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 Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102

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BeitragThema: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Fr 02 Mai 2014, 16:46




Das Klassenzimmer der Nachtklasse. Hier findet der meiste Unterricht dieser Klasse statt. Es gibt auch einen festen Sitzplan.
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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Mo 24 Aug 2015, 19:09

First Post - Plot 3


Sein Blick war starr gerade aus gerichtet, seine Lippen stets kerzengerade und parallel zum Horizont. Schritt für Schritt kämpfte sich der Forscher durch die auflaufenden Menschenmassen, die sich hauptsächlich aus Schülern zusammensetzten. Manche waren groß, andere wiederum klein, aber sie alle hielten es nicht für nötig, sich zu entschuldigen, wenn sie ihn anrempelten – und das war auch gut so. Der junge Mann hätte ihn nicht geantwortet, ob es nun ein „Macht doch nichts“ oder „Entschuldige, es war mein Fehler“ gewesen wäre. Egal was man ihm gesagt hätte, es wäre keine der üblichen Floskeln gefallen, die man nur der Höflichkeit und des Anstandes zur Liebe gebrauchen würde. Zumal sie alle fast einen Kopf kleiner gewesen sind. Und Pinkas hätte sich kaum die Mühe gemacht, seinen Kopf der Schwerkraft zu überlassen, nur um zu sehen, wer ihn dieses Mal wieder berührt hatte. Er hatte genug damit zu tun, darauf aufzupassen, dass er seinen Bruder, Pieter, nicht in all dem Trubel verlieren würde. Dieser ging wie immer neben dem Größeren, krallte sich stets in dessen Hand und gab ebenfalls dem Schweigen nach. Alle paar Sekunden drehte sich der Kopf des Älteren leicht zu seiner Rechten und neigte sich um ein Minimum dem Boden zu und somit seinem Bruder zu. Allerdings war alles, was sich innerhalb seines Sichtfeldes befand, die pinkfarbenen Haare des Jüngeren, die im Glanz des Lichtes leicht orange schimmerten. Ein mildes Lächeln umspielte in jenen Momenten seine Lippen, aber sobald er sich wieder den Köpfen der anderen, über die er förmlich hinwegsah, zu wand, erstarrte es wieder zu einem neutralen Gesichtsausdruck, der selbst die unschuldigen Gesichtszüge mit deren Gegenteil – der Schuld – konfrontierte. Und wie schon so oft, bewegte sich Pinkas mit dem üblichen Gang durch die Korridore der Schule.

Je weiter sich der Pinkhaarige von dem Eingang der Glass Dome Academy entfernte, umso ruhiger wurde es. Weniger Schüler führten zu weniger Lärm. Und weniger Lärm führte zu mehr Ruhe. Für zwei – vielleicht auch drei – Sekunden legte er seine Lider aufeinander und genoss die Dunkelheit, die sich ihm dadurch bot. Und solange er Pieters Hand in der seinen spüren würde, konnte er sich sicher sein, dass ihm nichts passieren würde. Immer wieder ließ er diese Prozedur Revue passieren, als er plötzlich spürte, wie jemand an seiner rot karierten Weste zupfte. Der junge Mann konnte deutlich spüren, dass der Ursprung dieses Zupfens am unteren Ende des Kleidungsstückes lag. Und somit war es nicht gerade schwer für ihn, zu erraten, wer ihn denn da aus seinen Gedanken riss – nämlich kein anderer, als sein Bruder. Langsam öffnete der Achtzehnjährige wieder seiner violett schimmernden Augen und richtete seinen Blick mit der üblichen Bewegung zu dem kleinen Mann, der an seinem älteren Bruder empor schaute. „Ist irgendwas?“, erkundigte sich der dunkle Nephilim mit einem schmalen Lächeln nach dem Wohlbefinden des Jüngeren. Doch dieser blickte nur auf einen Raum, dessen Tür offen stand, ehe er sich wieder auf seinen Bruder konzentrierte. Pinkas folgte mit seinem Blick dem des Kleineren, bevor auch er sich wieder diesem zu wand. „Was ist da drinnen?“ Quietschend hallte Pieters Stimme durch den endlos scheinenden Flur, der mittlerweile komplett leer war. „Ein Klassenzimmer“, entgegnete Pinkas, ohne sich auch nur einmal zu dem Raum umzudrehen. Immerhin kennt er sich gut in der Schule aus. Und so wusste er auch, dass es sich um Raum 1-02, das Klassenzimmer der Nachtklasse, handelte. Ohne das Bedürfnis, etwas zu ergänzen, zu verspüren, drehte er sich nun zu dem offen stehenden Raum, nachdem sein Bruder nur genickt hatte. Er setzte sich also wieder in Bewegung und steuerte mit dem Kleineren an seiner Hand das rechteckige Zimmer an. Innerlich sendete der Forscher ein Stoßgebet, mit dem Inhalt, dass sich niemand in dem Klassenzimmer befindet, ab. Und er hatte Glück! Entweder, es war schon vorher niemand drinnen gewesen, oder man hatte sein Gebet erhört und die sich darin befindenden Menschen verschwinden lassen. Aber ganz egal, was nun zutraf, für den Pinkhaarigen war es nicht relevant. Warum sollte es ihn auch interessieren? Schließlich wäre die weitaus realistischere Möglichkeit, dass niemand im Klassenraum gewesen ist. Kein Wunder! Wer geht schon an einem freien Tag in ein Klassenzimmer? Geschweige denn in die Schule? Kaum merklich schüttelte er den Kopf, als er bemerkte, dass beides genau in diesem Moment auf ihn zutraf. Es war zu paradox gewesen, als dass er darüber nicht hätte Lachen müssen. Genau genommen hat er es auch nicht. Aber vermutlich hätte es jeder andere getan. Und eigentlich wäre Pinkas ja auch nicht gekommen, wäre da nicht die lästige Anwesenheitspflicht gewesen. Und selbst die hätte er beinahe missachtet, hätte er sich nicht im letzten Moment auch noch einen Ruck gegeben und zusammen gerissen. Da stand er also – mitten im Klassenraum der Nachtklasse. Die Stühle und Tische waren gestapelt, aber ganz hinten stand ein Tisch alleine, auf den er sich nun zu bewegte. Der Gefallene packte seinen jüngeren Bruder unter den Armen und setzte ihn an die Kante des hölzernen Möbelstückes. Dann setzte er sich mit einem eleganten Schwung ebenfalls auf den Tisch, der daraufhin mit einem kaum hörbaren Ächzen antwortete. Sein Blick neigte sich ein abermals zu seiner Rechten, als sich der Jüngere gegen seinen Bruder lehnte, dabei gähnte, die Augen allerdings offen hielt. Vielleicht war es doch nicht die beste Idee gewesen, herzukommen, immerhin schien der kleine Mann wirklich sehr müde zu sein. Aber selbst diese „Ausrede“ würden die Wächter vermutlich nicht gelten lassen. So oder so, er würde wohl das Zeitmaß, das vorgab, wie lange man auf dem Schulfest bleiben müsste, erfüllen müssen, daran bestand kein Zweifel. Vielleicht würde er einfach mit Pieter hier die vorgegebene Zeit absitzen, in der Hoffnung, das niemand anderes sich mehr diesem Raum widmen würde.

BP: James
[geht durch den Schulgang >>> denkt nach >>> schaut ab und zu nach Pieter >>> unterhält sich kurz danach mit diesem >>> betritt Klassenraum >>> setzt Pieter auf einen der Tische >>> nimmt ebenfalls Platz]




Zuletzt von Pinkas am So 20 Sep 2015, 13:48 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Mo 24 Aug 2015, 22:08

CF - Aula

Stillschweigend ging James mit Gwyndolyn zum Supermarkt. Er kaufte ihr das ein was sie haben wollte. Gwyn war sehr schweigsam als die beiden so durch die Gegend schlenderten. Ich bringe dich jetzt in deine Zelle dort kannst du in Ruhe essen und dich dann ausruhen. Wenn du nicht mehr so müde ist sag jemandem bescheid, dann kann ich zu dir kommen sagte Shay sanft lächelnd als die beiden das Institut erreicht hatten. Er begleitete Gwyn noch in ihre Zelle und ging dann zurück zur Schule.

Zurück in der Schule beobachtete Shay die große Maßenflut und seufzte. Er hatte irgendwie keine Lust wieder in die Aula zu gehen. Er entschloss sich, sich die Schule anzusehen. James wanderte durch die Gänge und sah sich gut um. Wenn die Schule erstmal los geht werde ich keine Zeit mehr haben meine Zeit zu genießen. Nun ja aber ich freu mich schon auf den Unterricht. Ich bin gespannt was für Wesen meine Schüler sein werden und ob Lucian auch in meiner Klasse ist. James stoppte und zuckte kurz zusammen. Er hatte in der letzten Zeit oft an Lucian gedacht, aber ihn bis jetzt immer noch nicht gesehen und das bereitete ihm Sorgen. Er hatte Lucian in einer schlechten Verfassung zurück gelassen und bereute es zum Teil, aber Lucian war auch sehr müde und James wollte sich nicht unnötig bei ihm aufhalten.
James seufzte. Ich sollte aufhören an ihn zu denken. Lu wird sich schon noch bei mir melden.
James sah auf und stand vor dem Klassenraum der Nachtklasse. Er sah hinein und bemerkte einen jungen Mann mit pinken Haaren und einen kleinen Jungen der ebenfalls pinke Haare hatte. Er betrat den Raum und lächelte. Sie sind Dr. Pinkas Shay Delko oder nicht? Und das ist ihr kleiner Bruder Pieter? Schön sie zusehen. sagte James lächelnd und winkte dem kleinen Mann zu ehe er Pinkas die Hand zum Gruß hinhielt. Ich weiß nicht ob sie sich an mich erinnern ich bin seid mehr als 3 Wochen hier.
Er hoffte das er die beiden nicht überrumpelt hatte und lächelte weiter. Er wusste das Pinkas sehr kühl war und nur bei seinem kleinen Bruder auftaute.

BP Pinkas (Pieter)
-hat Gwyn in die Zelle gebracht-geht zur Schule-denkt an Lu-betritt den Raum der Nachtklasse-sieht Pinkas und Pieter-spricht die beiden an-erkennt Pinkas-


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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Mo 24 Aug 2015, 23:24

Eine Weile saßen die zwei Brüder dort; stumm, ohne sich zu rühren, den Blick gerade aus gerichtet. Es waren fünf – vielleicht auch zehn – Minuten, die sie da auf dem hölzernen Tisch in Klassenraum der Nachtklasse verbrachte. Pieter ruhte weiterhin an dem rechten Arm seines großen Bruders, den dieser unter dem ebenfalls rechten Oberschenkel vergrub. Seine Beine hingen locker über der Kante des Tisches hinab, schaukelten leicht und berührten beinahe den mit einer dunklen Farbe ausgestatteten Fußboden des Klassenraumes, während die seines Bruders nicht einmal in dessen Nähe kamen. Sein Atem ging ruhig, doch innerlich war er etwas nervös, auch wenn er es nach außen hin wie gewohnt nie zeigen würde. Die Stille in diesem Teil der Schule hielt schon allzu lange, was für eine Schulgebäude recht ungewöhnlich ist. Schließlich hat man nicht einmal auf den Toiletten auch nur den Hauch einer Chance, etwas Privatsphäre zu haben. Es gab immer irgendjemand oder irgendetwas, dass es unmöglich machte, die ab und zu herrschende Stille für eine Weile zu genießen. Und es sollte dieses Mal nicht anders sein, wie schon so oft, wenn Pinkas etwas Zeit für sich hatte – und seinen Bruder selbstverständlich.
Ohne sich etwas anmerken zu lassen, schielte der Pinkhaarige mit seinen violetten Augen in Richtung des Schulfhofes. Erstaunlicherweise hatte das Treiben dort etwas nachgelassen. Die Bäume ließen den Wind durch ihr Laub gleiten und zum Dank riss er sie teilweise fast mit sich. Ob es den Bäumen wohl wehtat? Ob sie etwas spüren, wenn man ihnen ein Blatt, einen Teil ihres Körpers, entreißt? Ob sie etwas fühlen? Immerhin, die Bäume hatten nichts zu bieten, dass auch nur ansatzweise einer Aura ähnelte. Aber vermutlich konnte er sie auch einfach nicht wahrnehmen. Denn in den Büchern über Rassenkunde und Magie, die man im Institut als in jedem Regal findet, steht, dass die Aurawahrnehmung die Fähigkeit ist, die Aura eines Lebewesen zu sehen oder zu spüren. Nun, wissenschaftlich gesehen sind Bäume auch Lebewesen, aber sie besitzen kein menschliches Gehirn und somit auch keinen Verstand. Der Begriff „Lebewesen“ könnte man hier also nur relativ verwenden. Ein genervtes Kreisen huschte über seine Augen, als er bemerkte, dass er über Bäume nachdachte. Was war bloß los mit ihm? War es die Langeweile, die ihn dazu brachte etwas zu tun, das sich seinem Charakter gegenüber inkonsequent verhielt? Oder war es einfach nur die Stille, das Alleinsein, das er sonst so bevorzugte? Er wusste es nicht. Und warum sollte er sich auch weiterhin damit beschäftigen? Es wäre reine Zeitverschwendung gewesen. Zeit, die er eigentlich hatte. Jetzt gerade in diesem Moment.

Die Gedankengänge des jungen Mannes wurden unterbrochen, als er im Türrahmen eine in dessen Schatten liegende Gestalt sah. Er ließ sich nichts anmerken, schaute weiterhin gerade aus, hatte er die Silhouette doch nur im Augenwinkel entdeckt. Aber genau dieser Fakt war es offensichtlich, der den Fremden darin bestärkte, den Raum zu betreten. „Nicht. Dein. Ernst.“, versuchte der Forscher gerade den anderen per Gedanken SMS zu benachrichtigen. Aber es schien nicht zu funktionieren. Wie sollte es auch? Schließlich ist noch kein Forscher auf die Idee gekommen, Menschen SMS-Chips im Gehirn einzupflanzen. Ein durchaus interessantes Vorhaben, wie Pinkas feststellen musste, doch weiter kam er nicht, als der Blauschopf zu sprechen begann. „Sie sind Dr. Pinkas Shay Delko, nicht? Und das ist ihr kleiner Bruder Pieter? Schön sie zu sehen.“ Verwundert blickte er den offenbar doch nicht ganz so fremden an, als dieser seinen Namen erwähnte. Doch im nächsten Moment normalisierte sich sein Gesichtsausdruck wieder und er blickte zum ersten Mal in die blauen Augen seines Gegenübers. Und in diesem einen Moment erkannte ihn. Es war einer seiner Forscherkollegen. Aber was machte der hier? Er ist doch gar kein Schüler? Fragen über Fragen, als der dunkle Nephilim realisierte, dass er vermutlich als Lehrer angestellt war. Was für eine absurde Situation! Im einen Moment ist mein Kollege und im nächsten Lehrer und Schüler. Aber die nächste Bemerkung des anderen Forschers, der Pinkas’ Erinnerungen nach James heißen musste, bestätigte die Vermutung, warum der Pinkhaarige ihn nicht schon vorher als Lehrer kannte. Zu gut erinnerte er sich daran, als dieser vor ungefähr einem Monat im Institut angekommen war. Sie hatten zwar bisher nicht viel – eigentlich gar nicht – miteinander gesprochen, aber gegen eine flüchtige „Bekanntschaft“, die nur daraus bestand, das man den Namen des anderen kennt, störte ihn nicht. Leider schien ein Wortwechsel unvermeidlich, weshalb er sich zusammenriss und dem Kollegen eine Antwort gab. „Ja, stimmt schon.“, entgegnete er kurz knapp, ehe er zu Pieter blickte, der offensichtlich eingeschlafen sein musste, denn er zeigte keine Reaktion, nicht einmal das übliche Verstecken hinter seinem großen Bruder. „Und ja, ich erinnere mich.“, ergänzte er noch, als er sich wieder von den Augen des anderen ab wendete. Ob er noch etwas sagen sollte? Eigentlich wäre es überflüssig gewesen. James hatte gefragt und Pinkas hatte ihm eine Antwort gegeben. Aber er vermutete, dass sich der Blauhaarige dadurch nicht so leicht abschütteln lassen würde. Daher entschied sich der Pinkhaarige abermals dazu, etwas zu sagen. „Sie sehen nicht gerade so aus, als wären Sie ein Schüler?“ Keinesfalls wollte er ihn damit als alt bezeichnen, aber es war schon zu spät gewesen, als er dies realisiert hatte.

BP: James
[denkt nach >>> schaut auf den Schuhhof >>> denkt über Bäume nach >>> sieht James >>> antwortet auf dessen Fragen >>> bemerkt, dass Pieter eingeschlafen ist >>> sagt etwas]




Zuletzt von Pinkas am So 20 Sep 2015, 13:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   So 30 Aug 2015, 13:27

Es war schon erstaunlich wie eine Pflichtveranstaltung die Schüler dazu brachte mal das zutun, was die Oberhäupter von Glass wollten. Es war jedoch auch so, das viele der Schüler gleich wieder gingen als die "Reden" in der Aula beendet waren und so war es nur verständlich das ein Großteil der Schüler einfach wieder die Schule verließ und ihre eigenen Wege gingen. Auch unter den ganzen Schülern hier konnte James Lucian nicht entdecken. Wahrscheinlich kämpfte er immer noch mit seiner inneren Stimme. James bereute es das er den Jungen einfach alleine gelassen hat. Es war nie seine Absicht, aber hätte man ihn spät abends noch bei einem Schüler gesehen, dann hätte das für ihn viel Ärger gegeben und es hätte ihn wahrscheinlich sein Job gekostet und das konnte der Blauhaarige nicht in Kauf nehmen.
Jedenfalls stand er nun im Klassenraum der Nachtklasse und sah sich um, ehe er sich wieder dem jungen Forscher vor ihm zu wandte. Sein kleiner Bruder Pieter schien eingeschlafen zu sein, weswegen er nicht auf James Begrüßung reagierte. James zuckte unschlüssig mit den Schultern und sah Pinkas an. Der Pinkhaarige schien sich an James zu erinnern und stellte so gleich fest, das James nicht unbedingt wie ein Schüler aussah. Liegt wohl daran, dass ich als Lehrer hier bin um darauf zuachten,dass die Schüler sich an die Pflichtveranstaltung halten und herkommen. meinte James eher unbeteiligt. Er persönlich fand nicht das er gerade alt aussah. Er war doch erst 21 Jahre alt und konnte nun wirklich nicht als alt bezeichnet werden. Vielleicht war es auch gar nicht Pinkas Absicht auf James Alter anzuspielen.
James streckte sich kurz und sah dann wieder zu Pinkas. Waren sie in der Aula als die Veranstaltung anfing? fragte James und sah Pinkas wieder an.
James war klar das er Pinkas gestört hatte und dieser eigentlich kein Interesse an einem Gespräch hatte, aber James hatte momentan keine Lust in der Aula zu bleiben und dort auf die ganzen Schüler zuachten es wurde ihm dort viel zulaut. Pinkas hingegen war sehr schweigsam und wahrscheinlich würde das Gespräch bald komplett abschweifen, aber das würde James auch nicht sonderlich stören.

BP - Pinkas
-denkt nach-denkt wieder an Lucian-streckt sich-spricht wieder mit Pinkas-


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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   So 30 Aug 2015, 17:23

Der Augenkontakt zwischen den beiden Forschern hatte nicht lange Stand gehalten, als der Pinkhaarige seinen Blick wieder dem Inneren des Klassenraumes widmete. Sein Aussehen war typisch für ein Klassenzimmer als solches; eine Tafel, ein paar Bänke und Stühle, ein Pult für den Lehrer und wie üblich die Fenster- und Türseite, die sich längs über den Raum erstreckten. Na ja, was hatte er auch erwartet? Immerhin besucht er diese Schule schon seit sechs Jahren – nicht zwingend freiwillig. Und wenn man mal darüber nachdachte, hatte sich dieser Raum kaum verändert. Höchstens die Tatsache, dass nahezu jeder Gegenstand deutliche Spuren von Alterung aufwies. Aber ansonsten hatte sich dieser Raum über die Jahre hinweg wirklich nicht verändert, seit er ihn das erste Mal vor sechs Jahren betreten hatte. Seine damaligen Mitschüler wollten nicht viel von ihm wissen und mieden ihn, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruhte. Von daher hatte er also nie Probleme mit der Schule gehabt. Aber mittlerweile würde er sich lieber im Institut aufhalten, als dass er seinen Bruder alleine im Labor ließ, nur um irgendeinem Lehrer zuzuhören, der auch nichts Besseres zu tun hat. Und wie sich seine Vermutung mit der nächsten Bemerkung des Blauhaarigen bestätigt hatte, war dieser tatsächlich ein Lehrer. Insgeheim würde Pinkas wohl noch so manches Mal Beten, dass James nicht zu den Lehrern gehören würde, die seine Klasse unterrichten würden. Aber wie er sein Schicksal kannte, würde dies sowieso der Fall sein. Sein Schicksal tendiert eben dazu, dass ihm Dinge widerfahren, die genau dem gegenüberstehen, was ihm seiner Meinung nach lieber widerfahren sollte, was zwangsläufig auch der Grund dafür ist, dass er eben an das Schicksal glaubt. Aber offensichtlich scheinen solche Dinge wie das Karma ja doch nicht zu existieren, immerhin hat er noch nie etwas geerntet, dass er verdient hätte. Aber wie sagt man so schön? „Sehen heißt nicht glauben, glauben heißt sehen.“ Und in Anbetracht seiner Kräfte weiß er, dass jedes Wesen eine Aura hat. Warum sollte dann auch kein Karma existieren? Immerhin glaubt er streng daran, auch wenn er selbst nicht die Folgen eines guten Karmas bei sich sehen kann. Und das steht wiederum im Widerspruch zu genanntem Sprichwort. Und bevor er noch einen Drehwurm seiner Gedankengänge bekäme, antwortete er lieber dem anderen Forscher, der seinen Erinnerungen nach ein Gestaltwandler sein müsste was auf sein gutes Gedächtnis zurückzuführen ist. Eine recht starke Fähigkeit, wenn man sich mehr damit beschäftigte. Zu dumm nur, dass James kein Versuchsobjekt ist.

„Ja, das habe ich mir im Endeffekt auch schon gedacht“, entgegnete er nach einigen Sekunden auf die erste Bemerkung des jungen Mannes, während sich dieser streckte, so als wäre er müde, oder als ob er seine Gelenke einfach mal wieder bewegen oder dehnen müsste, was Pinkas für wahrscheinlicher hielt. Doch keinesfalls blickte der Junge wieder zu seinem Kollegen, der sich aufgrund der Sitzposition des dunklen Nephilims fast auf der selben Augenhöhe wie dieser befand. Stattdessen schaute er wieder zu seinem Bruder, nachdem er an seinem Ärmel etwas nasses gespürt hatte. Pieter hatte wohl wieder im Schlaf angefangen etwas zu sabbern, was für ein Kind seines Alters nicht ungewöhnlich war, ebenso wenig die Angewohnheit, überall einzuschlafen, wobei es keine große Kunst ist, in der Schule einzuschlafen. Dennoch, der Anblick war, wie es so mancher beschreiben würde „süß“ und zauberte Pinkas ein schmales Lächeln auf das Gesicht. Doch als sich der Lehrer wieder zu Wort meldete, schwand das Lächeln mit jeder Sekunde und die violetten Augen des Pinkhaarigen suchten wieder für einen kurzen Moment nach den blauen des anderen, ehe er seinen Blick wieder beiseite richtete und nach einer Antwort suchte. James hatte sich wohl dafür interessiert, ob sich sein Gesprächspartner in der Aula aufgehalten hatte, vermutlich während den Ansagen und der Rede. Wann hätte er denn auch sonst Grund dazu gehabt, dorthin zu gehen? Dort war es schließlich laut und eng, zwei Dinge, die er überhaupt nicht lustig findet. Und so würde er auch diese zwei Dinge nutzen, um seine Antwort zu begründen. „Ja, schon, aber nur ganz kurz. Es war mir viel zu laut dort und es waren einfach zu viele Menschen da drinnen. Insofern wurde die Luft nach einigen Minuten etwas stickig.“ Dass er Menschen nicht unbedingt mochte, musste der Blauhaarige ja nicht wissen, wenn er es denn nicht schon längst wusste. Schließlich hatte er auch seinen Namen gekannt, warum also nicht auch eine seiner größten Abneigungen? Man musste nicht unbedingt ein Genie sein, um diesen Teil seiner Persönlichkeit zu erkennen. Aber darum würde er sich bei James sowieso keine Sorgen machen, immerhin ist dieser ein Forscher und ein Lehrer und somit durchaus als Genie zu bezeichnen. Zwar ist das Genie an sich für jeden eine Form der Ansichtssache, aber für Pinkas musste man nur ein guter Forscher sein, um diesen Status zu haben. Und den Akten zu Folge, ist der Lehrer sowieso ein guter Forscher mit guten Ergebnissen. Und mit Sicherheit wäre es keine Form der Selbstverliebtheit, wenn der Pinkhaarige dasselbe von sich behaupten würde. Kurz blickte er wieder in die blauen Augen seines Gegenübers, ehe er spürte, wie sich etwas neben ihm regte. Es war sein jüngerer Bruder, der entweder einen unruhigen Schlaf hatte oder kurz davor stand, aufzuwachen. Letzteres schien wohl der Fall zu sein, als der Forscher sah, wie Pieter seine Augen aufschlug, sich streckte und dabei gähnte, ehe er seinem älteren Bruder wieder in die Augen schaute und ebenfalls kurz lächelte, so wie dieser es zuvor getan hatte. Und erneut schenkte er dem Kleineren ein schmales Lächeln und wuschelte ihm kurz durch die Haare, bevor er sich wieder James widmete. Auch Pieter schien den jungen Mann erst jetzt bemerkt zu haben und vergrub sein Gesicht hinter dem Arm seines Bruders. Der Blick, den Pinkas seinem Kollegen widmete, bedeutete wohl soviel wie „Es liegt nicht an Ihnen, er ist einfach schüchtern“. Zumindest würde er es so ausdrücken, wenn er das Bedürfnis verspüren würde, zu reden. Allerdings wäre es überhaupt die Frage, ob er das Verhalten seines Bruders rechtfertigen würde. Vermutlich nicht.

BP: James
[schaut in den Klassenraum >>> denkt nach >>> hört James antworten >>> denkt wieder kurz nach >>> antwortet >>> schaut nach seinem Bruder >>> antwortet erneut auf eine weitere Bemerkung des Forschers >>> bemerkt dass Pieter aufwacht >>> schaut wieder zu James, nachdem sich sein Bruder vor diesem versteckt hat]




Zuletzt von Pinkas am So 20 Sep 2015, 13:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   So 06 Sep 2015, 13:17

Aus den Lautsprechern knackte kurz ein leises Rauschen, ehe eine Ansage nach Draußen drang.

„Liebe Besucher!
Wir danken ihnen für ihre Zeit und Aufmerksamkeit und hoffen, sie konnten sich nun ein besseres Bild von Glassdome-Academy machen, der Schule, wo sie zukünftig ihren Alltag verbringen werden.
Es wird nun gebeten, dass Schulgelände ruhig und gesittet zu verlassen, sodass unser Team mit den Aufräumarbeiten und Vorbereitungen auf den Schultag beginnen kann.
Vielen Dank.“

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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   So 06 Sep 2015, 21:26

Als der pinkhaarige sich wieder im Klassenzimmer umsah musterte James ihn durchgehend. Er war ein recht attraktiver junger Mann. Das pinke Haar hatte es James besondert angetan. Es war genau so besonders wie James mit seinen blauen Haaren. Auch die Augen des jungen Mannes waren sehr schön. Sie wirkten kühl und emotionslos und denoch warm und wunderschön.
James folgte Pinkas Blick hin zu dem kleinen Pieter welcher eingeschlafen war und bemerkte sein Lächeln, welches nur für einen kurzen Moment anhielt und dann wieder verschwand als James etwas zu ihm sagte. Ruckartig sah James zum Fenster und fühlte sich ertappt dabei wie er den Jungen gemustert hatte.
Pinkas antwortete auf James Frage hin und James sah ihn kurz verwirrt an ehe er begriff was Pinkas meinte. Ich verstehe,dass war auch einer der Gründe warum ich die Aula verlassen habe. Ich musste ja nur herkommen um als Lehrer vorgestellt zu werden. meinte James achselzuckend.
Plötzlich ertönte eine Durchsage und James sah instinktiv auf. Oh das trifft sich ja gelegen. Was halten sie davon, wenn wir unseren Plausch in ein Restaurant verlegen? Mich plagt langsam der Hunger. Wie siehts bei ihnen aus? fragend sah James Pinkas an.
Für viele schien es vielleicht seltsam das James einen Schüler siezte. Aber er tat dies nur, weil Pinkas ebenfalls Forscher war und er ihm Respekt zollte.
Wieder ertappte sich James dabei wie er den Jungen musterte. Was los mit mir? Fühl ich mich jetzt etwa zu Jungs hingezogen und nicht zu Frauen? Innerlich seufzte der Gestaltwandler und lächelte Pinkas an und überspielte einfach das er ihn beobachtet hatte.

BP Pinkas (Pieter)
- mustert Pinkas - denkt kurz nach - spricht - mustert ihn wieder - schlägt was vor-


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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Mo 07 Sep 2015, 18:14

Nicht lange warf der Pinkhaarige seinem Gesprächspartner diesen entschuldigenden Blick zu. Ebenso schnell, wie sich dieser auf seine Gesichtsmuskeln geschlichen hatte, war er auch wieder verschwunden. Es war ein Blick, den er nur der Höflichkeit zur Liebe aufgesetzt hatte, auch wenn es unbewusst geschehen war. Es zählt eben nicht zu seiner Art, sich zu entschuldigen oder anderen Rechenschaft abzulegen, auch wenn es sich in diesem Fall nur um einen winzigen Akt des Versteckens handelte. Es gibt genügend Persönlichkeiten, die ein solches Verhalten als Angriff auf sich selbst empfinden würden. Nicht jeder besaß die Fähigkeit einen kleinen Jungen, der sich vor anderen oder viel wichtiger noch fremden Menschen versteckt, zu verstehen. Pinkas wusste nicht, ob dies auf James zutraf, aber seinen Erfahrungen und Erwartungen nach eher nicht. Sein Gegenüber gehört wohl ebenso wie er der jüngeren Generation an, war er doch nur einige Jahre älter, zumindest augenscheinlich. Im Grunde genommen war es also ein Blick, der sich völlig inkonsequent gegenüber seinem Charakter verhielt. Doch was wohl weitaus eher paradox an diesem Blick war, war die Tatsache, dass es offensichtlich nicht von ihm ausging. Und außer James war niemand hier, mal abgesehen von Pieter. War er es also, der den Gefallenen dazu animierte, sich so anders zu verhalten? Aber wie? Eigentlich hatte er es immer für unmöglich gehalten, dass jemand sein Herz aus Eis zum Schmelzen bringen könnte. Dabei war es ja auch eigentlich nicht komplett aus Eis. Man könnte es wohl mit der Erde vergleichen. Der Kern ist heiß und brennt, für niemanden sichtbar und verborgen, während die Hülle kalt und starr ist und für jedermann sichtbar. Ein seltsamer Vergleich, immerhin sind Planeten nicht gerade ein gutes Hilfsmittel, um einen Menschen und sein Verhalten zu beschreiben. Aber es wäre eben auch der erste Vergleich, der ihm spontan einfallen würde, wenn man ihn danach fragen würde. Und das ist ja auch das sonderbare an ihm und seiner Fähigkeit. Die Emotionen sind da, er unterdrückt sie nur und zeigt sie somit auch nicht. Der einzige, der diese Gefühle in ihm bisher verstärken und zum Vorschein bringen konnte, war sein kleiner Bruder. Und auch wenn es nur ein einziger Blick war, denn er dem Blauhaarigen zugeworfen hatte, irgendwie verspürte eine Art Vorahnung, auch wenn er diese gekonnt unterdrückte und nur als eine Art Illusion sah. Niemand, der ihm nicht Nahe genug war, hatte es bisher geschafft, ihm wichtig zu sein, warum sollte dieser es also schaffen?

Es war die Stimme des anderen, die ihn wieder aufmerksamer auf das aktuelle Geschehen machte. Doch statt in die blauen Augen seines Gesprächspartners zu schauen, hing sein Blick an dessen Lippen, die die einzelnen Worte formten, auch wenn nur seine Stimme die Kraft besaß, diese lebendig werden zu lassen. Der Forscher wusste selbst nicht so genau, warum er diesen Körperteilen, die seinen Mund formten, mehr Beachtung schenkte, als seinen Augen, die bekanntermaßen das Fenster zur Seele sind. Aber eigentlich dachte er auch nicht über sein Verhalten nach, schließlich war er zu sehr damit beschäftigt, auf die Worte des anderen zu achten, auch wenn er es vorzog nicht zu sprechen. Und auch wenn seine Worte nicht die ganze Wahrheit gewesen sind, so waren sie wenigstens ein Teil davon. Doch das musste nicht zwingend heißen, dass es bei James ebenso war. Ehrlichkeit ist zwar ein Wert, der bei niemanden vollkommen ist, aber warum sollte man auch lügen, wenn es nur um eine einfache Frage ging? Nun gut, mancher würde es vielleicht aus Spaß tun, aber generell besaß doch niemand die Angewohnheit, gerne zu lügen. Zumindest dachte er das. Ihm selbst ist es ja eigentlich egal. Ob Lüge oder Wahrheit, für ihn zählen nur die ausgesprochenen Worte. Und der Fakt, dass sein eben noch gewesener Kollege ein Lehrer ist, bestärkte die Vermutung, dass es die Wahrheit war, die da aus der Stimme des anderen sprach. Doch Pinkas verspürte nicht das Verlangen, darauf etwas zu antworten. Allerdings würde es wohl jedem so gehen. Es war der normalste und bekannteste Verlauf eines Gespräches. Eine Frage, eine Antwort und die Antwort von demjenigen, der die Frage gestellt hatte. Mancher würde wohl jetzt einwerfen, dass der Pinkhaarige einfach die nächste Frage gestellt hätte und es dann von selbst immer so weiterging, aber es gab nichts was den Gefallenen jetzt noch interessiert hätte – zumindest für den Moment noch. Es traf sich also gut, dass in diesem Moment der Lautsprecher im Klassenzimmer ein Knacksen von sich gab, ehe eine ihm unbekannte Stimme das Schulfest offiziell beendete. Verwirrt richteten sich seine Pupillen nach der Uhr an seinem Arm. Es war doch erst kurz nach fünf? Warum endetet das Schulfest jetzt schon? Überrascht widmete er seinen Blick wieder James, doch dieser schien weniger überrascht. Vielleicht wusste er ja, dass das Schulfest so früh enden würde. Auch wenn ihn der Teil mit dem „ruhig und gesittet“ zunehmend verwirrte. Eigentlich konnte das nichts gutes bedeuten. Immerhin gab es keinen Grund, dass Schulfest mit einem entgegengesetzten Verhalten zu verlassen. Na ja, eigentlich sollte es Pinkas ja auch nicht stören. So konnte er wenigstens früher ins Institut zurück. Doch als könnte sein Gegenüber Pinkas’ Gedanken lesen, machte er seine Pläne zunichte. Und eigentlich hätte er auch sofort nein gesagt, aber irgendwie hatte er es nicht gekonnt. Ob es wohl daran lag, dass der Gestaltwandler Lehrer ist? Oder war es doch mehr gewesen? Innerlich schüttelte er seinen Kopf. Es konnte einfach nicht mehr sein. Unmöglich. Punkt aus Ende. Und als er im Augenwinkel den Blick seines Bruders gesehen hatte, der sich auf dessen Züge gebildet hatte, als die Worte Restaurant und Hunger fielen, da wusste er das jeglicher Widerstand zwecklos wäre und es nun kein zurück mehr gab. „Warum nicht? Ich habe auch schon seit einigen Stunden nichts mehr zu mir genommen und ich schätze, dass es ihm genauso geht.“ Es war als hätte er ein schmales Lächeln während seiner Aussage versucht, hatten sich seine Lippen doch nur um wenige Millimeter, wenn nicht sogar Nanometer bewegt. Die weitaus wichtigere Frage wäre jedoch, warum er sich überhaupt an einem Lächeln versucht hatte. Pinkas redete sich einfach ein, dass es Pieter galt, schließlich hatte er über diesen gesprochen, obwohl er irgendwo wusste, dass es einen anderen Grund haben musste, nur ignorierte er dieses Gefühl noch. Selbst sein Bruder hatte sich inzwischen wieder normal hingesetzt und schien sich nun weniger scheu gegenüber James zu verhalten. Ob das wohl was zu bedeuten hatte? Ganz egal, wie man es interpretieren würde, Pinkas hatte nichts dagegen, so schnell wie möglich von hier wegzukommen, auch wenn in einem Restaurant nicht weniger Menschen wären. „Kennen Sie denn ein gutes Lokal in der Nähe? Ich würde es vorziehen, wenn wir keine weitere Zeit verschwenden würde.“ Es mochte wohl etwas schroff klingen, aber eigentlich war es nicht so gemeint. Immerhin müsste James wohl wissen, dass Pinkas in seinem jetzigen Zustand als Schüler nicht gerne hier ist. Oder zumindest könnte er es sich einfach denken. Vorsichtig sprang er von dem hölzernen Tisch ab, ehe er sich umdrehte und den kleinen Pieter auf den Boden hob, auch wenn dieser es wohl alleine geschafft hätte. „Also, wollen wir?“, fragte er kurz, mit einem gewissen Enthusiasmus in der Stimme, auch wenn es gar nicht seine Absicht gewesen ist. Was hatte dieser James nur an sich, dass es ihn so sehr veränderte, auch wenn es nur minimale Veränderungen waren...

tbc: Die Stadt – Geschäftsviertel – Steakhouse


BP: James
[denkt nach >>> bemerkt, dass er sich etwas komisch verhält >>> vernimmt James Antwort >>> denkt über diese nach >>> hört die Lautsprecheransage >>> wird misstrauisch >>> verwirft den Gedanken >>> hört James zu >>> gibt dem Vorschlag eine positive Antwort >>> sagt etwas >>> macht sich fertig zu gehen >>> sagt etwas]

//out: Sry, dass es so viel geworden ist




Zuletzt von Pinkas am So 20 Sep 2015, 13:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Klassenzimmer der Nachtklasse // Raum E-102   Sa 19 Sep 2015, 21:08

Stille war für James schon immer etwas sehr angenehmes und das Pinkas diese vorzog fand James nicht schlimm. Der junge Mann war generell nicht sehr gesprächig und James war froh das er überhaupt eine Antwort von ihm bekam. James war froh das dass Schulfest zu Ende war. Außerdem freute er sich schon sehr auf die Zeit mit den Schülern und ihnen was beizubringen.
Auf James Frage hin antwortete Pinkas mit einem eher knappen Lächeln und James konnte es gar nicht erkennen. Er dachte sich auch das er sich nur eingebildet hatte. James sah den kleinen Pieter an und lächelte ihn sanft an. Nun es gibt das Steakhous dort soll es richtig leckere Sachen geben. Ich denke das wir dort satt werden. Lasst uns gehen. sagte James und ging Richtung Ausgang. Wohlbedacht darauf zu achten das Pinkas und Pieter im folgten.
Schweigsam ging er durch den Flur und sah sich noch mal kurz um.
Im übrigen könnten wir uns auch dutzen oder nicht?warf James nach einigen schweigsamen Minuten ein. Klar an sich war es höfflicher und respektvoll, aber irgendwas an Pinkas gefiel James und er wollte ihn nicht länger Sietzen, weil ihm das zu unpersönlich schien. James wurde langsamer und ging mittlerweile hinter Pinkas. Er war in Gedanken versunken. Ich hätte gerne Lust wieder mal zu forschen.. Aber dafür brauch ich ein Forschungsobjekt. Obwohl ich könnte auch an mir selbst forschen oder aber an Tieren. Ach ich weiß auch nicht. James war so Gedankenversunken, dass er nicht bemerkte wie er über etwas stolperte. Er bemerkte es erst als es zuspät war. James stolperte direkt auf Pinkas zu und konnte es wahrscheinlich nicht verhindern. Innerlich verfluchte James sich schon für seine Unachtsamkeit und hoffte das er Pinkas nicht weh tun würde.

TBC - Steakhouse


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