.2



cf: Die Stadt – Außerhalb – Wasserweg


Leise keuchend ließ sich der schwarzhaarige Junge auf den grauen, von zahlreichen Lichtern blau beleuchteten, Boden eines ihm unbekannten Labors sinken. Es war reine Selbstverständlichkeit, dass die Öffnung im Boden etwas oberhalb des Wasserpegels lag, weshalb er einige Schwierigkeiten dabei gehabt hatte, als er sich erneut aus der klaren Brühe hochhieven musste. Keine Frage – sein Gewicht war in der Gestalt eines Meerwesens um einiges angestiegen; die Flosse ist schließlich viel breiter und länger, als es die gewöhnlichen Beine eines Menschen sind. Natürlich hatte sich das Forschungsobjekt nach einiger Zeit an die unterschiedlichen Gewichtsverhältnisse gewöhnt, war es doch eine vollkommen andere Sache, ob man sich nun an Land oder unter Wasser aufhielt. Somit glichen sich die Masse des Wesens und seiner Umgebung fast grenzenlos aus. Folglich gerät dieses Prinzip aus den Fugen, wenn er sich mit der falschen Gestalt in der falschen Umgebung aufhielt – so, wie es gerade der Fall war. ›Ja ja, das Leben als Teilzeitnux ist nicht gerade das Leichteste‹, meinte er daraufhin in Gedanken zu sich selbst. Sicherheitshalber hatte er lieber einmal die Klappe gehalten; für den Fall, dass sich jemand in dem Labor aufhielt; und solange er weder Sayco, noch einen anderen Gesprächspartner bei sich hatte, reichte es ja auch, wenn er diesen Kommentar zu sich selbst sagte – wobei es mehr ein Denken wie ein Sagen war.
Sich an Land zu bewegen ist wirklich keine leichte Sache, wenn man keine Beine – und keine Zehen – besaß, sodass man an eine verhältnismäßig massereiche Flosse gebunden war, die nur im Wasser beweglich war. Nun gut, weit wollte er auch nicht kommen; lediglich den menschlichen Körper wollte er wieder an sich haben, bevor der Junge mit der Gasmaske hier eintreffen würde. Und als er daran dachte, dass sein neuer Freund eine Gasmaske mit Luftlöchern vor den beiden wichtigsten Körperöffnungen zum Atmen sitzen hatte, wurde ihm doch ein wenig mulmig: Um in das Labor zu gelangen, musste man nämlich für einen kurzen Zeitraum einen kompletten Tauchgang ohne Luftzufuhr durchhalten. Zwar handelte es sich dabei nur um zehn, vielleicht fünfzehn, Sekunden, aber Ryze wusste ja auch nicht, ob der Andere so lange durchhalten würde. Zudem konnte der Andere – zumindest vermutete der Dunkelhaarige es, wissen konnte er ja nicht alles – womöglich unter Wasser nicht so deutlich sehen, wie es bei dem Meerwesen der Fall war, weshalb er sich fragte, ob der Andere den Zugang zum Institut überhaupt finden würde. Andererseits ist die Sauerstoffzufuhr auch dann unterbrochen, wenn man ohne Gasmaske tauchte, was ihn dazu anregte, zu glauben, dass es keinen Unterschied machen würde. Ein böser Fehler, wenn man so wollte, denn das Wasser könnte zwar durch die Luftlöcher ablaufen, jedoch nicht so weit, dass die Mund- und Nasenpartie des vergesslichen Schwarzhaarigen wieder eine Verbindung zur Luft hatten. Aber selbst dann, wenn ihm dieser kuriose Fakt in den Sinn gekommen wäre, hätte er dieses Problem ebenfalls Beiseite geschoben, da er der Meinung gewesen wäre, dass Sayco seine Gasmaske jederzeit abnehmen könne. Da dies nun aber nicht Fall war, lag das Halbwesen weiterhin auf dem Grund des Laborbodens, wo er – in der Hoffnung seine Flosse würde bald verschwinden, damit er das Problem, welches ihm eben noch Sorgen bereit hatte, umgehen konnte, sodass es nicht zu einer Konfrontation käme – zusammen mit Sammy auf den Dritten im Bunde wartete, sich daran erinnernd, wie ihr kleines Wettrennen begonnen hatte:

»Ein Grinsen hatte sich auf das Gesicht des Jungen geschlichen, als er los geschwommen war. Die Worte des schlangenäugigen Versuchsobjektes waren ihm durchaus zu Ohre gekommen, aber der Elan, der Enthusiasmus, sowie die Inbrunst und die Nostalgie, die sich bei dem Gedanken an ein Wettrennen in seinen Kopf geschlichen haben, waren nicht mehr zu bremsen – ganz zu schweigen von Ryze, der sich sicherheitshalber ab und zu umgedreht hatte. Offensichtlich war Sayco auch in das Wasser gesprungen, einen Grund nennend, den sein Freund leider nicht gehört hatte, weil er zu sehr darauf konzentriert war, sich vorzubereiten. Wie ein Fisch schwamm, konnte er dem Jungen mit der Gasmaske immer noch später zeigen, solange sie nur in der Nähe einer größeren Ansammlung von Wasser wären.
Ab und zu drosselte Ryze seine Geschwindigkeit, um sich zu versichern, dass mit Sayco alles in Ordnung war. ›Merkwürdiger Kauz‹, meinte er dabei, als er an seinen neuen Freund dachte. ›Aber nicht merkwürdiger, als ich es bin‹, ergänzte er seine Worte. Und wie sagte man doch so schön? – ›Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung‹? Oder so ähnlich, jedenfalls. Zwar könnte man die Erwähnung dieser Floskel als durchaus berechtigt ansehen, was es jedoch nicht war, da es nicht im Sinne des Dunkelhaarigen lag, sich zu bessern. Mit solchen philosophischen Hinterfragungen gesegnet, fand er den Weg bis zum Institut mit Leichtigkeit; und solange Sayco hinterher käme, gäbe es wohl keinen Grund, sich um irgendetwas auch nur ansatzweise Sorgen zu machen...«

Vollkommen eingelullt von den Erinnerungen an die eben beschriebenen Handlungen, hatte Ryze gar nicht bemerkt, dass er bereits wieder zum Menschen geworden war. Schnell schnappte er sich den kleinen Beutel mit der Kleidung, die vor wenigen Minuten noch seinen Körper bedeckt hatte, und zog sich mit – ja, man könnte fast sagen mit Lichtgeschwindigkeit – die Stoffstücke über den nackten Körper. Dazu schnappte er sich noch seinen besten Freund Sammy und verbrachte die folgenden Sekunden damit, auf Sayco zu warten, welcher hoffentlich bald aus dem bläulich schimmernden Wasser auftauchen würde.



»Postingpartner: Sayco


»Zusammenfassung:
{wartet weiterhin auf Sayco → denkt über das Leben als Forscher nach → denkt darüber nach, wie er Forschungsobjekt wurde → bemerkt, dass Sayco bald kommt → denkt wieder nach → ist erleichtert über die Ankunft des Anderen → hilft diesem, die Maske auszuziehen → zieht sie ihm über den Kopf → drück sie ihm in die Hand → zieht ihn mit in das Labor → staunt}


»Legende:
Handlung
»Sprechen«
›Denken‹
»Sayco spricht«
Ortswechsel
»Rückblende«

© by Jesko | Skyler | Pinkas | Ryze



Zuletzt von Ryze am Mo 28 Dez 2015, 15:55 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Do 24 Dez 2015, 12:28

cf: Die Stadt » Außerhalb » Wasserweg

Ohne Zweifel war dem Jungen mit der Gasmaske bewusst gewesen, dass sein neuer Freund sich viel schneller im Wasser bewegen konnte als er Selbst – wie auch, hätte er daran zweifeln können, wo er doch wusste, dass in seinen Adern das Blut eines Fisches floss, nicht so das einer Schlange, eines Vampiren und eines Magiers. Doch Sayco blieb seinen Idealen Treu und bereute nicht selbst ins Wasser gesprungen zu sein, auch wenn Reisbällchen weit vor ihm schwamm, und sich nur hin und wieder zu dem anderen Forschungsobjekt herum drehte um sich zu versichern dass dieser noch nicht ertrunken war. Denn auch wenn Sayco in seiner Kindheit ein guter Schwimmer gewesen war und seinen Enthusiasmus noch lange nicht verloren hatte, bemerkte er doch die Komplikation die das tragen der Gasmaske mit sich brachte. Immer wieder füllte sie sich ein Stückchen mehr mit Wasser, kaum dass der Schwarzhaarige seinen Kopf ein wenig zu tief gesenkt hatte um schneller zu Schwimmen. Es war wohl ein Wunder das er noch nicht ertrunken war, oder nicht aussah wie ein strampelnder Hund. Unter anderen Umständen hätte ihn der Gedanke kichern lassen, so begnügte er sich hingegen mit einem einfachen, stummen, vielleicht auch etwas dümmlichen Grinsen und ignorierte den Geschmack des Gewässers auf seinen Lippen. Vielleicht glich Sayco ein wenig dem Unkraut den man sonst samt Wurzeln aus dem Beet zog – er würde nicht einfach so sterben, hatte es doch so viele Möglichkeiten gegeben da sein Ableben nur noch weniger Meter, Sekunden vor ihm entfernt gewesen war. Wohl Möglich hatte ihn auch diese Nähe zum Tod so verrückt werden lassen, jetzt kicherte der Junge doch leise vor sich hin. Allein der Tauchgang war viel schwieriger gewesen als der einfache Transport durch das kühle Nass. Er hatte die Luft angehalten, war tiefer hinab geglitten, und hatte nach seinem neuen Freund Ausschau gehalten. Doch das Wasser war dunkel gewesen, trüb und undurchdringlich. Es hatte Sayco an Nebel erinnert – Einzig bis zu seiner eigenen Hand konnte man schauen, wenn man sich denn darauf hinab ließ sie sich vor die Augen zu halten. Aus diesen, gegebenen Gründen, hatte es bei weitem länger gedauert als zehn und fünfzehn Minuten bis das Halbwesen wieder auftauchten. Seine Gasmaske füllte sich weiter mit Wasser, doch er verdrängte den Gedanken dass ihm dieses Problem später noch einmal gehörig Beschäftigen sollte und tastete sich Artig voran, seinen Instinkten lauschend. Ein weiteres Problem bestand in der Art dieses Instinktes – Sayco betrachtete den Thunfisch nicht als Beute, also war er nicht sonderlich erpicht darauf diesen zu erwischen. Und der gute Hörsinn einer Schlange war nicht viel zu gebrauchen in der stille des schwarzen Wassers. Einzig sein Sehsinn konnte ihm weiter helfen, doch sein neu gewonnener Freund war schon lange außer Sichtfeld, an Land wie er vermutete.

Urplötzlich erreichte das Forschungsobjekt die Wasseroberfläche und kletterte ohne großes zögern hinauf auf den festen Untergrund. Er ließ seine Luft entweichen, bemerkte nur am Rande dass er damit ein wenig von dem Wasser entweichen ließ das nur langsam und stetig aus den Luftlöchern rang. Der Junge hob den Kopf, blickte Ryze direkt in die Augen und hätte am liebsten fröhlich los gelacht als ihm bewusst wurde wie viel länger er selbst wohl gebraucht hatte, das sein Freund doch schon wieder trocken war und zehn Zehen besaß. Kein Vergleich mit seiner vollkommen durchnässten Gestalt – doch ihm wurde Klar dass die Sache mit dem Gekicher gar nicht einmal so einfach war und die Luftknappheit ihm ordentlich zu schaffen machte. Schlauerweise senkte er seinen Kopf einfach wieder und verlagerte damit den Schwerpunkt des Wassers das zu etwa 4/5 noch in seiner Gasmaske steckte. Seine Nase blieb untergetaucht, doch mit seinem Mund konnte er hektisch Luft schnappen, auch wenn das bisschen Sauerstoff ihm selbst bald ausgehen sollte. Der Junge lachte, keuchte gleichzeitig vor Luftmangel und wandte sich einige Sekunden später dem Thunfisch mit Zehen zu „Sag Mal Reisbällchen… kannst du… den Verschluss irgendwie auf machen? Haha-ha…“ das schwafeln viel ihm bei weitem nicht mehr so leicht, nun da er den Kopf auf den Boden gerichtet halten musste um nicht zu ertrinken, trotzdem versuchte er es wie es doch auch so typisch für den Schwarzhaarigen mit der Gasmaske war „Ich… krieg ihn selbst nicht auf. Kein Plan…hehehe… Ich glaube ich soll es auch gar nicht auf bekommen weil es ziemlich… gefährlich ist. Kannst du? Bitte? Hihi!“ die Mischung aus Erschöpfung, Wahnsinn und Enthusiasmus war bestimmt interessant mit anzuhören.

Ein wenig frustrierter stellte das Forschungsobjekt fest, dass er sich nicht umschauen konnte solange er dort auf dem Boden kniete. Glücklicherweise kam er nicht blöd oder bescheuert vor. Irgendwie war es Lustig einfach so hier auf seinen Beinen zu sitzen und den Kopf gesenkt zu haben. Er wusste nicht weshalb es ihn schon wieder zum Lachen brachte, denn eigentlich wollte er doch das bisschen Sauerstoff sparen, welches schon jetzt sauer und abgestanden schmeckte wenn er es einatmete. Es reichte bei weitem nicht mehr um sein seine Lungen zu befriedigen. Wieder einmal stellte er fest welch ein Glück er damit hatte auch Teils Vampir zu sein. Denn sah man einmal davon ab das er hin und wieder gerne einmal Appetit auf Blut hatte, ziemlich großen sogar, dann konnte man zum Positiven hinzufügen, dass es nicht ganz so Wichtig war jede Sekunde Sauerstoff einzuatmen. Der Schmerz in den Lungen blieb der eines Menschen der am Ersticken war, doch vorerst würde er nicht so einfach den Löffel abgeben. Wieder kicherte Sayco und wartete auf eine Reaktion seines neuen Freundes.


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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Do 24 Dez 2015, 16:47

»Ryze





»Plot 3

»Kapitel 1.2



Hätte man ihn im Nachhinein gefragt, so hätte Ryze nicht sagen können, wie lange oder wie kurz er auf seinen neuen Freund gewartet hatte. Mehr oder weniger fanden seine Füße mitsamt Zehen, eingepackt in Socken und Turnschuhe, auf dem metallisch aussehenden Boden des Labors ihren Platz, auf wenigen Zentimetern Distanz zum Wasser seiend. Die Geräuschlosigkeit um ihn herum hatte ihn annehmen lassen, dass er alleine in diesem Labor war; nur das Rauschen des Wassers war zu hören gewesen, die salzige Meeresluft zu riechen, das fast schon künstliche ausschauende Blau zu sichten. Tatsächlich hatte der Schwarzhaarige sich keine Mühe gemacht, sich innerhalb des Labors ein wenig umzuschauen, es zu erkunden, sich ein Bild davon zu machen, wo er war. Andererseits war es so nur richtig gewesen: Sie hatten abgemacht, das Labor gemeinsam zu ›erforschen‹, warum also hätte er ohne Sayco loslegen sollen? Natürlich wäre es keine schlechte Idee gewesen, wenn er sich vorher versichert hätte, dass er hier – Sayco mal ausgenommen – alleine war, jedoch war dies nicht das erste Mal, dass er sich im Institut aufhielt, weshalb er genau wusste, dass sich die Meisten Forscher nicht vierundzwanzig Stunden am Tag in ihrem Labor aufhielten, besonders tagsüber. Eine merkwürdige Sache ist das ja schon mit den Forschern: Es scheint als würden sie ihre Arbeitszeiten selbst festlegen, ganz zu schweigen von dem, was sie forschen. Es ist im Prinzip eine Arbeit, die man fast vollkommen frei gestalten kann, denn die eigenen Aufträge erteilt man sich ja selbst. Es wäre ein interessanter Beruf, wenn das Halbwesen genug Wissen besäße, mit dem es etwas anfangen könnte, stört doch nicht zuletzt sein Status als Versuchsobjekt, der dem der Forscher in allen Formen, Varianten und Facetten komplett gegenüber steht. Und eigentlich erwartet man doch von den meisten seines Ranges, dass sie einen Hass gegen die Wissenschaftler hegen, weil das, was sie manchmal mit ihnen tun, schon grauenhaft sein kann. Natürlich würde Ryze niemals ein anderes Wesen unters Messer legen wollen, aber in diesem Fall wäre es wohl trotzdem einfacher, als sich selbst unters Messer zu legen. Nun gut, anfangs dachte der Junge immer, dass man beispielsweise die Kräfte eines Forschungsobjektes untersucht, indem man von ihm verlangt, dass es sie einsetzt, oder in Ryze Fall, dass man ihn in ein Wasserbecken sperrt oder so ähnlich. Seine Anwesenheit auf der Gefängnisinsel ist sowieso noch nicht von langer Dauer; geforscht wurde an ihm noch nie. Zunächst hatte es ja mehr Forschungsobjekte als Forscher gegeben, weshalb er zu den potenziellen Forschungsobjekten zählte. Jedes Mal, wenn eines starb, rutschte sein Name auf der Liste ein wenig höher, bis es endlich einen freien Forscher für ihn gab, was vor nicht allzu langer Zeit der Fall war. Bis dato ist aber noch nicht an ihm geforscht haben; vermutlich hat der Forscher, dem er zugeteilt wurde, James, momentan anderes zu tun, denn so weit er weiß, ist dieser Lehrer und da ja die Schule bald zugänglich sein soll, wird er wohl auch damit alle Hände voll zu tun haben. Merkwürdigerweise zeigt Ryze keine Angst vor dem Tag, an dem es mit der Forschung losgehen wird. Und wer weiß? Vielleicht wird es gar nicht so schlimm, wie man es immer glaubt. Vielleicht.

Trotz seiner Versunkenheit in Gedanken, bemerkte der Siebzehnjährige ganz genau, wie sich das Wasser vor ihm in Schwingung versetzte und das Rauschen lauter wurde. Die Vermutung, dass diese Ereignisse Saycos Ankunft ankündigten, lag nahe; schließlich bezweifelte Ryze, dass der Forscher, dem dieses Labor gehört, die ›Hintertür‹ nahm. Natürlich könnte dieser jederzeit das Labor betreten – aber gerade dieser Fakt machte es ja so spannend. Wahrlich: Eine Mutprobe ist es, in ein Labor einzubrechen, das womöglich unter strengster Kameraüberwachung stand. Aber so weit er wusste, war das Aufhalten im Institut für Versuchsobjekte nicht verboten, ganz zu schweigen von dem Aufhalten in Laboren. Natürlich könnte es immer mal wieder sein, dass es auch hier einen Haken, eine Klausel, gab, die besagte, dass ein Forscher anwesend sein muss oder etwas in der Richtung. Mit dem, was im Institut gestattet ist und was nicht, kannte er sich nun wirklich nicht gut aus. Und außerdem gibt es wohl kaum eine Regel, die niemals jemand brechen würde. Und selbst wenn: irgendeiner muss ja wohl der Erste sein. Regeln sind zwar nicht da, gebrochen zu werden, aber sie verlocken dazu, gebrochen zu werden. Denn wenn man etwas verbietet, ist der Reiz, es zu tun, für den anderen größer, als wenn es erlaubt wäre. Im Prinzip Programmieren Regeln also eine Missachtung ihrer Selbst vor, oder?
Über all dies nachzudenken, raubte Ryze wieder einmal die Möglichkeit, Zeitliches einzuschätzen: Wie lange er hier gerade aus Sayco gewartet hatte, konnte er nicht wirklich sagen, aber entsprechend der Tatsache, dass er das schwingende Wasser bereits eben wahrgenommen hatte, konnten es nur wenige Sekunden gewesen sein. Inzwischen hatte er schon begonnen, sich tatsächlich ernsthafte Sorgen um Sayco zu machen, aber noch wollte er warten.
Nervös fummelte er an dem blauen Edelstein, welcher wieder einmal in der Tasche seines Pullovers war, als das Gesicht des anderen endlich aus dem tiefen Blau auftauchte und einige Wassertropfen Richtung des Schwarzhaarigen schleuderte, die jedoch keinen verheerenden Schaden anrichteten, da jener bereits einige Schritte von dem Becken gewichen war. »Saycooo!« Die Erleichterung war dem Anderen buchstäblich ins Gesicht geschrieben; so zeugte dessen Ausruf mehr von jenem Gefühl, als von Freude darüber, den komplett durchnässten Jungen zu sehen. Wie ein begossener Pudel war dieser aus dem Wasser gestiegen und stand nun direkt vor dem schnelleren Schwimmer der Beiden. Offensichtlich schien sich die halbe Vermutung des Reisbällchens zu bestätigen, denn das Wasser war tatsächlich in die Gasmaske eingedrungen und schien Schwierigkeiten dabei zu haben, auszutreten, was die Alarmglocken des Freundes schrillen ließ. Was sich Ryze allerdings fragte; wusste Sayco, dass er gerade kurz vorm Verrecken war und dass er verrecken würde, wenn Ryze jetzt gerade nicht bei ihm wäre? Denn trotz der anstehenden Gefahr, schien seine Stimme ein wenig etwas Belustigendes in sich zu tragen, was der Andere nicht verstand. Wie konnte man einen Hauch von Spaß in der Stimme haben und Lachen, wenn man kurz vorm Ertrinken war? Nun gut, bezüglich des Ertrinken konnte der Junge nun wirklich nicht seinen Senf dazu geben, weil es eine Art und Weise wäre, auf die er eben nicht sterben könnte. Dennoch war er sich sicher, dass eigentlich niemandem im Angesicht des Todes zu lachen zumute wäre. Aber dieser Fakt schien just in diesem Moment auch nicht von großer Relevanz zu sein, denn so wie es aussah, brauchte Sayco die Hilfe seines neuen Freundes. Ohne zu zögern, näherte sich das Halbwesen wieder dem anderen an, um ihm zu helfen. »Nyhihi! Kein Problem! Weißt du, früher konnte ich mit Schlössern ganz gut. Ich weiß zwar nicht, ob das heute noch so ist, aber wenn nicht, dann hast du wenigstens die Ehre, so zu sterben, wie ich es gerne würde, nyhihihi! Aber ist das nicht irgendwie gefährlich? Ich meine du trägst ja nicht umsonst die Gasmaske, oder?« Erst in diesem Moment bemerkte er, dass auch seine Stimme ab und zu ein Lachen von sich gab und nur so vor Heiterkeit trotze – hatte er das eben wirklich Ernst gemeint?! Innerlich verprügelte er sich wieder einmal, aber äußerlich machte er sich an der Gasmaske zu schaffen. Es dauerte eine Weile und er beeilte sich auch wahnsinnigst, aber es hatte mindestens eine Minute gedauert, bis das erlösende Klick durch die geräuschlose Leere des Labors geschallt war. Auch hier gab es wieder keine Reaktion. Jetzt war sich Ryze sicher, dass sie alleine waren. Vorsichtig schob er die Gasmaske über den Kopf des Anderen, unwissend, ob dieser nur kurz das Wasser ablaufen lassen wollte oder sie ganz ausziehen wollte. »So, das wars! Also? Nyhihihi! Wollen wir?« Mit diesen Worten drückte er die Gasmaske, die immer noch tropfte – Ryze hatte diese bewusst gemieden, um eine Verwandlung zu verhindern – Sayco ind die Hand und schaute sich zum ersten Mal richtig um. Eine Treppe schien nach oben zu führen und ohne eine Reaktion des Anderen abzuwarten, zog er diesen mit sich nach oben, indem er ihn an seiner Hand genommen hatte.
»Woooooooooooah!« Ein Staunen entfloh seinen Lippen, als er die ganzen Geräte, die Chemikalien und einen riesigen Bildschirm sah. ›Ui, ob man da auch fernsehen kann?‹, fragte er sich in Gedanken und blickte voll kindlicher Neugier zu der Person, die wortwörtlich an seiner Seite stand.



»Postingpartner: Sayco


»Zusammenfassung:
{wartet weiterhin auf Sayco → denkt über das Leben als Forscher nach → denkt darüber nach, wie er Forschungsobjekt wurde → bemerkt, dass Sayco bald kommt → denkt wieder nach → ist erleichtert über die Ankunft des Anderen → hilft diesem, die Maske auszuziehen → zieht sie ihm über den Kopf → drück sie ihm in die Hand → zieht ihn mit in das Labor → staunt}


»Legende:
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»Sprechen«
›Denken‹
»Sayco spricht«
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Zuletzt von Ryze am Mo 28 Dez 2015, 15:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   So 27 Dez 2015, 17:00

Dass der Junge mit der Gasmaske immer noch keine Luft bekam, war ihm zunächst gar nicht einmal Bewusst. Seine Lunge begann noch nicht zu Schmerzen und er wartete Artig auf die Reaktion seines neuen Freundes. Doch auch mit Gedanken schweifte Sayco erneut ab, ein weiterer Grund für die verspätete Reaktion seines Sauerstoffmangels. So hatte er doch während seines Tauchganges, und auch schon während er hinter Reisbällchen her geschwommen war, nicht beobachten können wie ein Fisch nun eigentlich schwamm. Er hatte sich bemüht, seinen Kopf gestreckt und gerekelt, um eben jene Bewegungen beobachten zu können, doch immer noch wusste er keinen Rat auf seine Neugierde, keine Antwort auf die Fragen die in seinem Kopf herum spukten, gleich lästiger Gespenster die einfach nicht verschwinden wollten. Er würde sich ein anderes Mal Gedanken darum machen, oder einfach nach einem Aquarium Ausschau halten während sie sich im Institut ein wenig umsahen. Das Bedeutete, falls sie nicht sofort erwischt wurden – das Forschungsobjekt wusste nicht ob sie diesen Ort Glass Domes einfach betreten durften und obwohl er extra nicht den Weg zu Fuß her genommen hatte, war ihm bewusst das es irgendetwas geben würde was dem Personal zu erkennen geben konnte, würde, dass der Thunfisch und seine Wendigkeiten keine Berechtigung hatten einfach hier zu sein. Er kannte sich mit Kameras nicht aus, nicht mit Mikrophone oder sonstiger Arten der Überwachung – also bemühte er sich nicht einmal längere Zeit darüber nach zu denken oder sich sonst wie Gedanken um dieses Thema zu machen. Es würde ja doch nur wieder bei null enden, wo es zuvor auch schon einmal begonnen hatte. Doch auch der Gedanke erwischt zu werden brachte etwas mit sich, vermutlich weil Sayco die Aufmerksamkeit zu lieben gelernt hat die man ihm in seiner Vergangenheit entgegen gebracht hatte, oder aber weil er den Nervenkitzel mochte der mit solchen Aktionen in Zusammenhang stand. Doch das war bei weitem nicht der einzige Grund hier eingebrochen zu sein – Die Mutprobe mit Reisbällchen und seine eigene Neugierde auf diesen Ort, waren weiterer Grund für seine Freude während er halb am Verrecken war. Möglich, dass auch sein Verlangen nach Schmerz eine kleine Rolle spielte und seine verdrehte, seltsame Art zu denken – Kurz und Knapp gesagt „Verrückte lachen nun einmal auch wenn sie gleich Sterben“ oder so etwas in der Art, jedenfalls amüsierte ihn diese Redewendung wenn er ausführlicher über seine Wortwahl nachdachte „Hihihihi!

Zeitgleich mit seinem nächsten Gekicher, war auch sein neu gewonnener Freund auf ihn Aufmerksam geworden, lachte selbst und versprach ihm zu helfen wenn er schon so freundlich darum bat. Die Worte »…dann hast du wenigstens die Ehre, so zu sterben, wie ich es gerne würde.« irritierten den Jungen eine kurze Zeit lang, überlegte er doch inwiefern sein Freund entscheiden konnte wie er sterben würde – ehe ihm Bewusst wurde das Reisbällchen sich auf seine eigene Frage zog, die Frage die er ganz am Anfang gestellt hatte, gerade als er das andere Forschungsobjekt kennen gelernt hatte. Ein weiteres Mal kicherte der Junge „Wie würdest du gerne sterben?“, die Worte echoten in seinem eigenen Kopf herum. Es brachte etwas mit sich zu Wissen, das er sterben konnte wie ein Anderer es sich wünschte, ließ ihn weiter auflachen und amüsiert nach Luft schnappen. Doch langsam wurden Sayco die Schmerzen in seiner Lunge bewusst, den Druck der versprach das Organ zu zerquetschen wie eine hässliche, gematschte Weintraube. Das Forschungsobjekt genoss den Schmerz, hasste ihn aber gleichermaßen. Ihm war Bewusst so schnell nicht Drauf zu gehen – immerhin war dies seinem Teils Vampirischen Dasein zu zuschreiben, Wesen die nicht zwangsläufig Luft holen mussten wenn er es so richtig verstanden hatte. Das leise Pochen in seinem Kopf kündigte von schrecklichen Kopfschmerzen, doch Sayco wusste das sein neuer Freund sich schon an dem Schloss seiner Gasmaske zu schaffen machte. Seine Frage schwirrte ihm immer noch in Gedanken herum und er wusste sie auch zu beantworten – Teils trug er die Maske für sich selbst, um nichts zu tun was er eines Tages bereuen konnte, auch wenn er sich mit Sicherheit sowieso nicht daran erinnern konnte. Andererseits trug er sie gezwungen Maßen – er war nun einmal Gefährlich mit dem unberechenbaren, nicht untersuchten Gift das in seinen Adern floss.

Kaum das die Maske von seinem Gesicht rutschte, holte der Junge tief und noch tiefer Luft. Er Atmete einige Male tief durch, immer wieder zwischendurch kichernd wie ein durchgedrehter Irrer, doch der Luftmangel ließ ihn immer wieder mehr Sauerstoff in seine Lungen saufen. Doch langsam beruhigte er sich und konnte auch auf die Frage des Thunfisches Antworten „Oh Doch! Ich trage-“ er hustete, räusperte sich dann und sprach in seinem normalen, stets gut gelauntem Ton weiter „-die Maske schon weil es einen Grund gibt. Hahaha! Ich soll sie Tragen – weil ich ziemlich Giftig bin. Also~ Ich selber nicht. Es ist mein Speichel… Glaube ich. Ach was weiß ich! Ich kenn mich damit nicht aus! Ich weiß ich soll sie tragen… und mehr interessiert mich auch eigentlich nicht, hehehe!“ erklärte er, die Maske achtlos auf den Boden werfend – er konnte sie später immer noch wieder aufsetzten, sollten sie nicht in den nächsten paar Minuten erwischt werden. Kurz Nickend, stand nun auch Sayco auf um sich um zu sehen. Seine Beine waren wie Pudding und es fühlte sich seltsam an wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, doch er gewöhnte sich an sein Gewicht, an die Schwerkraft und das pochen in seinen Waden. Fragend sah er zu dem staunenden Reisbällchen, dann blickte er sich selber um – hatte überhaupt nicht bemerkt das der Thunfisch auf zwei Beinen ihn eine Treppe hoch gezogen hatte ehe er seine Gasmaske losgelassen hatte. „Is‘ das krass…“ murmelte er gut gelaunt und weiterhin mit einem breiten Grinsen auf seinen Lippen. Es fühlte sich gut an einmal nichts im Gesicht zu haben, doch das war sehr Nebensächlich. Verschiedene technische Geräte standen dort verteilt, luden dazu ein berührt und ausprobiert zu werden. Chemikalien standen offen herum, bunt und interessant gestaltet. Die Augen des Schwarzhaarigen wurden ein wenig größer, der stets glasige Ausdruck etwas milder, und er ließ seinen Blick weiter schleifen „hihihihi! Na lass es uns versuchen!“ ehe Ryze noch etwas sagen konnte eilte der Junge auf den riesigen Bildschirm zu und suchte nach einer Fernbedienung oder einem Knopf „Ich find hier nichts… hahaha! Schau mal ob du irgendwo dort drüben in den Schränken eine Fernbedienung findest!

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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Mo 28 Dez 2015, 15:53

»Ryze





»Plot 3

»Kapitel 1.2



Die Augen des Siebzehnjährige waren so groß wie eine Murmel geworden: rundlich, glasig und mit ein bisschen Fantasie auch glänzend vor kindlicher Neugier. Immer und immer wieder scannten sie den großen, futuristisch wirkenden Raum ab und versuchten sich dabei jedes Detail einzuprägen; und sobald er den rechten Rand seines Blickfeldes erreicht hatte, ging es wieder von vorne los. Alles was seine bernsteinfarbenen Augen in jenem Moment erfassten schien vollkommen fremd zu sein – und doch löste es in ihm ein Gefühl aus, als würde er all dies kennen: Bildschirme, die nicht einmal mehr richtige Bildschirme waren, sondern Hintergründe, auf die etwas in blauer Farbe projiziert wurde, jedoch funktionierten sie genauso wie ein Bildschirm es tat, denn man arbeitete hier mehr oder weniger mit der Touchscreen Funktion; Türen, die sich mithilfe eines Bewegungssensors öffneten, der registrierten Person dabei jedoch nicht in einer Viertelkreisbewegung Einlass gewährten, sondern seitlich in der Wand verschwanden, gab es in fast jeder Ecke des Raumes, wovon die Größte wohl diejenige war, die in den Gang des Forschungstraktes führte; Stühle und Tische, die womöglich dem, an diesem Ort hausenden, Forscher als Sitzmöglichkeiten dienten; Schränke und – ja, man wäre wohl am nächsten daran, wenn man es einer Küche gleich setzen würde – Küchentheken, die mit merkwürdig geformten Glasbehältern gefüllt waren, von denen welche auch auf den Küchentheken frei herum standen, die wiederum mit Chemikalien gefüllt waren – genau hatte er es zwar nicht sagen können, aber die Vermutung, dass es sich um irgendwelche chemischen Substanzen handelte, lag doch ziemlich nahe, oder? –; sowie einige Treppen, die alle genau in das Zentrum des Labors führten, wo ein merkwürdiger, kleiner Apparat stand, auf dessen Spitze etwas Leuchtendes thronte, das die Form einer Dose hatte, womöglich eine Art Hologramm Gerät, von dem im Abstand von 90° je ein Kabel wegführte. Tatsächlich schienen all diese Geräte und Gegenstände einen alltäglichen Ursprung in sich zu haben, wenn man die Chemikalien einmal als Ausnahme betrachtete – wobei sie durchaus sinnbildlich für die Inhalte eines Küchenschrankes stehen könnten. Im Prinzip könnte man es mit einer Wohnung vergleichen, die denen der Außenwelt um einige Jahre voraus waren, vielleicht sogar um einige Jahrzehnte. Natürlich – und dabei war er sich genauso sicher, wie er sich auch sicher war, dass er nicht ertrinken könne – würde es irgendwann auch in der Außenwelt so aussehen, wie man es aus Filmen kannte, die in der Zukunft spielten. Und wer weiß? Vielleicht gäbe man sich eines Tages die Mühe, auch die ganz normalen Unterkünfte hier auf der Gefängnisinsel in eine solche Schönheit von futuristischem Einrichtungsstil zu verwandeln; und wenn es so käme, wäre Ryze der Erste, der daran seinen Spaß haben würde! Denn allein dieses Labor machte schon deutlich, wie neugierig er war und wie sehr er sich auf den Tag, an dem es so weit wäre, freuen würde. Natürlich wäre es waghalsig, davon auszugehen, dass sich das Bild, welches sich ihm jetzt bot, in einigen Jahren in allerlei Wohngebieten zu sehen wäre, aber warum sollte sich die kommende Generation, die aus Menschen seines Alters bestand, nicht von solchen Filmen inspirieren lassen? Die Führer Glass Domes schienend das wohl getan haben, wofür der Dunkelhaarige sie wahrlich bewunderte. Und vielleicht würden auch die Menschen außerhalb dieses Glases von jenem lernen.

Langsam und fortwährend begann seine Scan Aktion zu enden und die beiden Halbwesen schienen in die Praxis übergehen zu wollen. Nun ja, eigentlich war es Sayco, der sofort losgelaufen war. Zwar hatte er vorher noch etwas im Bezug auf seine Gasmaske und den Grund, warum sie trägt, gesagt, aber da war das Forschungsobjekt schon in den eben beschrieben Trancezustand versetzt worden, sodass er jenes Gesprochene nur unterbewusst wahrgenommen hatte, so wie er sich ebenfalls unterbewusst eine Notiz gemacht hatte, das Gesagte innerhalb seines Kopfes später zu verarbeiten.Wahrlich: in diesem Moment hatte er nur Augen für diesen einen Raum, der so viel Neues enthielt, das gleichermaßen auch alt war. Zugegeben, seinen Ohren hatte dieser Raum nichts zu bieten, aber wie es auch sonst der Fall ist, wurde der Hörsinn vom Sehsinn übermannt und zur Seite gedrängt, fast schon unterdrückt.
Erst, als Sayco losgelaufen war, erwachte Ryze aus diesem Traum von Bild, weshalb er die verschiedenen Etappen dieses Etablissements erst jetzt bewusst wahrzunehmen begann. Sie waren durch eine Tür eingetreten, die sich am höchsten Punkt des Labors befand, direkt vor ihnen, am tiefsten Punkt, das vermutliche Hologramm Gerät, dessen Spitze leuchtete. Links von ihnen führte entlang der Wand ein Weg zu einem dieser blau leuchtenden modernen Bildschirme, welche ja eigentlich gar keine waren. Vor diesem Bildschirm führte eine Treppe, deren Stufenanzahl bei acht lag, hinunter zum bereits erwähnten, tiefsten Punkt des Labors, von welchem aus wiederum mit weniger Stufen bestückte Treppen auf höhere Areale führten. Ryze musste grinsen, als er die Worte des Anderen vernommen hatte. »Nyhihihi! Alles klar, ich werde nach einer Fernbedienung suchen!« Und mit diesen Worten war er an Sayco und dem Bildschirm vorbeigelaufen und die Treppe hinunter gesprungen, sodass er bald bei den von seinem neuen Freund erwähnten Schränken ankam. Neugierig riss er diese und auf und blickte nur einigen Glaskolben ins Gesicht. »Nein, hier ist nichts! Obwohl, vielleicht ist die Fernbedienung hinter diesen komischen Gläsern versteckt! Nyhihihi! Mal sehen...« Und mit diesen Worten zog er eines nach dem anderen aus dem Schrank und ignorierte die Tatsache, dass sie mit einem Klirren auf dem Boden zersprangen. Ab und zu kam es vielleicht vor, dass er die Entstehung der Scherben mit einem Kichern quittierte, aber ansonsten blieb es ruhig. »Hm, nein hier ist keine Fernbedienung. Versuch es mal mit deinen Fingern! Ich habe irgendwo gehört, dass es damit auch gehen soll!« Doch statt sich neben Sayco zu stellen, begann er nun die Chemikalien zu untersuchen. Er fand eine Glasschüssel vor, auf der ›H2O‹ stand. ›Nyhihi...Wasser!‹, dachte er, denn so viel, dass H2O für Wasser stand, wusste er dann doch noch. Allerdings war ihm dieses allein viel zu langweilig, weshalb er den Inhalt eines Glaskolbens, auf dem die Aufschrift ›Na‹ war in das Wasser kippte.
»Hui, schau mal her, Sayco! Nyhihihi!«, rief er aufgeregt durch den Raum, als sich das Wasser pink färbte und zu schäumen begann. Um sich vor dem Wasser zu schützen, machte er einige Schritte zurück, würde er es doch nicht mit Angst begründen, sondern damit, dass sein Freund auch etwas sehen sollte. Doch im nächsten Moment begann es auf der Oberfläche des Wassers zu brennen, weshalb Ryze nun kindlich zu klatschen begann. Als die Reaktion dann vorbei war, zog er ein enttäuschtes Gesicht. »Schade«, murmelte er und lief auf die andere Seite des Raumes, wo ein Tisch stand, auf dem ein Zettel lag. »Werwölfe: aggressiv, spitze Zähne, Verwandlung innerhalb einer Minute«, las er laut vor und grinste, begann dabei unter dem Tisch nach dem Werwolf zu suchen. Aber er war nicht da.



»Postingpartner: Sayco


»Zusammenfassung:
{schaut sich das Labor genau an → fragt sich, ob Wohngebiete der Zukunft so aussehen werden → bemerkt Saycos Worte nur beiläufig → läuft zu den Schränken → sucht nach Fernbedienung → lässt Glasbehälter auf den Boden fallen → kippt Natrium und Wasser zusammen → beobachtet Reaktion → findet Zettel auf einem Tisch → liest ihn → beginnt angesprochenen Werwolf zu suchen → hat keinen Erfolg}


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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Mo 28 Dez 2015, 23:49

Sayco kicherte als sein neu gewonnener Freund an ihm vorbei lief um seiner Bitte nach zu kommen und nach einer Fernbedienung zu Suchen. Reisbällchen schien sich mehr Zeit bei der Musterung seiner Umgebung genommen zu haben - anders so der Schwarzhaarige, dessen Kopf einfach nicht begreifen wollte welche Dinge, welche Erfindungen, Apparate, Chemikalien, Werkzeuge und technischen Geräte er vor sich hatte. Hätte er sich umgesehen, währen ihm wohl einzig und allein die Kamerad aufgefallen, dessen rotes Blicken ihn daran Erinnert hätten dass sie nicht mit Milch und Keksen gebeten worden waren in das Institut zu kommen um sich umzusehen. Er stand weiter vor dem Bildschirm, der ein Fernseher nicht sehr unähnlich war. Genauer betrachtet wirkte diese Technologie einfach nur höher Entwickelt, wohl möglich handelte es sich also um einen Fernseher mit 3D Sichtweise und super cooler Grafik. „hehe..! Ob man hier auch Videospiele zocken kann..?“ nur wage erinnerte er sich an die Dinge aus seiner Vergangenheit, an die Spiele die er an einem solchen Apparat hatte spielen können. Es schien wie eine ferne, kaum greifbare Erinnerung die beinahe gänzlich in Neben gehüllt war. Und im nächsten Augenblick hatte er seine eigene, nur leise ausgesprochene Frage, schon wieder vergessen. Seine Gedanken wurden abgelöst, ersetzt durch die Frage wie er nun vorgehen sollte. Seine Finger stricken vorsichtig über den Bildschirm, er klopfte erst zögerlich dagegen, verzog dann aber missbilligend das Gesicht. Er verstand nicht wer auf die Idee kam etwas zu entwickeln dass so schwer zu bedienen war, dass nur die intelligentesten Köpfe es zum Laufen bringen konnten. Mit der freien Hand kratzte er sich an der Wange, biss nachdenklich auf seinen Daumen und ignorierte den Geschmack seines eigenen Blutes welches sich sacht in seinem Mund breit machte und seine Geschmacksnerven reizte. Selbst sein eigenes Blut war wie das köstlichste Aroma für die Sinne seiner Vampirischen hälfte und für einen Augenblick verlor er sich in dem Genuss seines eigenen Blutes. Er vergaß immer wieder sich selber daran zu erinnern auf was er zu achten hatte, obwohl er sich andererseits nicht die Schuld geben konnte da er doch sonst so selten in der Lage war ohne die Begrenzung durch seine Gasmaske herum zu spazieren.

Erst die Stimme des Zweibeinigen Thunfisches riss ihn wieder aus den Gedanken, aus seinem leichten rausch, und ließ ihn verwirrt blinzeln. Schnell riss er den Finger aus seinem Mund, leckte sich sein eigenes Blut von den Lippen und schaute hinüber zu der männlichen Meerjungfrau. Ein Lachen, leicht irre und sehr belustigt, entrann seiner Kehle als er die Reaktion des eigenartigen Gemisches beobachtete und wurde bei weitem Lauter als das Zeug in Flammen aufging. Noch nie war Sayco ein Ass in Chemie gewesen, hatte Tatsächlich noch nie wirklich Unterricht damit gehabt. Auch wenn er immer wieder Opfer verschiedener Experimente geworden ist, überwiegend in Richtung Genkreuzungen, hatte er nie verstanden was es mit den verschiedenen Namen und Bezeichnungen auf sich hatte und wenn er sich nicht gänzlich irrte, würde er schören zu behaupten das sein Verstand sogar ein wenig unter der Ausführung jenes Wissens Anderer hatte einbüßen müssen. Doch auch dieser Gedanke verflog ehe er vollständig überdacht worden war, da sich der Schlangenjunge nun freudestrahlend wieder dem Monitor vor sich zuwandte. Den Anweisungen folgend bemühte sich der Junge etwas mit seinen Fingern zu erreichen. Er tippte immer wieder auf den Bildschirm, schlug irgendwann regelrecht dagegen. Ein schnauben huschte über seine Lippen als der Fernseher ansprang, nicht aber ein interessantes Bild anzeigte sondern ein rotes „Error“ sich auf dem Monitor erstreckte und immer wieder blinkte. „hihihi! Ich glaube ich hab es kaputt gemacht“ aus einem unerfindlichen Grund brachte dieser Gedanke den Verrückten zum Lachen. Es war urkomisch sich vorzustellen dass er Schuld an diesem Blinken hatte. Schulterzuckend drehte er sich um kicherte abermals, dieses Mal weil er der Vorlesekunst seines neuen Freundes lauschte „hehehe! Werwölfe sind bestimmt lustige Leute. Ob sie auch Sitz und Bei Fuß können..? haha! Lass und einen Fragen wenn wir je einen kennen lernen. “ dabei vergaß er natürlich das die eben ausgesprochenen Worte auch synonyme wie »spitze Zähne« und »aggressiv« beinhalten hatten. Er verstand nicht weshalb er sich große Gedanken um Wesen machen sollte die er sowieso noch nicht kannte und war sich sicher einen so banal ausgeschriebenen Charakter sowieso schnell wieder zu vergessen.

Beinahe als wolle sein Hirn seine Annahme sofort in die Tat umführen, lenkte dieses seltsame Ding im Zentrum des Raumes seine Aufmerksamkeit auf sich. Seine Augen strahlten vor Neugierde und dem Verlangen mehr über dieses Teil zu erfahren. Schneller als er es sich selbst Bewusst wurde stand er vor dem Hollogramm-Ding und legte den Kopf schief „Was das wohl ist..? Uii~ und wie es wohl reagiert wenn wir die Kabel umstecken? Hihihi!“ ohne auf eine Reaktion von Reisbällchen zu warten, der ohnehin damit beschäftigt zu sein schien mit dem Chemikalien herum zu spielen die dort aufgereiht waren, zog er an einem Kabel und kicherte als es sich von dem seltsamen Teil löste. Das Forschungsobjekt verstand nicht wofür dieses Teil gut war, er verstand auch nicht was ihn davon abhalten sollte daran herum zu basteln. Hätte er länger als bis zu seiner eigenen Nasenspitze gedacht, wäre ihm vielleicht in den Sinn gekommen das es nichts Gutes mit sich bringen konnte wahllos irgendwelche Stecker zu vertauschen und Anschlüsse durcheinander zu bringen, doch da er keine Ahnung hatte was er sonst mit dem seltsamen Apparat anfangen konnte, musste er auf seine Kreative Ader zurück greifen, was er außerdem sehr gerne tat. Und so zog der Junge ein weiteren Stecker aus dem Ding, steckt diesen dort hin wo zuvor noch der erste Anschluss gesteckt hatte und kicherte als er ein drittes Kabel hinaus zog und auch die beiden Kabel in seinen Händen wieder vertauschte. Einer der Anschlüsse sprühte gefährliche Funken, doch Sayco achtete gar nicht darauf.

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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Di 29 Dez 2015, 17:19

»Ryze





»Plot 3

»Kapitel 1.2



Der melancholische Ausdruck des Jungen, welchen seine Gesichtsmuskeln zustande brachten, indem sie sich in einer ganz bestimmten Art und Weise streckten, während andere schlaff unter der blassen, käseweißen Haut liegen blieben, sich eine Pause vom durchgehenden Grinsen gönnend, wurde jäh in einen farbenfrohen, spitzbübischen Seinesgleichen gewandelt, als sich die Ingredienzien des Rezeptes seiner Fröhlichkeit in anderer Reihenfolge anordneten, sich dabei gleichermaßen entspannten und streckten, sodass Melancholie blitzartig zu Euphorie wurde – er hatte den Wolf nämlich nicht gefunden, dank des Tisches jedoch eine geniale, weitaus bessere Idee bekommen, die sich nicht darauf bezog, etwas zu zerstören, sondern darauf, etwas zu ergänzen. Sich wie ein kleines Kind, das sich ein Versteck in seinem Zimmer aufgebaut hatte, um darin etwas zu lesen, fühlend, krabbelte der Schwarzhaarige unter dem Möbelstück, bestehend aus schwarzen Tischbeinen und einer Glasplatte, hervor – es passte daher perfekt in den futuristisch eingerichteten Raum, verlor dabei allerdings jegliche Form eines Versteckes, da das Licht zu allen Seiten eindringen konnte und nur die Tischbeine einen schmalen Schatten auf den grauen Boden warfen –, seine Mähne dabei als Erstes präsentierend. Trotz des jungen Alters knackste sein Kniegelenk – das Scharnier innerhalb seines rechten Beines – für einen kurzen Moment, sodass er lachen musste. Nun gut, eigentlich spielte das Alter des Meerwesen überhaupt keine Rolle; schließlich war es bis dato nicht möglich gewesen, die genaue Ursache eines knacksendes Gelenk festzustellen. Ryze war zwar nicht im Bilde darüber, dass man dies noch nicht einmal herausgefunden hatte, wohl aber wusste er, dass er so oder so nicht wusste, woher dieses faszinierende und erstaunliche Geräusch den nun kommen. Natürlich hätte er den Forscher, der hier hauste, auf gut Glück danach ausfragen können, obwohl dieser nicht einmal anwesend war. Nun ja, sein Labor zu verwüsten, schien im Augenblick von mehr Bedeutung und Relevanz für den Thunfisch, ehemals Reisbällchen, zu sein.
»Nyhihihi~«, meinte er beiläufig, als seine Hand nach dem wasserfesten Edding, der seiner Meinung nach in der Luft zu schweben schien, griff. Und just in dem Moment, den er damit verbracht hatte, wieder unter die ›unsichtbare‹ zu gleiten, schallte von der anderen Seite des Raumes eine ihm bekannte Stimme in seine – und womöglich auch in jede andere – Richtung. »Hihihi! Ich glaube, ich habe es kaputt gemacht«, hatten die Worte seiner neuen Freundschaft, die sie unter anderem mit der Zerstörung dieses Systems besiegelten, gelautet. Unwissend, was der andere meinte, hatte das Forschungsobjekt den Kopf angehoben, um sich mittels Augenkontakt – der Sehsinn überwog wieder einmal – danach zu erkundigen, den Fehler jedoch erst bemerkend, als seine Kopfhaut Bekanntschaft mit der Glasplatte machte. Langsam glaubte er schon, dass Glas auf dieser Insel verflucht sei, wenngleich es eigentlich abzusehen war, dass er sich früher oder später, so oder so hier gestoßen hätte. Reine Selbstverständlichkeit, dass er sich eher den Kopf rieb, als dass er darüber nachdachte, war es ja schon, aber das änderte trotzdem nichts anderes, dass er ein leises, schmerzerfülltes Stöhnen von sich gegeben hatte, die Glasplatte innerlich verfluchend und gleichzeitig über sich selbst lachend. Nun aber, als das Brummen seines Schädels schon nach wenigen Minuten teilweise verschwunden war, räkelte er seinen Kopf erneut, diesmal vorsichtiger, und erblickte einen roten, blickenden Schriftzug, dessen Buchstaben von links nach rechts gelesen ein ›e‹, zwei ›r‹, ein ›o‹ und ein ›r‹ bildeten – Error. »Nyhihihi~«, ließ er sein schallendes Gelächter erneut durch das Labor reisen. Allerdings stand es diesmal nicht nur für eine Einleitung, die sich auf sein nächstes Tun bezog; vielmehr war es eine Reaktion auf das kaputte Bild, das an die Wand projiziert wurde. Entweder hatte das Gerät doch keine Touchscreen Funktion gehabt oder Sayco hatte sie zu extrem durchgeführt – beides war möglich, mutmaßte der Siebzehnjährige.
Nun aber, als er sich endlich wieder auf das Konzentrieren konnte, was er zuvor hatte tun wollen, begann er es zu vollenden. Mit einem den ein oder anderen verängstigenden Lächeln zog er die Kappe von der fetten, schwarzen Miene, die wie der Körper einer kleinen Spinne ohne Beine aussah. ›Ob man die wohl auch als Stifte benutzen könnte? Nyhihihi, lustig wäre es ja!‹, dachte er, ekelte sich jedoch gleich darauf vor dem Gedanken, da er diese Viecher ekelhaft und gruselig fand – vermutlich genauso gruselig, wie ein andere sein Grinsen empfunden hätte. Folglich ließ er das metaphorische Insekt ohne Beine mit präzisen und exakten Bewegungen über die untere Seite der Glasplatte huschen. Zunächst brachten seine Hände ein Tic-Tac-Toe-Spielfeld zustande, das er mit Kreuzen und Kreisen füllte, als spiele er mit sich selbst um den Sieg. Anfangs waren es noch bestimmte Muster, irgendwann jedoch waren es nur noch irgendwelche Striche, die keinen wirklichen Sinn ergaben. Dann begann er die Oberseite des Tisches nach dem selben Prinzip zu bearbeiten, bis er fertig war. Dass der andere Junge bereits mit dem hologrammartigen Gerät zugange gewesen ist, blieb für Ryze bis zu jenem Moment unbemerkt. Aufmerksam betrachtete er seinen neuen Freund dabei, wie er die Kabel umsteckte, sodass die Funken nur so sprühten und den Raum zum Schimmern brachten. Tatsächlich schien ihre Aktion ziemlich gut zu laufen, weshalb sich der Schwarzhaarige mittlerweile fragte, warum man sie noch nicht verhaftet hatte. Aber sei’s drum! Hauptsache sie hatten Spaß! Schulterzuckend machte er den Anderen also auf sein Werk aufmerksam: »Schau mal her! Ich habe den Tisch mit diesem Stift bemalt! Nyhihihi! Jetzt sieht er doch gleich viel schöner aus, nicht wahr?«
Eine Antwort nicht abwartend, zielte er – das eine Auge hatte er dabei geschlossen, das Andere nutzte er, wie ein Scharfschütze sein Gewehr nutzte, um sein Ziel zu präzisieren – auf eine der Leuchtstofflampen, welche die Form einer Röhre hatten und horizontal an der Decke befestigt waren. Kaum, dass er die beiden Enden des Stiftes – und da soll noch einer sagen, nur die Wurst hätte eines! – zwischen den Fingern gespannt hatte, löste sich die Spannung wieder ebenso schnell auf und der Edding schleuderte auf die Lampe zu, sodass diese erlosch, während der Stift in dem Rohr hängen blieb. Die Lichtverhältnisse wurden nur um ein Minimum schwächer, da es nur eine Lampe gewesen ist; wäre der Edding jedoch wieder runter gefallen, hätte er in all seinem Enthusiasmus womöglich alle anderen Lampen zerstört – ein dummer Fehler. Zwar war sich der Junge bewusst, dass sich darin giftige Gase befanden, aber er hatte gehört, dass diese nur geringfügig schädlich waren, weshalb er diese Tatsache ignorierte.
Lauthals lachend blickte er sich um, musste dabei aber feststellen, dass er nichts mehr zum Zerstören entdeckte. Nun gut, es hätte auch sein können, dass es noch irgendwas gab, das er nicht sah, weshalb er sich zu Sayco umdrehte und zu diesem lief. »Hm, entdeckst du noch irgendwas, das darauf wartet, zerstört oder verändert zu werden?«, meinte er beiläufig und trug dabei wie immer ein Grinsen auf den Lippen.



»Postingpartner: Sayco


»Zusammenfassung:
{klettert unter dem Tisch hervor → hört sein Kniegelenk knacksen → lacht darüber → will Tisch anmalen → hört vorher Sayco → stößt sich den Kopf am gläsernen Tisch → bemerkt den Error → bemalt nun Tisch → sieht Sayco beim Umstöpseln der Stecker zu → bewirft Lampe mit Edding → lacht → erkundigt sich, ob es noch etwas zu zerstören gibt}


»Legende:
Handlung
»Sprechen«
›Denken‹
»Sayco spricht«
Ortswechsel
»Rückblende«

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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Sa 16 Jan 2016, 20:09

CF: Pfandleihe 'John Ellis'


Out: Noch auf dem Weg zum Labor

Kaum hatte sie den Funkspruch bekommen gehabt, da hatte sich die Wächterin - welche wie es sich eben erst durch das Erlebnis in der Pfandleihe bestätigen ließ, für eine Kitsune gehalten wurde - auch schon auf dem Weg gemacht. Immerhin hatte sie etwas zu tun. Und solange Ysera ja bei anderen Forschern im Labor sein musste..war ihr da jeder noch so kleine Job lieb und recht. Etwas, womit sie sich die Zeit vertreiben konnte war auf jeden Fall sehr gut! Jedenfalls solange, solange der Job nicht beinhaltete alleine mit "Blechdose" zu sein.. Obwohl, vielleicht könnte sie ja den Drachen der Rothaarigen mit nehmen? Immerhin hatte sie ihr ja versprochen, den Drachen zu besuchen! Ja, dass könnte man durchaus machen.. Würde zwar ein wenig kompliziert werden mit der Verständigung, ebenso weil sie nach wie vor Angst davor hatte, gefressen zu werden, aber es könnte funktionieren. Der Drache könnte sie dann schnell von allem weg bringen wenn der Job erledigt wäre! Oder..er könnte die Blechdose einfach fressen und sie macht den Job alleine! Doch nein, sie konnte doch keinen Kollegen an einen Drachen verfüttern.. Sie wollte ihren Mitwächtern doch nichts böses! Sie wollte nur nicht mit diesem "Stock-im-Arsch-Mensch" zusammenarbeiten müssen. Mehr war da auch schon gar nicht mehr. Bloß eine persönliche Abneigung gegen die Persönlichkeit einer Persönlichkeit. Etwas, was in keinster Weise die berufliche Zusammenarbeit beeinträchtigen würde. Doch darüber dachte sie auch gar nicht mehr viel nach, konzentrierte sie sich viel mehr auf den Einsatz welcher ihr gleich bevor stand.. In das Labor eines Forschers waren eine nicht näher genannte Menge an unerwünschten Eindringlingen. Forschungsobjekte, welche sich einen Spaß erlaubten? Rebellen? Ausgebrochene Experimente aus dem Laborflügel des Opas? Eine neue Studie der verrückten Rothaarigen? Oh, während die Wächterin sich schleunigst - und wie üblich ungesehen von den Augen der Insassen auf ihren verborgenen "Wächter-Pfaden" - zum genannten Labor begab, dachte sie kurz über die kranke Belegschaft des Forscherteams nach. Sie hatte noch keinen von denen getroffen, der auch nur noch ansatzweise irgendwie bei klarem Verstand war.. Aber naja, was sollte man da schon noch sagen? Genie und Wahnsinn lagen ja nie sehr eng voneinander entfernt. Wer weiß, vielleicht waren die verrückten Forscher die sie kannte ja in Wahrheit einfach nur Genies und erschienen ihr deswegen verrückt? Wer wusste das schon? Sie nicht, aber sie lachte auch schon ganz leicht als sie den Gedanken verwarf und sich lieber darum kümmerte, dass ihre Ausrüstung geprüft und einsatzbereit war. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht sah sie auch schon das Institut, zog eine Pistole, lud sie schnell nach und trat in das Heim der Forscher. Das Labor war Raumnummer 02. Konnte ja nicht so weit entfernt sein..


Out: Jetzt im Labor

Und sie hatte Recht behalten. Das Labor war wirklich nur wenige Schritte entfernt gewesen, waren die Türen geschlossen, doch die Präsenz von Personen waren unverkennbar. Suzanna vernahm, als sie da kurz vor der Tür stand, zwei Stimmen. Na, hoffentlich platzte sie da nun wirklich nicht in ein Experiment einer bestimmten Forscherin hinein. Diese...Iennefer oder so? Sie wusste es nicht, kannte sie die Geschichte ja auch nur vom Hörensagen.. Doch es schien hier wohl wirkliche eine Forscherin zu geben, welche Insassen und sogar Wächter und Forscher durch geschicktes Einfädeln zu unfreiwilligen - und meist sogar unwissenden - Teilnehmern für Experimente ernannte..
Mit einem leichten Schmunzeln auf dem Gesicht steckte sie die Pistole wieder in den - durch eine Illusion nicht sichtbaren - Holster und ging kurz ein paar Schritte von der Tür wieder weg. Sie schloss kurz einmal die Augen.. Und als sie die Augen wieder öffnete, standen vor ihr plötzlich sechs Kopien ihrer selbst. Sechs Doppelgängerinnen, welche ihr nicht einfach nur zum verwechseln ähnlich aussahen! Nein, man könnte meinen, ein Forscher habe sie geklont, konnte man einfach überhaupt gar keinen Unterschied sehen! Jede Kopie, jede manifestierte Illusion von ihr gerade, besaß alles was auch das Original hatte. Neun Fuchsschwänze - wie sie selbst bei dem Original schon nun Illusionen waren - prangten die Hinterseiten jeder einzelnen Doppelgängerin. Manchmal war es ja kein Wunder, dass man ihr auch ruhig die Jobs gab, wo es mehrere Gegner geben könnte.. Sie war ja irgendwie nie in der Unterzahl! Obwohl bei dem Massaker letztens im Wald..da war es schon knapp.. Nun, aber das war nun auch egal.! Seitdem hatte sie ihre Magie mit Sicherheit noch verbessert! >> Showtime. <<, meinte sie nur Schmunzelnd zu ihren sechs neu dazu gewonnenen Freundinnen bevor sie sich auch schon auf die Tür zu begab und sie öffnete. Ohne eine Waffe zu ziehen und ohne das die Doppelgänger, die Verstärkung überhaupt sichtbar war! Ihre Waffe behielt sie im Versteck, ihre Doppelgänger warteten draußen am Gang. Man konnte ja nie wissen, vielleicht kooperierten die Übeltäter ja sogar? Obwohl, dass war dann selbst hier in diesem Irrenhaus denkbar unwahrscheinlich..
>> Muss ich Fragen was das sollte oder verstehe ich es sowieso nicht? <<, rief die "Füchsin" nur mit irgendwie..freundlicher Stimme zu den zwei Personen während sie sich das Chaos ansah, was hier veranstaltet wurde.. Tische wurden bemalt, Bildschirme zeigten Fehlermeldungen an, Chemikalien lagen am Boden verstreut, Reagenzgläser waren zerstört und noch viel mehr. Dies war ja nur der Schaden, welche sie auf den ersten Blick sehen konnte.. Na hoffentlich musste sie nicht zu heftig Gewalt an diesen...Gestalten anwenden. Sie hatte keine Lust noch mehr Unordnung hier zu verursachen. Von daher..versuchte sie es mal weiter ein wenig Diplomatisch, ja freundlich.. Das hatte sie sich wohl ein wenig von Ysera abgeguckt..die war ja meist auch eher darauf aus, einen Kampf zu verhindern. >> Wer seit ihr zwei denn? Gehört ihr zu dem Eierkopf dem das Labor hier gehört? <<, fragte die Wächterin mit den Fuchschwänzen nur ganz ruhig und irgendwie wirklich recht Nett während sie weiterhin in der Tür stand, den Tätern den Fluchtweg versperrte und ihre eigene Verstärkung perfekt verbarg.. Und sie hoffte doch, die mussten nun nicht rein gehen.. Sie sah sofort die Halsbänder, welche auf den Schultern der unerwünschten Gäste zu sehen war..somit waren sie ganz klar Forschungsobjekte. Könnte das Institut damit nicht theoretisch die Objekte auch einfach auf Knopfdruck lahm legen? Sie wusste nicht mehr ganz, glaubte aber so etwas gelesen zu haben. Entweder war das die Ausführung des Halsbandes..oder aber es war der Vorschlag eines Forschers gewesen. Sie wusste es einfach nicht mehr. Aber war das wichtig? Mit einem leichten Lächeln stand sie da weiter in der Tür und behielt die beiden Randalierer im Auge. >> Gibt es einen bestimmten Grund warum ihr hier im Labor ist? Und das ohne Forscher? Weil eigentlich müsst ihr auf eure Zimmer. Morgen ist Schule. <<, sprach sie nur mit mahnender aber doch trotzdem ruhiger, ja freundlicher Stimmung. Ein Imagewechsel würde ihr ja vielleicht sogar gut tun! Einen blutrünstigen Vampir am Tag zu quälen reicht doch..oder?


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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Mo 18 Jan 2016, 13:10

[Hoffe es geht so, war motivationslos]

Der Raum sah Katastrophal aus. Das »Error« Zeichen blinkte weiterhin fröhlich vor sich hin, die vielen verschiedenen Chemikalien mit denen sich Reisbällchen beschäftigt hatte waren ordentlich zerstört worden, die Tische bemalt und das Ding vor dem das Forschungsobjekt selbst sich befand einmal komplett um gekabelt. Erfolglos versuchte sich der Schwarzhaarige ohne seine Gasmaske daran zu erinnern aus welchem Grund sie nicht nur in dieses Labor eingebrochen waren – sondern welcher Gedanke hinter dieser blinden Zerstörung steckte. Langweile, Freundschaft, Experimentierfreude, Die Vorliebe für Anarchie… Ein kichern entwich seiner Kehle als er die Überlegung verwarf und Beschloss, das zu viele verschiedenen Faktoren, einschließlich seiner Launenhaftigkeit, für dieses absolute Chaos verantwortlich waren. Sein neu gewonnener Freund schien auf jeden Fall viel Spaß zu haben – Sayco kicherte als er zusah wie der Stift gegen die Lampe prallte. Doch wieder wichen seine Gedanken komplett Anderen, er vergaß was er hatte sagen – hatte Kommentieren wollen – und fixierte den Boden mit Nachdenklichem Blick. Das Gefühl von Vorfreude machte sich in ihm breit und er freute sich über den Adrenalin Schub der seiner Aufregung zu verschulden war. Ein gefangenes Tier ist entweder völlig verängstigt wenn man es in ein größeres Gehege steckt, oder so überdreht das es nicht Klar denken konnte – die Perfekte Beschreibung um den geradezu wahnsinnigen Sayco zu beschreiben, der vollkommen in seinem Element gefangen war. Er kicherte noch einmal, vergaß die Gasmaske auf dem Boden vollkommen und den indirekten Regelbruch weil er sie abgenommen hatte obwohl das doch Gefährlich war. Das Grinsen in seinem Gesicht wurde breiter „Kaputt machen…“ wiederholte er leise mit verschwörerischer Stimme und hob dann den Blick um von Thunfisch zum Boden zu schauen und wieder zurück.

Wir können den Boden kaputt machen! ~ Hehehehehe! Ich meine, wenn wir etwas Schweres finden das man fallen lassen kann geht das bestimmt gaaaaaanz dolle kaputt! Ob unter dem Boden noch etwas ist? Teppisch? Laminat? Erde? Hihihihi! Uh~ Und wenn wir schon den Boden kaputt machen, dürfen wir die Wände nicht vergessen! Wir können doch irgendetwas rein Ritzen u-und, ähm, ach mir fallen da bestimmt noch ganz viele tolle Sachen ein!“, Sayco machte ein all umfassende Geste mit seinen Armen, als wolle er die ganze Welt Drücken und nie wieder los lassen. Seine Augen strahlten vor List und Vorfreude, er zeigte seine spitzen Zähne beim Grinsen und ein paar Strähnen seines katastrophalen Haares vielen ihm vor sein Sichtfeld. Eines Tages würde seine Überdrehte Art ihm zum Verhängnis werden, ebenso wie seine Vergesslichkeit. Denn wieder hatte er den Namen seines Freundes, oder des Freundes seines Freundes vergessen – Andererseits hatte Sayco überhaupt keine Zeit die letzten Minuten noch einmal Revue passieren zu lassen, um sich an ihn zu Erinnern. Der Blick des Halbwesens heftete sich an den Eingang und musterte die Frau mit einem Neugierigen, Offenen und keines Wegs misstrauischem Blick. Es war ihm auch bei ihr nicht möglich das Gesicht richtig zu erkennen, also gab Sayco sich mühe wenigstens ihre Stimme im Kopf zu behalten um diese bei einem weiteren aufeinandertreffen eventuell zuteilen zu können. Das Forschungsobjekt lachte ausgelassen und hielt sich dabei den Bauch. „Freundschaftsbeweis unter Männern!“ erklärte er laut mit viel mehr Betonung in der Stimme als erforderlich.

Vielleicht würde die Fremde sich ihnen Anschließen und mit ihnen das Zimmer um renovieren. Es war nur Höflich, nett und freundlich es ihr zumindest anzubieten – weshalb Sayco fragend zu seinem Kumpel sah, stumm auf dessen Bestätigung wartend oder darauf dass dieser die Frage selbst in die Hand nahm. Aber was war wenn sie ablehnte – sich zu Schade dafür war ihnen ein wenig unter die Arme zu greifen? Sayco legte nachdenklich den Kopf schief. Im Notfall würde sie halt einfach zu schauen aber… Freudestrahlend wurde das Grinsen in seinem Gesicht breiter – zumindest bei der Suche nach einem schweren Gegenstand konnte sie ihnen doch helfen „he! Siehst du hier irgendetwas ganz, ganz schweres? Also si riiiiiichtig Schwer! Es muss so schwer sein das der Boden kaputt geht wenn man es fallen lässt… hehehe!“ Sayco kam nicht einmal auf die Idee vor sich keine einfache Insassen zu haben, sondern eine Wächterin. Er nahm einfach an es war Jemand gekommen um mit ihnen zusammen Spaß zu haben, so wie sich ganz viele Leute auf eine Runde Tee trafen. Freudig hob der Junge den Kopf, als die Namenlose sie nach ihrer Identität fragte und zu ihrer Zugehörigkeit. Wie aus einer Rakete geschossen Antwortete der Junge auch schon, nicht ganz ohne das Vorhaben ein oder zwei Gegenfragen zu stellen die ihm sofort in den Sinn gekommen waren da er die Frau gesehen hatte „Ich bin Sayco! S – A – Y – C – O! Und ich kenn kein Eierkopf… Ich glaube nicht das ich zu dem Gehöre! Ich hab auch eine Frage – äh, nein Zwei! Würde es bei dir mehr weh tun dir Ohrringe stechen zu lassen als bei so normalen Ohren wie meinen?! Und bist du am Nacken kitzlig? Ich schon! Wie ist es bei dir, Reisbällchen?“ mit den Worten drehte sich der Redner zu seinem Freund herum. Er war immer sehr begierd neue Dinge zu Erfahren und ob dies nun Fakten wie Namen und Alter waren, oder Hautbeschaffenheit und die dicke einer Haarsträhne war ihm einerlei. Tatsächlich bevorzugte das Forschungsobjekt sogar zweiteres, da er sich diese Sachen einfach viel besser merken konnte als es bei ersterem der Fall war. Sayco trat von einem Bein auf das Andere und sah etwas verdutzt drein als die Fremde erklärte das Morgen Schule war – immerhin war er so lange in keiner Lerneinrichtung mehr gewesen, das er vollkommen im Stückstand sein würde. Sein Gesichtsausdruck nahm einen verdutzten hauch an, vielleicht war es aber auch Verwirrung. Musste er wirklich zur Schule? Hilfesuchend sah der Junge zu Thunfisch um dann abermals zu der jungen Frau zu sehen. Sein Blick blieb mitten auf halbem Weg stehen und haftete sich auf seine am Boden liegende Gasmaske. Um sich abzulenken taperte er dort hin, hob das Teil auf und drückte es sich an die Brust wie ein Kind sein Stofftier wenn es nicht recht wusste was es sagen sollte. Ein leises, kaum vernehmbares lachen drang abermals über seine Lippen.

BP: Suzi, Ryze



Lést - Shiro - Sayco - [Kuro]
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BeitragThema: Re: Privates Labor 1-02 // Jesko Heavens (Rassenkunde)   Do 21 Jan 2016, 18:42

»Ryze





»Plot 3

»Kapitel 1.2



Eine Antwort seines neuen besten Freundes abwartend, blickte sich das Forschungsobjekt noch einmal im Labor um. Tatsächlich war es im Vergleich zur unberührten Version kaum noch wiederzuerkennen; lediglich die Form und Ausrichtung der Wände war dieselbe geblieben. Es glich wahrlich einem von Kleinkindern verwüsteten Schlafzimmer, womit man im Falle Sayco und Ryze und mehr oder weniger recht behielt, verhielten sich doch beide wie zwei Wesen, die Jahre jünger als die Beiden wären. Gut, just in diesem Moment war es zwar auch kein Zimmer, das der Nachtruhe diente, sondern Eines, das der Forschung diente. Dennoch schien man hier ebenso viel Spaß haben zu können, wie es in einem Kinderzimmer der Fall wäre. So gesehen spielten und verteilten sie also lediglich mit ›Erwachsenenspielzeug‹. Und wenn man es genau nahm, waren die beiden Halbwesen zumindest von einem bestimmten Standpunkt aus noch Kinder – oder zumindest Jugendliche. Zwar wusste der Dunkelhaarige nicht, wie alt Sayco nun war, aber er schätzte ihn nicht älter als sich selbst ein. Und eigentlich ist das Alter nach ihrer Definition ja auch nicht relevant für eine Freundschaft – der Grund warum sie das alle hier taten und eine mögliche Bestrafung in Kauf nahmen.
Das Chaos jedenfalls war schneller ausgebreitet, als gedacht. Dem Jungen mit der Gasmaske, die er nebenbei erwähnt immer noch abgenommen hatte, schien ähnlicher Meinung zu sein; denn so wie Ryze das Ganze verstand, hatte dieser keine wirklich Idee mehr, außer dem Fußboden und den Wänden noch den letzten Rest zu gaben, kündigte er dies doch mit seiner ihn verniedlichenden Stimme an. »Wir können den Boden kaputt machen! ~ Hehehehehe! Ich meine, wenn wir etwas Schweres finden, das man fallen lassen kann, geht das bestimmt gaaaaaanz dolle kaputt! Ob unter dem Boden noch etwas ist? Teppisch? Laminat? Erde? Hihihihi! Uh~ Und wenn wir schon den Boden kaputt machen, dürfen wir die Wände nicht vergessen! Wir können doch irgendetwas rein Ritzen u-und, ähm, ach mir fallen da bestimmt noch ganz viele tolle Sachen ein!«, waren seine Worte gewesen. Das Meerwesen begann eifrig und aufgeregt zu nicken, hätte er doch noch am liebsten der Idee Beifall geklatscht, da es ihn nahezu in den Fingern juckte, noch irgendetwas Destruktives zu tun. »Au ja! Wir könnten sogar die Decke irgendwie kaputt machen! Nyhihihi~! Obwohl, nyhihi, wir können ja gar nicht fliegen! Ich Dummerchen! Egal! Nyhihihi! Ich suche mir einfach irgendetwas Spitzes, um die Wände zu verschönern...das wird sicher lustig!«, meinte er daraufhin nur noch und wollte sich gerade auf die Suche nach etwas Spitzem machen, als er nur noch hörte, wie eine Tür aufflummte.

Eine mehr oder weniger seltsame Gestalt stand auf der Schwelle und scheute nicht davor zurück, etwas zu sagen. Der Hintergrund dieser Aktion war dem Siebzehnjährigen nicht wirklich bewusst, weshalb er es nicht als Fehler ansah, dass der Junge mit den Schlangenaugen für ihn erklärte, während er selbst untätig daneben stand und die Fremde zunächst nur beobachtete. »Ganz genau! Du kannst ja mitmachen, wenn du willst. Wir sind zwar keine Freunde und ein Mann bist du bestimmt auch nicht, aber darüber kann man ja mal hinwegsehen! Nyhihihi!«, kommentierte er den Anderen, welcher sogleich die Frau fragte, ob sie über einen schweren Gegenstand Bescheid wusste; schließlich hatte der Dunkelhaarige sich bereits dafür entschieden, die Wände Schritt für Schritt zu bearbeiten, sodass er die andere Sache Sayco hätte überlassen können. Aber damit schien der Wortwechsel mit der Brünetten nicht gedeckt, erkundigte sie sich doch darüber, wer sie seien und ob sie dem Eierkopf gehörten, der dieses Labor leitete. Wieder machte Sayco den Anfang; wieder kommentierte Ryze ihn: »Nyhihi! Und ich bin Ryze. Nicht etwa ein Reisbällchen, sondern Ryze! Uuuuuuund ich glaube ich bin auch kitzelig...wir können das ja einmal gegenseitig ausprobieren! Und eh Eierkopf? Nyhihihi! Sie hat Eierkopf gesagt. Vielleicht vertauscht sie uns mit dem Hühnerstall! Ich bin schließlich ein stolzes Forschungsobjekt und kein eierlegendes Hühnchen!« Er hatte sich beherrschen müssen, nicht mittels seiner Arme ein Huhn zu simulieren und das typische Goak der Hühner von sich zu geben, hätte er es doch durchaus amüsant gefunden. Jedenfalls hatte er bereits vergessen, sich nach besagtem, spitzen Gegenstand umzusehen, weshalb er lediglich dem kleinen Gespräch folgte – teilweise interessiert.
»Gibt es einen bestimmten Grund warum ihr hier im Labor ist? Und das ohne Forscher? Weil eigentlich müsst ihr auf eure Zimmer. Morgen ist Schule.« Diesmal hatte die Fremde das Wort für sich erobert und Ryze setzte alles daran, dieses Mal als Erster zu antworten: »Muss es denn einen geben? Wir haben nur ein bisschen Spaß! Nyhihihi! Und wieso Schule? Schule brauch man nicht, wenn man Freunde hat. Und außerdem – nyhihihi – sind wir doch keine kleinen Kinder mehr, nicht wahr Sayco?« Er stupste seinen Freund an, ehe ihm einfiel, dass sie ja noch etwas zu klären hatten: ob sie nun im Nacken kitzelig seien oder nicht. So ging er, ohne etwas zu sagen, näher an den Anderen hinan und begann mit seinen Fingerkuppen in dessen Nacken über die teilweise von Haaren bedeckte Haut zu fahren. Ob Sayco bereit wäre, dasselbe zu tun, damit auch er eine Antwort bekäme?



»Postingpartner: Sayco, Suzanna


»Zusammenfassung:
{beobachtet den Raum → wartet auf Antwort → philosophiert über ihr Verhalten → bemerkt, dass Sayco etwas sagt → stimmt dem Vorschlag zu → hört, wie sich die Tür öffnet → beobachtet den Wortwechsel → sagt ab und zu etwas → lauscht Sayco und Suzanna → kitzelt seinen neuen Freund am Nacken}


»Legende:
Handlung
»Sprechen«
›Denken‹
»Sayco spricht«
»Suzanna spricht«
Ortswechsel
»Rückblende«

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