» WELCOME IN HELL

Herzlich Willkommen in Glass Dome. (:
Es freut uns, dass du hierher gefunden hast.
Wenn du Lust hast sieh dich gerne einmal genauer um;
doch einmal eingewiesen gibt es kein Entkommen mehr -
sei dir darüber im klaren!
Im Moment wird im Forum selbst alles ein wenig umgemodelt, aber keine Sorge, das RPG ist und bleibt aktiv.
Übrigens haben wir Kekse.
Liebe Grüße, das Admin Team; Limlim (Liam) & Lexipuh (Alex)
» MOST WANTED!

xx Aufnahmestopp: Psychologen // Forschungsobjekte (ohne Forscher)

xx Aktive Gesuche : xx Übernehmbare Charaktere (1x weiblich // 2x männlich)

» SHORT FACTS
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xx Die Mindest- länge der Posts Ingame beträgt 200 Wörter
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xx Eure Sig- natur darf nicht breiter als 500 px sein
»Plot 3 - Die Endzeit

xx 3 Wochen nach der verhängnisvollen Nacht, ist wieder etwas Ruhe in Glassdome eingekehrt und das Institut will die Schüler an die Schule heranführen.

Uhrzeit: Später Nachmittag - Früher Abend (17-19 Uhr)
Wetter: stark bewölkt, kaum sonnig (23-24°C)
» EVENTS

xx Momentan ist kein Event aktiv - Ideen sind gerne bei Liam/GM anzumelden.


 
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 Aula

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AutorNachricht
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GM
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BeitragThema: Aula    Fr 02 Mai 2014, 16:43

das Eingangsposting lautete :




Die Aula. Hier versammelt sich einmal im Monat die ganze Schülerschaft und bekommt Mitteilungen
oder bespricht wichtige Ereignisse von Zukunft oder Vergangenheit.

Das Event ist voll im Gange, Büffets stehen bereit und Reden werden geschwungen. Überall im Gelände stehen Wächter.
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AutorNachricht
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Jael
Spion
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BeitragThema: Re: Aula    So 16 Aug 2015, 21:21

Jael lächelte Eisern. Was hätte sie schon großartig sagen sollen. Den Tot ihres Bruders hatte sie nur irgendwie verkraftet, und das er jetzt quasie in ihr hauste machte das ganze auch nicht besser. Nur noch seltsamer als ihre Situation eh schon war.
"Ach... die Alten Männer waren dumm. und wir clever."
Sie zwinkerte und grinste.
"Du hast doch garantiert Zugang zu den Akten, lies es nach. Es gibt einen detaillierten Bericht über diesen Vorfall."
es kamen immer mehr Schüler in die Aula und Jael sah sich noch mal kurz um.
>Viel zu viele Leute...<
Sie hatte sich gerade wieder zu James gedreht, als der Geruch des Engels stärker wurde. Anscheinend war irhendwo eine Tür aufgegangen und jetzt zog dieser Duft durch die ganze Aula. Jael nieste ein paar mal Kräftig, bevor sie sich ein Taschentuch vor die Nase hielt. Als sie wieder aufsah stand Alex neben ihr.
>Na super.<
Genervt erwiederte sie seinen Kurzen Blick und unterdrückte dann das Niesen.
>das ist der Typ der dir den Arm abgerissen hat?<
zischte Luzifer.
>Bleib ruhig, Mann. Mit dem Leg ich mich vorerst nicht noch mal an. Ich hab keinen Bock das James da mit reingezogen wird.<
Trotz allem sah man ihr an wie sie sich zusammenreißen musste. Luzifer hatte fast so viel Kontrolle über ihren Körper wie sie. Aber eben nur fast. Und so widerstand sie dem Verlangen ihres Bruders Alex an die Gurgel zu fallen.
Kain duckte sich auf ihrer Schulter etwas und gab einen Laut von sich den man gut mit dem Knurren eines Wachhundes vergleichen konnte.
"Bleib ruhig Kain."
murrte Jael.
>VERDAMMTE AXT BIN ICH NUR DAFÜR DA ALLE DAVON ABZUHALTEN ANDERE ZU ZERFLEISCHEN? HIMMEL ARSCH UND ZWIRN GLEICH RASTE ICH AUS.<
schrie sie innerlich und lauschte den Worten ALex. als der sich wieder verzog und ihr einen stechenden Blick zuwarf zeigte sie ihm nur den Mittelfinger. Sie konnte sich denken was er mit dem Mädchen vor hatte und was er ihr mit diesem Blick sagen wollte, und fürs erste würde sie es auch dabei belassen. Aber trotzdem würde sie sich den Prototypen noch mal vorknöpfen. Nachdem sie herausgefunden hatte was er war und wie sie ihm wirklich weh tun konnte.
>Das Letzte Wort ist noch nicht gesprochen mein Freund. Wegen dir Stecke ich tiefer in der Scheiße als mir lieb ist und das lasse ich nicht auf mir sitzen.< Sie drehte sich wieder zu James.
"Das war mein Stichwort, ich hab noch was zu erledigen. Ich freu mich wirklich das es dir gut geht, James. Und sei dir sicher das es mir auch gut geht... den Umständen entsprechend... aber ich muss jetzt echt hier raus."
Wieder nieste sie, umarmte James kurz, schnappte sich von dem was noch vom Buffet übrig war zwei Schnittchen und verschwand in Richtung der Bibliothek. Unwarscheinlich das sie dort etwas interessantes oder wissenswertes erfuhr das ihr weiterhalf aber einen Versuch war es wert. Vieleicht sollte sie später noch mal zu Mamata, vieleicht konnte die ihr weiter helfen.


TBC: Gang- Schule- Erdgeschoss
BP: James, Alex, Gwyndolyn, (Acelya)

[sagt James er soll selbst nach sehen was sie getan hat - bekommt einen Niesanfall - hällt Lu und Kain davon ab Mist zu bauen - zeigt Alex den Mittelfinger -Verabschiedet sich und geht]



>Jaels Gedanken< >Luzifers Gedanken<  "Sprechen"
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Scar
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BeitragThema: Re: Aula    Mo 17 Aug 2015, 16:52

Ich riss meinen Kopf hoch und blinzelte verschlafen. Anscheinend waren die Reden zu einschläfernd gewesen. Ich gähnte herzhaft, hielt mir dabei jedoch wohlerzogen die Hand vor dem Mund. Im nächsten Moment schoss mir durch den Kopf das ich mir das ja wohl langsam sparen konnte. Ich war nicht mehr in dem Eliteinternat für potenzielle Firmennachfolger. Sondern in Glassdome. Einem Gefängnis. Was zählten hier gute Manieren? Das Einzige was wirklich zählte war eine gute Führung damit man recht schnell hier wieder raus kam.
Allerdings bezweifelte ich, dass uns die Wissenschaftler jemals wieder rausliesen.
Verschlafen rieb ich mir über die Augen und sah mich um. Die Jungs um mich herum waren weg. Das Kribbeln in meiner Narbe war auch nicht mehr vorhanden. Also musste einer der drei Jungs ein Dämon gewesen sein.
Ich sah mich um. Gerade erblickte ich noch Alex und Acelya, meine ehemalige Zimmerkameradin. Mein Blick schweifte weiter und blieb an Yuri hängen. Der kleine Kerl nervte gerade einen Wächter. Ich grinste vergnügt und rubbelte mir noch schnell den Schlaf aus dem Gesicht.
Vorsichtig stand ich auf und streckte mich erst einmal gründlich.
Dann schlängelte ich mich langsam durch die Stuhlreihen und den Schülern die noch darauf saßen und zum Teil, so wie ich auch eben noch, schliefen. Ich sah zu Yuri der sich eben an der Wand hatte hinabgleiten lassen. Das war so typisch er. Ich grinste noch breiter. Doch bevor ich zu ihm und seinem Begleiter ging suchte ich noch nach einem Getränkespender.
Gesucht gefunden. Den verwüsteten Teil umrundete ich und nahm mir dann einen Pappbecher von dem Wasser. Bedächtig drückte ich den Wasserschalter hinunter und trank dann mit großen gierigen Schlucken das Leitungswasser.
Erneut betätigte ich den Schalter und trank erneut ein paar Schlucke. Mit dem halbvollen Wasserbecher in der Hand schlenderte ich dann zu Yuri und dem Wächter. Morrigan saß auf der Schulter des Jungen und Yuri lachte dem Wächter etwas irre ins Gesicht. In seinem normalen Tonfall hörte ich ihn fragen: "Du weißt nun wie wir heißen, hihi. Und wie heißt du, Mr. Wächter?" Freundlich lächelnd trat ich zu den Dreien und sagte fröhlich: "Hallo Yuri und Morrigen. Hallo Mr. Wächter." Als ich den Wächter ansprach huschte ein ironisches Grinsen über mein Gesicht. Ich hatte im Wald schon bemerkt das Yuri nicht die besten sozialen Umgangsformen hatte und oftmals an ein kleines Kind erinnerte. Aber er war dennoch witzig und unterhaltsam. Und vor allem bot er irgendwie einen gewissen Schutz. Aus welchem perfiedem Grund auch immer.
Ich musste mir das Lachen unterdrücken, vor allem wegen des uninteressierten Gesichtsausdrucks unseres Gegenübers.
Ich hielt Yuri fragend den Pappbecher hin und sah ihn an: "Durst?"




Thx, Alex!
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Raiden
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BeitragThema: Re: Aula    Di 18 Aug 2015, 23:45

Raiden, auch wenn man ihn nicht als rassistisch im eigentlich Sinne bezeichnen kann, so hatte er doch meistens sehr starke Abneigungen gegenüber Insassen. Ob es nun einfach seine Programmierung war, konnte er zwar nicht sagen, doch es war eine Tatsache, dass jeder Insasse hier ein Grund hatte, warum er nun mal in GlassDome war. Gerade das machte sie meistens schon zu Kriminellen und für Kriminalität hatte Raiden kein Verständnis. Raiden wusste das er selbst über 200 Leute getötet hatte und konnte sich noch an jedes Gesicht erinnern, aber wie gesagt. Er wusste nicht ob es nun Programmierung war oder eigener Wille. Das wusste er eigentlich bei den wenigstens Dingen...
Einzig und allein wusste er aber, dass es ihm langsam zu blöd wurde. Klar, konnte er sich jetzt hier aufregen und die nervigen Insassen, wo gerade noch eine Frau dazu kam, einfach in den Knast der Forschung stecken, doch dies hatte keinen Sinn und damit war ihre Bestrafung überzogen. Es würde einfach nur zu weiteren Problemen führen, dessen war er sich bewusst. Ohne nur auch ein Wort zu sagen, verließ er die Aula und ließ dabei Yuri und Scar stehen. Letztere kam gerade dazu und hatte ein ähnliches dämliches Grinsen auf den Lippen.

TBC: Wächtertrakt - Trainingsarena

(So, zwei Leuten sind meinem Raiden zu blöd, also nichts gegen Scar oder Yuri, doch ich muss mein Char spielen, wie er ist. Wünsche viel Spaß)


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Yuri
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BeitragThema: Re: Aula    Mi 19 Aug 2015, 21:54

Mit einem neugierigem Blick sah der kleine Magier zu dem Wächter im Anzug. Zu dem Wächter, der ihm immer noch keine Antwort auf seine Frage gegeben hatte. Was ein doofer Typ! Dabei war er doch so nett gewesen und hatte ihm ne Antwort gegeben! Und das sogar mehr als nur einmal! Jahaa! Voll unfreundlich der Typ! >> Hallllluuuu? Yuri an Wächter, Wächter bitte kommen~ Thihihi~ <<, kam es nur lachend von ihm während er weiter hoch sah. Doch statt eine Antwort vom Wächter..erhielt er aus einer ganz anderen Richtung eine Antwort! Und das im Wortwörtlichem Sinne! Aus der anderen Richtung hatte sich Scar an Yuri und Morrigan angenähert und ihn angesprochen. Mit einem Grinsen drehte er den Kopf zu ihr und die Rabendame krächzte nur freudig zu der Blondine. >> Halllooooo Scar! Thihi! <<, meinte er nur freundlich zu dem Engelchen was er vor einigen Wochen im Wald getroffen hatte. Er war damals einem großen Raben hinterher gerannt, auf der Suche nach einem Spielkameraden für Morrigan. Und am Ende der Suche hatte er die Blondine dort gefunden, haha! Doch just in dem Moment so sich Scar zu den zwei Kerlen und dem Vogel gesellt hatte, ging der Wächter wortlos einfach weg! Wie überaus unfreundlich! Doch Yuri schmollte nicht, oh nein! Er stand lächelnd auf und winkte ihm hinterher. >> Tschüselie, nyhahaha! << Ja, er war wirklich freudig und gut gelaunt, wie eigentlich immer als der Wächter gang..und das obwohl der Wächter eigentlich total unfreundlich zu ihm gewesen war. Aber so war er wohl einfach. Als ihm Scar dann auf einmal einen Pappbecher mit ein wenig Wasser entgegen hielt und ihn fragte ob er denn etwas trinken möchte, strahlte er nur freudig über beide Ohren hinaus. >> Oh danke! Ja bitte, hihi! <<, sprach er nur freundlich zu ihr und nahm dankend den kleinen Becher entgegen. Das sich dabei ganz kurz die Hände der beiden berührten störte ihn überhaupt gar nicht. Wieso denn auch? Lächelnd nahm er einen kleinen Schluck aus dem Becher. Das tat so gut! Wie lange hatte er denn nun überhaupt nichts mehr getrunken gehabt? Er wusste es nicht, denn es war ganz schön lange her, haha!




Zuletzt von Yuri am So 30 Aug 2015, 20:59 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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James
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BeitragThema: Re: Aula    Mo 24 Aug 2015, 17:24

Shay sah Jael belustig an. Tja alte Menschen sind für gewöhnlich nicht mehr so schnell im denken und handeln. Ja stimmt ich kann in eure Akten einsehen, aber da leg ich nicht viel wert drauf. Ich schau eher nur in die Akten von den die im Institut leben. So wie Gwyn. meinte er und sah sich die Dämonin an.
James sah sich kurz um und bemerkte wie ein junger Mann auf ihn und Jael zukam. Misstrauisch zog er die Augenbraue hoch. Faiten ist mein Nachname. Shay ist lediglich mein Viertname. Mr. Mercer. sagte Shay und lächelte sanft. Kurz musterte er den jungen Mann, wohl merkend wie seine Augen leuchten. Er richtete sich wieder an Alex. Seine Akte werde ich mir glaube ich doch mal anschauen. Gehen sie ruhig Mr. Mercer. Alles wichtige wurde gesagt und somit müssen sie nicht länger hier bleiben. Allerdings passen sie auf Mrs. Young auf, das ihr nichts passiert. meinte er noch ehe Alex auch schon durch die Tür verschwand.
Nun schenkte er seine Aufmerksamkeit wieder Jael, welche anscheinend Alex kannte und ein Problem mit ihm zu haben schien. Sie verabschiedete sich kurz nach dem die beiden gegangen waren von Shay und dieser sah ihr besorgt hinterher. Ach sie wird schon klar kommen und wenn bin ich ja da. sagte er zu sich selbst.
Dann sah er zu Gwyndolyn die ziemlich müde schien und überlegte sie wieder ins Institut zu bringen. Komm Gwyn ich bring dich auf dein Zimmer und wir holen noch schnell essen für dich. sagte er und ging Richtung Ausgang.

TBC Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102
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BeitragThema: Re: Aula    So 30 Aug 2015, 21:14


Der kurz geratene Magier stand neben der Blondine die ihm eben noch ein wenig von ihrem Wasser abgegeben hatte während er nur zu ihr sah und breit lächelte. Hach ja, Yuri Voron, die Frohnatur die selbst im Gefängnis nie ihr Lächeln verlor. Was wohl bei ihm falsch lief? Naja, wenn man ihn selbst fragen würde, dann wäre die Antwort ganz klar gar nichts. Seiner Meinung nach war alles was er tat vernünftig, richtig und das was die anderen taten war meist nur bescheuert und verrückt! Ja, so sah es in seinem Kopf wohl aus.. Sein freundliches Grinsen im Gesicht behielt er selbstverständlich bei, was denn auch sonst, als er Scar den Becher zurück gab. Und während er das tat, da dachte er kurz über etwas nach was ihn wirklich nachdenklich machte. Vor ein paar Monaten hatte er mal etwas in einem Fernseher gesehen, irgend eine Art von Serie mit komischen, gezeichneten Charakteren. Das war auch alles total verrückt gewesen! Da hatte jede vierzehnjährige größere Brüste als ihr eigener Kopf gehabt und sie liefen alle halb nackt herum und noch viel mehr komisches Zeug! Aber er erinnerte sich schwach daran, dort ebenfalls gesehen zu haben wie man das teilen von einem Becher oder einer Flasche zu trinken als indirekten Kuss bezeichnet hatte.. Hieß das nun, dass Engelchen und er hätten sich auch indirekt geküsst? Schwach lachte Yuri bloß als er diesen Gedanken bei Seite schob, erforderte etwas viel wichtigeres seine Aufmerksamkeit! Denn die Rabendame auf seiner Schulter, Morrigan war aus dem nichts wieder in die Luft gesprungen und flog über die Köpfe der anwesenden Leute. Doch dann..flog sie einfach aus einem offenen Fenster heraus! Das ging doch nicht! Schwach lachend sah Yuri hinterher, wusste er genau was er nun zu tun hatte.. Denn wenn sich Morrigan so komisch verhielt, dann wollte sie immer das er ihr hinterher lief! >> Thehehe, Morrigan will mir wohl was zeigen. Wir unterhalten uns später weiter! <<, meinte der Magier nur gut gelaunt zu dem Engelsmädchen, drückte ihr ein leichtes Küsschen auf die Wange und ging dann auch schon sofort zu dem Fenster aus dem der Vogel geflogen war..nur um ebenfalls aus dem Fenster zu springen! Ja, sämtliche Schüler und Lehrer mussten ihn definitiv für verrückt halten..

TBC: Toiletten [Mädchen]


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BeitragThema: Re: Aula    So 06 Sep 2015, 13:17

Aus den Lautsprechern knackte kurz ein leises Rauschen, ehe eine Ansage nach Draußen drang.

„Liebe Besucher!
Wir danken ihnen für ihre Zeit und Aufmerksamkeit und hoffen, sie konnten sich nun ein besseres Bild von Glassdome-Academy machen, der Schule, wo sie zukünftig ihren Alltag verbringen werden.
Es wird nun gebeten, dass Schulgelände ruhig und gesittet zu verlassen, sodass unser Team mit den Aufräumarbeiten und Vorbereitungen auf den Schultag beginnen kann.
Vielen Dank.“

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Gwyn
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BeitragThema: Re: Aula    Do 01 Okt 2015, 19:03

Gwyndolyn nagte gerade fröhlich ermüdend an dem Esstisch herum, als sich auf einmal eine merkwürdige Kapuzengestalt der Gruppe von James, Jael und ihr näherte. Nicht sonderlich seinen Woten Aufmerksamkeit schenkend fuhr sie mit ihrem Mahl fort, ließ jedoch kurz einen neugierigen Blick zu dem Fremden huschen, welcher von James – offensichtlich in seiner Lehrerrolle – entschuldigen ließ. Zu guter Letzt wünschte er ihr einen guten Hunger und ihr entging auch nicht, wie das grünhaarige Mädchen namens Jael ihm einen Mittelfinger demonstrierte, ehe sie kurz darauf ebenfalls aus der Aula stürmte. „Ach sie wird schon klar kommen und wenn bin ich ja da.“ Meinte James nur leise, eher im Monolog zu sich selbst, ehe er sich der jungen Sphinx-Dämon zuwandte. Er musste ihre Erschöpfung gespürt haben, denn mit einem Lächeln um seine Lippen meinte er schließlich freundlich. „Komm Gwyn ich bring dich auf dein Zimmer und wir holen noch schnell essen für dich.“ Gwyndolyns Augen blitzten begeistert auf, ihr ganzer Körper erzitterte in euphorisierter Aussicht auf etwas Richtiges zu Essen – wie Wissen. „Jaa..!“ Stimmte sie ihm begeistert zu, stürmte ihm hinterher, als er in Richtung des Ausgang verschwand und sich auf den Weg zum Institut machte. Auf der Schulveranstaltung waren eh nicht genug interessante Leute gewesen, von denen sie sich Wissen aneignen könnte.

BP: Alex ;; James ;; Jael
[beobachtet Alex flüchtig ;; sieht Jael's Geste und wie diese aus dem Raum stürmt ;; lässt sich von James auf's Zimmer bringen ]

TBC: Institut - Forschung - Zuchtraum
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BeitragThema: Re: Aula    Mi 07 Okt 2015, 19:37

Ich beobachtete grinsend wie Yuri gierig einen Schluck des Wassers nahm und mir anschließend den fast leeren Becher zurück gab. Ich blickte hinein und überlegte ob ich den letzten Schluck noch trinken sollte. Was darin alles für Bakterien waren?
Eigentlich hatte ich ihm den Becher nur aus reiner Höflichkeit angeboten gehabt. Normalerweise hasste ich es nämlich wenn jemand anderes aus dem gleichen Becher oder der gleichen Flasche trank. Irgendwie ekelte es mich. Nun an sich hatte ich ja kein Problem mit Bakterien. Aber das war etwas, wahrscheinlich völlig irrationales...
Yuri grinste vor sich hin und riss mich mit einem Lachen aus meinen Gedanken.
Er blubberte irgendetwas vor sich hin und ich folgte seinem Blick und beobachtete die Rabendame wie sie aus dem Fenster flog. Ein schlauer Vogel, machte sich vom Acker bevor hier noch größer etwas passieren konnte.
Yuri drückte mir ein Küsschen zum Abschied auf die Wange und verschwand. Ich rief ihm hinterher: "Tschüss!" Und schon war er verschwunden. Der kleine Kerl gefiel mir immer besser. Irgendwie war er fast so etwas wie ein kleiner Bruder. Aber nur irgendwie, auf eine völlig verdrehte Art und Weise.
Plötzlich erschallte eine Durchsage. Es war die kalte Ansagenstimme die schon so einige Durchsagen gemacht hatte... Die Durchsage vor dem Chaos, die Durchsage nach dem Chaos. Die Durchsage jetzt. Immer eine Durchsage mit der selben kalten Stimme, mit der selben monotonen Stimmlage. Und dennoch, jedes Mal wenn ich diese Stimme hörte lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Seltsam. Oder vielleicht einfach mein Bauchgefühl, dass mir sagte, das etwas ganz und gar nicht stimmen konnte? Wie auch immer es war, ich beschloss den Anweisungen folge zu leisten und von hier zu verschwinden.
Interessantes gab es hier sowieso nicht.
Ich blickte mich um und sah Alex dem ich noch einmal zuwinkte bevor ich mich zur Tür wand.
Kaum war ich auserhalb der Aula fing ich an zu rennen.
Endlich war ich draußen an der 'frischen' Luft.
Jetzt zog ich mir meinen Pulli über den Kopf und streckte meine Flügel aus. Das Top das ich unter dem Pulli anhatte passte perfekt zu meinen Flügel und behinderte sie nicht. Außerdem sah das weiße Top gut zu der dunkelblauen Jeans aus.
Ich flatterte zwei Mal, bevor ich loslief und mich in die Luft schwang. Wie sehr ich das Gefühl zu fliegen einfach genoss... Dabei hielt ich meinen Hoodie immer gut in den Händen.

[GT: Lichtung im Wald]




Thx, Alex!
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Loki
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BeitragThema: Re: Aula    Sa 24 Okt 2015, 01:17

First Post
Chapter 6.2
Der Raum war von Muße umhüllt, die Nacht hatte die Zeit stillstehen lassen. Einzelne Blätter raschelten ab und an, die trockenen Stämme der Fichten und Weiden verstreut fiepsend. Laut ächzte die Tür des alten Hauses, als Loki eintrat. Schwere Schritte zerrissen den ruhigen Frieden, brachten neue Dynamik und ließ alles andere erzittern. In seinen Armen lag eine riesige Raubkatze, ihr beiges Fell war trotz des warmen Lichts im kleinen Domizil ermattet, einige Blutflecken über den Pelz des Tiers verteilt und es in grelles Rot einbettend. Seine Augen waren geschlossen, seine Zähne gefletscht. Und ein leises abgehacktes Jaulen, das vom Trott des Geistmagiers übertönt wurde, hallte durch den Schornstein, um vom Säuseln des Windes davongetragen zu werden. Vorsichtig legte Loki das Tier auf dem breiten Bett im Wohnzimmer ab. Seine klaffende Lunge ließ ihn stolpern - ein leichtes Schwindelgefühl in ihm ausbreitend - während er die verletzte Raubkatze in eine Decke einrollte.

Dann setzte er sich neben sie, spürte sein Herz im Brustkorb bedächtig schlagen. Doch je ruhiger er wurde, je mehr Kontrolle er über seinen Atem zurückerlangte, desto flüchtiger schlug es. Schließlich blieb er mit einem schüchternen Öffnen und Schließen seiner Kapillaren zurück, schwermütig darauf wartend, dass auch sie versagten, Leben in seine Adern einzuflößen.

Nanoko hieß das Mädchen.

Ihr Wahnsinn ließ ihn nostalgisch schmunzeln. Er erinnerte sich an die vielen Herzen, die er anderen gestohlen hatte, um sein eigenes zu ersetzen. Eine Zeit lang hatte es funktioniert, aber so wie ein Mensch seinen Durst nach Wasser nicht ewig löschen konnte, war Loki nicht imstande gewesen seinem eigenen Blutvergießen ein Ende zu setzen. Doch war er nicht mehr wert als das Sterbliche? War er nicht der brillanteste Schachzug der Zeit, um gegen die Naturgesetze vorzugehen? Der letzte Schriftzug, den die Evolution je setzen würde? Er hielt sich nicht für größenwahnsinnig. Warum sollte er auch. Schließlich sprach er nur die Wahrheit, würde nicht gedenken sich selbst anzulügen.

Er warf einen scheuen Blick auf die schlafende Gestaltwandlerin, ein kurzes Zucken ihrer Tatzen aus dem Augenwinkel erhaschend. In seiner Gedankenwelt war er allein. Niemand würde seinen eigenen Träumen lauschen können. Ein anderer sicherer Platz für seine Hirngespinste war ihm fortan nicht eingefallen. Er erinnerte sich an die Frage, die er sich einmal gestellt hatte, spürte wie seine Narben begannen zu brennen, das Blut in seinen Fingern zu kochen anfing.

‘Der Tod ist mein Ende. Das Leben eilt zu schnell an mir vorbei: Folter für die Ausbildung des Potenzials, das in jeder Seele steckt. Doch mein einschneidendes Grinsen…’

Er hörte wie Nanoko leise krächzte, ihre Mädchenstimme anstelle eines tiefen Brummens seine Ohren spitzen lassend: “Er hat einen Plan.” Plötzlich fuhr sie zusammen, zuckte und wimmerte als würde sie geschlagen werden.

“Erzähl es ihm nicht. Du kannst ihm nicht vertrauen”

Ihre tränenden Augen befeuchteten das Kopfkissen, während sie mit ihren eigenen Dämonen rang, einer psychotischen Vorstellung von Freunden, die nur Loki allein verstehen konnte, weil er es war, dem ‘der alte Gott’ ermöglicht hatte den Verstand einer Person - selbst Nanokos - zu Brühe zu verdrehen. Ihm wurde Gottes Handwerk vererbt, um ein neuer stärkerer und besserer Gott zu werden. Auch Lokis Wangen wurden klamm, ein leichter Schauer über seinen Rücken rasend - ein eingesperrter Gott. Auf seinen Eigenglauben angewiesen, um zu existieren.

“Er...er will ausbrechen”, wisperte das Mädchen gequält. “Er hat einen Plan” Eindringlich beobachtete Loki die junge Gestaltwandlerin. ‘Doch mein einschneidendes Grinsen…’ Er atmete tief, als er seinen vorigen Gedanken zuende führte, bevor er die Luft in einem Schwall ausstieß. ‘...bleibt für die Ewigkeit.’

From: Altes Haus

Chapter 7
Es war später Nachmittag als er das Gelände betrat. Die gesamte Schülerschaft sollte sich in der Aula versammeln. Loki war der Meinung es miefe nach Wächtern und Wissenschaftlern, als der Odor von nassen Hunden seine Nase infiltrierte. Umsichtig begab er sich an den Stuhlreihen entlang zum Buffet, seine giftgrünen Augen das zugehörige Gift suchend. Alex. Doch von ihm war weit und breit keine Spur. Er schüttelte mutlos den Kopf. Als sich schließlich die Masse in Richtung Ausgang begab, musste er zähneknirschend feststellen, dass er das Gespräch mit seinem Zimmergenossen auf einen anderen Zeitpunkt verschieben musste, obgleich ihm seine aufgestaute Neugier bald den Verstand raubte.

Der deutsche Schriftsteller Heinser hatte Recht. ‘Aller Zwang hemmt und drückt die Natur. So kann sie ihre Schönheit nicht in vollem Reize zeigen.’ Zwang hatte den Strom von vielen Flüssen stoppen können. Und obwohl Loki genötigt war Alex anzubetteln seinen Fluchtplan aus Glass Dome aufzudecken, schloss er, dass er am Ende des einen Flusses in ein Meer voller Möglichkeiten gespült werden könne, wenn er nur das Vertrauen des Prototypen erlangte ihn dahin mitzunehmen.



Tod, Folter oder ewiges Grinsen.
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Azari
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BeitragThema: Re: Aula    So 25 Okt 2015, 20:33

Azari Evelyn Lone
[cf. Institut-Labor]

Azari verließ das Gelände des Instituts und tastete sich an der Wand entlang. Sie war wacklig auf den Beinen und knickte ein paar Mal weg.
Beinahe hätte sie geflucht, aber das war nicht ihre Art. Insgesamt war sie in letzter Zeit ziemlich durch den Wind. Das lag einerseits daran, dass sie mit niemandem reden konnte, andererseits daran, dass man sie bisher nur wie ein Tier behandelt hatte.
Ihre Ohren zuckten als wollten sie ihre Meinung dazu sagen.

Azari bog um die Ecke, ohne genau zu wissen, wo sie eigentlich hin wollte. Sie kannte noch nicht einmal das ganze Gefängsnis, die ganze Insel. Deswegen folgte sie einfach den Gerüchen. Wie um ihr zuzustimmen knurrte Azaris Magen und sie überlegte, wann sie das letzte Mal gegessen hatte. Sie konnte sich nicht erinnern. Ihre Nase zuckte und sie lief beinahe gegen die Tür. Verdammt. Die Füchsin stieß die Tür auf und huschte in die Schule. Aber sie steuerte nicht wie zuvor auf das Krankenzimmer zu, sondern ging weiter, folgte ihrer Nase.
Sie betrat die Aula und stieß beinahe sofort gegen einen Stuhl. Verdammt. Sie schnalzte leise mit der Zunge. Ihre Fuchsohren fingen das Geräusch auf und sie strich sich abwesend über das linke Ohr. Anscheinend standen hier überall kleine Tische, oder - was wahrscheinlicher war - Stühle. Vielleicht gab es vorne eine Bühne.

Azari streckte die Hand aus und tastete sich an der Wand entlang. Sie hasste das; sich so hilflos zu fühlen, nicht zu wissen, wo sie gleich gegen laufen würde.
Aber mittlerweile war sie ziemlich geschickt darin. Nirgendwo gegen zu laufen.
Sie folgte dem Geruch zum Buffet und szieß dabei gegen jemanden. Ein eindeutig männlicher Körper und hätte Azari jetzt in sein Gesicht gesehen, wäre sie wohl rot angelaufen. "Tschuldigung", murmelte sie und griff nach etwas Essbarem. Hoffentlich war es etwas Essbares.

{ Azari (& Locki) | Schule, Aula}



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Loki
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BeitragThema: Re: Aula    Mo 26 Okt 2015, 17:38

Chapter 6.3

Verwirrt starrte Loki den Schülern nach. Als die meisten schon die Räumlichkeiten verlassen hatten, richtete sich sein konfuser Blick auf das Buffet. Seine Augen blitzten bei dem Anblick. So lange schon hatte er keine normale Mahlzeit mehr genießen können. Seit dieser einen Nacht mit Nanoko.

“Er hat einen Plan”

Die Worte ließen ihm noch immer keine Ruhe. Schließlich war es Alex, auf dessen Hilfe er angewiesen war, um aus diesem Drecksloch zu verschwinden. Loki spürte wie schwer es wurde seinen Körper zu dem langen Tisch am anderen Ende der Hallen zu schleppen - allein bei dem Gedanken daran sich Alex’ Willen zu fügen, ohne zu wissen, ob der Prototyp jemals die erwartete Gegenleistung entgegnen würde. Schwindel machte sich über seine lahmenden Synapsen breit, stechender Schmerz brachte seine Schläfen zum pochen. Ein erneuter Anfall. von solchen hatte er schließlich nicht genug durchstehen müssen - in den letzten drei Wochen.

Nichts verlief in einer Geraden. Seine eigenen Pläne musste er ständig erweitern, ändern und schließlich verwerfen. Ein Teufelskreis, dem man - umzingelt von Glas - machtlos unterworfen war. Und nichtmal Gott selbst hatte die Macht das durchsichtige Gitter allein zu durchbrechen.

“Er hat einen Plan”

Sein Hirn wurde zu Matsch, seine Sicht begann zu verschwimmen. Seine Kehle wurde zugeschnürt, als er spürte wie Nässe über seine Wangen floss und sein Kinn hinabtropfte. Es fühlte sich an als würde er ertrinken. Er stolperte vor, hastig nach einer Tischdecke greifend, um sich aufzurichten. Dennoch war sein Atem müßig, sein Mundraum trocken. Er wollte gerade nach einem Glas Wasser greifen, als jemand mit ihm zusammenstieß und aus dem Gleichgewicht brachte. Er schaute hechelnd hoch, den weißen Stoff auf dem gedeckten Buffettisch fest umklammernd. “Wasser. Gib mir ein Wasser”

Er wandte seinen Kopf zu ihr - nur kurz - bevor er am Tisch entlang zurückstolperte.

“Sie hat keine Augen”, wisperte er erschrocken. “Sie hat keine Augen!”, diesmal etwas lauter. Er konnte ihre Binde nicht erkennen, hielt die weiße schlichte Maske für faltige Haut. Loki blinzelte, traute sich genauer hinzuschauen, als seine Atmung sich langsam beruhigte. Er atmete erleichtert auf, als seine Tränendrüsen langsam ihre Arbeit einstellten.

Ein junges Mädchen, schulterlanges rotes Haar, Fuchsohren, die ab und an nervös zuckten. Und ein verbundenes Sehfeld. Irgendwoher kannte er sie. Jedenfalls schien sie ihm vertraut. Er trat wieder etwas näher, sich an demTisch abstützend. “Doch, du hast Augen” Er schluckte. “Und Ohren hast du auch” Sein Gesichtsaudruck verzerrte sich zu einem manischen Grienen. “Wirklich wirklich große Ohren...zu groß für eine Oma”



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Azari
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BeitragThema: Re: Aula    Di 27 Okt 2015, 22:13

Azari Evelyn Lone
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Azari schob sich das weiche, rechtekige Stück in den Mund. Etwas, das nach Tiramisu schmeckte. Sie hatte es schon einmal gegessen. Sie mochte Tiramisu, aber Kuchen war nicht unbedingt das, was sie am liebsten Aß. Pudding. Schöner, weicher Schokoladenpudding. Oder noch besser - Mousse a Chocolate.
Sie versuchte ihn zu ignorieren, denn es war ihr sowieso schon peinlich genug. Das Ganze war peinlich, auch wenn sie blind war. Eigentlich lief sie nicht so in Leute herein.
Ein hechelndes Geräusch drang an ihr Ohr und sie legte diese an. Ein Hund? Hunde konnte sie nicht ausstehen. Aber es roch nicht nach Hund, also... Musste das Geräusch von dem Jungen kommen, in den sie hinein gelaufen war. Oh.
Azari zögerte einen Moment. Wozu sollte sie ihm Wasser geben? Aber die Frage konnte sie sich sofort selsbt beantworten.

Aza griff nach rechts, wo sie die Gläser vermutete und stieß dabei eines um. Mist., murmelte sie und vernahm verwirrt die Schritte des Jungen, der sich entfernte und sie roch den leichten, salzigen Angstgeruch. Also wollte er doch kein Wasser?
Sie hat keine Augen.
Sie knurrte leise beleidigt ehe sie sich zurückhalten konnte. Das war nicht gerade ein Kompliment.
Eigentlich hatte sie schon Augen, sogar giftgrüne. Nur taten sie eben ihre Arbeit nicht. Allerdings konnte man unter der Augenbinde natürlich auch leere Augenhöhlen vermuten, das war ja ganz normal. Oder? Azari könnte die Binde ja auch einfach abwickeln, dann würde sich niemand mehr über sowas Gedanken machen. Andererseits müsste sie dann die tierischen Kopfschmerzen in Kauf nehmen, und dazu war sie nicht bereit. Nein, nicht wirklich. Wenn sie hier schon gefangen sein musste wie ein Tier, dann so angenehm wie möglich, oder?

Wirklich große Ohren...zu groß für eine Oma.
Oma? Wieso Oma? Azaris Ohren zuckten verwirrt und sie machte einen Schritt zurück. O...ma? Wieso... Wie kommst du bitte auf Oma?

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BeitragThema: Re: Aula    Fr 30 Okt 2015, 11:36

Chapter 6.4

Loki beruhigte sich fortan zeitgleich mit dem Ticken einer großen Wanduhr über dem Eingang zu den Räumlichkeiten der Aula. Er fand einen Rhythmus, dem er folgen konnte. Seine Sinne wurden von Ordnung umhüllt, das Chaos seiner Gedanken, das seinem Verstand solche Panik bereitete, langsam verebbend. Allein ein leichtes Dröhnen seines Gehörs, jede Sekunde, jeden Zeigerschlag schwächer, blieb zurück. Doch die Vibration seines Kopfes schien fast natürlich, hatte beschwichtigende Wirkung. Stille kehrte ein. Loki war so überwältigt, dass er gar vergaß zu atmen. Die Verkrampfungen der Muskeln in seinen Fingern begannen sich zu lösen, die Dornen in seinen Nerven, die jede Regung verunmöglicht hatten, wurden ebenmäßig aufgelöst.

Mühsam hob er seine Finger an, spreizte sie und bewegte sie ähnlich einem Puppenmeister, versuchte Energie aus der Umgebung zu ziehen. Drei Wochen hatte er sich um Nanoko im Alten Haus gekümmert und sie gepflegt. Für seine Kräfte hatte er kaum Nutzen gefunden. Er hatte in der Realität bleiben müssen, durfte sich für diesen Zeitraum nicht durch fremde Welten beirren lassen. Seine Geistmagie hatte ihn fürs bloße Auge unsichtbare Wege beschreiten lassen, Dinge möglich gemacht, über die nur Gott hätte entscheiden können.

Ein Holzstuhl begann sich knarrend auf die beiden Gestalten zu zu bewegen, bewegte sich zittrig auf das Fuchsmädchen zu, kam erst direkt hinter ihrem schmächtigen Körper zum Stehen. Einen Zweiten wurde magisch hinter des Geistmagiers eigenen Körper gezogen. “Rotkäppchen”, antwortete er knapp, ihr mit einer dürftigen Handbewegung bedeutend sich hinzusetzen, bevor er sich schlapp in seinen eigenen Stuhl fallen ließ. Dann starrte er sie eindringlich an, ihr feines Gesicht, den wüsten roten Pony, der ihre Augenbinde verdeckte, die Fuchsohren, die unter ihrem Schopf hervorstachen. “Athos”, grinste er. “Und du bist?”



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BeitragThema: Re: Aula    Fr 30 Okt 2015, 14:16

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Azari konnte förmlich spüren, wie er sich beruhigte und sie wurde ebenfalls ruhiger. Eine Weile sagte er nichts und sie fuhr sich durch die ungewohnt kurzen Haare. Ein Knurren drang aus ihrer Kehle nach draußen, als sie sich versteifte. Sie fasste sich an den Arm, an dem das Mädchen den Schnitt gesetzt hatte. Einen Moment lang war sie wieder in dem Labor. Was genau beabsichtigte man mit ihr zu tun?

Sie blieb auf der Hut und versuchte herauszufinden, ob der Junge ihr gegenüber gut- oder missgelaunt war. Im Moment hatte er sie noch nicht angefallen oder ihr wehgetan.
Azari hatte noch immer die Hälfte des weichen Gebäcks in der Hand und legte es mit zitternder Hand weg. Verärgert ballte sie die Fäuste. Sie hatte schließlich keinen Grund nervös zu sein, oder?
Solange er keine Anstalten machte ihr weh zu tun war alles okay.
Plölzlich hörte sie ein knarrendes Geräusch und etwas stieß in ihre Kniekehlen. Sie erschrack dermaßen dass sie einen Satz nach vorne machte.
Es war nur ein Stuhl. Nur ein Stuhl. Er verlangte von ihr sich hinzusetzen - weshalb?
Sie tastete nach den Stuhllehnen und wartete, bis er sich ebenfalls setzte. Dann ließ sie sich auf die Stuhlkannte sinken.
Rotkäppchen kannte sie nicht. Natürlich hatte sie gehört, dass es ein berühmtes Grimm-Märchen war, aber gelesen hatte sie es nie.
Aber war es nicht ein Wolf? Ein Wolf, der was weiß sie getan hatte?

Er hieß also Athos. Athos? Was war denn das für ein Name? Ein Griechischer?
"Azari", antwortete sie langsam. Sie schob sich im Stuhl weiter nach hinten und krampfte die Hände um die Lehne.Ihr Puls beschleunigte sich ganz von selbst und ihre Atmung ging flacher. Azari wusste, dass das irrsinnig war. Er war nicht ihr Vater und er würde keine Kamera auf sie richten wie auf ein wildes Tier.
Aber sie bekam ihren Puls nicht unter Kontrolle. Verdammt, sie hatte weniger Angst gehabt als sie auf dem Tisch gelegen hatte.


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BeitragThema: Re: Aula    So 01 Nov 2015, 19:20

Chapter 6.5

Sobald die wirren Kabel in seinem Hirn entflochten waren und sein Kopf mit wohliger Wärme durchströhmt wurde, konnte er sich besser auf sein Gegenüber konzentrieren. Das Mädchen interessierte ihn. Sie war prekär aufgrund ihres Aussehens - die Augenbinde zeigte labende Wirkung auf sein konfuses und aufgeregtes Gemüt. Er wäre überfordert von einem kompletten Gesicht gewesen, hätte zu viele Muskelzuckungen auf einmal interpretieren müssen. Azari war verängstigt, Loki konnte es fast schon riechen. Er spürte fast selbst wie immer mehr Adrenalin in ihre Blutbahn schoss und er ergötzte sich an ihrem schnellen Herzschlag, unbewusst seine Hand flach auf seine linke Brust legend. Kein Puls.

Dennoch fühlte er sich lebendiger. Er streckte kurz seine Hand aus und machte Gebrauch von seinen telekinetischen Kräften, wenige Sekunden später ein Wasserglas in seiner Rechten haltend. Er nahm kurze Schlücke, spürte wie sich sein trockener Mund durch die Flüssigkeit regenerierte. In seinem verdorrten Hals stoppte ein unangenehmer Kitzel seines Gaumens.

Dennoch - die Spannung, die sich zwischen dem Geistmagier und ihr aufgebaut hatte, elektrisierte die Luft- und Staubpartikel in ihrem Umfeld. Er beugte sich weiter vor, die Ellenbogen auf seinen spitzen Knien abstützend, die Hände verschränkend.

“Hast du Angst?” Er schaute sie eindringlich an, sein versteinerter Blick hinter den Augäpfeln kalkulierend und penetrant. Er spürte wie Neugier sich in ihm breitmachte, der Wunsch in ihm aufkam sie wie eine Uhr in tausend kleine Einzelteile zu zerlegen, um ihr “Ticken” zu verstehen.

Er schob die düsteren Gedanken des somatischen Zerstückelns beiseite und lächelte leicht. Nein, er wollte das Wesen hinter der Maske erspähen, intensiv beobachten, um Schlüsse über ihren Nutzen ziehen zu können. Wehtun wollte er ihr nicht. Schmerz würde seinem Forschertrieb entgegenarbeiten.

“Du brauchst keine Angst zu haben, solange du mich nicht sehen kannst” Er sprach gewissenhaft, versuchte eine zuverlässige Wirkung zu erzielen. Aber Vertrauen und das Wort der Silberzunge waren gegenüberstehende Begrifflichkeiten. Doch eine andere Methode der Kommunikation hatte er nie kennengelernt.



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BeitragThema: Re: Aula    So 01 Nov 2015, 20:26

Azari Evelyn Lone

Azari wollte aus Gewohnheit die Augen schließen und vergaß, dass sie ja schon geschlossen waren. Also öffnete sie sie und sah - nichts, wie immer. Selbst wenn ihr Sehvermögen in Takt gewesen wäre, hätte sie nichts als Schwärze gesehen, der Blick von weißem Verband versperrt.
Dafür brannten ihre nutzlosen Augäpfel aufgrund mangelnder Feuchtigkeit in der Luft zwischen ihrem Augen und dem Stoff. Schnell schloss sie ihre Lieder wieder und konzentrierte sich stattdessen auf ihre Hände. Sie sollten sich von den Armlehnen lösen, aber die verkrampften Finger gehorchten ihr nicht.
Kurz ärgerte Azari sich über sich selbst.

Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihrem Gegenüber. Etwas rutschte leise übers Holz und ihr linkes Ohr zuckte kurz. Um sich abzulenken griff sie sich ins Haar und strich es hinter ihre Schulter.
"Hast du Angst?"
Tatsächlich hatte sie Angst, ja. Aber nicht vor ihm, sondern vor einem Geist.
Sie spürte seinen intensiven Blick und wand sich innerlich darunter.
"Nein", log sie.

Dann stand sie einfach auf, als die Spannung und die Nervosität zu groß wurde, und setzte sich auf den Boden. Das war besser. Sehr viel besser.
"Das verstehe ich nicht. Wenn ich sie nicht sehen kann, wieso sollte ich dann keine Angst haben?" Das war eine Ernst gemeinte Frage, denn Azari verstand den Sinn dahinter tatsächlich nicht.

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BeitragThema: Re: Aula    Sa 07 Nov 2015, 11:17

Chapter 6.6

Lokis Pupillen zuckten beim plötzlichen verstärkten Lichteinfall, als ihr Kopf nicht mehr das Fenster verdeckte, sie sich entschied auf dem Boden zu verharren. Es würde wahrscheinlich eh keinen Unterschied machen, welche Sitzposition sie einnahm, ob sie ihm den Rücken kehrte oder ihr Gesicht in seinem direkten Blickfeld war. Ihre Augen waren verdeckt. Alles, was sie erblicken würde, wäre schwarze Leere.

Lokis Aufmerksamkeit wanderte zu dem Basar zu seiner Rechten. Obwohl nicht mehr viel übrig geblieben ist, gab es noch genug Essen, um ein kleines Dorf durchzufüttern. Vielleicht verschwenderisch, aber Minderes würden seine Blicke nicht zum Glühen bringen. Er griff nach denselben Törtchen, die auch das Mädchen - Azari - gegessen hatte, erst jetzt entrüstet feststellend, wie wenig er in den letzten zwei Wochen zu sich genommen hatte. Der Geistmagier war in der Zeit stark abgemagert, hat sich dennoch kräftezehrend in die Hallen der Schule begeben. Er war müde, er bemerkte es allein schon an seinen lahmen Gedankengängen, der schimmelnden Stille seines Stammhirns.
“Weil eine Konditionierung auf Angst derzeit nur über deine Sehnerven entstehen könnte”, antwortete er gelassen, ihre Statur näher in Augenschein nehmend. “Was machst du noch hier? Die Veranstaltung ist doch vorbei.”



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BeitragThema: Re: Aula    Sa 21 Nov 2015, 23:43

Azari Evelyn Lone

Azari strich mit den Fingern über den glatten Boden, verharrten kurz ehe sie weiterstrichen und die Füchsin sich im Schneidersitz aufrichtete. Sie zog nervös an ihrem Ohr und seufzte leise.
Azari griff nach hinten und fingerte an ihren Kopfhörern rum. Sie waren ihr wichtig. Sehr, sehr wichtig. Das Einzige Andenken, das sie hatte.
Dann fiel ihr etwas ein.
"Hey Athos", murmelte sie. "Könnten Sie dieses Ding vielleicht abmachen?" Sie fummelte an dem Ring herum, den ihr die Wissenschaftlerin im Krankenzimmer um den Hals gemacht hatte. Er scheuerte und war ziemlich kalt. Er fühlte sich an wie ein Halsband.
Wahrscheinlich war es auch eines.
Sie hoffte wirklich, dass der Andere das schaffte.
Sie griff sich an den Arm, an die Stelle, an der die Wissenschaftlerin ihr eine Spritze in die Haut gestochen hatte. Oder war es etwas Anderes gewesen?
Sie biss auf ihrer Lippe rum, dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den jungen Insassen.
"Sehen Sie derart makaber aus, dass ich Angst haben müsste, Ihr Gesicht zu sehen?", fragte sie dann, denn die Worte des Jungen schienen ihr nicht aufzugehen. Machte er sich vielleicht über sie lustig? Weil sie blind war? Sollte sie nicht umso mehr Angst haben, weil sie nicht sah, was er tat?
"Die gleiche Frage könnte ich Ihnen stellen."
Azari wollte nicht über ihren Aufenthalt in dem Untersuchungslabor reden. Ach du scheiße.
Sie griff sich an den Hals und ihre Finger fuhren etwas weiter runter. Das hätte er ihr sagen können.
Bestürzt zog sie die Hälften ihres Oberteils zusammen und fummelte an dem Verschluss ihrer Jacke herum.
Sie hatte irgendwie vergessen, dass sie a) blutverkrustet und b) in BH und zerissenem Shirt herumlief. Wie konnte sie so etwas vergessen?
Das war ihr peinlich. Natürlich war ihr das peinlich. Sie stand auf, lief etwas wacklig zum Tisch und fuhr mit den Fingern über das Buffet um ein paar Tücher zu finden.

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BeitragThema: Re: Aula    Di 24 Nov 2015, 16:47

Chapter 6.7

Still beobachtete er das Mädchen, ein leichtes belustigtes Schmunzeln an seinen Mundwinkeln knabbernd, während sie unbeholfen um sich tastete. Er hatte schnell bemerkt, dass sie noch nicht lange blind sein konnte. Ihr dürrer, erschöpfter Körper agierte leicht verzögert, konträr zu den vielen Gedanken, die in ihren Verstand alle auf einmal zu verpesten versuchten. Neugier gepaart mit Unsicherheit - er kannte das Gefühl zu gut. Und der Magier wusste, dass es unmöglich war beide Dränge im Gleichgewicht zu halten. Sein Blick schoss zu der Abschnürung um ihren Hals. Wie ein Hund musste sie sich fühlen. Verkrampft, ungelenk und hilflos. Er erkannte das Werk von Wissenschaftlern immer, wenn er es vor Augen hatte. Sie waren Verächter der Empathie.

So auch bei dem unschuldigen Mädchen, das kläglich scheiterte, als sie versuchte sich ihres Daseins als Prostituierte zu entziehen. Nutten der Wissenschaftler - makaber, dennoch wahr. Keine Freiheit über seinen eigenen Körper zu besitzen, keine Freiheit selbst zu bestimmen, was mit ihm angestellt wird, all das hatte auch Loki ertragen müssen. Erniedrigt und objektiviert hatte er sich ihnen ergeben, ohne es gewusst zu haben. Viele würden sagen es erfordere Mut seine Unsicherheit zu zeigen, mehr als sie hinter bröckeligen Gipsmasken zu verbergen. Viele würden behaupten es erfordere mehr Stärke sich auf Menschen einzulassen als sie zu beherrschen und so manipulieren. Es erfordere mehr Männlichkeit nach wohldurchdachten Prinzipien zu leben, statt automatisch auf Befehle von Außen zu reagieren. Loki würde dieser Aussage niemals wohlwollend zustimmen. Schließlich hatten Objekte keine eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie funktionierten wie Maschinen, handelten nach Erlass und ließen sich auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, nur um einem von ihnen hämisches Lachen zu entlocken.

Er stand bedächtig auf, behielt den Gesichtsausdruck des Mädchens im Blick, während er das Halsband näher inspizierte. “Es hat einen Orter”, antwortete er, sporadisch nach Bestätigung in ihren Augen suchend, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf den Ring lenkte. Sie hatte keine Augen - zumindest waren ihre verdeckt. “Sie werden dir einfach einen Neuen umschnallen” Er starrte zu Boden, die nächsten Worte flossen wie heiße Säure seine Zunge hinab. “An dir wird geforscht, richtig?”

Lokis Blick wanderte über ihre schmalen Schultern hinab zu ihrer spärlich bedeckten Haut, ein ungewolltes giftiges Glühen auf seinen vernarbten Wangen entfachend. Einige Sekunden blieb er still, sich an die letzte Nacht im Alten Haus erinnernd. Doch Erinnerungen waren nicht, was ihn derzeitig interessierte. Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist. Der Geistmagier aber, lebte für die Zukunft, antizipierte sie mit jedem Atemzug. “Warum makaber? Ich seh aus wie der Chef”, lachte er, lockerte seine eigene Anspannung und trat einen Schritt zurück.

Auch Azari bemerkte endlich, dass sie nicht salonfähig war. Mit einem Satz war sie wieder beim Buffettisch und tastete ihn hektisch ab. Sie suchte nach Kleidung, einer bescheidenen Bedeckung. Und so kindisch wie Loki war, wollte er sie zappeln lassen. Einen Windstoß aus seinen Fingerspitzen später flatterte die Decke ruckartig zur anderen Seite des Raumes, nur das Gedeck auf der Holzoberfläche blieb unberührt. “Suchst du etwas?”, fragte er unschuldig, seinen Kopf schieflegend.



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