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xx 3 Wochen nach der verhängnisvollen Nacht, ist wieder etwas Ruhe in Glassdome eingekehrt und das Institut will die Schüler an die Schule heranführen.

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 Lesetrakt

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BeitragThema: Lesetrakt    Mi 14 Mai 2014, 20:51




Der Lesetrakt grenzt direkt an die bibliothek an.
Dies ist der einzige Ort in der Schule in dem es fast immer still ist und in dem man in ruhe Lesen oder lernen kann.
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Liam
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 08 Jul 2015, 17:15



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 001


Was war in letzter Zeit eigentlich genau los hier? Wie nervig. Dieser ganze Mist, der sich auf Glass Dome abspielte nervte Liam einfach nur. Er hatte gehofft, dass er wenn er herkam antworten finden würde. Zumindest ein paar, auch wenn er nicht mit vielen gerechnet hatte. Stattdessen landete er von einem Chaos im nächsten und es passierte nichts, außer zu verwirren. Hatte er wirklich mit - wie hieß er noch gleich? Jaden? - gekifft? Er erinnerte sich kaum noch daran, er wusste nur noch, dass er kaum noch einen Satz in seinem Kopf zusammen bekommen hatte. Eigentlich hatte er keine Wirkung erwartet, da sein Dämonenblut eigentlich alles direkt vernichtete, was nicht in seinen Blutkreislauf gehört. Umso erstaunter war er also gewesen, als plötzlich sein Sichtfeld verzerrt war und er dachte er würde schweben. An die Erinnerung zurückdenkend grinste Liam, aber dann fiel ihm etwas ein; das Nikotin der Zigaretten wurde ja aus irgendeinem Grund auch nicht aus seinem Kreislauf geschmissen, also hätte er sich vorher denken können, dass das THC ebenfalls drin bleiben würde. Hmh.
In Gedanken versunken ließ Liam sich auf einen Stuhl plumpsen. Er hatte die Aula, sichtlich genervt und unter den Blicken seiner Lehrer und Mitschüler, kurz nach Beginn von Suzanne Ackles Rede verlassen und war seitdem Ziellos durch das Schulgebäude geirrt. An den Ausgängen standen Lehrer, also konnte er nicht abhauen. Und sonst hatte er niemanden gesehen, mit dem er wirklich reden wollte, also hatte er sich auf die Suche nach einem stillen Teil des Hauses gemacht. Und so war er im Lesetrakt der Bibliothek gelandet.
Liam war nicht unbedingt eine Leseratte, aber er mochte den Geruch von Büchern, das hatte schon immer eine beruhigende Wirkung auf ihn gehabt. Er sah sich um und spähte in die angrenzende Bibliothek, aber auch dort war bis jetzt noch niemand. Er würde also Ruhe haben ... und suchen würde ihn hier sicher auch kein Lehrer. Genervt von all dem Stress in letzter Zeit fuhr er sich durch die Haare und schlürfte zurück zu seinem Stuhl. Er sah sich noch einmal um und bemerkte ein paar Bücher, die in der Rückgabe lagen. Mit zwei langen Schritten war er bei ihnen und besah sie sich, befand sie aber als uninteressant. Also stellte er sich ans Fenster und blickte nach draußen, aber da fast jeder im Gebäude selbst war und nur der ein oder andere Lehrer draußen sporadisch Wache hielt, war dort auch nichts spannendes zu sehen.
Einen Moment lang überlegte Liam, ob er abhauen sollte - mit zwei Griffen würde er das Fenster geöffnet haben, dann würde er sich über den Sims nach draußen ziehen und einfach fallen lassen, dann von Gebüsch zu Gebüsch hocken bis er an den Schulwegen angekommen war... aber...
er seufzte und verwarf den Gedanken wieder. In letzter Zeit war so viel schief gegangen, dass man wahrscheinlich besser aufpassen würde. Und er hatte keine Lust in eine Isolationszelle zu müssen oder so einen Quatsch. Immerhin war das ganze hier ja ein "wunderschönes Schulfest" und somit Pflichtveranstaltung. Bullshit.

» BP: Melody [läuft im Lesetrackt herum, denkt nach und langweilt sich]



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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 08 Jul 2015, 20:41

Wie hatte ich es eigentlich geschafft die letzten drei Wochen hier zu überleben? Ich wusste es nicht, ehrlich gesagt interessierte es mich auch nicht wirklich. Die Tatsache dass ich noch nicht an Langeweile gestorben war, war verblüffend aber gleichzeitig auch schon wieder so uninteressant, dass ich mich nicht weiter damit befassen wollte. Doch jeder weitere Tag den ich lebte, musste ich hier verbringen, in diesem Gefängnis, das mehr einem Zoo glich als einem wirklichen Gefängnis. Auch wenn die Besucher fehlten, gab es keinen Augenblick in dem ich mich nicht beobachtet fühlte. Trotzdem lebte ich hinter einer Glasscheibe. Das schlimmste war jedoch noch nicht einmal wie ich lebte sondern mit wem ich hier leben musste. Umgeben von Idioten war es schwer nicht vollkommen durchzudrehen. Ja ich war schon zu bemitleiden, abgesehen von der Tatsache, dass ich gut aussah, außerhalb dieses Gefängnisses einen mehrstelligen Kontostand hatte und nebenbei noch wahnsinnig talentiert war. Tja aber das Leben ging irgendwie immer weiter, man musste eben nur das beste daraus machen. Aber noch nicht einmal das konnte ich. Anstatt meine Zeit irgendwo weit ab von allen Idioten dieser Insel zu verbringen, musste ich solchen Veranstaltungen beiwohnen. Liebend gerne wäre ich einfach verschwunden, aber natürlich war man darauf vorbereitet, sodass alle Eingänge unpassierbar waren. Es wäre keine Schwierigkeit für mich gewesen, einen der Lehrer mit meiner Gabe mir gefügig zu machen. Aber die Auswirkungen wären unberechenbar gewesen. Hier waren einfach zu viele Personen, auf deren Aufmerksamkeit ich tatsächlich gut verzichten konnten. Dementsprechende ließ ich es lieber bleiben. Ich hatte schon genug negative Erfahrungen gemacht, als ich eigentlich benötigte. Wenigstens hatte ich die Aula verlassen können. Die hatte ich nämlich kurz nach meinem Eintreffen in der Schule betreten und genau so schnell auch wieder verlassen. Die Tussie auf der Bühne hatte gerade den Mund aufgemacht um mit ihrer glorreichen Rede zu beginnen, da war ich auch schon verschwunden. Während ich durch das Schulgebäude stolzierte hörte ich im Hintergrund immer noch ihre Stimme und seufzte über das was ich verstand entnervt auf. Es war zwar nicht viel, aber genug um mir auf die Nerven zu gehen.
Ich hatte kein bestimmtes Ziel im Blick, ich wollte einfach nur weg, weg von allem hier. Aber das war leider nicht möglich. Also musste ich mich erst einmal damit zufrieden geben weit genug weg von den Idioten dieser Insel zu sein. Auch wenn es nur ein kleiner Trost war, stimmte es mich dennoch ein wenig glücklich. Doch leider gestaltete sich die Suche nach eine ruhigen Ort voller Einsamkeit schwieriger als gedacht. Überall waren irgendwelche Schüler. Während ich weiter einen passenden Zufluchtsort suchte, bewegte ich mich durch die Massen, wobei ich darauf achtete möglichst wenig ungewollten Körperkontakt einzugehen. Schlussendlich hatte ich es endlich geschafft, das Obergeschoss der Schule zu erreichen. Hier war es schon um einiges leerer, das gefiel mir.
Zuerst hatte ich die Bibliothek betreten wollen, aber dann hatte ich ein Lachen aus dem Raum gehört. Seufzend hatte ich auf dem Absatz kehrt gemacht und mich einem anderen Raum zugewandt. Willkürlich öffnete ich die nächste Tür und fand mich Im Lesetrakt wieder. Perfekt. Hier würden sich wohl die wenigsten Idioten rumtreiben, naja das selbe hatte ich auch von der Bibliothek gedacht. Aber dieses Mal schien das Schicksal mich nicht verarschen zu wollen. Die Ruhe, die in diesem Raum herrscht, war ein wahrer Segen. Das einzige was ich hörte war das Klackern meiner Absätze. Gedankenverloren ging ich durch den Raum, sah mal hier hin, mal dort hin. Aber wirkliche Interesse hatte ich nicht. Ich genoss einfach nur die Ruhe und die Einsamkeit. Doch in den nächsten Sekunden stellte es sich schon heraus, dass es nicht mehr als eine Illusion gewesen war. Ein Junge mit feuerroten Haaren geriet in mein Blickfeld. Meine blauen Augen wurden in den nächsten Sekunden zu Eis. Abschätzend musterte ich ihn. Augenscheinlich waren wir wohl im selben Alter und natürlich war er größer als ich, was aber auch keine besondere Kunst war. Doch meine Schuhe brachten den gewünschten Ausgleich, damit ich mich nicht wenigstens ganz so klein fühlt. Was mir ansonsten an ihm auffiel, waren seine Augen. Die Farbe seiner Iris, dieses orange, war nicht nur unnatürlich sondern auch unangenehm. Meine Augen waren zwar nicht viel gewöhnlicher aber wenigstens waren sie nicht so beunruhigend. Eher im Gegenteil, bei meinen Augen lief man eher Gefahr, dass man sich in ihrem beruhigenden Blau verlor. Ansonsten gab es eigentlich nichts an ihm, was ihn besonders aufregend machte. Dementsprechend hatte er nicht viel mehr meiner Aufmerksamkeit verdient als alle anderen Individuen. Ich würde es mir erst einmal für später aufheben ihn einzuordnen. Dieses Privileg genoss er jedoch nur weil mir die Kombination seiner Haar-und Augenfarbe für den Moment gefiel. Ich konnte mir gut vorstellen wie unangenehm es sein musst meine Blicke ertragen zu müssen. Ich hatte schon als kleines Kind die Angewohnheit gehabt, fremde Personen unverblümt anzustarren wenn ich sie musterte. Lächelnd dachte ich daran wie meine Mutter daran verzweifelt war, mir diese Angewohnheit auszutreiben.

BP: Liam

[ langweilt sich, läuft durch die Schule, betritt den Lesetrakt, sieht Liam, mustert ihn]


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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 08 Jul 2015, 21:34



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 002


Erst hatte Liam sich wahllos ein Buch aus einem Stapel gepickt und angefangen, lustlos darin herum zu blättern, doch als er erkannte, dass es ein Buch über Engel war, hatte er es achtlos weggeschoben. Er ging wieder einmal seinen Gedanken nach, und fragte sich, warum Engel und Dämonen eigentlich selten klar kamen. Jaja – klar, sie waren ein Gegensatz, aber irgendwie schienen sie sich auf wie Magneten abzustoßen... innerlich mit den Schultern zuckend besah er sich weiter den Raum, immer noch am Tisch sitzend, während er in Gedanken nebenbei und eigentlich ohne es zu merken, Flammen in seinen Händen formte. Wie damals bei Acelya bildete er aus den verschiedenen Flammenfarben irgendwelche Formen – Blüten, Gegenstände, irgendwas halt. Gleichzeitig schleuderte dies ihn zurück zu ein paar Monaten, als er das schon einmal gemacht hatte. Damals nicht aus Langeweile, sondern um Acelya in ein Gespräch zu integrieren. Wieso war er damals so sozial gewesen? Ach ja. Lucifer, richtig. Das alles schien ihm schon Jahre zurückzuliegen. Dabei waren höchstens drei oder vier Monate vergangen... Wo Acelya und Alex jetzt wohl steckten? Er hatte nach dem kleinen Plausch keinen von ihnen wieder gesehen, geschweige denn Mason oder einen anderen vom Frühstück in der Mensa damals. Das war einer seiner ersten Tage auf Glass gewesen... und direkt war er damals in Lucifer reingelaufen. Dieser kranke Psychopath... dieser kranke, gruselige, verrückte... heiße Psychopath. Immer noch. Wo war er eigentlich abgeblieben? Scheiße, sie hatten rumgemacht. Wo war er? Was, wenn er … argh.
Äußerlich komplett ruhig und immer noch seine Flammen am bilden war Lim innerlich komplett am durchdrehen und machte sich... Sorgen.. Um den Psycho, der ihn eigentlich schon genötigt hatte, mit ihm rumzumachen. Trotzdem.. irgendwie war Lu ihm damals auch zerbrechlich vorgekommen...
Laut seufzte Liam auf und schüttelte den Kopf. Nein, wir denken nicht mehr an ihn. Das ist eh schon Monate her, und nur weil du irgendwo in irgendeinem Labor warst in der Zeit und manchmal an ihn gedacht hast, so heißt das noch nicht, dass er dich noch kennt... oder noch lebt... oder... okay, Schluss jetzt.
Liams Gedanken wurden sowieso unterbrochen, als er leise irgendwo ein Kichern hörte, und eine Minute später eine Türe gehen hörte. Kam jetzt doch jemand her, oder wie? So ein Dreck.
Er stoppte seine kleine Flammenproduktion und war plötzlich wieder sehr interessiert in ein anderes Buch aus dem Stapel vor ihm – diesmal über Cyborgs oder so. Lesen tat er das ganze ja nicht, er hoffte nur, dass man ihn so in Ruhe lassen oder ihm erst gar keine Beachtung schenken würde. Stattdessen hörte er ab und zu einen Stuhl quietschen und das Klacken von Absätzen auf dem Boden, bis er schließlich einige Minuten später einen starren Blick auf sich liegen spürte. Er ließ sich Zeit, um hoch zublicken. Auf dieser Insel gab es viele verschiedene Wesen die ihn schon oft angestarrt hatten, bevor sie schließlich wieder abhauten. Auch wenn dieses wohl einfach nur blöd in der Gegend stand und Löcher in ihn herein starrte. Schließlich hob er also den Blick und traf auf ein hellblaues Augenpaar... eine außergewöhnlich tiefe Farbe, aber nicht so außergewöhnlich wie seine eigene. Das Mädchen schien ihn wirklich einfach nur anzustarren, ohne dass er irgendwelche Gefühle in ihrem Gesicht ablesen konnte... wusste sie denn nicht, dass das unhöflich war?
Statt aber etwas zu sagen – Liam war nicht der Typ dafür, auf andere zuzugehen – legte er die Arme auf den Tisch vor sich, platzierte sie neben dem Buch und starrte zurück. Hoffentlich war das nicht die gleiche, von der er zuvor dieses ekelhafte, hysterische Lachen gehört hatte.

» BP: Melody [sitzt rum → liest ein Buch → legt es weg → denkt über Vergangenheit auf Glass Dome nach → hört schritte und tut, als sei er in ein Buch vertieft → blickt auf und starrt zurück]



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BeitragThema: Re: Lesetrakt    So 12 Jul 2015, 19:58

Ich genoss die Atmosphäre dieses Raumes. Auch wenn er auf gewisse Weise einen Gegensatz zu mir bildete. Ein Wesen wie ich, mit einer stimmlichen Begabung, war in einem Raum, in dem man zur Stille verdonnert war, eigentlich fehl am Platz. Doch hin und wieder fühlte auch ich mich zur Stille hingezogen. Genau deshalb hörte ich auch heute einmal keine Musik, was eine echte Seltenheit darstellte. Denn wenn ich nicht selbst sang, hörte ich meistens Musik. Das tat ich sogar noch nicht einmal, um mich über andere Künstler aufzuregen, sondern einfach weil es mich tief in meinem innersten beruhigte. Musik war meine ganz persönliche Droge, aber das musste ja niemand wissen. Das würde auch immer mein kleines Geheimnis bleiben. Aber wem sollte ich das auch schon erzählen. Ich hatte noch nie jemanden etwas über mich persönlich erzählt, weder hier noch außerhalb dieses Gefängnisses. Selbst wenn es den Anschein hatte, als würde ich etwas von mir Preis geben, konnte man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um eine Lüge handelte. Ich sah es nicht ein irgendwelchen fremden Idioten irgendetwas über mich oder mein Leben zu erzählen. Das ging sie einen feuchten Dreck an, mein Leben gehörte mir, sonst niemandem. Selbst wenn ich irgendwann einmal das Bedürfnis verspüren sollte mich anderen mitzuteilen, würde ich es wohl ganz bestimmt nicht hier tun. Ich befand mich hier in einem Gefängnis und die anderen Insassen waren wohl auch nicht grundlos hier. Dementsprechend gab es keinen vernünftigen Grund auch nur irgendeinem dieser Idioten wirklich zu vertrauen und wenn ich jemanden zumindest nicht ansatzweise vertraute, erzählte ich ihm auch nichts. Außerdem was sollte ich ihnen schon erzählen? Dass ich ein verdammtes Miststück bin? Doch das musste ich niemanden sagen, meine Körpersprache war definitiv eindeutig genug. Ich machte ebene keinen Hehl daraus was ich war. Warum sollte ich auch? Ich ersparte es mir lieber selbst, dass irgendwelche idiotischen Insassen mich ansprachen und mir damit tierisch auf die Nerven gingen. Auch wenn es hin und wieder ganz lustig war, natürlich für mich selbst.
Doch heute wollte ich tatsächlich einfach nur meine Ruhe haben. Es hatte mich schon genug genervt, dass ich überhaupt hier sein musste und daran auch vorerst nichts ändern konnte, außer ich riskierte es heute von irgendeinem Lehrer dumm angemacht zu werden. Kurz dachte ich darüber nach. Schlussendlich verwarf ich den Gedanken aber schon wieder. Die Folgen waren wahrscheinlich schwerwiegender als ich es mir vorstellen konnte. Wobei, ich war schon im Gefängnis, was sollte mir also noch großartig passieren?
Mit diesem Denken würde ich nicht weiter kommen, das war mir schon bewusst aber auch egal. Hatte ich mein vorheriges Leben nicht genau so gelebt? Ja das hatte ich und ich war richtig weit gekommen, bis hier hin und jetzt steckte ich fest. Während ich weiter so vor mich hin starrte spürte ich schließlich ebenfalls einen Blick auf mir Ruhen. Ich empfand es nicht an unangenehm, dafür war ich es zu sehr gewöhnt angestarrt zu werden. Ich wusste natürlich genau, wer mich da so anstarrte. Es war der Junge, den ich selbst nicht weniger anstarrte. Wer sollte es sonst sein? Außer uns beiden war niemand in diesem Raum. Er hatte das Buch, das er wohl gelesen hatte, weggelegt. Ich fragte mich ob ich ihn wirklich beim Lesen gestört hatte. Da ich ihm wohl seiner Beschäftigung beraubt hatte, musste ich ihm wohl eine andere beschaffen. Das konnte bestimmt lustig werden. “Entschuldigung, wenn ich dich gestört habe, das war nicht meine Absicht. Aber ich sehe mir Personen, die mich ganz besonders faszinieren, gerne etwas länger an.“ Ein Lächeln umspielte meine Lippen. Es verzog mein Gesicht nicht zu einer hässlichen Fratze sondern ließ meine Gesichtszüge weicher und nahbarer werden. Nicht das dieses Lächeln ernst gemeint war. Es war genau so wenig ernst gemeint, wie das was ich gesagte hatte. Doch es konnte immer ganz spaßig werden, Fremde mit meiner Sierenenstimme zu irritieren. Natürlich mehr für mich, als für mein Gegenüber.


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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 15 Jul 2015, 17:05



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 003



Liam musterte das Mädchen noch eine Weile, bevor er sich endgültig abwenden wollte, da das Mädchen vor ihm doch nicht so interessant war. Zumindest nicht so, wie sie es seiner Meinung nach hätte sein können. Klar - sie war hübsch und alles - aber Liam stand nun mal nicht wirklich auf Mädchen...
Er betrachtete sie aus dem Augenwinkel noch einmal: Sie war blond und ungefähr in seinem Alter. Liam sah zwar weiterhin aus wie 16, doch vom alter her würde er das Mädchen wahrscheinlich trotzdem überbieten. Er überlegte, seinen Blick wieder auf das noch immer aufgeschlagene Buch vor ihm zu widmen. Wie von selbst hatte er eben dann doch noch angefangen zu lesen, und irgendwie war das ganze doch relativ interessant. Entgegen seiner vorigen Annahme war das Buch nicht über Cyborgs, sondern über alle möglichen Rassen und die Seite, die er aufgeschlagen hatte, war über Dämonen. Über ihn. Er starrte die absurde schwarz-weiß Illustration auf der rechten Seite an und lächelte innerlich. Höchstwahrscheinlich hatte irgendeiner dieser dummen Menschen den Eintrag verfasst, sonst würde auch nicht so viel Bullshit darin stehen. Und kein normaler uhm, Dämon, würde auf die Idee kommen seinesgleichen so bescheuert darzustellen. Als würden sie alle Kinder Satans sein. Liam hatte sogar einen Christlichen Nachnamen!
' Dämonen sind unberechenbar und können ihre Kraft meist nicht kontrollieren, oft kennen sie das volle Ausmaß dieser gar nicht erst. Sie sind meist feindlich gesinnt, können jedoch ohne große Umstände eine freundliche Fassade aufsetzen und Menschen so manipulieren, dass sie sich ihnen selbst Opfern, sodass sie nicht jagen müssen.'
Na klar. Liam war also entweder kein "Vorzeigedämon", oder aber das Buch war - wie schon festgestellt - quatsch. Immerhin war er meist berechnend und plante das meiste doch vorraus. Und auch, wenn er mal im Affekt handelte, so dachte er in den meisten Fällen trotzdem noch nach. Zudem konnte er seine Kraft kontrollieren, sonst würde er wohl kaum Blumen oder andere Gebilde aus Flammen schaffen können. Und das volle Ausmaß seiner Kraft, naja. Er versuchte ja immernoch es zu erreichen und benutzen zu können. Zudem war er nicht feindlich gesinnt - er war einfach nicht wirklich an etwas interessiert und sehr kühl, aber selbst wenn er desinteressiert wirkte hieß das nicht, dass er böse war. Außerdem Menschenfleisch schmeckte wie sche...
Liam bemerkte, dass er sich komplett hatte ablenken lassen. Zwar wirkte er nach außen hin weiterhin kühl und verzog keine Grimasse, aber das Mädchen, dass ihn wohl weiterhin angestarrt hatte, war komplett aus seinen Gedanken verschwunden und vergessen. Letzendlich war es aber ihre Stimme die ihn zurück ins Hier und Jetzt holte.
Skeptisch, vor allem wegen ihren Worten, zum Teil aber auch wegen dieser... gesäuselten Höflichkeit, blickte er sie erneut an.
"Interessant also.", stellte er mehr fest, als dass er fragte. Im gleichen Moment spürte er aber etwas in sich, was ihn zu diesem Blondchen hinzog, doch irgendwie... Liam konnte überhaupt nicht definieren, was es war, und fast starrte er sie wieder an. Plötzlich erschien das ganze nur noch wie eine kurze Verwirrung, denn schon bald erschienen in Lims Kopf die Bilder Luzifers und er wandte den Blick ab, versank wieder in Gedanken an ihn, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Denn dann bemerkte er wieder, dass vor ihm noch jemand - dieses Weib - stand, und versuchte, sich wieder zu konzentrieren... vielleicht würde sie sich ja noch als Unterhaltsam herrausstellen, konnte man ja nie genau wissen.
"Keine Sorge, ich kann auch lesen, wenn man mich anstarrt.", brachte er schließlich heraus und überlegte doch noch, sich wieder dem Buch zu widmen, doch ließ er es bleiben und einen kurzen Augenblick schweiften seine Gedanken erneut zu Lu ab- dieser verdammte Bastard hatte Liam komplett auf den Kopf gestellt. So ein Idiot. Und er, Liam, ließ diesen Mist auch noch mit sich machen.

» BP: Melody [sitzt weiter rum, Gedanken schweifen ab, als er sich wieder dem Buch widmet → hört Melody reden → fühlt sich kurz zu ihr gezogen → Lu vor Augen, anziehung ist eigtl wieder weg → antwortet ]
Out: sry für den schlechten Post, ich bin nebenbei am Packen und mich voll am beeilen :D



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Zuletzt von Liam am So 20 Sep 2015, 18:37 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mo 03 Aug 2015, 21:04

Mein Blick schweifte gelangweilt durch den Raum. Nicht nur der Raum allein langweilte mich auch wenn er wohl im Moment meine einzige Rückzugsmöglichkeit darstellte. Hier würde ich am ehesten noch anderen Insassen aus dem Weg gehen können. Mit diesem Typ würde ich mich schon irgendwie arrangieren. Notfalls würde ich ihn einfach ignorieren wie ich es eigentlich bei so gut wie allem und jedem tat. Ich seufzte leise. Nur hier herzumzustehen würde die Situation auch nicht besser machen. Langsam ging ich in Richtung Fenster. Das Sonnenlicht zog mich auf irgendeine Art und Weise fast schon magisch an. Dabei strich ich mit meiner Hand über das nächste Regal. Als ich jedoch bemerkte, dass ein Staubfilm an meinen Fingern zurückblieb, zog ich meine Hand angewidert zurück. Noch nicht einmal sauber war es hier. Entnervt säuberte ich meine Finger. Währenddessen warf ich auch mal einen Blick auf meine Nägel. Den Lack hatte ich mir gespart, ich sah es nicht ein mich für so eine lächerliche Veranstaltung zurecht zu machen. Mit genau derselben Einstellung hatte ich auch in meinen Kleiderschrank gegriffen und einfach das nächst beste Teil herausgenommen und angezogen. Eigentlich mochte ich das dunkelblaue Kleid zu sehr, um es durch eine solche Veranstaltung zu verschandeln. Aber ich hatte es auch nicht übers Herz gebracht es wieder in den Schrank zu hängen. Dafür passte es einfach zu gut zu meinen blonden Haaren.
Das Regal war schon längst zu Ende als ich das Fenster erreichte. Fast schon behutsam berührte ich die kalte Scheibe mit meiner Hand. Ein angenehmes Kribbeln durchlief meine Fingerspitzen. Für einen kurzen Moment sah ich mich selbst in der gläsernen Scheibe. Ich sah selbst in meine eisig blauen Augen. Selbstverliebt betrachtete ich mein eigenes Spiegelbild. Nein, eigentlich sah ich nur in meine eignen Augen, war kurz davor mich selbst in ihnen zu verlieren. Doch schon im nächsten Moment riss ich mich von meinem eigenen Anblick los und richtete meine Aufmerksamkeit auf das Geschehen außerhalb der Scheibe.
Wenn man das wirklich als Geschehen bezeichnen konnte, denn draußen war es fast schon wie leer gefegt. Alles Lebendige schien sich hier versammelt zu haben. Langsam glitten meine Finger an der Scheibe herab, bis sie sich schließlich ganz von ihr lösten. Eine plötzliche Wut überkam mich und ich ballte meine Hand zur Faust. Meine Nägel bohrten sich in die Innenfläche meiner Hand und ein wohliger Schmerz durchflutete mich. Ich drückte fester und fester zu, bis ich das Gefühl hatte, dass es mir besser ging, zumindest für den Moment. Ruckartig wirbelte ich herum, nur um den Anblick nicht länger ertragen zu müssen. Ich hatte keine Lust mir länger selbst unter die Nase zu reiben, dass ich hier festsaß wie ein Kaninchen in seinem Käfig. Während der Rest der Welt sein Leben genoss und tat was immer ihm gefiel, war ich hier gefangen, dazu verdammt mein Leben mit Idioten zu verbringen. Allein schon dieser Gedanken ließ ungeahnte Aggressionen in mir aufsteigen. Mit viel Mühe und ein wenig Schmerzen konnte ich mich jedoch erfolgreich selbst beruhigen.
Ich musste mich irgendwie beschäftigen, sonst würde ich wohl immer wieder daran denken müssen. Ich kannte mich selbst gut genug um das zu wissen. Fast schon hektisch sah ich mich erneut um. Mein Blick blieb an dem Typen hängen. Er redete mit mir, ach ja ich hatte ihn ja angesprochen, das hatte ich schon fast vergessen. Ich hörte ihm jedoch nur teilweise zu, zumindest verstand ich so halbwegs was er zu mir sagte.
„Ach tatsächlich, kannst du das?“ erwiderte ich und näherte mich dem Tisch, an dem er saß. Mein Blick fiel auf das Buch, das er bis vor kurzem noch gelesen hatte. Es handelte sich um ein…um ein Lexikon? Kritisch zog ich eine Augenbraue hoch. „ Hast du wirklich kein besseres Buch gefunden als das da“? In dem Lexikon ging es wohl um übernatürliche Rassen. In solchen Büchern stand meistens nur Schrott. Warum? Weil sie meistens von Menschen geschrieben wurden und die keine Ahnung von irgendetwas hatten und sie eigentlich nur zum Verspeisen eigneten, meiner Meinung nach aber eine andere interessierte mich ja sowieso nicht. Ich hatte tatsächlich schon lange kein menschliches Blut mehr gekostet. Schade eigentlich, es gab nichts was dem Geschmack von menschlichem Fleisch gleich kam. Leider Gottes war das Verspeisen von Menschen illegal und deshalb auch einer der Gründe weshalb ich hier war. Menschen nahmen auch alles immer so Ernst, ob sie jetzt ein oder zwei Gliedmaßen weniger hatten spielte doch keine große Rolle. Wo ich gerade schon dabei war, fiel mir ein, dass es schon wieder etwas länger her war, dass ich etwas Richtiges gegessen hatte. Natürlich konnte ich auch mit normaler Nahrung überleben aber rohes Fleisch schmeckte mir eindeutig besser. Genüsslich dachte ich an das Reh, es war meine erste wirkliche Beute hier gewesen. Ich hatte seine Kehle zerfetzt, sein Blut getrunken, mich an seinem Fleisch gelabt und hatte schlussendlich seine Knochen zersplittert. Diese Gedanken weckten meinen Blutdurst, der tief in meinem Innersten schlummerte.
Nein jetzt war nicht die richtige Zeit um an Essen zu denken. Ich schnappte mir einen Stuhl, zog ihn zu mir und setzte mich dem rothaarigen Jungen schräg gegenüber mit einem guten Stück Abstand zwischen uns. Ich hatte den Stuhl so gedreht, dass die Lehne nicht hinten war sondern seitlich. Ich hatte keine Lust eine meiner Federn abzubrechen nur weil ich mich hinsetzen wollte.


BP: Liam
[geht zum Fenster, ärgert sich, geht zu Liam, redet mit ihm, setzt sich hin]


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Wächter
Jasper
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mo 03 Aug 2015, 23:04

First Post

Seit ein paar Wochen war Jasper nun hier in Glass Dome, wegen einem Mord für den er doch eigentlich nichts dafür konnte. Es waren doch seine Medikamente Schuld oder um es genauer zu sagen seine optischen Halluzinationen. Leider waren damals alle der Meinung, dass er nach Glass Dome gehörte. Vor allem das Gesetzt war dieser Anschauung. Der Schneeleopard hatte sich seinem Schicksal einfach gefügt. Was sollte er daran auch groß ändern können? Wenn sich der Blondhaarige gewehrt hätte, wäre doch alles viel schlimmer ausgegangen oder? Positiv hätte die Sache wohl sowieso nicht mehr geendet. Also hatte er seiner Meinung nach nichts falsch gemacht. Zudem hatte der junge Mann auf dieser Insel auch eine sinnvolle Aufgabe, die er auch dank seiner Disziplin, Verantwortungsbewusst ausführte. Wächter zu sein machte ihm auch Spaß, denn es erinnerte an sein Leben, bevor er hier war. Zwar konnte man es nicht wirklich mit der Armee vergleichen, doch war es für ihn die Hauptsache sein Katana und seine Pistole an seinem Gürtel zu tragen. War es denn auch anders zu erwarten bei einem jungen Mann, der schon mit 4 Jahren die ersten Erfahrungen mit Waffen gesammelt hatte? Persönlich mochte Jasper zwar freundlich sein, doch würde er nie davor zurückschrecken, seine Pistole oder sein Katana zu ziehen. Der ein oder andere, der ihn kannte, wäre wohl überrascht, dass dieser so „kalt“ sein kann. Doch um ehrlich zu sein, kannte ihn hier wahrscheinlich noch niemand.

Der Wächter war zuvor noch im Erdgeschoss gewesen, bevor er sich auf den Weg ins Obergeschoss über die Treppe machte. Das Tierwesen hatte bisher noch nichts entdeckt, wo er sagen müsste, dass er eingreifen müsste. Es war einfach verhältnismäßig ruhig. Nicht einmal eine kleine Schlägerei unter Schülern war zu finden. Eigentlich musste man doch glauben, dass dies bestimmt der Fall war, denn die meisten hier waren bestimmt Straftäter. Aber auch wenn dies nicht so wäre, dann müsste es unter der ein oder anderen Wesensart eine Auseinandersetzung geben. Im Prinzip müsste Jasper eigentlich froh sein, dass es ruhig war, doch so ein bisschen Action oder Unterhaltung würde doch nicht schaden. Zumindest letzteres sollte doch irgendwie möglich sein. Eventuell sollte sich der Schneeleopard jemanden suchen, oder auch ein kleines Grüppchen mit dem er sprechen konnte. Im Allgemeinen war Jasper ja ein geselliger Typ und da es so ruhig war, war es sicherlich auch nicht schlimm, wenn er seine sozialen Bedürfnisse stillte. Schließlich gehörte die Einsamkeit, so wie diese ihn im Moment beherrschte, nicht gerade zu seinen Lieblingsdingen.

Im Obergeschoss angekommen, führte ihn sein Weg zuerst in die nähe des Lesetraktes. Bevor er allerdings ganz von diesem Raum vorbeiging, näherte er sich diesem und hörte daraus Stimmen. Der blonde junge Mann hatte nun kein Problem damit, die Tür zu öffnen und hineinzugehen. Er war ein Wächter und er musste sicherlich keine Rechenschaft ablegen – zumindest was Schüler anbelangte. Mit seinen blau-grünen Augen sah er sich im Lesetrakt um und entdeckte dabei, wie eigentlich nach den Stimmen zu urteilen, einen Jungen und ein Mädchen. Kurz musterte Jasper die Beiden Teenager. Ohne etwas großes zu sagen, trat er etwas näher zu den Beiden. Kurz zuvor, als er noch vor Tür stand, hatte er mitbekommen um was es ging. Zwar war er sich nicht wirklich sicher, doch würde er einfach einen Versuch starten. “Bücher..nein vor allem Lexikas sagen oftmals nicht die Wahrheit. Es ist viel mehr die Anschauung der verschiedensten Personen.“ Während diese Worte seinen Mund verließen, bildete sich ein freundliches Lächeln auf seinen Lippen. “Um es genauer zu sagen, glaubt lieber nicht alles was in Büchern steht.“ Er konnte es selbst nicht glauben, dass er sich so erwachsen anhörte – einfach so schlau. Natürlich war er nicht dumm, doch diese beiden Aussagen hörten sich einfach zu intelligent an. “Vergesst es einfach wieder, was ich gesagt habe, es hört sich einfach etwas zu seltsam an.“ Ein leises lachen drang aus seiner Kehle.

Aber wo waren eigentlich seine Manieren geblieben? Man stellte sich im Grunde doch zuerst vor, bevor man irgendwas von sich gab. “Jasper mein Name.“ Seinen Spitznamen würde er wohl erst später anbieten. Er war keineswegs misstrauisch, es hatte nur viel mehr damit zu tun, dass er auch gerne mal die Namen der Anderen erfahren würde.

BP: Liam, Melody

(Denkt nach → geht ins Obergeschoss → bleibt kurz vor dem Lesetrakt stehen → hört Stimmen → tritt in den Raum ein → mustert erst Liam und dann Melody → fängt an zu sprechen → denkt kurz nach → spricht erneut → fragt sich wo seine Manieren geblieben waren → stellt sich vor)


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BeitragThema: Re: Lesetrakt    So 09 Aug 2015, 22:30



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 004


Während Liam noch darüber nachdachte, was den sonst eher uninteressierten Jungen zu diesem Weibsbild hingezogen hatte, war er erneut von ihr abgelenkt worden. Eigentlich hatte er gedacht, sie mit seiner gewohnt desinteressierten Art schnell abwimmeln zu können, doch jetzt, bei näherem Betrachten, schien sie ein anderes Kaliber zu haben. Wahrscheinlich war sie genauso stur und unnachgiebig wie er selbst, wenn es um das persistente nerven anderer Menschen ging. Oder aber sie nervte ihn unabsichtlich. Wer wusste das schon.
Jupp.“, antwortete er kurz angebunden und fragte sich, ob sie ein Schüler, Wissenschaftler, oder irgendetwas anderes hier auf Glass Dome war. Er kannte sie nicht, aber sie schien zu jung zu sein, um einen Lehrer abzugeben. Und zu gleichgültig, um als Wächter Strafen durchbringen zu können. Außer natürlich, sie war ein Vampir oder so. Dann war das Aussehen, wie bei ihm selbst eigentlich, unwichtig. Er war ja auch bei weitem älter, als er aussah. Blöd nur, dass er...
grelles Licht blendet ihn. Sein nackter Oberkörper presst sich aus reinem Instinkt gegen das kalte Metall unter ihm, auch wenn er keine Chance hat. Er kann sich nicht weiter zurückziehen, hatkeine Chance zu flüchten oder sich zu wehren... kaltes Metall schneidet ihn seine schon aufgerissenen Gelenke. Er spürt es nicht mehr. Er sollte es nicht spüren. Seine Dämonenhaut sollte ihn schützen, doch dieses Metall ist anders. Es verbrennt ihn fast. Dabei ist es nicht warm. Es nimmt seine Körperwärme einfach nicht an, scheint sich zu weigern. Stattdessen verbrennt es ihn mit einer eisigen Kälte... sein Kopf schnellt nach rechts, als er eine Stimme, ein heiseres Lachen vernimmt. 'Seht nur wie er sich windet...' Ein zustimmendes Gemurmel von links. Er versucht den Geräuschen mit dem Kopf zu folgen, doch bringt ihm das nur weiteres, kehliges, belustigtes Lachen ein. Das Licht blendet ihn. Noch immer. Seine Augen sind zu sehr an die Dunkelheit gewöhnt, die ihn sonst umgibt. 'So, mein Kleiner. Wollen wir nicht noch einmal ein paar Experimente machen...?', hört er diese dunkle, vor Freude triefende, ekelhafte Stimme an seiner linken Schläfe. Warmer Atem, der auf seine Kalte Haut trifft. Ein Atem voll von Hohn und Überheblichkeit. Hände, die ihn festhalten. Nicht dass sie eine Chance haben, aber er ist geschwächt. Zu geschwächt. Dann wieder dieser unendliche Schmerz, als ihm etwas in die Seite gerammt wird. Brusthöhe. 'Betrachten wir heute einmal deine Organe... dazu hast du uns bis jetzt keine Möglichkeit gegeben... kleiner Dämon'
Liam hatte unbemerkt angefangen das Rassenbuch, welches er eben noch vor sich liegen hatte, von den Erinnerungen an seine Zeit als Versuchsobjekt überwältigt, verzweifelt zu umklammern. Fast so, als sei es ein Anker, der ihn halten würde. Stattdessen sah er sicher komplett bescheuert aus, wie er, vom einen Moment auf den anderen leicht zusammensackte und das Buch an sich drückte. Verstört richtete Liam den Blick auf das Buch, fuhr sich durch die Haare und brummte vor Abneigung gegen das geradige Ereignis. Mist. Diese Erinnerungen hatten ihn eine Zeit lang in Ruhe gelassen, aber jetzt waren sie wieder da. Wahrscheinlich war der Stress mit Lu und allem einfach zu viel. Vielleicht waren es auch die Ereignisse der letzten Wochen, die ihn unbewusst irgenwie durcheinander gebracht hatten. Er wusste es einfach nicht und würde es wohl auch nicht so schnell herausfinden. Er wusste aber, dass er bald mit dem Kapitel abschließen sollte. Wie gesagt – er war auf diese vermaledeite Insel gekommen, um Antworten zu finden. Stattdessen schien er vor immer mehr Fragen zu stehen...
Erneut, also zum wohl dritten Mal heute, unterbrach dieses Mädchen am anderen Ende des Raumes Liams Gedanken. Auch wenn er um die Ablenkung diesmal froh war. Doch kaum wollte er zu einer Antwort ansetzen, mischte sich ein anderer Junge in ihr Gespräch ein. Blonde, längere Haare, etwas kleiner als Liam selbst, blau-grüne Augen... Er blickte genau in diese und überlegte, den Jungen abzuweisen. Auch ihn kannte Liam nicht, hatte ihn noch nie gesehen. Nicht einmal eben in der Aula, aber dort hatte er auch weniger auf die Menschen um ihn herum geachtet, als auf den Drang, dort wegzukommen. Er schien in seinem Alter, vielleicht sogar ein wenig älter – wie gesagt, körperlich. Wobei, geistig wahrscheinlich auch, wenn man an Liams „langes, tolles“ Leben zurückdenken sollte. Was er nicht tat – zu viele Flashbacks. Er überlegte dann, den fremden Typen doof anzumachen, weil er sich einfach einmischte, ließ ihn stattdessen aber seinen Senf zu der Sache geben. Anschließend fuhr er sich noch einmal mit der Hand durch die Haare – immer diese Angewohnheiten, -und lehnte sich zurück. Er stützte die Füße gegen die Tischbeine vor ihm und kippelte ein wenig mit dem Stuhl nach hinten, das Buch von vorhin, um das sich das ganze 'Gespräch' hier nun zu drehen schien, zusammengeklappt auf seinem Schoß am liegen. Etwas verwundert hörte er, wie der Blonde sein Statement direkt wieder zurückzog, doch ging Liam verwunderlicher weise dennoch darauf ein.
Ich hab es mir nur ansehen wollen... wissen wollen, was für ein Quatsch drinsteht. Manchmal ist das alles ja ganz amüsant.
Dann fuhr er sich noch einmal mit der Hand durchs Haar, lehnte sich noch einen Zentimeter weiter nach hinten und musterte seine beiden Gegenüber. Seine Hand fuhr in die Innentasche seines Pelz besetzten Mantels und er holte eine Schachtel Zigaretten hervor. Er holte sich selbst eine heraus und hielt dann die Schachtel zu dem Blonden geneigt, der sich gerade als „Jasper“ herausgestellt hatte. Er überlegte, zu warten ob einer von beiden überhaupt eine Kippe nehmen würde. Nicht, dass er Rücksicht nehmen würde, falls beide Nichtraucher waren, aber es war 'höflicher'. Glaubte er. Schließlich zuckte er jedoch mit den Schulterm, und während er noch mit der Linken Jasper die Kippen hinhielt, ließ er an seinem rechten Zeigefinger eine rote Flamme auflodern, mit der er sich seinen Glimmstängel anzündete. So schnell wie die Flamme entstanden war, war sie aber auch wieder verwschwunden und zufrieden inhalierte Liam den verbrennenden Tabak, bevor er einen Blick über das Mädchen im Raum gleiten ließ, dann wieder zu Jasper sah und ihn mit seinen eigenen orangenen Augen fixierte.
Liam Bishop.

» BP: Melody, Jasper [überlegt, was Melody ist → Flashback → kommt langsam in die Realität zurück → will Antworten, wird von Jaspers Einmischen unterbrochen → bietet Kippe an, zündet seine mit Kraft an → stellt sich vor, blickt Jasper unentwegt an]



» I don't care



»© By Liam ll Glass Dome





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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 19 Aug 2015, 00:05

Was hatte ich da gerade eben getan? Ich hatte tatsächlich jemanden angesprochen, Gott was hatte dieses Drecksloch nur aus mir gemacht? Ich erkannte mich selbst fast nicht wieder. Ich würde hier noch vor die Hunde gehen und zu einen netten Menschen werden. Moment...nein das war doch gar nicht möglich. Nein eher würde ich sterben als dass ich wirklich nett werden würde. Damit meinte ich aufrichtig nett, nicht dieses aufgesetzte. Das war ganz gegen meine Natur. Eine nette Sirene, ja und Fische können fliegen.
Meine Mutter würde sich wohl im Grabe herumdrehen, wenn sie wüsste wie es mir hier erging. Gut sie lag vielleicht noch nicht in ihrem Grab, aber das würde ich ändern bei der erstbesten Möglichkeit. Ich würde ihr im Schlaf die Kehle aufreisen und zusehen wie sie verblutete. Das würde wahrscheinlich dazu führen, dass ich wieder in einer solchen Anstalt landen würde, aber das war mir herzlich egal, denn das war es mir wert. Meine verfluchte Mutter endlich sterben zu sehen. Ja dann würde sie bekommen was sie wirklich verdient hatte. Ihre Leiche würde ich auseinanderreisen und an die Fische im Meer verfüttern. Vielleicht würden sie mich danach aber auch einfach in die Psychiatrie schicken. Naja aber auch nur wenn sie mich erwischen würden. Zunächst einmal musste es erst einmal jemanden auffallen, dass meine Mutter tot war. Da sie aber nie aus dem Haus ging, würde sie niemand vermissen zumindest für die nächsten zwei Wochen und in der Zeit würde ich irgendwohin verschwinden, vielleicht nach Kuba oder nach Mexiko. Ich könnte natürlich auch ganz bequem jemand anderen den Mord in die Schuhe schieben, zum Beispiel meinem Verlobten. Mit meiner Fähigkeit würde das ein Kinderspiel werden. Ja diese Idee gefiel mir noch besser als die erste. Um meine Zukunft musste ich mir eigentlich keine Sorgen mehr machen, vorausgesetzt ich würde dieses Drecksloch irgendwann verlassen können.
Ich war immer noch mit nachdenken beschäftigt, als ich im Hintergrund eine Stimme hörte. Ich wusste auch zu wem dieses bezaubernde Stimmchen gehörte, nämlich zu diesem rothaarigen Idioten. Dieses Antwort hätte er sich wirklich sparen können, zum einen weil diese Frage keine Antwort mehr bedurfte und zum anderen weil er mich damit tierisch nervte, was eindeutig der schwerwiegendere Grund war. Eigentlich wollte ich gerade zu einer überaus freundlichen Antwort ansetzten, so wie ich es immer tat wenn ich genervt war, wurde dabei aber rüde unterbrochen. Irgendein lästiges Individuum hatte es tatsächlich gewagt, den Lesetrakt zu betreten. Wirklich da dachte man, man wäre an einem solchen Ort sicher vor den anstürmenden Massen, aber nein, noch nicht einmal hier fand man seine Ruhe. Ich seufzte hörbar auf, ich gab mir noch nicht einmal Mühe, zu verbergen, dass ich von unserem neuen Besuch dezent angekotzt war. Für einen kurzen Moment hatte ich noch die Hoffnung, dass er genau so schnell wieder verschwinden würde wie er gekommen war, doch das passierte leider nicht. Heute war wirklich nicht mein Tag.Warum wurde man denn nirgendwo in diesem verfluchten Schulgebäude in Ruhe gelassen? Ich würde definitiv nicht mehr lange hier bleiben, beim erstbesten Lehrer würde ich mich abmelden. Dafür musste ich natürlich den Lesetrakt verlassen, was mir eigentlich ganz recht kam. Ich konnte natürlich auch warten, bis ein Leher hierher kam. Aber das konnte noch dauern und ich wollte nicht mehr Zeit als nötig in diesem Raum bleiben. Aber bevor ich ging würde ich noch warten, bei wem es sich um den Fremden handelte. Ja so viel neugier besaß ich dann doch und jemand unbekanntes zu sehen, konnte auch schönen Stoff zum Lästern geben.
Der Fremde näherte sich ungefragt unserem Tisch, das gab mir Gelegenheit ihn ausgiebig zu mustern. Der Typ hatte blonde Haare, blaue Augen und war definitiv älter als ich. Wie alt ich ihn schätzte? Mhm wohl etwas über 20 aber definitiv nicht über 30, das verriet mir sein Milchbubigesicht. Seine selbstsichere Art ließ mich vermuten, dass er sich wohl für einen ganz tollen Kerl hielt. Kein erster guter Eindruck, das war bei mir aber auch fast eine Sache der Unmöglichkeit. Als er dann den Mund auf machte, war alles verloren. Der Typ war bei mir unten durch. Gott wie konnte man mit so wenigen Sätzen so viel Müll von sich geben? Ich musste hier raus. Ich würde es keine Minute länger mehr mit ihm in einem Raum aushalten. Was wollte er mit seinem Gelabere bewirken? Das wir ihn cool fanden oder wollte er uns einen ach so weisen Ratschlag fürs Leben geben? Egal was es war, mir war es relativ egal. Abgesehen davon dass er mich tierisch nervte. Im Gegensatz zu ihm war der Rotschopf sogar angenehm. Ich wollte einfach nur noch weg.
Mit einer ruckartigen Bewegung erhob ich mich von meinem Stuhl. Mit einem leichten Tritt beförderte ich ihn dahin zurück, wo ich ihn her hatte. Wortlos ging ich in Richtung Tür. Doch bevor ich den Raum verließ, drehte ich mich betont langsam um. Ich setzte ein Lächeln auf und sagte überaus freundlich "Und mein Name geht euch beiden einen feuchten Dreck an". Danach warf ich beiden einen Luftkuss zu und verließ den Raum.
Draußen atmete ich erst einmal tief durch und machte mich zurück in die Aula in der Hoffnung, dass dort nicht mehr all zu viel los war.

tbc. Brücke in die Stadt

BP: Jasper, Liam

[Denkt über ihre Zukunft nach -> ist genervt von Liam -> will eigentlich gehen -> möchte Jasper noch muster -> ist von Jasper noch genervter als von Liam -> steht auf und verlässt "freundlich" den Raum]


Normale Stimme || Sirenenstimme  


Zuletzt von Melody am Sa 10 Okt 2015, 23:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 19 Aug 2015, 21:37

Die Augen des fremden Jungen, den er vielleicht auf 1 – 2 Jahre jünger schätzte als er selbst war, fixierte mit seinen orangefarbenen Augen, die von Jasper. Von dem weiblichen Wesen, dass sich im Raum befand, hörte er ein hörbares seufzen. Anscheinend schien sie über das auftauchen des Tierwesens nicht sehr erfreut zu sein. Aber sollte es ihm nicht einfach egal sein? Immerhin konnte er sich im Gebäude frei bewegen. Wobei der Blondhaarige als Wächter die Aufgabe hatte, darauf zu Achten, dass alles in Ordnung war. Somit sollte es ihm ja auch egal sein, was Schüler davon hielten, wenn er einen Raum betrat. Auch wenn der 20 Jährige seine Worte zurück genommen hatte, so antwortete ihm der Junge mit den roten Haaren trotzdem, während das blondhaarige Mädchen keinen Kommentar dazu abgab. Was seiner Meinung nach auch nicht nötig wäre.“Damit magst du wohl recht haben, dass das geschrieben manchmal sehr amüsant ist.“, seine Mundwinkel zuckten dabei ein wenig, um ehrlich zu sein war er sich nicht sicher, ob ein lächeln nun angebracht war oder nicht. Sein Blick wanderte zu dem Mädchen. Vielleicht mochte sie Gesellschaft allgemein nicht sonderlich gerne – solche Wesen gab es immerhin auch. Der Wächter selbst mochte Gesellschaft, solange es nicht mehr als 7 Leute waren, wenn es über diese Anzahl ging, fing er an sich unwohl zu fühlen. Jasper konnte sich nicht erklären, warum dies so war. Doch war es dieses Thema, im Augenblick auch nicht Wert darüber nachzudenken. Viel mehr war es wichtiger die Anwesenden nicht in den Hintergrund zu drängen, vor allem nicht wegen irgendwelchen Spekulationen.

Der noch unbekannte Junge mit den orangen Augen, stellte sich nun als Liam vor. Ein kurzer Name, den man sich leicht merken konnte. Ob ein Name nun auch wirklich etwas über einen Menschen oder besser gesagt Wesen, wusste Jazz nicht wirklich. Zumal man sich immer ein eigenes Bild machen sollte und nicht auf irgendetwas reduziert. Natürlich hatte man das ein oder andere mal Vorurteile hat – natürlich nur auf Handlungen bezogen. Dazu musste man allerdings auch beachten, dass man nicht immer einen guten Tag haben konnte. Stimmungsschwankungen waren vor allem in der Pubertät vertreten. Eventuell war dies ja bei dem blonden, namenlosen Mädchen auch so? Wobei, war das weibliche Geschlecht meistens nicht zickiger, als das Männliche? Nun dieses Thema wäre sicher ein guter Stoff für eine Debatte. Man wäre sicher gut ne Stunde damit beschäftigt seinen eigenen Standpunkt zu vertreten.
Als sich nun die Blondhaarige zu Wort meldete, blickte Jasper erneut zu dieser. Ihr Name ging also niemanden etwas an? Dieses Mädchen schien wirklich nicht gerne unter Leuten sein. Es sei denn, sie hatte irgendwie eine Vorstellung davon, wie diese sein mussten. Nun nach ihrem Kommentar ging sie auch aus dem Raum. Vielleicht war es auch das Besten, denn es könnte ja möglich sein, dass es noch das ein oder andere Problem gegeben hätte.

Erst jetzt bemerkte Jazz die Zigarettenschachtel, die ihm von Liam entgegengehalten wurde, auf. Zu sehr hatte er sich anscheinend auf die Fremde konzentriert gehabt oder er war einfach zu Beschäftigt gewesen über diese nachzudenken. “Danke.“, sagte der 20 Jährige zu dem Rothaarigen und nahm sich eine Zigarette. Während er in der einen Hand die Zigarette hielt, mit seiner anderen kramte er in seinen Hosentaschen nach einem Feuer. Doch so wie er es sich fast schon denken konnte, musste er dies in seinem Zimmer vergessen. Mit seinen blau-grünen Augen blickte er zu Liam. “Ehm...“ Nein Jazz war eigentlich nich schüchtern, doch kam er sich etwas komisch vor einen anderen nach Feuer zu fragen. “...hast du Feuer für mich? Ich hab meines vergessen.“, fügte er noch, mit einem entschuldigenden Lächeln, hinzu. Warum gerade hatte er heute sein Feuerzeug vergessen?

BP: Liam, Melody

(denkt nach → fängt an zu sprechen → denkt darüber nach, dass er Gesellschaft mag → spekuliert darüber, warum Melody so ist → hört sie sprechen und blickt zu ihr → sieht Melody noch nach → bemerkt die Zigarettenschachtel und nimmt sich eine davon → bedankt sich → sucht nach seinem Feuerzeug und findet es nicht → fragt Liam nach Feuer)


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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mi 19 Aug 2015, 23:20



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 005


Gerade hatte Liam noch darauf gewartet, dass entweder Jasper oder das blonde Mädchen eine der angebotenen Zigaretten nehmen würde, im nächsten Moment sah der junge Dämon mit verwirrtem Blick eben jenem weiblichen Wesen (hust) zu, wie sie mit wehenden Fahnen den Raum verließ. "Woah, unhöflicher ging's auch nicht, oder?", murmelte er leise, nachdem ihre Worte und Schritte schon verhallt war und die Türe hinter ihr zugefallen war. Die Leute, die unter diese Glaskuppen gesteckt wurden, kamen Lim immer verrückter vor. Er war sich nicht sicher, ob dies an der Zeit lag, die verging, oder an den letzten Ereignissen, über die sie sich ja eigentlich unten in der Aula Reden anhören dürften. Vielleicht waren aber auch einfach genug neue Psychopathen nach Glass Dome gekommen, was wusste er schon. Er hoffte nur, dass der Mann... jugendliche ? vor ihm kein solcher war. Auf das, was Jasper zuvor gesagt hatte, wollte Liam eigentlich eingegangen sein, war von dem plötzlichen Zickenalarm aber irgendwie abgelenkt worden. Pubertät? Schien eine gute Erklärung zu sein. Innerlich bestätigte er sich einfach selbst und hakte das Thema damit ab. Was juckten ihn denn auch genaue Gründe und Motive von irgendwelchen Leuten, die ihm über den Weg liefen?
Was ihn im Übrigen wieder zu dem Blondschopf vor ihm brachte. Und ebenfalls eine kleine Rückblende an zuvor zurückbrachte.
Hatte der junge Mann oder doch das Mädchen eben seinen Flashback hervorgerufen? Immerhin war Lim sich sicher, dass er nicht ohne Grund aufgetreten war, er hatte diesen Mist eigentlich schon länger hinter sich. Andererseits... Liam hatte offensichtlich auf das THC in Jadens „kleinem“ Joint angesprochen, eventuell war es immer noch in seinem Blut. Vielleicht war das auch der Grund? Er hatte keine Ahnung, wie Dämonenblut auf Drogen reagierte, und war eigentlich aus diesem Grund in die Bibliothek gekommen. Zwar hatte er von Anfang an vermutet, nicht viele Antworten zu finden, die Hoffnung selbst starb aber, wie diese dümmlichen Menschen immer zu sagen pflegten, zuletzt. Dennoch, kurz bevor der Blonde den Raum betreten hatte, war Liams Flashback überhaupt aufgetaucht, und das ließ ihn stutzig werden.
Sein Blick, der gerade noch in Richtung Ausgang verharrt hatte, musterte nun wieder den Neuen im Raum. Er spürte fast, wie das Misstrauen seine Kehle herauf kroch, und fragte sich woher das kam. Eigentlich war das ganze ja nicht wirklich untypisch für Liam.. Misstrauen kroch in ihm schneller durch die Venen, als Adrenalin - wenn das denn mal ausgestreut wurde. Vielleicht waren es einfach seine dämonischen Instinkte, die ihn irgendetwas merken ließ – eventuell war der Typ ein Wissenschaftler, oder einer, der für sie Arbeitete. Erklären würde es seine Gefühlswelt gerade. Aber sicher war er sich nicht. Andererseits erschien Jasper ihm irgendwie... nun, nicht direkt friedlich. Oder dumm. Eher... nett. Zu nett, um diesen dreckigen Bastarden von Wissenschaftlern anzugehören? …
Wie so oft fuhr Liam sich mit der freien Hand durch die Haare, zog an seinem Glimmstängel den er, wie er nun bemerkte vernachlässigt hatte, und aschte kurz ab. Genau auf den schönen, hölzernen Tisch des Lesetrakts. Nicht seine Schuld, wenn die hier keine Aschenbecher aufstellten, oder?!
Währenddessen hatte Jasper sich anscheinend entschieden, Raucher zu sein. Also, gut, vielleicht war er sogar ein Raucher, vielleicht war er aber wie Liam ein Insasse der sich gerade behaupten wollte. Als er jedoch nach einem Feuer zu kramen, und keins zu finden schien, glaubte Liam ihm schon eher, dass er nicht nur zum Spaß einen seiner Glimmstängel wegrauchen würde. Na gut. Als der Blonde ihn schließlich nach einem Feuer fragte, legte Liam kurz den Kopf schief – noch so eine Angewohnheit von ihm, er tat das fast immer, wenn man ihn ansprach – und fragte sich, ob er irgendwie herausfinden könnte, was er gerade vor sich hatte. Wortlos stand er auf und schaute wieder in diese blauen Augen, die ihn... fesselt... ach quatsch nein. Er war hier der, der mit seinen Augen Stimmungen manipulieren konnte. Erde an Liam.
Statt ihn aber nach seiner Rasse und Tätigkeit hier auf der Insel zu fragen, weil das nicht nur zu einfach wäre, sondern auch nicht Liams bekanntlich desinteressierten Art entsprechen würde, ging er um den Tisch herum, an dem er die ganze Zeit gesessen hatte, und stellte sich genau vor den jungen Mann.
"Feuer also..."
Sich selbst redete Liam zu, dass er den Blonden nur verarschen wollte, sah aber imHinterkopf kurz Lu aufblitzen und kam erst so auf eine richtige Idee. Ob er zu weit ging... war ihm eigentlich egal. Diese blauen Augen und das zaghafte lächeln Jaspers faszinierten ihn, warum auch immer. Er fesselte seine „Beute“ mit seinem Blick, dachte aber nicht daran, die Gefühle des Anderen zu beeinflussen. Verwirrung machte mehr Spaß.
Stattdessen ging er mit seinem Gesicht ganz nahe an das Jaspers', streifte sein Ohr mit seinen Lippen und raunte ein "Na gut", hinein.
Dann lachte er leicht, ein raues Lachen, wie man es selten von ihm hörte, mit einem schelmischen Unterton, und ging wieder ein Stück zurück, während er Jasper weiter in die Augen blickte. Dann deutete er auf die Kippe in der Hand seines Gegenübers, die nun glühte, und eine weitere kleine Dampfspur in den von Büchern zugestellten Raum abgab.

» BP: Jasper ,Melody [guckt Mel nach und empfindet sie als äußerst unhöflich → beschäftigt sich mit Jasper → fragt sich, woher sein Flashback kommt → ärgert Jasper]



» I don't care



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Zuletzt von Liam am So 20 Sep 2015, 18:38 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Fr 21 Aug 2015, 19:38

Der junge Mann hatte das Mädchen schon längst in die hinterste Ecke seine Kopfes gepackt und wartete nun auf eine Reaktion des rothaarigen Jungen. Immerhin hatte der Blonde dem Anderen eine Frage gestellt. Es mochte für andere Leute zwar nicht Lebenswichtig erscheinen, doch in diesem Moment, hatte Jasper ein großes Verlangen nach Nikotin. Seine letzte Zigarette hatte das Tierwesen vor Stunden geraucht – es war einfach schon viel zu lange her. Der blick des Wächters lag auf seinen Gegenüber. Dabei bemerkte, wie der Orangeäugige kurz seinen Kopf schief legte. Dabei erwischte er sich selbst, wie er den Teenager erneut musterte. Vielleicht viel ihm noch etwas besonderes auf, was er zuvor noch nicht bemerkt hatte! Neben seinen auffällig roten Haaren und seinen orangefarbenen Augen, die er außergewöhnlich fand, entdeckte er noch Ohrringe, die man noch als besonders einstufen konnte. Zumindest war es auch ein Merkmal, wie zum Beispiel die Haare von Liam. Das Aussehen des Jungen hatte er nun abgespeichert. Jazz würde ihn sicher überall wiedererkennen. Recht viel größer, als er selbst, war die neue Bekanntschaft des 20 Jährigen, auch nicht. Schlussendlich wanderten seine blau-grünen Augen wieder zu den Augen des Anderen zurück. Bevor er sich allerdings weiter in diesen verlor, hörte er Liam sprechen. Mit einem leichten nicken bekräftigte, er den Kommentar des Jungen. Kurz spekulierte er darüber, was der Rothaarige denn für ein Wesen sein könnte. Fragen wollte Jazz nicht wirklich, immerhin könnte es zu aufdringlich oder neugierig wirken und das war er nicht wirklich. Jedenfalls empfand er sich selbst nicht so. Wie es andere Personen nun auffassten, war die andere Sache. Diese Gedankengänge wurden je unterbrochen, als er bemerkte, dass sich der Teenager auf ihn zu kam. Was hatte dieser nun vor? Augenblicklich spannten sich alle Muskeln in seinem Körper an. Schließlich konnte er ja nicht wissen, was der Andere vor hatte – in die Zukunft müsste man sehen können.

Sein Blick war immer noch direkt in die orangefarbenen Augen des anderen gerichtet. Er schaffte es einfach nicht sich davon abzuwenden. Vielleicht lag es an der ungewöhnlichen Farbe, die er faszinierend fand? Jasper erlaubte sich nicht, sich in irgendeiner weise zu bewegen. Als Liam so vor ihm stand, trennte nicht einmal mehr ein Meter die Beiden. Plötzlich kam sein Gegenüber mit seinem Gesicht, gefährlich nahe. Was ging nur in dem Kopf seines Gegenüber´s vor? Es war doch nicht normal, dass jemand zu Beginn der Phase des Kennenlernens, jemand so nahe kam. Eventuell war es ja dort, wo Liam ursprünglich herkam so üblich. Möglich wäre es ja! Der junge Mann spürte, wie die Lippen des Anwesenden sein Ohr streiften. Einen Moment lang, schien er die Luft anzuhalten und konzentrierte sich ganz den Rothaarigen. Es könnte ja auch sein, dass dieser ihn aus einem Hinterhalt angriff – was er nur sehr schwer glauben konnte, denn der andere hatte eigentlich so etwas in die Richtung nicht ausgestrahlt. Es war auch das Glück von Jasper, wobei er sich gut wehren könnte. Das Tierwesen spürte den warmen Atem des Orangeäugigen, auf seiner Haut. Ein komisches Gefühl stieg in seiner Bauchgegend – er konnte es nicht wirklich zuordnen. Er tat es einfach als Unsicherheit, wegen dieser Situation ab. Diese Empfindung verstärkte sich etwas, als der Jugendliche nun ihm ein “Na gut“ ins Ohr raunte.

Die Gedanken des Tierwesen, brachte Liam total durcheinander – Jasper wusste nicht wirklich wie es um ihn geschah oder was der Andere für ein Ziel damit verfolgte. Das einzige woran er denken konnte, war der warme Atem des Teenagers, der ein leichtes kribbeln auf seiner Haut hinter lies. Das leichte Lachen, was der Rothaarige von sich gab, verstärkte dieses Gefühl nur. Kurz schloss der Blonde seine Augen und traute sich endlich wieder zu Atmen. Als sich der Jugendlich wieder von ihm entfernte, fand er es fast schon schade – dieser Moment hätte seiner Meinung nach länger anhalten können. Die orangefarbenen Augen waren noch immer auf die seinen gerichtet. Wieder kam die Frage in ihm auf, was der Anwesende damit bezwecken wollte. Hatte seine Frage nach dem Feuer, vielleicht geklungen wie eine Anmache? Wenn er darüber so nachdachte könnte es gut möglich sein, allerdings würde er es auch nicht zurück nehmen. Möglicherweise sollte er zum Gegenangriff übergehen? So ein bisschen Flirten schadete doch nicht oder? Spaß würde es sicher machen, zumal seine Gesellschaft gut aussehend war.

Der Wächter bemerkte, wie sich sein Gegenüber sich bewegte, dessen Finger zeigte auf die Zigarette von Jasper, dieser sah daraufhin, dass diese schon längst an war. “Danke.“, sprach der Blauäugige leise. Warum war er jetzt auf einmal so leise geworden? Es machte doch keinen Sinn leiser zu werden oder? Jazz verstand sich im Moment nicht wirklich. Der Blickkontakt mit seinem Gegenüber, löste sich erst auf, als der Wächter seinen Funk hörte. Warum musste man ihn grade jetzt stören? Sollte er wirklich darauf reagieren? Kurz überlegte der 20 Jährige und entschied sich dafür einen Kollegen – genauer gesagt Zesko zu rufen. Der Meldestelle der Schule antwortete er unhöflicher weise gar nicht. Immerhin wollte er sich weiter, dem eigentlich noch eher unbekannten Liam widmen. Zesko? Kannst du mich hören? Kurz machte er eine Pause, ehe er fort fuhr. In der Schule wird Hilfe gebraucht. Ein Mädchen hat im Schulgang der im Erdgeschoss liegt, einen Insassen angegriffen – es handelt sich um ein
Versuchsobjekt. Der Name des Mädchens lautet Telmara. Zudem ist irgendwas mit Tür der Mädchentoiletten im Obergeschoss. Wäre gut, wenn du übernimmst.
Der Wächter beendete den Funkspruch. Kurz blickte er zu seiner Zigarette, die er durch den Funk fast vergessen hätte, bevor er daran zog aschte er auf den Boden.

Jazz wandte sich nun wieder an den anwesenden Liam. “Entschuldige.“ Es war schließlich unhöflich, sich auf etwas zu konzentrieren während jemand dabei stand. Seine blau-grünen suchten sofort wieder den Kontakt zu den Augen seines Gegenüber´s. Es war fast schon so, als würde die orange Farbe seiner Augen wollen, dass man ihm die Augen sah. “Die Farbe deiner Augen...ist echt faszinierend.“, erneut wurde er leise, es ähnelte fast einem hauchen. Hatte er dies nun echt laut ausgesprochen? Gut, er war zwar dafür ehrlich zu sein, doch wirklich alles brauchte man einem Anwesenden eigentlich auch nicht sagen. “Eh...ja...“. Es war eigentlich selten, dass er wirklich verlegen wurde, doch nachdem er so etwas laut ausgesprochen hatte, das ihn die Augen faszinierten, wusste er nicht mehr was er sagen sollte. Doch war nicht eigentlich der Jugendliche daran Schuld? Immerhin war ihn zu nahe gekommen. Das Tierwesen war mehr als verwirrt und vielleicht auch ein bisschen nervös. Mit einer Hand griff er an seinem Umhang, den er trug und krallte sich fest.

BP: Liam

(Mustert Liam nochmal genauer → denkt kurz nach → hört Liam sprechen → blickt ihm in die Augen → Sieht wie er auf ihn zu kommt → fragt sich was Liam vor hat → denkt nach → ist durcheinander → hört seinen Funk → ruft Zesko → wendet sich wieder an Liam → entschuldigt sich → spricht zu ihm)
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Sa 22 Aug 2015, 16:16



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 006


Der junge Dämon hatte sich zurückhalten müssen, nicht zu lachen, als er gespürt hatte, wie Jaspers Körper sich angespannt hatte. Er hatte genau gemerkt, wie der junge Mann fast schon zusammengezuckt war, als Liam ihm nahe gekommen war. Klar, er hatte eine Grenze überschritten – persönliche Wohlfühlzone und so. Aber war Liam jemand, der auf so etwas achtete? Nein. Dennoch wusste Liam selbst nicht genau, was er damit bezweckte. Wollte er alleine gelassen werden und Jasper vergraulen? Er war sich nicht sicher – einerseits liebte er es, alleine zu sein und die Stille zu genießen, aber auf der anderen Seite... er würde nur wieder an Luzifer denken und sich fragen, was eigentlich mit ihm selbst schief lief. Und darauf hatte er keine Lust.
Wollte er den Blonden anmachen? Auch dem war Liam sich nicht sicher. Er war noch nie derjenige gewesen, der andere einfach anflirtete oder sich überhaupt für Beziehungen interessierte. Aber anscheinend hatte er sich, seit er hier war generell ein wenig verändert – und der Punkt gehörte vielleicht dazu. Liam fragte sich, ob sein Gedanke, den Jungen zu ärgern und so an Informationen über ihn zu kommen, vielleicht eine Ausrede für ihn gewesen war, aber war das eben ein wirklicher Flirt gewesen? Irgendwie wusste der junge Dämon selbst nicht, was er sich jetzt schon wieder eingebrockt hatte. Hatte er nicht mal von sich behauptet nachzudenken, bevor er handelte? Wobei... das hatte er wohl schnell wieder revidiert, wenn er sich genau erinnerte. Stimmt schon.
Naja, falls irgendetwas schief laufen sollte... Liam konnte es immer noch auf die Unfähigkeit schieben, mit anderen Wesen zu Kommunizieren und sich sozial zu verhalten. Er hatte in seinem Leben nicht viel Kontakt zu Menschen oder generell anderen Lebewesen gepflegt und war demnach oft „ungehobelt“ und verhielt sich für die gemeine Gesellschaft „unpassend“. Dabei wusste er meistens nur nicht, wie er auf jemanden reagieren sollte. Immerhin hatte er den Großteil seines Lebens in einem schäbigen, dreckigen Keller verbracht, indem man ihn aufschnitt und betrachtete, schaute was passierte wenn man ihm einige entnahm und was wusste er was noch. Das meiste daran hatte sein Gehirn zum Glück durch einen Abwehrmechanismus verdrängt. Auch wenn ab und zu diese lästigen Flashbacks aufkamen...
Als Liam wieder – das wievielte Mal war es schon? - in Jaspers Augen sah, vergaß er jedoch die düsteren Erinnerungen, die wieder in ihm aufbrodelten. Sonst hatte er immer dieses elende, beklemmende Gefühl in der Brust, wenn er an seine Vergangenheit hatte, und die Dunkelheit schien ihn zu bedrängen. Doch stattdessen verlor er sich schlichtweg in Jasper's Augen. Naja, was hieß hier „verlieren“ - sie faszinierten ihn nur weiterhin so sehr, dass das helle, stechende Blau ihn zurückholen zu schien.
Liam verwarf diese Gedanken jedoch schnell wieder, da er das Gefühl hatte, sich verdammt lächerlich zu machen. Er kannte diesen Typen hier kaum. Was dachte er für Mist?
Erst als er die leiste Stimme Jaspers vernahm, konzentrierte er sich wieder komplett auf ihn. An sich hatte er das ja die ganze Zeit gemacht – nur eben... anders. Anscheinend hatt Jasper inzwischen bemerkt, dass seine Kippe schon am glühen war und er kein Feuer mehr von ihm bekommen würde. Liam musste dann jedoch schmunzeln, als er realisierte, dass sein Gegenüber wahrscheinlich wegen seiner Aktion eben so leise sprach. Zumindest hatte seine Stimme sicherer geklungen, als er den Raum eben betreten und sich vorgestellt hatte. Als Antwort auf das 'Danke' Jazz's nickte Liam leicht, behielt ihn jedoch in seinem Blick. Der schweifte zwar kurz über Jazz' Gesicht, sodass er sich es genau einprägen konnte, blieb im Endeffekt aber wieder dort hängen, wo er schon die ganze Zeit war. 'Erde – oder besser gesagt Insel – an Liam, krieg dich mal ein.'
Was die ganze komplett komische Stimmung im Raum unterbrach, war dann schließlich der Funkspruch, der offensichtlich an Jasper ging... Moment, Funkspruch? Dieses Jüngelchen war ein Wächter? Und an den hatte Liam sich gerade herangemacht... also... mehr oder weniger. Für eine Sekunde war Liam verdutzt, dass er noch keine Schelle bekommen hatte, bemühte sich aber schnell, wieder sein Pokerface aufzusetzen. Er hoffte, dass Jazz das ganze nicht mitbekommen hatte, denn der war ziemlich auf seinen Funk konzentriert. Wobei, was war eigentlich so schlimm an einem Wächter? Der hier schien ganz nett...
Liam beobachtete, wie Jasper mit seinem Funk herumhantierte, und erwartete schon, dass er jetzt abhauen und sich um den Vandalismus kümmern würde. Stattdessen gab er den Vorfall anscheinend an einen Kollegen weiter. Dürfte er das überhaupt? Naja, dann würde er eben hierbleiben... Liam bemerkte, dass ihn das überhaupt nicht störte. Und das trotz seiner Abneigung zu jeglicher Gesellschaft. Komisch, wie gehabt.
Er beobachtete weiter, wie der blonde an seiner Zigarette zog und erinnerte sich somit auch an seine, die lose zwischen den unteren Knöcheln seines Zeige- und Mittelfingers hing. Erneut aschte er gedankenlos durch den Raum, bevor er an dem Glimmstängel zog, und diesen dabei fixierte. Er fragte sich, was das hier jetzt werden würde, und war sich wieder einmal nicht sicher, was er jetzt machen sollte.
Als Jazz sich nun wieder an ihn wandte nickte Liam erneut, antwortete diesmal aber auch in ganzen Sätzen.
" Kein Problem... aber sicher, dass du das einfach so abgeben kannst? Immerhin bist du in der Nähe. Oder bist du so neu, dass du die Orte gar nicht findest?" , grinste er, aber meinte das ganz und gar nicht böse.
Er überlegte gerade, was er sonst fixieren könnte, wenn nicht Jasper, da ihm das ganze etwas aufdringlich vorkam, entschied sich nach dem nächsten Kommentar des Blonden jedoch um. Der Wächter schaffte es sogar, ein kleines Lächeln auf Liams Züge zu zaubern. Eine Seltenheit, die nicht jedem zuteil wurde.
"Danke... kann ich nur zurückgeben", gab er zurück. Er hatte schon erwartet, dass seine Stimme brechen würde oder er nur herumstottern würde, doch stattdessen sprach er entgegen seine reigenen Erwartungen mit einer klaren und deutlichen Stimme. Also ganz normal. Er war eben keine Komplimente gewöhnt und meistens reagierte er komisch darauf. Anscheinend konnte er sie von Jasper jedoch annehmen... oder was er auch immer gerade tat. Er spürte, wie Jasper verlegen wurde und grinste in sich hinein. Dann bemerkte er den Umhang, den der Wächter trug, und an dem er sich nun wie eine Rettungsleine zu klammern schien. War ihm das ganze so peinlich... Na gut. Dann wollte er die Situation eben auflösen... oder weitertreieben, wie mans nahm.
Grinsend ging er wieder auf Jasper zu, diesmal bewegte er sich schneller als eben, nahezu Raubtierhaft. Er drängte ihn gegen den nächsten Tisch und stoppte sein Gesicht ganz nahe vor dem des Blondschopfes. Seine Hände positionierte er so, dass Jasper nicht so leicht weg konnte, und sein Magen schien sich umzudrehen. Wieder fragte er sich, ob er zu weit, ging, oder woher dieses kribbeln kam. Schließlich ignorierte er es jedoch und legte seine eine Hand unter Jaspers Kinn, mit der rechten hielt er immer noch seine Kippe, an der er vorher gezogen hatte. Stück für Stück atmete er den Rauch dieser aus während er Jaspers Kopf, von einem verlegenen Blick nach unten, direkt zu seinem richtete. Seine Stimme hallte leise durch den leeren Raum und die Stille, die sich breitgemacht hatte.
"Warum so nervös... ?"

» BP: Jasper [Denkt nach → schaut zu Jasper → findet raus, dass er ein Wächter ist → fragt ihn, ob er den Fall wirklich an Zesko weitergeben kann → nutzt Jaspers Verlegenheit und Nervosität aus]



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Zuletzt von Liam am So 20 Sep 2015, 18:39 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mo 24 Aug 2015, 16:47

Nachdem der 20 Jährige den Funkspruch abgesetzt hatte und sich bei Liam für diese störende Unterbrechung durch dieses doofe Geräusch, sagte auch sein Gegenüber etwas darauf. Ob er sich sicher ist, dass er den Fall so einfach abgeben konnte? Klar – auch wenn es nicht so wäre, hätte er es einfach gemacht. Zudem war er sich sicher, dass es Zesko übernehmen würde. Jasper war es egal ob er nun direkt hier war in der Schule oder nicht – wenn er beschäftigt war, war es eben so. Die Orte kannte er bereits, auch wenn er noch nicht sonderlich lange hier war, was nicht unbedingt hieß, dass er sich perfekt auskannte. Bevor das Tierwesen allerdings einen Kommentar dazu abgab, zog er erneut an seiner Zigarette. Nach Stunden seine Sucht wieder zu stillen, war gut. Nund jedoch fing er an zu sprechen. “Ja, ich bin mir sicher. Es sei denn Zesko hat was zu tun, was ich nicht glaube.“ Natürlich konnte sich Jazz nicht sicher sein, ob dies wirklich so war, doch hoffte er es sehr, denn um ehrlich zu sein wollte er diesen Raum nicht verlassen. Auch wenn ihm der Anwesende ziemlich nah gekommen war. Aber anscheinend hatte er ja nichts böses im Sinne – zumindest was einen Kampf anging. “Nun ich würde die Orte schon finden. Ist ja in der Schule nicht relativ schwer.“ Es war doch auch nur ein Gebäude wie jedes andere. Man würde am Ende immer das finden würde, wonach er suchte. Wie hieß es so schön? Viele Wege führten nach Rom? Zwar würde es seine Zeit kosten, aber am Ende konnte er sich sicher sein, dass er dort landete, wo er hin musste. Die Gedanken des 20 Jährigen wurden kurz von dem Geräusch seines Funkgerätes unterbrochen, allerdings hörte er nur noch, dass Zesko übernahm. Er war erleichtert, so konnte er wenigsten hier bleiben. “Scheint so, als würde er tatsächlich übernehmen.“ Ein leichtes, etwas zaghaftes Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Freute er sich jetzt wirklich darüber, dass er die Arbeit nicht erledigen musste?

Die Arbeit ließ er Arbeit, als wieder daran dachte, welchen Kommentar er vorhin abgeben hatte über die Augen des Rothaarigen. Urplötzlich wurde er wieder still. Das leichte, zaghafte Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden. Das Gefühl von Verlegenheit, breitete sich nun noch mehr aus und er fragte sich wieder, warum er dies nicht für sich behalten hatte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er im Augenblick ein wenig verwirrt war. Rückgängig konnte er es nun mal nicht mehr machen. Die Stimme des Anwesenden holte ihn aus seinen Gedanken zurück. Liam konnte es nur zurück geben? Aber seine Augenfarbe, war doch eigentlich ganz üblich oder? Konnte Jazz selbst es überhaupt einschätzen, ob seine Augen nun faszinierend auf andere wirkten oder nicht? Dank dem, dass der Rothaarige dieses Kompliment zurück gab, verfärbten sich die Wangen des 20 Jährige leicht rosa und er spürte wie ihm leichte Hitze in den Kopf stieg. War er ein Mädchen oder was? Doch leider konnte er seine Empfindungen nicht kontrollieren, auch wenn er sich wie der größte Idiot vor kam. “D-d-danke.“, brachte er nur stotternd hervor. Jazz musste wohl grade wirklich wie ein kleines, schüchternes Mädchen rüber kommen, obwohl er es nicht wirklich war. Der Griff, an seinem Umhang verstärkte sich nur. Das Tierwesen setzte so viel Kraft ein, dass das weiße der Fingerknöchel zum Vorschein kam. Der junge Mann hatte seinen Blick, dank seiner Verlegenheit, noch immer gesenkt. Der Wächter schaffte es einfach nicht, dem anderen wieder in die Augen zu sehen.

Nur im Augenwinkel bemerkte der Blondhaarige, dass sich wohl der Rothaarige wieder auf ihn zu bewegte – dieses mal allerdings schneller. Darauf reagieren konnte der Blauäugige nicht wirklich. Er stolperte schon zur Hälfte schon Rückwärts – zumindest solange bis er den Widerstand eines Tisches spürte. Sollte Jasper nun Angst bekommen? Doch würde sein Gegenüber es wirklich wagen ihn etwas anzutun? Es riskieren, dass er eine Strafe abbekam? Trotz seines leicht gesenkten Blickes, merkte er, wie nah das Gesicht des Jugendlichen dem seinen sein musste – der Atem des anderen Lebewesens verriet es ihm. Jazz hoffte nicht, dass die Farbe in seinem Gesicht noch intensiver wurde. Erneut versuchte er die Luft anzuhalten, doch schaffte er es nur seine Atmung etwas zurückzuhalten. Immerhin wollte er ja nicht panisch auf seine Gesellschaft wirken, denn er war es ja auch nicht. Wieder spürte er dieses komische Gefühl in seiner Bauchgegend, dass er schon zuvor empfunden hatte.
Plötzlich spürte Jasper die Hand seines Gegenüber´s an seinem Kinn. Sofort fing er an ein kribbeln an dieser Stelle zu spüren. Was bitte war nur los mit ihm? So kannte er sich nicht – schon gar nicht, wenn er jemanden noch nicht lange kannte. Doch irgendwas, war anders an der gesamten Situation. Nun spürte der 20 Jährige, wie sein Kopf hoch gedrückt wurde und er somit gezwungen wurde dem Rothaarigen in die Augen zu sehen. Es war schon ein bisschen frustrierend zu wissen, dass Liam nun direkt seine rot angelaufenen Wangen sah. “Ehm...ich bin doch nicht nervös...“ Ein unsicheres lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Klar war Jasper nervös, allerdings würde er es nie zugeben. Wie gerne er doch die Hand des anderen an seinem Kinn spürte, auch wenn es sich anfühlte, als würde Elektrizität freigesetzt werden auf seiner Haut – was eigentlich eins sehr angenehmes Gefühl war.

Die Finger, die er noch immer in seinen Umhang gekrallt hatte, entspannte er allmählich wieder und so lies er diesen auch los. Doch im Allgemeinen gelang es ihm nicht einen lässigen Eindruck zu machen. Ein solcher Moment, wie dieser hier, kam aber auch nicht allzu oft in seinem Leben vor. Es war fast schon richtig selten. Die Zigarette hielt er immer noch in seiner Hand – jedoch wagte er es nicht daran zu ziehen – warum auch immer. Seine blau-grünen Augen hatte er wieder direkt auf die des Anderen gerichtet. Sollte er es wagen und auch einen Schritt machen? Meinte es der Jugendliche überhaupt ernst oder war es eine Spielerei für ihn? - Stopp an was dachte er hier eigentlich. An so etwas brauchte er doch nicht denken oder? Es war immerhin doch nur eine Situation... zumindest glaubte er das. Seine freie Hand, setzte das Tierwesen nun in Bewegung. Diese Fand an der Wange des Teenagers seinen Platz. “Was machst du nur mit mir..., es war nur ein flüstern, als diese Worte seinen Mund verließen.


BP: Liam

(denkt nach → antwortet Liam auf seine Fragen → freut sich darüber, dass Zesko übernimmt → denkt erneut nach → stottert ein Danke → bemerkt im Augenwinkel wie sich Liam auf ihn zubewegt → wird gegen einen Tisch gedrängt → denkt darüber nach was Liam vor hat → spürt die Hand von Liam an seinem Kinn → lässt seinen Kopf hoch drücken → blickt dem anderen in die Augen → sagt etwas → lässt seinen Umhang los → legt seine Hand an Liam´s Wange → sagt etwas zu Liam)


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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Mo 24 Aug 2015, 18:49



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 007


Liam reagierte für ihn üblich kühl darauf, dass Zesko, oder wie der andere Wächter nun zu heißen schien, den Job übernahm, obwohl Jasper vielleicht sogar näher am Geschehen war. Immerhin war das Mädchenklo zwei – drei? Räume weiter? Und genau deswegen verwirrte Jaspers Aktion ihn. Aber was soll's – mehr Zeit zum Spielen, nicht wahr? Denn egal wie kühl Liam sich äußerlich auch immer geben mochte, innerlich freute er sich irgendwie. Ein wenig. Aber... Freude? Wirklich? Wusste er, der nie Kontakt zu anderen Wesen gepflegt hatte und sein Leben in monotoner Kühle verbracht hatte, überhaupt was das war? Er erinnerte sich, dass er einmal etwas gespürt hatte, das andere familiäre Wärme oder Mutterliebe hätten nennen können. Für ihn war es damals, als diese Stimme das erste Mal zu ihm sprach und ihm seine eigene Kraft darbot, einfach nur ein Gefühl von Wärme. Von frischer Luft, nachdem er Jahrelang vermoderte. Von Freiheit. Aber Freude? Da war er sich nicht sicher, ob er dieses Gefühl kannte. Doch das Kribbeln, dass sich immer mehr in seiner Magengegend breitmachte, musste Freude sein. „Eigentlich ist dieser Ort, zu dem du theoretisch müsstest, fast direkt gegenüber von unserem Raum hier.“, merkte er kurz an, nachdem Jasper sagte, dass er sich auskennen würde. Denn wenn, dann würde er doch seinen Pflichten schon nachgehen, oder? Eine andere Erklärung gab es für Liam nicht.Dass er den Raum als den ihren bezeichnet hatte, ohne darüber nachzudenken, erschien ihm etwas komisch. Wusste er denn eigentlich selbst, was er vorhatte? Er wusste nicht einmal, wieso er so absurd reagierte, immerhin hatte er aber auch keine Ahnung, ob er 'richtig' oder 'falsch auf die Anwesenheit des anderen reagierte. Komplett durcheinander brachte ihn dann jedoch wieder dieses Lächeln, das Jasper einsetzte, als Zesko sich zurückmeldete. War das ein freudiges Lächeln, oder war irgendetwas... lustig? Letzteres bezweifelte Liam jedoch, als er den nervösen Jasper vor sich hatte, noch mehr allerdings, als dieser rot wurde wie ein Mädchen oder kleines Kind, und einen gestotterten Dank für das Kompliment aussprach. Liam wunderte sich, ob dies von diesem Gefühl kam, von dem er einige schnulzige Romane – leider mit Happy End – gelesen hatte. Schüchternheit? Wer wusste das schon. Dennoch musste der junge Dämon sich ziemlich zurückhalten, nicht loszuprusten. Er wusste nicht woher das jetzt wieder kam, vielleicht passte er sich aber langsam Gesellschaften an, wer weiß – jedenfalls empfand er diese Situation als amüsant. Vielleicht tat er dann auch das, was er nun einmal tat – Jasper zurückdrängen und sein Kinn anheben – einfach aus Jux. Wobei... nein. Liam wurde selber mehr oder weniger von Luzifer verarscht, als dieser sich an ihn herangemacht hatte. Er hatte ihn provoziert, fast schon lächerlich gemacht... und es irgendwie geschafft, das Liam ihn dennoch mochte. Aber so etwas würde er selbst nicht so weit treiben. Vielleicht würde er Jasper ein wenig ärgern und diese ganze Situation auch ausnutzen, um über Lu hinweg zu kommen, aber er würde ihn nicht verarschen. Zumindest nicht direkt.
Als er Jasper jedoch so nahe war, wie er nun einmal stand – fast schon zu nahe, wenn man bedachte, wie er ihn mit der Hüfte gegen den Tisch drängte, und sich über ihn beugte, konnte er seinen Geruch aufnehmen, der ihm zuvor nicht so in die Nase gestiegen war, wie er es jetzt tat. Eine einladende, süßliche Mischung aus tierartigem Fell, feuchtem Moos und eventuell modrigem Holz, Eichenbäumen, Wasser... im Grunde war es eine Mischung aus Wald und Freiheit, die Liams Nase umflog und er fühlte, wie er sich am liebsten direkt zu Jazz lehnen und...
Der Dämon merkte nun, wie leicht er sich ablenken ließ, dass Jasper ihn mit seinen Worten immer wieder in die Realität zurückholte und ihm so offenbarte, dass seine Wangen noch roter angelaufen waren. War ihm das ganze vielleicht peinlich? Eigentlich müsste das hier nur dem Rothaarigen peinlich sein, immerhin handelte er entgegen all den Prinzipien, die er sich angeeignet hatte. Entgegen des ganzen Misstrauens und der Schwierigkeiten, sich anzupassen. Als der Blond haarige zu ende gestottert hatte gab er dem Dämon wieder einmal dieses elende Lächeln, welches sein Herz zum Rasen bringen schien. Diesmal war es unsicher, das spürte Liam, als er wieder einmal die Augen des anderen fixierte, und er wusste gar nicht, wie er selbst rüberkam. Was ihn jedoch weiterhin wunderte, war die Tatsache, dass er selbst sich keineswegs unsicher fühlte, sogar im Gegenteil. Sein Körper schien nicht mehr von Liams Geist gelenkt, sondern seinen eigenen Willen gefunden zu haben. Die Zigarette, die er vergessen hatte und die ja immer noch in seiner rechten Hand glühte, nun aber bis zum Filter abgebrannt war, ließ er einfach auf den Tisch fallen, auf dem sie einen kleinen Brandfleck bildete, bevor sie ausging. Er selbst bemerkte das jedoch kaum, lief weiterhin Gefahr, in Jaspers Augen zu versinken und am Ende wirklich seinen Körper, mit dem er in Gedanken einen stillen Kireg führte, gewinnen zu lassen. Das Schicksal jenen Krieges besiegelte jedoch der Blauäugige selbst. Als er seine Hand an Liams Wange legte, zuckte dieser erst ein zurück, bevor er schwer atmend die Augen schloss und das blitzartige Kribbeln, dass die Hand seines Gegenübers auf seiner Haut, und die Wärme die er ausstrahlte, genoss. Nur für ein paar Sekunden, dann merkte er, wie er unbewusst den Kopf nach vorne gelehnt hatte und seine Stirn gegen die von Jasper lehnte. Tat er hier das richtige? Aber jetzt noch groß nachzudenken, war wohl zu spät. Seine eine Hand lag immer noch unter Jaspers Kinn, die andere, nun frei von der Kippe, wanderte langsam an Jaspers Hüfte, fand ihren Weg darunter und strich über Jaspers Bauch. Dabei starrte er ihm weiter in die Augen, auch weiterhin nicht mit der Absicht seinen Gegenüber zu manipulieren. Vielleicht war es ja auch anders herum. Vielleicht wurde auch Liam manipuliert... aber das interessierte ihn jetzt nicht mehr so sehr. Er kam sich selbst wie in Zeitlupe vor, als er seine Hand von Jaspers Kinn löste, über die des anderen legte und seinen Kopf zurück nach hinten zog. Er wollte etwas sagen. Stattdessen fühlte sich seine Kehle trocken an und er knurrte leise. Nicht bedrohlich, eher bestimmend. Dann ging es irgendwie alles etwas schneller, als er die Hand, die gerade noch auf der Jaspers gelegen hatte in den Nacken des Blonden schnellen ließ, ihn am Umhang zurückzog und mit seinen Lippen langsam über den Hals des anderen fuhr. Jetzt war es komplett zu spät um zu denken, denn sein Hirn setzte aus, als er weiterhin diesen Geruch des anderen in der Nase hatte. Bevor er weiter handelte, zog er Jasper zurück zu sich, blickte ihm noch einmal in die Augen und ließ ihre Lippen schließlich kollidieren.

» BP: Jasper [antwortet Jasper → denkt nach → packt sich Jasper und küsst ihn]



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Zuletzt von Liam am So 20 Sep 2015, 18:39 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Fr 28 Aug 2015, 02:51

Ich war mir nicht sicher ...:
 

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BeitragThema: Re: Lesetrakt    So 06 Sep 2015, 13:20

Aus den Lautsprechern knackte kurz ein leises Rauschen, ehe eine Ansage nach Draußen drang.

„Liebe Besucher!
Wir danken ihnen für ihre Zeit und Aufmerksamkeit und hoffen, sie konnten sich nun ein besseres Bild von Glassdome-Academy machen, der Schule, wo sie zukünftig ihren Alltag verbringen werden.
Es wird nun gebeten, dass Schulgelände ruhig und gesittet zu verlassen, sodass unser Team mit den Aufräumarbeiten und Vorbereitungen auf den Schultag beginnen kann.
Vielen Dank.“

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BeitragThema: Re: Lesetrakt    So 20 Sep 2015, 18:28



» LIAM BISHOP




» Plot 3
# 008


Sei 16 oder älter um das zu lesen:
 

» BP: Jasper [erwidert Jaspers Handlungen → tut dinge mit Jasper → wird von Durchsage aus Handlung gerissen →"kommt zu sich" → fragt sich, was er jetzt tun soll]



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BeitragThema: Re: Lesetrakt    Di 22 Sep 2015, 23:46

Zur Sicherheit... :
 

Edit:

Doch irgendwas in ihm zweifelte daran, dass diese Stimmung von vorhin wieder aufkommen würde. Manchmal verfluchte er es wirklich Wächter zu sein, doch machte es ihm natürlich auch Spaß. Nur in diesen Augenblicken war es wohl eher unangebracht, wenn das Funkgerät ständig irgendwelche Geräusche von sich gab. Allmählich lies das Gefühl von Begierde und Lust in ihm nach. Alles irgendeiner Person zu verdanken, für die sie die Wächter brauchten. Möglicherweise war aber auch die gesamte Schulveranstaltung schuld. Ein leises frustriertes seufzen glitt über seine Lippen. War es nicht besser, die ganze Sache fallen zu lassen? Das größte Problem waren wohl seine Hände. In seiner menschlichen Gestalt würde er diese wohl nicht frei bekommen. Es würde ihm nichts anderes übrig bleiben als sich in einen Schneeleoparden zu verwandeln. Aber wäre es wirklich fair gegenüber dem Anderen? Sollte er nun weiter darüber nachdenken? Es würde doch alles nur noch schwerer machen, als es eh schon war. Jazz atmete noch einmal tief durch, ehe er anschließend sagte: “Es tut mir leid.“
Eine Entschuldigung? Es wäre doch bei weitem besser gewesen, wenn er gesagt hätte: ´Man sieht sich´oder etwas ähnliches. So stand er da, als wäre er ein Feigling. Ändern konnte er es nun auch nicht mehr. Ohne jedoch ein weiteres Wort zu sprechen, verwandelte sich der 20 Jährige in einen Schneeleoparden. Seine Hände wurden zu Pfoten, die schon bald keinen Platz mehr in dem Gürtel hatten, der als Fessel diente, hatten. So waren die Pfoten des Tieres frei. Die Raubkatze blickte noch kurz zu dem Rothaarigen, ehe sich das Tier anschließend verschwand.

Tbc: Die Stadt – Außerhalb - Steinmeer


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Lesetrakt

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