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 Brücke in die Stadt

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GM
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BeitragThema: Brücke in die Stadt   Mi 14 Mai 2014, 21:08




Über diese Brücke kommt man direkt in die Stadtmitte, von wo aus man entweder in das Geschäftsviertel, oder in das Wohnviertel gelangt. Im Wohnviertel wohnen die Lehrer, aber auch einige Schüler mit genug Geld dürfen sich dort ein Haus kaufen.


Zuletzt von GM am So 05 Jul 2015, 11:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 12 Jun 2014, 16:32

First Post - 2.Plot

Shay erreichte gerade die Brücke, als er merkte das sich die Schüler vor ihm befanden. Wurden die Türen etwa auch für die Schüler geöffnet? Ich dachte das nur wir Lehrer raus dürfen. Das ist ja komisch. Zwei Wochen waren seid der Quarantäne vergangen und Shay hatte sich tierisch gelangweilt. Allein in seiner Wohnung zu sein nervte ihn und zu Chris konnte er leider auch keinen Kontakt aufbauen. Als Shay losging hatte er zwar an Chris Tür geklopft jedoch keine Antwort bekommen und so machte er sich alleine auf den Weg. Shay sah sich um. Es waren nicht viele Menschen draußen, das lag wohl daran das noch nicht alle bemerkt hatten das die Türen offen sind. Shay musste umbedingt einkaufen, denn er hatte nichts mehr im Kühlschrank. Als Shay so die Brücke entlang schlenderte sah er zum Wasser hinunter. Kurzerhand verwandelte er sich in einen blauen Kater und sprang auf die Brücke. er setze sichhin und starrte weiter nach unten. Vielleicht kommt bald jemand zum plaudern vorbei. Mich würde ja interessieren wie die Schüler es so in Quarantäne ausgehalten haben. Zwei Wochen den selben Mitbewohner war bestimmt auch ziemlich stressig. So beschloss Shay als kleiner blauer Kater auf der Brücke zu sitzen und zu warten. Er hoffte das irgendjemand zu ihm kam und ihn vielleicht ansprach oder streichelte. Als blaues Tier musste er ja schließlich auffallen.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 12 Jun 2014, 19:32

First Post



Seit langer, langer Zeit würde ich mal behaupten, dass ich Glück gehabt hatte. Während ich auf mein Zimmer gebracht worden war, tönte durch die Lautsprecher immer wieder eine Durchsage die von einer Quarantäne handelte. Erst war Panik in mir aufgestiegen. Hieß das ich würde alleine irgendwo eingesperrt?! Mein leichter Protest beim weiterlaufen wurde von den Wachen wohl gar nicht wahr genommen. Stur und monoton behielten sie ihr Tempo bei und schleiften mich mit. Was wäre mir auch anderes übrig geblieben? Vor einem der Zimmer hielten sie an, stießen mich hinein und die Tür schloss sich automatisch. Ich lauschte bis die Schritte draußen wieder verhallt waren. Ruhig atmend betrachtete ich mein Zimmer, die Zelle… wie auch immer. …Bloß keine Panik bekommen… Es war für zwei Leute ausgelegt aber ich war alleine hier. Vielleicht war mein Mitbewohner noch nicht da oder kam man trotz dieser Ansage hier raus?! Prüfend trat ich an die Tür, es kostete mich einige Mühe aber ich bekam sie weit genug geöffnet um hinauszukommen. Ohne weiter zu überlegen schnappte ich meinen Geigenkoffer und drückte mich durch den Spalt in den Flur. Erst langsam und vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen. Bloß keine Aufmerksamkeit erregen. Vielleicht hatten die Wachen auch einen Fehler beim Schließen der Türe gemacht?! Es war mir egal auch meine Vorsicht wich nach und nach der Ungeduld. Schneller, immer schneller ging ich über den Flur bis es ein leichter Dauerlauf wurde. Ohne überhaupt zu wissen wohin ich sollte verließ ich das Gebäude und rannte den Weg entlang.…Wenn ich jetzt wüsste, dass du wegläufst weil du auf die Konsequenzen pfeifst wäre ich fast stolz auf dich… aber du läufst aus Angst weg. Aus Angst doch eingesperrt zu werden und dann die Kontrolle über dich zu verlieren weil du durchknallst… säuselte die Stimme durch meine Gedanken. Ungewollt verzog ich als Reaktion darauf das Gesicht. Irgendwie hatte sie schon Recht aber im Moment waren mir auch die Konsequenzen meines Handelns egal. …Wo willst du eigentlich hin du kleines Genie? Du weißt dass du auf einer Insel bist die von einer Kuppel umgeben ist oder erzähle ich dir jetzt etwas neues? Egal was du vor hast du kommst hier nicht raus… säuselte sie weiter. Eine Zeit lang hatte ich der Stimme geantwortet wenn sie es allzu weit trieb. Was wiederum mich komisch wirken ließ. Also beließ ich es bei einem Seufzer, verlangsamte nun meinen Schritt, folgte aber immer noch zügig dem Weg. Ab und zu warf ich einen Blick über die Schulter aber es schien niemanden zu geben der mir folgte. Also war es vielleicht doch gar nicht schlimm, dass ich meine Unterkunft samt Zimmer verlassen hatte.
Auch wenn ich nichts getan hatte außer dem Weg zu folgen hatte ich das Gefühl mich verlaufen zu haben. Okay, bei meiner Ankunft hatte es keine Begrüßung oder große Führung über die Insel gegeben also war es wohl verständlich, dass ich mich hier fremd fühlte. Doch hätte ich zurück zu meiner Unterkunft gewollt hätte ich nicht sagen können wie ich dort hingelangen sollte. Ich versuchte mir einige Dinge einzuprägen um zumindest ein paar Anhaltspunkte zu haben. Aber nach einer gewissen Zeit wurden dann doch die die Leute, die mir begegneten wesentlich interessanter. Es waren nur wenige auf der Straße unterwegs. Also schien das mit der Quarantäne doch noch nicht so lange her zu sein. Meinen Geigenkoffer gegen mich gedrückt ging ich weiter. Bog um einige Ecken und hatte nun somit völlig die Orientierung verloren. Da es jetzt auch egal war, konnte ich genausogut meinen Gedanken nachhängen und mir später überlegen wie ich zurückkommen würde.
Auf einer Brücke legte ich eine Pause ein. Trat an die Brüstung und sah hinunter ins Wasser. ...Jeder Fluss fließt ins Meer… ob es hier auch einen Strand gab den man besuchen konnte?... …Oh Man jetzt kommt wieder die Heimwehnummer. Ganz ehrlich? Denk doch lieber an was wirklich Tolles und nicht an so nen mist… „Lass mich doch“ , konterte ich und wurde mir jetzt erst bewusst dass ich es tatsächlich lautausgesprochen hatte. So schlimm war es gar nicht und außerdem hatte ich nicht an zu Hause sondern das Meer gedacht. Das war etwas anderes. Erst jetzt viel mir die kleine Katze auf, die fast neben mir auf der Brüstung saß. Erst wandte ich den Blick wieder ab. Doch dann musste ich erneut hinsehen. War ihr Fell blau oder hatte es nur so auf mich gewirkt? Mit leicht schief gelegtem Kopf betrachtete ich das Tier erneut. Nein das Fell war tatsächlich Blau. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht, gefolgt von einem freudigen: „Du bist aber ein hübsches Tier.“ Ich setzte mich auf die Brüstung der Brücke und hielt dem kleinen Kätzchen vorsichtig meine Hand entgegen. Ich wollte nicht dass es sich erschreckte, wenn ich es einfach so anfasste. „Weißt du… dein Fell hat eine total schöne Farbe. Sie erinnert mich ein bisschen ans Meer… aber das hörst du bestimmt öfters. Also das mit deiner Fellfarbe meine ich…“, plapperte ich einfach weiter. Vielleicht mochte es verrückt sein mit Tieren zu sprechen aber mit mir sprach eine Stimme die eigentlich gar nicht existierte und das fand ich um einiges verrückter.



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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Sa 14 Jun 2014, 16:40

Shay zuckte mit den Ohren, da er hörte wie jemand auf ihn zukam und anscheinend Selbstgespräche führte. Er wackelte mit den Ohren,streckte sich und ging dann auf die Hand zu. Er miaute kurz und blieb dann vor der Hand sitzen. Danke, das hör ich wirklich öfters. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich dieses blau meines Felles sehr liebe. Shay grinste und entblößte dabei seine kleinen Katzenzähne, die ihm eher ein niedliches Aussehen als ein gefährliches verpassen. Die Türen sind also wieder offen? Die Quaratäne ist vorüber? Shay bewegte seinen Schweif hin und her während er so sprach. Der Junge war wirklich freundlich. Shay sah ihm immer wieder in die Augen. Es war ein Blauton der sich mit einem leichten Türkis vermischt. Es schien fast so als würde man das Meer in ihnen sehen. Shay liebte das Meer. Er war als Kind gerne dort und vermisste es sehr. Das Meer ist ein schöner Ort oder? Deine Augen erinnern mich an das Meer. Sie sind so friedlich und ruhig, aber scheinen auch gefährlich. Shay schreckte auf. Hatte er dem Jungen gerade ein Kompliment gemacht? Was war los mit ihm los? Shay hoffte das der Junge ihn nicht ernst nahm mit seinem Kompliment. Nun jedenfalls mein Name ist James Louis Leo Shay Faiten, aber du kannst mich nennen wie du möchtest. Wie ist dein Name?


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   So 15 Jun 2014, 18:09

Bei der Antwort der Katze musste ich lächeln. Wenn ich eine Katze mit blauem Fell wäre, würde mir die Farbe bestimmt auch gefallen. Der Stimmlage nach war es wohl ein Kater. Da er näher an meine Hand herangekommen war streichelte ich ihm sanft über den Kopf. Das Fell fühlte mich weich und samtig an, was mir ein weiteres Lächeln entlockte. Auf die Frage hin zuckte ich kurz mit den Schultern. „Also… ich weiß es nicht wirklich. Als ich in mein Zimmer geführt wurde kam zwar noch die Durchsage aber meine Tür hatte sich nicht verschlossen. Sie ist offen geblieben und…“ ,ich stockte kurz in meiner Erzählung und sah den Kater an, „Und na ja… ich habs genutzt und bin wieder nach draußen nachdem die Wachen verschwunden waren“ , das Geständnis, mit dem Verschwinden räumte ich etwas kleinlauter ein als den Rest. Da er etwas über die Quarantäne zu wissen schien war ich nun meinerseits etwas Neugierig. „Gab es einen bestimmten Grund für den Ausruf der Quarantäne? Wie lange hatte sie gedauert?“ Als er über das Meer sprach nickte ich begeistert und ein Grinsen huschte über mein Gesicht. „Oh jaaa ich liebe das Meer. Ich bin in Sydney aufgewachsen und wir hatten den Strand fast direkt vor der Haustür. Jede freie Minute war ich dort“, erzählte ich gleich drauf los. Es dauerte einen kleinen Augenblick bis ich verstand was er mit meinen Augen andeutete. Dieses Mal viel das Lächeln etwas beschämter aus. Ich räusperte mich und rückte an meinen Hut herum. „Also das mit meinen Augen… ja…“, Personen aus meiner Vergangenheit zogen an meinem inneren Auge vorbei und mich beschlich ein wenig Mechanolie, „ähm… Ja… das haben schon einige bemerkt“ , brachte ich heraus versuchte dabei weiterhin fröhlich zu klingen. Nachdem sich der Kater vorgestellt hatte ging ich die namen die er genannt hatte noch einmal durch. „Das sind aber ganz schön viele. Wer gibt seiner Katze so viii…“ weiter kam ich nicht weil sich meine innere Stimme einmischte. ... Haaaaalllloooo?! Ich werde wegignoriert. Mir wird der Mund verboten oder ich bekomme noch nicht mal eine Antwort aber einem Kater antwortest du ohne groß darüber nachzudenken. Na vielen Dank auch…
Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich mit dem Kater ein ganz normales Gespräch führte. Ich stockte und hatte das Gefühl als wäre mein Gesicht gerade komplett erstarrt. Mir gelang nichts, außer ihn mit großen Augen anzusehen. Das Lachen der Stimme, ignorierte ich so gut ich konnte. Wurde ich vielleicht doch verrückt?! Oder war das ein verrückter Traum?... Ich zwickte mir in den Arm… konnte aber nichts spüren. Dann viel mir ein, dass ich eh selten Schmerz empfand und zwickte etwas fester. Das Ergebnis war nichts… kein Schmerz aber die Stelle wurde rot. Mein Blick schweifte kurz durch die Umgebung aber niemand außer mir schien die Szene merkwürdig zu finden. Also beugte ich mich wieder etwas weiter zu dem Kater hin. „Das …ähm… hmmm. Ich mag jetzt nicht unhöflich sein. Aber, aber du… du bist doch echt oder? Das ist kein Traum? Du und ich wir sitzen auf einer Brücke und reden? Und, und du bist ein Kater. Ein kleiner, blauer, sprechender Kater…mit, mit sehr vielen Namen…“ Auch wenn es an der Sitation nichts besserte musste ich kurz kichern. Vielleicht wurde ich doch verrückt…. oder war es schon….
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   So 15 Jun 2014, 19:55

Shay sah den Jungen erstaunt an. Er sprach einfach so mit ihm ohne sich zu wundern das ein Kater mit ihm sprach. Wirklich ein freundlicher Junge. Der 21 Jährige hörte dem Jungen aufmerksam zu und genoß die Streicheleinheit. Auch wenn Shay eigentlich ein Mensch die Nähe und Zuneigung die Menschen Katzen zukamen ließ liebte er einfach. Das hast du clever gemacht. Ich an deiner Stelle wäre auch abgehauen. Nun ja vor zwei Wochen kam eine Durchsage und alle Insassen beziehungsweise Schüler,Lehrer,Wissenschaftler etc. wurden in ihre Behausung gebeten. Wer freiwillig ging hatte Glück, andere wurden gezwungen. Nun seid heute sind die Türen jedoch wieder geöffnet. sagte Shay mit einem bitteren Unterton und grinste dann. Sydney? Das ist ein schöner und vor allem warmer Ort wenn ich mich recht erinnere. Ich bin in Oslo aufgewachsen. Mit 16 kam ich jedoch wieder nach New York. sagte Shay und lächelte sanft. Der Junge war wirklich freundlich und im Gegensatz zu Ryo oder Yuushibu schien er wirklich ein typischer normaler Junge zu sein. Warum ich so viele Namen habe? lachte Shay. Ganz einfach. Also James hieß mein Vater Louis hieß mein Opa und Leo Shay war einfach weil miene Mutter auch was zu meinem Namen beitragen wollte. Langsam schien der Junge jedoch zu merken das es seltsam war dass Shay mit ihm als Kater sprach. Der Gestaltwandler lächelte und verwandelte sich zurück. Nun saß er als Mensch auf der Brücke und hatte wie immer noch die Katzenohren und den Katzenschweif beibehalten. Etwas rot grinste er. Der Nachteil meiner Gestaltwandlerfähigkeiten. Mir bleibt immer etwas von dem Tier in das ich mich verwandelt habe auf unbestimmte Zeit erhalten. Shay wackelte mit den Katzenohren. Keine Sorge du bist nicht weniger verrückt als die anderen. Ich bin lieber als Kater unterwegs da ich dann weniger auffalle. Ich mein welcher normale Mensch hat schon solch blauen Haare wie ich. Nun mein lieber nennst du mir deinen Namen? fragend sah Shay ihn an. Shay holte ein paar Apfelbonbons aus seiner Tasche bot eins Lucian und aß das andere. Um noch mal auf die Quarantäne zurück zukommen. Diese hielt nur zwei Wochen. Wobei ich glaube das die Türen eher ungewollt aufgegangen sind. Ich denke es ist auch nicht so gut das wir hier draußen rum rennen, aber wir können uns ja gut verteidigen oder? Shay grinste. Shay dachte an die Zeit mit Chris Yuushibuu und Ryo und daran das er ein komisches Gefühl bei Yuushibuu hatte, aber diesen schien wie weggeblaßen zu sein. Er grinste und war sehr froh darüber. Wenn er komische Gefühle gegenüber Schülern entwickeln würde, dann erklärten sie ihn wahrscheinlich irgendwann noch für verrückt. Obwohl er das definitiv schon ist. Allerdings musste Shay doch Gefühle für die Schüler haben? Zum Beispiel ein Pflichtsgefühl, denn er hatte nun mal die Pflicht die Schüler zu beschützen. Nun eigentlich sah er das so ob das wirklich so ist weiß Shay nicht.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mo 16 Jun 2014, 17:04

Mit leichter Skepsis beobachtete ich wie sich aus dem Kater ein Mensch wurde, rutschte aber vorsichtshalber ein wenig von ihm weg bis die Wandlung abgeschlossen war.. Faszination und Erleichterung breiteten sich in mir aus und ließen mich aufseufzen. So verrückt war ich wohl doch noch nicht… Ich musterte den Mann von oben bis unten, blieb dabei an den Katzenohren hängen. Er erzählte wie er zu seiner Namensgebung gekommen war, dass er zu den Gestaltwandlern gehörte und er nach seiner Rückwandlung immer noch etwas von der vorherigen Form beibehielt. Wie er zu seinem Namen gekommen war brachte mich zu Lächeln. Es war verständlich und ich überlegte welcher mir davon am besten gefiel und befand Shay als den schönsten. „Also ich finde deine blauen Haare nicht schlimm“, verkündete ich meine nächsten Gedanken laut. Shay machte auf mich einen total netten Eindruck und ich war froh, dass er der erste war, dem ich hier begegnet war. Keine Ahnung was ich erwartet hatte aber es hätte vielleicht schlimmer sein können. Schließlich war Glass Dome eine Jugendstrafanstalt anderereits würde man auch nicht unbedingt glauben mit welchen Straftaten ich in Verbindung gebracht wurde.
Ich rückte wieder herum so dass ich Shay direkt ansehen konnte und lies ein Bein über die Brüstung der Brücke hängen. „Sag mal... was, was bedeutet das mit dem Gestaltwandeln genau? Kannst du dich in alles verwandeln was du willst?“ , stellte ich direkt die Fragen die mir durch den Kopf gingen. „Ich hab nämlich keine Ahnung davon… nicht nur keine vom Gestaltwnadeln und so sondern von allem meine ich. Ich kenne keine anderen Gestaltwandler… eigentlich, eigentlich kenn ich überhaupt keine anderen Wesen… glaub ich zumindest und falls ich doch welche gekannt hab dann weiß ich nicht was sie waren aber ich glaub nein, alle waren normal… außer, außer mir selbst aber was ich bin weiß ich auch nicht richtig… hmm zumindest nicht hundertprozentig weil ich eigentlich dachte ich wäre auch ganz normal….bis…“, mitten im Reden hielt ich an und warf Shay einen entschuldigenden Blick zu. „Tut, tut mir leid. Ich hab geplappert. Manchmal red ich einfach drauf los ohne darüber nachzudenken. Du brauchst nicht zu antworten wenn du nicht magst und am besten vergiss den Rest“, fügte ich kleinlaut hinzu und nahm mir vor mich für den Rest des Tages zu beherrschen. Erst denken, dann reden… so war die Reihenfolge. Shay hatte bereits ein zweites Mal nach meinem Namen gefragt und fast wäre ich ihm wieder eine Antwort schuldig geblieben weil ich so sehr mit dem unnötigen Geplapper beschäftigt gewesen war. „Ich… ich bin Lucian... Lucian Hyland aber Luc reicht eigentlich“ stellte ich mich nun nachträglich vor. Strahlend nahm ich das angebotene Bonbon entgegen, warf es in die Luft, fing es mit dem Mund auf und grinste Shay frech an. Süßigkeiten waren etwas tolles. Genießerisch schob ich das Bonbon im Mund herum bis sich der Apfelgeschmack in meinem ganzen Mund ausgebreitet hatte. Shay griff das Thema Quarantäne wieder auf. Seiner Meinung nach war die Unterbrechung unfreiwillig und dass wir im Grunde gar nicht draußen sein sollten. Seine Vermutung bereitete mir ein unangenehmes Gefühl und fast hätte ich das komplette Bonbon verschluckt. „ Ver- verteidigen?!“, brachte ich halb hustend hervor und sah Shay erneut mit großen Augen an. „„Gegen, gegen wen denn?“ Ich versuchte ruhig zu bleiben und mir vorerst keine Gedanken darüber zu machen. Oder sollte ich vielleicht doch besser zurück in die Unterkunft gehen. Ich war kein Kämpfer und Ärger wollte ich auch keinen meine innere Stimme setzt an etwas zu sagen doch ich wischte es zu Seite und schenkte den Wortnen keinerlei Beachtung. Shay hatte gegrinst vielleicht war es nur ein Witz gewesen…


Zuletzt von Lucian am Mi 18 Jun 2014, 19:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mi 18 Jun 2014, 19:38

Shay lächelte Lucian an. Danke. Shay sah zu wie Lucian sich es gemütlich machte auf der Brücke und hörte ihm zu. Er überlegte kurz bevor er antwortete. Nun wir Gestaltwandler können uns in alles verwandeln. Sei es in ein Tier oder in einen Gegenstand. Das hat natürlich Vorteile und Nachteile. Große Tiere beziehungsweise große Gegenstände kosten mehr Kraft als kleine. Neben den Gestaltwandler gibt es hier noch Tierwesen. Diese können sich nur ihn Tiere verwandeln. Shay machte und sprach dann weiter. Neben diesen Wesen gibt es soweit ich weiß noch Vampire,Werwölfe zu den muss ich dir wohl nichts erklären oder? Dann gibt es Engel und gefallene Engel. Ich weiß von Rittern. Ritter kennst du bestimmt auch oder? Sie kämpfen mit Waffen und haben einen Partner meist ein Tier wie Drache,Greif oder Pegasus. Dann hätten wir da noch die Dämonen. Sie sind Wesen der Finsternis, aber ich glaube nicht das alle so bösartig sind. Naja liegt wohl daran das ich in jedem Menschend das gute sehe. Shay grinste und fuhr dann fort. Magier gibt es auch noch. Sie beherschen entweder Elemantarmagie oder andere. Ich weiß allerdings nicht welche es da noch gibt. Shay kam nun ins Grübeln. Hatte er irgendwelche Wesen vergessen? Er war sich nicht sicher. Shay beließ und ging auf Lucians nächste Bemerkung ein. Siehst du ich hab auch zuviel geplappert. Freut mich jedenfalls sehr dich kennzulernen Luc. grinste er den Jungen an. Shay bemerkte wie Lucian unruhig wurde. Shay legte seine Hand auf Lucians Schulter. Hey mach dir keine Sorgen Luc. Sollte wirklich jemand kommen und uns angreifen werde ich dich beschützen. Ich denke aber nicht das uns jetzt jemand angreifen wird. Wir haben schließlich nichts verbrochen. Sag mal wie alt bist du? lächelte Shay sanft.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 19 Jun 2014, 16:06

Viele reagierten genervt oder gar nicht wenn ich solche Anfälle von sinnlosem Gequassel hatte. Shay reagierte da ganz anders. er ging darauf ein und erklärte mir einiges. Das machte ihn mir noch sympatischer. Aufmerksam folgte ich seinen Erklärungen und nickte nur hin und wieder. Was Vampire und Werwölfe anging gab es mittlerweile genug Filme, dass man unweigerlich damit konfrontiert wurde. Was davon stimmte oder nicht, konnte ich nicht sagen aber zumindest konnte ich mir etwas dazu vorstellen. Einige andere Erläuterungen brachten mich wiederum ins stutzen. "Könnten Gestaltwandler... oder Tierwandler nich einfach..." ,ich sah mich erneut um bevor ich weitersprach und senkte auch die Stimme, "ähm von hier fliehen? Als Fisch oder... in Form eines Briefes?" Wieder einmal kamen die Gedanken erst über meine Lippen bevor ich genauer darüber nachgedacht hatte. Deswegen verstummte ich wieder und schluckte den Rest, den ich noch hinzu fügen wollte hinunter.
Bei Shays Erwähnung von Dämonen zuckte ich unweigerlich zusammen. Auch wenn er noch etwas beschwichtigendes hinzufügte. Mein Blick schweifte von ihm ab und fixierte die Brüstung auf der ich saß. "Dämonen sind immer böse... sie treten in menschlicher Gestalt auf und können so wirken als seinen sie nett und freundlich. Doch das ist nur ein Trugbild. Ihre Seelen sind verdorben. Es liegt in ihrer Natur Unheil, Niedertracht und Tod über die Menschheit zu bringen..." So hatte es in einem Buch gestanden. Ich zuckte zusammen als mir bewusst wurde was ich gesagt hatte. Mein Finger hatten sich um die Brüstung gekrampft und hielten diese so fest, dass die Knöchel deutlich zu sehen waren. Fast augenblicklich löste ich den Griff und sah einerseits irritiert anderseits entschuldigend zu Shay. ...Hatte ich das eben laut gesagt?/]... Ich war mit nicht sicher. [i]... oder doch nur geflüstert aber selbst wenn ich geflüstert hatte hätte er es verstehen können ...Mach dir darum keine Sorgen... der Kerl wird sich schon denken können dass du kein ganz normaler Junge bist... und er wird auch nicht denken, dass du hier bist weil du vergessen hast die Blumen der Nachbarn während ihres Urlaubs zu gießen und diese deshalb verwelkt sind. Jeder hier hat etwas auf dem Kerbholz... und der nette Bursche vor dir auch... Wie so ziemlich immer trug die Stimme nicht dazu bei dass ich mich besser fühlte. Also konzentrierte ich mich lieber auf Shay und das was er sagte. Dabei versuchte ich wider so zu wirken als sei nichts gewesen.
"Hmmm... ja... du hast zwar auch viel gesagt. Aber das hat ja irgendwie alles Sinn ergeben. Im Gegensatz zu dem was ich von mir gegeben hab" , hielt ich gegen seinen Einwand, dass er auch geplappert hätte dagegen und mein Grinsen wurde eine Spur frecher. Dass er mich beschützen würde und er mir versicherte, dass nichts schlimmes passieren würde gab mir wieder ein leichtes Gefühl von Sicherheit. Auch seine Hand auf meiner Schulter nahm mir die Anspannung. Erleichtert atmete ich ein und aus. Alles war in Ordnung... "Ich bin dieses Jahr 16 geworden", kam es wie aus der Pistole geschossen auf seine Frage nach nach meinem Alter. "Wirklich wahr. Ich bin zwar nicht so groß und ich werde auch immer für jünger gehalten... aber ich bin 16", versicherte ich ein weiters Mal und kratzte mich dabei etwas verlegen am Kopf. Ich schätzte Shay älter ein. Er war in meinen Augen ein Erwachsener... aber wie alt er tatsächlich war konnte ich nicht sagen aber ich war mir auch nicht sicher ob ich ihn direkt fragen sollte.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mo 23 Jun 2014, 18:21

Shay zog eine Augenbraue hoch und lächelte matt. Glaubst du dann wäre ich noch hier? Es gibt hier einfach keinen Weg raus. Diese Kuppel ist Ausbruchsicher. Ich persönlich denke jedoch das wir als magische Wesen hier besser aufgehoben sind als da draußen. Shay merkte das Lucian sich anspannte und sah ihn besorgt an. Ich glaube nicht das alle Dämonen böse sind, es gibt sicher auch nette Dämonen. Warum sollten alle Dämonen gleich sein? Das wäre doch dann irgendwie ein Klischee findest du nicht? Shay sah den Jungen weiter besorgt an. Er lächelte den Jungen an. Ich denke das liegt wohl daran das ich mich darüber belesen hab, aber jedes Gespräch ist prouktiv und das auch von beiden Gesprächspartnern. Ich finde das auch deine Worte einen Sinn haben. Shay lächelte sanft und merkte wie Lucian sich unter seiner Hand entspannte. 16? Wahnsinn so jung? Ich bin fünf Jahre älter als du. Also 21 Jahre jung. Keine Sorge du musst mich jetzt nicht mit Sie ansprechen, das brauchst du nur wenn wir Unterricht haben. Shay wackelte wieder mit den Katzenohren und merkte wie diese und der Schweif verschwanden. Aach endlich. Es ist immer komisch wenn ein Teil meiner Verwandlung noch bleibt. Dann seh ich so niedlich aus und das möcht ich nicht umbedingt. Was hast du heute noch vor Luc? Hast du irgendwas bestimmtest geplant? Shays Interesse an dem Jungen war ziemlich groß. Irgendwie strahlte der Junge eine pure Freundlichkeit auf ihn aus und Shay liebte freundliche Menschen. Das wird bestimmt noch interessant und schön mit Luc. Er ist wirklich ein süßer Junge. Ich hoffe ich kann seine Nähe noch eine Weile genießen. Irgendwie erinnert er mich an Lilly...


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 26 Jun 2014, 13:33

Die Idee mit dem Ausbruch war tatsächlich etwas blöd. Mit einem entschuldigenden Lächeln biss ich mir auf die Lippe und schielte zu Shay. „Ist eigentlich einleuchtend… dass die Kuppel ausbruchsicher ist. Ich dachte ja nur… na ja auch egal…“, stammelte ich vor mich hin. Ich selbst war mir noch nicht ganz sicher was ich wirklich davon hielt hier zu sein und nun auch anderen Wesen zu begegnen oder von den Wissenschaftlern unter die Lupe genommen zu werden. Die Begegnung mit Shay war auf jeden Fall positiv und ich hatte das Gefühl, dass ich mich mit ihm anfreunden konnte. „Bist du schon lange hier… hier drin?“ So wie es sich anhörte schien Shay das eingesperrt sein nicht unbedingt schlimm zu finden und er hatte irgendwie auch Recht. Für alle Normalen wurde das Leben so sehr viel sicherer. Ich nickte auf seine Aussage hin und schaffte es sogar nicht wieder irgendeine blöde Frage oder Kommentar einzuwerfen. Doch als Shay mir offenbarte, dass er Lehrer war sah ich wohl doch ein wenig verdutzt aus. „Und du findest es nicht schlimm… jetzt hier mit einem Schüler zu sitzen?“, platzte es aus mir heraus. Früher wäre mir das wohl selbst nicht in den Sinn gekommen mich privat mit einem Lehrer zu treffen. Gut, bei Shay wusste ich es nicht von Anfang an aber er hatte auch nicht die typische Lehrerausstrahlung, die man erwartete, was ihn noch sympathischer wirken ließ. „Was unterrichtest du denn Mr.Faiten?“ Die Kombination zwischen duzen und siezen hörte sich komisch an brachte mich aber wieder zum Grinsen. Nachdem der Katzenschweif verschwunden war wartete ich darauf, dass auch Shays Katzenohren verschwinden würden. Doch diese schienen noch zu bleiben. „Ich glaub ich weiß was du meinst. Ich werde auch ganz oft für süß gehalten… Ich hab eigentlich nichts dagegen aber manchmal ist es dann doch ein wenig nervig… aber sag mal Shay… ähm ist das irgendwie unangenehm? Das Verwandeln meine ich… ist es schmerzhaft?“, neugierig legte ich den Kopf schief, „Also ich meine ja nur. Eigenlich bist du ja schon recht groß aber wenn du dich dann in etwas, kleineres wie den Kater verwandelst…“, etwas unbeholfen begann ich mit den Händen zu gestikulieren weil das Gefühl hatte es ansonsten nicht richtig erklären zu können.
Shay wollte wissen was ich heute noch vor hatte. Als Antwort zuckte ich kurz mit den Schultern und lächelte. „Hmmm… Also ich hab heute eigentlich nichts vor. Es war auch eher zufall, dass ich hier gelandet bin… In der Stadt meine ich… später sollte ich vielleicht zurück in die Unterkunft. Den Weg dahin weiß ich zwar nicht ganz genau aber den werd ich schon finden. Doch bis dahin ist noch Zeit…“ entgegnet ich und setzt gleich zu einer Gegengenfrage an: „Hast du heute noch was bestimmtes vor? Lehrerkram oder so was?“
Eigentlich war das Thema Dämon erledigt… zumindest hatte ich das Gefühl gehabt. Doch Shays Worte hatten sich in meinen Gedanken verankert und schienen meine innere Stimme ziemlich aufzuwühlen. Doch im Moment gelang es mir gut sie unter Kontrolle zu halten… …Alles ist in Ordnung und wir sind hier in Sicherheit...es kann nichts schlimmes passieren. Shay ist nett und es ist alles in Ordnung... Diese Gedanken ließ ich nicht mehr los. Wie ein Mantra rezitierte ich es immer wieder , um damit meine innere Stimme zu unterdrücken und unter Kontrolle zu halten. Momentan schien es auch zu funktionieren.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mi 02 Jul 2014, 19:24

Ich kann deinen Gedankengang durchaus nachvollziehen. Leider gibt es hier kein entkommen. zwinkerte Shay Lucian zu. Langsam merkte Shay wie ihn die ungeheure Lust überkam wieder jemanden zu untersuchen. Er schielte zu Lucian rüber. Nein Lucian nicht. Er ist zu jung, wenn mir etwas misslingt wäre er tot. Außerdem mag ich ihn. Seine freundliche und ruhige Art beruhigt auch mich. Shay lächelte und sah Lucian irriert an. Die Frage von ihm verwirrte den Lehrer. Warum sollte es mich stören mit einem Schüler hier zusitzen? Vor zwei Wochen war ich mit zwei Schülern und einem anderen Lehrer sogar am Strand. Ich denke nicht das es schlimm ist, wenn wir hier zusammen sitzen oder stört es dich? Shay lächelte unsicher. Plötzlich kam ihm Yuushibu wieder in den Kopf. Das Mädchen hatte er nun auch nicht mehr gesehen. Shay hoffte das es ihr Chris und auch Ryo gut ging. Shay überlegte. Ich glaube das möchtest du garnicht wissen. grinsend fuhr Shay fort. Ich unterrichte Mathematik, das Fach was am wenigsten beliebt ist, dann Englisch und Biologie. Ja ich weiß sind nicht gerade die spannensten Fächer, aber mir liegen sie am meisten. Ich bin mit Zahlen und Fremdsprachen groß geworden naja und das mit Biologie hat andere Gründe. sagte Shay mit einem glänzen in den Augen und Lächeln auf den Lippen. Shay holte aus der Brusttasche seiner Jacke seine Kaugummis raus und nahm sich eins die anderen hielt er Lucian hin. Das sind Pferfferminzkaugummis möchtest du einen? fragte Shay sanft lächelnd. Lucains Fragen brachten Shay ins Grübeln. Er hatte sich nie große Sorgen darüber gemacht ob es weh tut wenn er sich verwandelt. Es tat ihm eigentlich noch nie weh, außer als er sich das erste mal verwandelt hatte. Damals war das ein ziemlich schmerzhafter Akt für ihn. Es war nur einmal schmerzhaft, nämlich als ich mich das erste mal verwandelt habe, aber danach nie wieder. Es ist überhaupt nicht schmerzhaft. Je nach Größe des Tieres oder Gegenstandes in den ich mich verwandel um so kraftaufwändiger ist es natürlich auch, aber ich denke das habe ich gut im Griff. Es gibt dinge in die ich mich nicht gerne verwandeln. So wie große Drachen oder Elefanten oder Flugzeuge die sind am schlimmsten. Kleinere Tiere wie Katzen, Hunde oder Gegenstände sind mir lieber. Vorallem Tiere die sind immer niedlich und unauffällig. Shay grinste breit und dann fiel ihm ein das er noch nicht wusste was Lucian war. Vorsichtig sah er zu dem Jungen rüber. Klar würde er spätestens beim Unterricht wissen was er ist, nahm Shay zu mindest an. Es könnte ja immer was passieren. Sag mal Lucian was für ein Wesen bist du? Du musst mir das natürlich nicht beantworten, wenn du nicht willst, aber falls doch würde es mich brennend interessieren. Shay grinste unbeholfen.
Nein momentan steht kein Lehrerkram für mich an. Der Unterricht hat ja noch nicht begonnen. Vielleicht werde ich nachher durch die Stadt wandern oder mich auf der kompletten Insel umsehen, aber erstmal genieß ich deine Gesellschaft. antworte Shay.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Fr 04 Jul 2014, 13:49

Diese Lehrer/Schüler Sache hatte ich nicht so gemeint wie Shay es aufgefasst hatte. Er schien für einen Moment unsicher zu sein. „Oh Gott nein… Ich hab das nicht so gemeint. Mich stört es kein bisschen. Also dass du Lehrer bist und wir hier sitzen. Ich meine ich habs ja erst gar nicht gewusst und wenn ich es gewusst hätte wäre es auch nicht schlimm gewesen… Du bist ja noch jung für einen Lehrer und nicht mit anderen zu vergleichen. Ich… ich, ähm nicht dass du jetzt ein schlechterer Lehrer wärst. Das kann ich ja noch nicht sagen weil… weil…“ , während ich mich um Kopf und Kragen plapperte war ich ein Stück näher gerutscht. Wie es passiert war weiß ich nicht aber während meines Gequatsches war eine meiner Hände auf Shays Bein gelandet. Wie lange die Berührung dauerte kann ich nicht sagen, doch als es mir bewusst wurde zog ich die Hand wieder zurück. Mein Redeschwall hörte abrupt auf und ich brauchte einen Moment bis ich den Lehrer wieder mit einem etwas verschüchterten Lächeln ansah. „Also… was, was ich vorhin sagen wollte war, dass du nicht so bist wie die meisten Lehrer die ich bis jetzt kennen gelernt hab… und… und nein mir macht es nichts aus hier mit dir zu sitzen… ich,ich finds schön…“ fasste ich nochmal zusammen was auch vorher sagen wollte. Auch wenn meine Stimme gegen Ende immer leiser geworden war und auch mein Blick von Shay in Richtung meiner Finger, die auf der Brüstung herum trommelten, abgeschweifte. Es war mir wirklich nicht unangenehm hier mit Shay zu sitzen. Es war wirklich so wie ich gesagt hatte. Ich genoss es wirklich. …Wie immer kleines Genie… Du wirst angelächelt und bekommst Süßigkeiten angeboten… ein nettes Gespräch und schon ist er oder sie dein allerbester Freund… Wie oft willst du denn noch merken, dass die Welt nicht rosa ist und über den Regenbogen kleine bunten Ponnys fliegen?!... So gut ich konnte ignorierte ich das flüstern der Stimme und konzentrierte mich wieder auf Shay, der über seine Unterrichtsfächer erzählte. Nachdem er geendet hatte folgte ein kurzes Auflachen von mir. „Engisch ist total okay und Bio geht auch noch… aber Mathe…“, ich zog eine Grimasse, die eigentlich keiner Worte mir bedurfte, „… ist echt nicht böse gemeint aber Mathe hättest du besser verschwiegen.“ , gab ich lachend zurück. Mathematik war für mich wie ein Schloss mit sieben Siegeln. Jeder sagte es sein eigentlich ganz logisch aber vielleicht lag es ganau daran, dass ich es nicht verstand. „Einer meiner alten Mathematiklehrer hat mal gesagt ich hätte so viel Ahnung von Mathe wie… wie ne Kuh vom Schach spielen… Ja ich glaub so hat er es ausgerückt.“, fügte ich weiterhin lachend hinzu. Mittlerweile hatte ich es wohl auch selbst aufgegeben und machte mir nur noch wenig Hoffnung irgendwann mal etwas das mit Zahlen und Formeln zu tun hatte zu verstehen. Mit einem Lächel auf den Lippen nahm ich den Kaugummi an und bedankte mich bei Shay. Während ich kaute hörte ich Shay zu, der über seine Wandlungen sprach. Ich fand es wirklich erstaunlich wozu er als Gestaltwandler fähig war. Meine augen wurden unweigerlich größer als Shay von Drachen und anderen riesigen Dingen sprach. So langsam verstand ich auch was der Lehrer damit gemeint hatte, dass jedes Gespräch lehrsam sei. …Seine Fähigkeiten sind echt nützlich… Warum kann ich mich nicht verwandeln? Das würde mir besser gefallen als das was ich kann…Als das was ich bin…
Es kam mir fast so vor als hätte Shay meine Gedanken gelesen, er wollte auch wissen zu welcher Wesensart ich gehörte. Es war schon verständlich schließlich hatte ich ihn nun sehr viel über ihn gefragt und Shay hatte auch alles bereitwillig beantwortet. Woher sollte er wissen was diese einfache Frage in mir auslöste. Ich versuchte ihn anzulächeln und anzusehen. Doch mein Blick schweifte immer wieder ab. Mein Lächeln war flatterhaft und wirkte wohl kaum überzeugend. “ Was ich bin? …ein Freak… Also nun ja… …ein Monster… ein Dämon…Däämoon… Während ich unbeholfen herumstammelte machte es meiner inneren Stimme sichtlich Spaß mich immer wieder zu unterbrechen. Schlussendlich hielt ich den Blick nur noch gesenkt. Mein Körper spannte sich wieder an und ich kniff die Augen fest zu. Ich hätte gerne geantwortet aber ich war nicht dazu in der Lage. Oh weh so verunsicherrt von einer simplen Frage? Wie soll das nur weitergehen?! Willst du immer so reagieren wenn dich jemand nach dem Fragst was du bist? Wenn du willst antworte ich für dich. Du weißt doch, dass ich dir gerne helfe. Komm schon ich bin auch lieb und werde unserem neuen kleinen Freund nichts tun. Du bekommste es e nicht allein über die lippen… Dämon… Dääämooon….DÄÄÄMOOOON….
Das einreden der Stimme war zu viel. Ich konnte nicht mehr damit umgehen und… und ließ es zu, zog mich in etwas zurück. Mit einem leichten keuchen ging ein Ruck durch meinen Körper. Mein Blick richtete sich auf Shay. Ich schaffte es zwar wieder zu lächeln aber mein Blick fühlte sich leer an. Meine Mundwinkel waren nach oben gezogen aber es fühlte sich wie eine Maske an. Ich kicherte kurz bevor ich wieder zu einer Antwort ansetzte. „ Was ich bin? Ein Monster, ein Teufel, ein DÄMON! Erinnerst du dich an deine Worte Shay? Dass nicht alle Dämonen gleich sind? Da hast du recht es gibt unterschiede... da wären die Bösen und die ganz Bösen.“ Die Antwort kam zwar leise aber trotzdem deutlich. Mir selbst gefiel der Unterton nicht. Er hatte etwas lauerndes, gefährliches. Ich wusste, dass er etwas mit meiner inneren Stimme zu tun hatte und versuchte sie wieder in den hintergrund zu drängen. Doch so schnell schien sie nicht aufgeben zu wollen.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Di 15 Jul 2014, 19:14

Verwirrt sah Shay Lucian an. Lucian schien sich zu rechtfertigen und Shay verstand nicht ganz warum. Shay hatte doch nur gefragt ob es Lucian störte mit einem Lehrer außerhalb der Schule zu reden. Shay fing an zu lachen. Es war wirklich süß wie Lucian vor sich her stammelte. Beruhig dich Lucian. Ich habe das nicht schlecht aufgenommen. Ich wollte nur wissen ob es dich stört. Andere Schüler würde es wahrscheinlich unangenehm sein hier mit mir zu sitzen. Aber dir ist das ja egal also alles gut. Stimmt ich bin recht jung für einen Lehrer. Sagen wir mal so ich bin in den Beruf hineingefallen. Da ich so ein hohes Wissen in den drei Fächern besitze wurde ich als Lehrer eingeteilt. Ich persönlich finde das doof, aber für einen Schüler bin ich dann wohl doch zu alt. Shay grinste. Shay hörte Lucian weiter zu. Ihm war klar das Mathe bei Lucian auch nicht ankommen würde. Mathe kann total interessant sein. Man muss nur wissen wie man es vermittelt. Mir hat es als Kind schon Spaß gemacht mit Zahlen zu arbeiten beziehungsweise zu rechnen und sowas. Englisch ist eine sehr schöne Sprache und ist nicht meine einzige Fremdsprache und Biologie hat andere Gründe... Shays Blick verfinsterte sich kurz. Er dachte ans sezieren und daran das er tierisch Lust hatte jemanden zu sezieren. Ganz plötzlich brach die Fassade des jungen. Er schien wie ausgewechselt. Shay machte sich große Sorgen. Dieser Leere Blick Shay hatte ihn schon oft gesehen. Der Blick seines Großvaters war genau so und wieder dachte Shay an den Brief, aber dieser Tat jetzt nichts zu Sache. Shay machte sich Sorgen um Lucian. Lucian ist ein Dämon und er findet das anscheinend schlimm, was Shay nicht verstehen konnte. Ich finde es nicht schlimm das du ein Dämon bist Lucian. Es gibt immer gute und böse Wesen. Es gibt auch böse Gestaltwandler glaub mir. Lucian hör mir zu. Ich lasse nicht zu das du mit dir selbst einen Kampf führst. Als Lehrer und auch als dein Freund, ja ich sehe dich als Freund an, möchte ich das es dir gut geht. Lucian Dämonen sind nicht böse, nicht alle. Außerdem wenn du ein schlechter Dämon wärst, dann hättest du mich schon längst getötet oder? Was auch immer in dir drin vorgeht, lass nicht zu das es die Überhand übernimmt. Ich möchte ungern das du irgendwann mal einen Fehler machst. Weißt du Lucian, man braucht immer Freunde und auch wenn wir uns kaum kennen ich möchte doch auf dich aufpassen und dich unterstützen. Vielleicht kann ich dir ja helfen mit deiner dämonischen Seite klar zu kommen wenn du möchtest? Shay sah in zögernd an. Er hoffte inständig das er es jetzt nicht übertrieben hatte.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Fr 18 Jul 2014, 22:55

Alles was um mich herum geschah hatte an Bedeutung verloren. Es war ein Fehler gewesen nachzugeben. Doch jetzt war es zu spät. Zu spät um es rückgängig zu machen. Ich hatte das Gefühl in mir selbst zu versinken während mein Inneres immer mehr die Kontrolle übernahm. Ich unternahm den Versuch mich zu beruhigen und die Stimme zu besänftigen. Erfolglos… so leicht wollte sich mein inneres nicht bändigen lassen. Mein letzter Ausbruch lag lange zurück und so hatte sich sehr viel angestaut. Shay redete auf mich ein und seine Worte hallten durch meine Gedanken. Das machte sie anfangs schwer zu begreifen doch nach und nach ergaben sie Sinn. Es lag aber nicht an mir darauf zu reagieren… zumindest konnte ich es nicht so wie ich es wollte. Meine innere Stimme hatte die Oberhand und für die folgenden Reaktionen verantwortlich. Das maskenhafte Lächeln wurde zu einem Grinsen. Dann zu einem Kichern und endete in einem hysterischen Lachen. Ein erneuter Ruck ging durch meinen Körper und beugte mich nach vorne sodass mein Gesicht relativ nah an Shays war. “Das ist aber süßßßß von dir Shhhaaayyy. Aber deine Worte sind hohl. Ganzzz und gar hohl. Volkommen hohl…hohl…HOHL!“ ,meine Worte endeten in einem Singsang und ich zog mich wieder zurück. Mit einem weiteren Ruck saß ich wieder kerzengerade, legte den Kopf leicht schief und fixierte weiterhin Shay. Bevor ich wieder etwas sagte musste ich wieder kichern und langsam hatte ich das Gefühl doch wahnsinnig zu sein. “ Duuuu weißt gar nichts Shay Faiten! Nicht alle Dämonen sind böse?! Hast du schon einen Guten kennen gelernt? Es gibt keine Geschichte… kein Märchen… keine Sage in der von guten Dämonen gesprochen wird. Andere Wesen können böse sein aber sie entscheiden sich dafür. Diese Entscheidung hatte ich niiieeee.“ Shay sprach weiter auf mich ein. Bot mir Hilfe an und sprach auch von Freundschaft. Für einen kurzen Augenblick beruhigte sich alles in mir, leicht gequält keuchte ich auf und war der Meinung es würde wieder besser werden aber mein inneres war noch immer nicht zufrieden und lies nicht zu dass ich mich beruhigte. “Du sprichst vom Töten? Warum glaubst du dass ich hier gelandet bin? Weil ich Schmetterlingen die Flügel ausgerissen habe?! Vielleicht möchte ich erst mit dir spielen und töte dich erst wenn mir langweilig wird… Apropos spielst du gerne Shay? Ich spiele für meine Leben gerne!“
Mein Inneres schlug eine Richtung ein die mir so gar nicht gefiel. Für mich hatte ´´spielen´´ eine besondere Bedeutung. Schon merkte ich wie ich mich darauf vorbereitete in Shays Körper einzudringen. Suchte seinen Blick und starrte ihn so durchdringend an, dass ihm gar nichts anderes übrig blieb als meinen Blick zu erwidern. …. Nein…nein, nein….NEIN! Lass das!! Ich möchte nicht mit Shay spielen…. Er ist nett und ich werde ihm nicht weh tun… Das wollte ich nicht Ich würde Shay nichts antun. Nun nahm ich wieder den Kampf gegen mich selbst auf und zwang mich dazu die Augen zu schließen. Die einfachste Art um mich selbst daran zu hindern meine Fähigkeit einzusetzen. Doch auch mein Inneres war nicht bereit sich kampflos zurückzuziehen. Ich musste den angestauten Druck abbauen aber dabei Shay nicht involvieren. „ Sieh mich nicht an… schau… schau mir auf… auf keinen Fall… in, in die Augen… und, und tu… nichts…“, brachte ich gepresst hervor. Zwar hatte ich meine Augen immer noch geschlossen aber ich hielt die Warnung trotzdem für wichtig. Nicht dass Shay auf die Idee kam und doch meinen Blick suchte. Augen geschlossen halten ist im Grunde nicht schwer. Für mich war es im Moment aber ein richtiger Kampf. Ich musste den angestauten Druck irgendwo auslassen. Aber wo? Mir wollte nichts einfallen also krallte ich meine Fingernägel in meinen Unterarm und zog langsam nach unten. Sobald ich an der hand angekommen war setzte ich wieder oben an. So lange bis ich endlich etwas spüren konnte. Es war kein richtiger Schmerz den vielleicht andere verspürt hätten sondern eher ein dumpfes Brennen aber es reichte aus um meiner inneren Stimme ein Ventil zu geben. Endlich hatte ich wieder das Gefühl ich selbst zu sein.
Wie nach einem unendlich langen Kampf sacke ich erschöpft zusammen. Ich merkte wie ich zur Seite kippte konnte aber nicht genug Körperspannung aufbringen um dem entgegenzuwirken. Zum Glück sackte ich zur Straßenseite weg und nicht in den Fluss. Halb sitzend, halb liegend betrachtete ich meinen zerkratzten Arm. Er brannte immer noch ein wenig und blutete aus mehreren Kratzern die ich mir zugefügt hatte. Langsam war ich mir sicher wieder ich selbst zu sein. 8b]„Sh…Shay?! Ich…ich“[/b], das sprechen war anstrengend und ich musste mich räuspern, “Es tut mir leid.“, brachte ich halb erstickt hervor. Mit so viel Kraft wie ich aufbringen konnte setzte ich mich wieder auf, sackte mit dem Rücken aber wieder gegen die Brüstung. Ich hätte gern mehr gesagt. Erklärt, was mit mir los war oder auf das eingegangen was er gesagt hatte. Aber wollte Shay jetzt noch etwas mit mir zu tun haben? „Es tut mir leid“, brachte ich nochmal hervor. Zu erschöpft um noch irgendwie anders zu reagieren.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 07 Aug 2014, 20:15

Verwirrt,erstaunt,fassungslos, so ganz wusste Shay gerade nicht wie er reagieren sollte. Dieser Junge vor ihm war aufeinmal komplett anders, als noch vor wenigen Sekunden. Solche Sxhwankunen kannte Shay nicht und er wusste auch nicht wie er reagieren sollte. Immer noch total perplext sah er Lucian leicht hilflos an.

Aber er konnte ihn jetzt nicht so einfach seinem Inneren und anscheinend bösen Ich verfallen lassen. Shay überlegte. Gute Dämonen hatte er wirklich noch nicht kenngelernt, aber seine Naivitöt und Leichtgläubigkeit verbietete ihm nur an das schlechte in Menschen zu glauben.
Lucian hatte stark mit sich zu kämpfen und Shay wusste wirllich nicht was er tun sollte. Er versuchte Lucians Worte zu verstehen, ihn zu verstehen.
Lucians Worte hallten in Shays Kopf wieder. Vielleicht möchte ich erst mit dir spielen und töte dich erst wenn mir langweilig wird Shay konnte es nicht verstehen. Warum sollte jemand aus langeweile töten? Das ergab doch überhaupt keinen Sinn. Ich glaube in meinem ALter spielt man nicht mehr. Man tötet nicht aus langeweile. Es gibt immer einen Grund wenn man jemanden töltet, auch wenn es keine Gründe zum töten geben sollte... Shay lächelte bitter.
Shay sollte ihm also nicht in die Augen sehen. Shay sah zur Seite und überlegte fieberhaft wie er dem Jungen helfen konnte. Kurzerhand verwandelte er sich wieder in eine Katze und legte sich neben Lucian. Mit geschlossenen Augen summte Shay eine beruhigende und langsame Melodie die er als Kind immer gehört hatte.
Lu du musst diese Innere Stimme,dieses innere Wesen besiegen. Du musst ihm zeigen das du Herr über dich selbst bist. Ich weiß das ist schwer, aber du hast sicher Kraft und kannst das. Shay versuchte ihn zu beruhigen.
Eins war für Shay jedoch auch klar. Lucian war ein perfektes Forschungsobjekt und das stimmte Shay gerade traurig. Diese zweitePersönlichkeit von Lucian war für Shay ein gefundenes Fressen. Wehmütig sah er den Jungen an. Alles wird gut. Beruhig dich. als Lucian gegen die RPüstung sackte, verwandelte Shay sich blitzartig wieder in einen Menschen und hielt Lucian fest. Er sah auf seine zerkratzen Arme und bekam Mitleid. Wir sollten ein Krankenzimmer aufsuchen damit man sich um deine Wunden kümmern kann und wenn du magst gehen wir dann erst mal was essen und reden mal in Ruhe. Shay lächelte sanft und wollte umbedingt alles über Lucian und sein inneres Wissen. Sein Forschungsdrang kam immer mehr zum Vorschein und Shay hoffte Lucian würde nicht merken das er Forscher ist.


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 14 Aug 2014, 14:38

Während meines inneren Kampfes war Shays Stimme immer mal wieder zu mir durchgedrungen. Doch seine Worte hatten keinen wirklichen Sinn ergeben. Es waren immer nur Fetzen die sich wie ein Echo wiederholten. Aber an die gesummte Melodie konnte ich mich sehr gut erinnern. Musik hatte ich schon immer gemocht. Vielleicht war das der Grund weshalb ich mich so gut daran erinnern konnte obwohl ich eigentlich nur mit mir beschäftigt gewesen war und selbst das rückte gerade in den Hintergrund. Denn die Tatsache das Shay überhaupt noch hier war… mich sogar gehalten hatte… überwältigte mich. Es wäre ihm nicht zu verdenken gewesen wenn er sich vor einem Freak wie mir geschützt hätte und einfach gegangen wäre. Stattdessen war er geblieben und hatte versucht mir beizustehen. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. So hatte ich mich schon lange nicht mir gefühlt. Geschütz und geborgen aber andererseits auch beschämt… beschämt weil Shay mitbekommen hatte was mit mir passieren konnte. Ich lehnte mich etwas mehr gegen den blauhaarigen Lehrer und versuchte dabei so unauffällig wie möglich in sein Gesicht zu blicken. Für einen Augenblick schien in seinem Gesicht etwas Trauriges zu liegen. …Es waren meine Worte… bestimmt habe ich ihn gekränkt. Er hat mir versucht zu helfen und ich habe es abgewehrt und wollte ihn angreifen… Betroffen über meine Erkenntnis biss ich mir auf die Lippe. Bevor ich etwas sagen konnte musste ich mich mehrmals räuspern. „Shay?? Das… das eben habe ich nicht gewollt. Es… es tut mir leid. Danke… dass du bei mir geblieben bist.“ Meine Worte wiederholten sich doch ich wusste nicht was ich sonst sagen sollte. Wie ich mich anders entschuldigen könnte. Das schöne warme, gute und wonnige Gefühl begann schon wieder zu schwinden und nur ich war daran schuld. Meine innere Stimme schwieg. Zumindest kam nur ein undefinierbarer Laut und der ließ sich gut ignorieren.
Shays Vorschlag war bestimmt nett gemeint. Jeder andere hätte auch so reagiert aber er wusste nicht was er damit in mir auslöste. Ich löste mich wieder ein wenig von Shay und drehte mich dabei so, dass ich ihm ins Gesicht sehen konnte. In meinen aufgerissenen Augen spiegelte sich Angst, fast schon Panik. Krankenzimmer bedeutet Arzt… Arzt bedeutet Untersuchung… und Untersuchungen sind nie gut… „ Nein… bitte nicht. Bitte kein Arzt.“, brachte ich flüsternd hervor. Mein Versuch dabei irgendwie neutral und nicht ängstlich zu wirken war von vorne herein zum Scheitern verurteilt. „ Ist doch nur ein Kratzer. Das ist halb so schlimm und weh tut er auch kein bisschen. Ehrlich nicht. Ich… ich merks schon gar nicht mehr. Guck es hat auch schon aufgehört zu bluten.“, plapperte ich auf Shay ein und hielt ihm als Beweis meinen Arm hin. Vereinzelte, kleinere Kratzer hatten sich tatsächlich schon beruhigt. Doch die Tieferen, bluteten weiter. Statt mich davon beirren zu lassen zog ich ein Taschentuch aus meiner Hosentasche und deckte damit einen Teil ab. Ganz nach dem Motto was man nicht sieht ist nicht da. „Es hat… fast… aufgehört zu bluten. Aber dass ich es nicht mehr merke stimmt wirklich. Da hatte ich schon andere Verletzungen die schlimmer waren und ich habs kaum gemerkt. Die Kratzer heilen schon von allein die braucht sich kein Arzt anzusehen. Können wir nicht gleich etwas essen gehen?!“ dieser Teil seines Vorschlages gefiel mir wesentlich besser.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 21 Aug 2014, 12:25

Immer noch besorgt sah Shay Lucian an. Shay war froh das er sich beruhigt hatte. Wieder entschuldigte sich der Dämon für sein Verhalten. Schon gut beruhig dich erstmal. Das du dass nicht wolltest kann ich mir gut vorstellen. Wäre ich gegangen hätte ich mir ewig Vorwürfe gemacht. Als Lehrer muss ich doch auf meine Schüler aufpassen. Außerdem könnte ich es mir nicht verzeihen wenn dir noch schlimmeres zugestoßen wäre obwohl ich es verhindern kann. lächelte er Lucian aufbauend an. Der Junge schien sich langsam wirklich zu beruhigen. Shay beruhigte das ebenfalls und er konnte wieder durchatmen. Shay durchsuchte kurz seine Tasche und fand ein paar Verbände. Wusst ich es doch das ich die noch in der Tasche habe. Shay sah Lucian an und zeigte ihm seinen Fund. Dann werde ich dich eben verarzten. Keine Sorge ich weiß was ich tue. Shay nahm den ersten Verband und kümmerte sich um den rechten Arm von Lucian. Dabei passte er auf Lucian nicht weh zutun. Das Taschentuch was Lucian auf die Wunden gelegt hatte umwickelte Shay ebenfalls. Sachte nahm er die Hand von Lucian weg und brachte sein Werk zu Ende. Shay festigte den Verband noch und lächelte zufrieden. So sieht doch gleich viel besser aus. Wenn es zu eng ist sag es mir dann mach ich es etwas lockerer.
Dann ging er auf auf das Essen ein. Ok dann lass uns gehen. Ich lad dich auch ein oder was hältst du davon wenn ich uns was leckeres koche? Dann könntest du aussuchen was ich mache. Also nur wenn du willst. Wir würden dann zu mir gehen. lächelte Shay sanft.
Shay stand auf hielt Lucian die Hand hin und half ihm auf. Shay blieb neben Lucian und passte auf das ihm nichts passierte.

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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mo 25 Aug 2014, 13:43

Shays Worte auf meine Entschuldigung, brachten mich kurz zum Lächeln. Es lag eine Selbstverständlichkeit darin, dass man ihm einfach glauben musste. Dass er sich als Lehrer um seine Schüler sorgte und es als seine Aufgabe ansah sie zu schützen. Ich hatte andere Personen kennen gelernt. Personen die auch die Pflicht hatten sich um Schutzbefohlene zu kümmern und für ihre Sicherheit zu sorgen und trotzdem hatten sie es nicht ernst genommen. Sich darüber hinweggesetzt, um ihre eigenen Interessen und Ziele zu verfolgen … Nein, nicht weiter darüber nachdenken… Zweifel sind schlecht… Alles ist in Ordnung…, ermahnte ich mich selbst, bevor ich mich in meinen Gedanken verlieren konnte. Ich atmete einige Male tief ein und aus bevor ich mich wieder wagte Sahy anzusehen. „ Du… du bist echt der tollste Lehrer, den ich kennen gelernt habe.“, entgegnete ich und fühlte selbst wie mein Lächeln wieder sicherer wurde. Meine düsteren Gedanken verzogen sich. Ließen mich in Frieden und ich konnte mir nun sicher sein dass wirklich alles in Ordnung war.
Ich beobachtete wie Sahy seine Tasche durchsuchte. Sein Fund und seine Worte ließen mich reflexartig zusammenzucken. Ich zog meinen verletzten Arm erst wieder zu mir und betrachtete Shay mit leichtem Zweifel. Aber was sollte mir schon passieren?! Bis jetzt war Shay nur nett gewesen und was er mir anbot war eine bessere Lösung, als nun die ganze Zeit ein Taschentuch auf die Kratzer zu drücken. Also streckte ich meinen Arm wieder aus und ließ ihn gewähren. Shay gab sich dabei sehr viel Mühe, auch wenn es nicht nötig gewesen wäre vorsichtig zu sein. Ich betrachtete das Resultat und drehte dafür meinen Arm. Shay hatte Recht. Mit dem Verband sah mein Arm wesentlich besser aus. „ Nein, nein. Der ist nich zu fest. Ich glaube der sitz so ganz gut.“ Mit der Hilfe von Shay gelange es mir wieder aufzustehen. Erst nachdem ich das Gefühl hatte sich er zu stehen und mein Gleichgewicht gefunden hatte ließ ich Shays Hand los. Etwas zu essen würde jetzt bestimmt gut tun. „Du kannst kochen?!“ Direkt nachdem es aus mir herausgeplatzt war bereute ich es auch wieder. „Also so war das nicht gemeint… ähm… wirklich nicht… Ich mein… ich kann ja gar nicht wissen ob du kochen kannst… oder,oder nicht… weil…weil… und außerdem…“ Bevor mein Gestammel erneut zu eine wilden Plapperattacke wurde sammelte ich mich und begann von neuem. „ Ich… ich denk es ist besser wenn wir essen gehen. Du hast schon viel für mich getan… bist hier geblieben als ich ausgeflippt bin und hast mich verarztet. Ich möchte dir nicht noch mehr Umstände machen.“ , brachte ich mit einem entschuldigenden Lächeln heraus. Während unseres Treffens war es wohl nicht das erst mal dass mir etwas herausgerutscht war, dass ich nicht so gemeint hatte und ich hoffte dass ich Shay nicht gekränkt hatte. … Eigentlich müsste ich ihn einladen… oder etwas kochen… wenn ich kochen könnte…
Fast hätte ich meinen Geigenkoffer liegen gelassen als wir uns auf den Weg machten. So lief ich nochmal zurück und holte ihn. Mit einem kurzen Blick musterte ich den Koffer. Vermutlich war er während meines An-/ Ausfalls von der Brüstung gefallen. Da er äußerlich keine Blessuren zeigte war bestimmt auch im inneren alles heil geblieben. Mit ein paar schnellen Schritten schloss ich wieder zu Shay auf. Während neben ihm herlief beobachtete ich die Umgebung doch mein Blick landete immer wieder auf dem blauhaarigen Lehrer. Vielleicht gibt es ja etwas anderes womit ich mich bedanken kann…


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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Di 02 Jun 2015, 21:47

First post:
Der junge Engel hatte verschlafen. Ja, auch Engel verschlafen. Vor allem Gefallene, die ihren Alltag im Gefängnis verbringen und mit 18 noch die Schulbank drücken müssen. Eigentlich war der junge Mann für seine Verhältnisse heute Morgen sehr motiviert gewesen die Lehrer mit seiner Anwesenheit zu ehren, doch er hatte wirklich verschlafen und wenn man hier sagte verschlafen, dann meinte man auch verschlafen.
Durch die zurückliegenden Tage voller Desinteresse hatte Azrael allen ernstes bitte drei Uhr Nachmittags geschlafen und war dann plötzlich hellwach aus dem Bett gesprungen, hatte sich die ersten Kleidungsstücke, die er erreichen konnte, angezogen und hat den Schlaftrakt in Richtung Klassenzimmer verlassen. Jedoch war seine Motivation schon nach wenigen Minuten und dem halben Weg wieder am Nullpunkt angekommen und kaum das er das Schuldgebäude sehen konnte war seine Motivation auch darunter gesunken.
Gelangweilt vergrub er die Hände in den Hosentaschen und drehte sich wieder um. Die nächsten Stunden verbrachte er mit Gedankenspielen und einigen kleinen Flammentricks, die dazu führten das das Glass Dome eine seiner Pflanzen verlor.

Nach knapp drei Stunden voller Gedanken, die sich hauptsächlich um 'Wann darf ich endlich wieder jemanden umbringen', 'Wieso gibt es hier überhaupt eine Schule!?' und 'Wieso muss ICH diese Schule besuchen?' drehten, beschloss Azrael sein gemütliches Stückchen Wiese zu verlassen und sich in der Stadt zu betrinken. Man konnte sagen was man wollte, Alkohol war einfach der beste Freund der genervten Engel.

Langsam schlich der Gefallene die Wege entlang, die Hände tief in den Taschen vergraben und sinnierte darüber, wieso er heute einen Hoodie trug. Es war ein extremer Stilbruch und bis heute hatte er nicht einmal gewusst, dass er einen Hoodie besaß. Jedoch schon nach kurzer Zeit kam er zu dem Schluss, dass an den unmotivierten Tagen zuvor, der damit verbundenen Abneigung gegen Wäschewaschen und dem damit verbundenen Mangel an anderen Kleidungsstücken lag.
Jedoch war damit immer noch nicht geklärt, wieso er überhaupt einen Hoodie besaß. Doch schon nach kurzer Zeit hatte er auch darauf eine befriedigende Antwort. Jedoch hatte er keine befriedigende Antwort darauf, warum ihm der Hoodie noch passte. Es war eines der Kleidungstücke, die er noch aus seiner Serienmörder Zeit besaß und als er geschnappt wurde, hatte ihm die Polizei freundlicherweise den gesamten Inhalt seiner Wohnung ins Glass Dome nach geschickte und darunter befand sich der Second Hand Hoodie, der genau heute oben auf in seinem Schrank gelegen hatte.
Azrael war wieder einmal in einem seiner endlosen Gedanken Monologe versunken und hatte nicht im Geringsten bemerkt wo er sich mittlerweile befand. Er merkte es erst als ein unangenehm heller Lichtstrahl sich ausgerechnet im Fluss unter ihm brach, seinen Weg durch die Streben des Geländers fand und ihn blendete. Genervt wie er war musste er wiederstehen eines seiner Messer in die Richtung zu werfen und es im Fluss zu versenken.

So stand der Gefallene jetzt mitten auf der Brücke, starrte das Wasser an und entwarf unendlich viele Pläne wie er das Wasser ermorden könnte, wenn Wasser ein Herz, einen Magen oder sonstige Eingeweide besessen hätte, die man mit einem Messer aufspießen oder aufschlitzen konnte.
Er musste einen erstaunlich belustigenden Anblick bieten, wie er in einem Hoodie, dem man die lange Vergangenheit nur allzu gut ansehen konnte, einer einfachen Hose und einem Blick als wollte er jemanden umbringen auf der Brücke stand und augenscheinlich sein Spiegelbild anstarrte.
{Alex, Gin, Azrael| Brücke in die Stadt}
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Fr 05 Jun 2015, 12:56

Gin hatte sich an diesem Morgen eher widerwillig aus seinem Bett begeben. Die Schule hatte er schon abgeschrieben als er nur seine Augen geöffnet hatte, schließlich kosteten ihn das Zähneputzen und Anziehen schon alle Kraft der Welt und als er den ersten Schritt nach draußen tat hätte er sich am liebsten gleich wieder in sein Bett gelegt und weiter geschlafen. Die Sonne blendete ihn und Gin lief ziellos die Straße entlang, darauf bedacht einen großen Bogen um die Schule zu machen.
Was war schon dabei wenn er einmal fehlte? Zugegeben es war schon vorher zwei oder dreimal vorgekommen und dann war er gestern auch nicht da gewesen. Nicht zu vergessen der Tag wo er einfach im Bett liegen geblieben war bis er zu großen hunger bekommen hatte und danach behaupte er habe verschlafen.

Nach kurzer Zeit fand Gin sich in einer Gasse wieder und er hatte nicht die geringste Ahnung wo er war. Vor ihm war eine riesige Wand vor der sich Müllcontainer stapelten, das erklärte zumindest den Gestank. Doch hier war kein durchkommen, Sackgasse. Also drehte er um und trat wieder auf die Straße. Verdammt, dass seine Magie nicht stark genug war diese verdammte Sonne zu zerstören, es war nicht besonders hell, doch sie schien ihm direkt ins Gesicht.

Irgendwann stand Gin auf unter Brücke die zur Stadt führte und wirbelte mit kleinen Blitzen den Dreck am Boden des Flusses auf. Ihm war langweilig, doch das war allemal besser als Schule. Dort war einem nicht nur langweilig. Nein man musste auch noch still dasitzen und dem Lehrer lauschen während man keine Ahnung von dem Thema hat. Er bemerkte das Loch, das er in den Schlamm 'gegraben' hatte und lahnte sich gegen einen Baum. Sofort schnaubte er wieder, diese verdammte Sonne konnte es aber auch nicht lassen! Er drehte den Kopf zur Seite und sah die Brücke an. Ein Junge stand darauf, in seinem Alter? Gin konnte es nicht erkennen, wegen dieser blöden Sonnenstrahlen. Er stand auf und schirmte die Hand vor der Sonne ab. Hoffentlich war sie jetzt zufrieden, da wo sie erreicht hatte was sie wollte, doch im gleichen Moment wurde dem blauäugigen bewusst wie irrsinnig dieser Gedanke war. Er schlurfte schlecht gelaunt auf die Brücke zu.
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Mo 08 Jun 2015, 17:51

CF: Zimmer 03 - Mädchenunterkunft

Er spürte sein Herz noch immer schlagen. Den wilden, unnötigen, toten Puls der nach all den Jahren noch immer das Blut durch seinen Körper jagte. Kurz verharrte er an der Wand der Unterkunft, lehnte seinen Kopf gegen den kühlen, kahlen Putz und fingerte kurz an den Enden seiner Kapuze, versuchte sie ein wenig weiter ins Gesichts zu ziehen. Seine Gesichtshälfte, dort wo Aurora’s leuchtende Finger seine lichtempfindliche Haut gestriffen hatten, pulsierte unangenehm, war aber nicht einmal ansatzweise mit dem Schmerz zu vergleichen, wenn er dabei an einen Engel dachte. An Scarlet’s Gesang beispielsweise, an ihren jämmerlich gescheiterten Versuch ihn beruhigen zu wollen. Mit Aurora war es nichts anderes. Es war nicht so, dass die Mädchen etwas dafür konnten, dass sie ihn ständig irgendwelchen Verletzungen auslieferten. War es nicht fast schon ironisch, dass immer wenn ihm jemand anscheinend etwas Gutes tun wollte, abgesehen von einer schnellen Runde, es unausweichlich im Chaos endete? Ein bitteres Grinsen überflog flüchtig seine Lippen, wenn er daran dachte. Es hinterließ irgendwie einen merkwürdigen Nachgeschmack, zäh und nicht zu schlucken – es erinnerte daran, wie viel Menschlichkeit er über seine Zeit als Infizierter verloren hatte. Mochte es nicht merkwürdig sein, dass jemand, der die Übernatürlichkeit so sehr verabscheute wie er, ausgerechnet nun selbst zu diesem Haufen gehörte? Klang es verrückt, wenn er immer mehr anzweifelte, ob er diesen Teil seiner Selbst überhaupt loswerden wollte? Er wusste ja nicht einmal, ob es das Verlangen des Virus war oder sein eigenes Wunschdenken, nicht in ein langweiliges, sterbliches Dasein zurückkehren zu wollen. Ein Seufzen quoll über seine Lippen, noch heiß von ihren Berührungen, als ein das gequälte Ächzen und schließlich Knicken eines dicken Astes seine Aufmerksamkeit forderte. Der massive, riesige Körper, des gehörnten Dämonenlöwen schob sich aus dem schwarz-grünen Dickicht hervor und bereits aus einiger Entfernung konnte man die flammend orangenen, pupillenlosen Augen erkennen – zwei leuchtenden Punkten gleich, die aus dem Schatten blitzten.

Ein mulmiges Gefühl breitete sich in Mercers Magen aus, ähnlich einem wachsenden Geschwür aus Verwirrung und fehlender Kenntnis, wie man sich dem Partner einer Ritterin zu nähern hatte. Besonders nachdem man jene förmlich entführt und anschließend fast verführt hatte – irgendwie würde er ja sogar noch gern verweilen, Raziels Gesicht betrachten, nachdem dieser davon erfuhr. Denn seine vorherige Abneigung war vor wenigen Stunden ja sogar schon fast unmöglich gewesen zu ignorieren. Es interessierte Mercer daher doch etwas, wie sehr man diese Beziehung vertiefen konnte – zumal er mit dem Löwen kein einziges Wort sprechen könnte, dass jener verstehen würde. Eine Feindschaft mit jemanden dessen Sprache man nicht verstand, war in der Menschheit doch recht üblich nicht wahr? Ein zweites Seufzen verließ seine Lippen, diesmal jedoch mit wesentlich mehr Gleichgültigkeit. Er stieß sich von der Wand ab, ließ die Hände gemächlich in seine Jackentaschen wandern und trat an dem Löwen vorbei auf den Weg, der von der Unterkunft fortführte. So recht wusste Alex auch noch nicht, wo er denn genau mitten in der Nacht nun hinwollte. Er war nicht mehr sonderlich hungrig, nachdem er sich vor wenigen Stunden gelabt hatte – er hatte auch kein wirkliches Bedürfnis auf sein Zimmer zurückzukehren und diesem psychopathischen Spasten von Loki erneut begegnen zu müssen, welcher noch immer fest an den Gedanken der vier Musketiere klammerte. Erst vor wenigen Tagen hatte Alex verstanden, worauf diese Idee basiert hatte – sie waren beim Kennenlernen ja zu viert gewesen. Acelya, Nao, Loki und er. Dennoch änderte dies nichts an der Tatsache, dass es eine idiotische Idee gewesen war. Athos – auch wenn es ein ganz offensichtlich ein Pseudonym gewesen war, wie hatte er so darauf reinfallen können?

Nachdenklich kickte der Prototyp einen Stein mit seiner Fußspitze, verfolgte das Klicken und Rollen des leblosen Gegenstandes nüchtern, während er einfach ziellos den Weg weiter verfolgte. Mercer wusste, dass wenn immer weiter der Hauptstraße folgte, er höchstwahrscheinlich irgendwann auf eine der Stadtgrenzen treffen würde – wollte er dahin? Einerseits hatte er nichts zu tun und es interessierte ihn, was mit seinem Bruder wohl geschehen war, nachdem er sich mit Aurora von der Straße verpisst hatte. Andererseits, wollte er es überhaupt wissen? Seine Stimmung war merkwürdig durchzogen von Nostalgie und Tragik und desto mehr ihm das bewusst wurde, umso mehr hasste er es. Die Nacht war gelinde gesagt vollkommen durchgeknallt gewesen – Angefangen mit Daniels Ansprache, hin zu Loki, dem Treffen mit Nanoko und dem Einbruch ins Institut – weitergehend mit Jael und Aurora… und Jaden. Auf Nächte wie diese konnte er in seinem gut verzichten, denn die Grenze Personen zu sehen, die er verabscheute, war heute eindeutig überschritten worden.

Erneut wurde ein hilfloser Stein getreten, ehe Alex den starren, grauen Blick hob und in die helle Laterne blinzelte, welche ein dämmriges, trübes Licht auf die schattenverfressene, nächtliche Umgebung warf. Nicht allzu weit konnte er schon die Skyline von aufragenden, riesigen Gebäuden erkennen. Den großen Wohnkomplexen, Clubs, Bars und andere diverse Geschäfte, welche wie immer in Glassdome meist sogar noch nachts offenhatten. Vor dem Stadtgerippe, recht nah sah man schon die rustikale, breitgebaute Brücke, welche mithilfe des Wasserkanals die Stadt vom Rest der Insel an dieser Stelle trennte. Es war nur eine Person darauf zu erkennen – männlich, welche sich leicht gegen das Geländer lehnte, sich im schwarzen Wasser selbst betrachtend… und irgendwie brachte das Alex auf die Idee ihm gleichzutun. Nicht, weil er irgendwie scharf darauf war, jetzt genau wie ein Pantomime eine willkürliche Figur zu imitieren, sondern vielmehr weil es ihn interessierte, wie die Wunden auf seiner Gesichtshälfte, Hals und Arm (auch wenn die letzten beiden Zonen verdeckt waren) wohl aussahen. Mit einem gemütlichen, gelassenen Gang betrat er also die Brücke, lehnte sich wenige Meter von dem anderen Jungen entfernt ans Geländer und ließ den Blick zum Wasser schweifen. Viel konnte man in der nachtschwarzen Brühe nicht erkennen – doch ein Blitzen erregte seine Aufmerksamkeit. Ein fremder Junge – er wirkte nicht sonderlich groß oder furchteinflößend – spielte vollkommen unbeeindruckt mit Elektrizität im Sand. Es war so kindlich naiv, so konsequenzlos – eine genauso behinderte Aktion, wie sie Jaden bringen würde.

Mercer beobachtete ihn kurz, zückte eine Zigarette aus seiner Tasche, während er die Stimme erhob, gerademal so laut, dass er nicht schreien musste, aber der Junge ihn verstehen würde. „An deiner Stelle würde ich das lassen – es gab einige Festnahmen in der Stadt vor wenigen Stunden.“ Der Filter wurde fein säuberlich zwischen seinen Lippen platziert, der Tabak mit dem Klicken des Feuerzeuges entzündet. Rauch blies in die Luft. Alex gab selten Tipps – aber er hatte auch keine großartige Lust, immer bei Festnahmen den Augenzeugen zu spielen. Sein Blick schwiff von der brennenden Zigarette zurück zu dem Jungen – er bemühte sich nicht mal um ein Lächeln. Die glühend blauen Augen und das kindliche in dem Gesicht erinnerten ihn schon zu sehr, an die Person die er am Meisten verabscheute.


Man sagt mir nach ich wäre pervers,
... egoistisch, weltfremd, unberechenbar, eingebildet,
rücksichtslos,haltlos und maßlos...

Selbst wenn... Wer sagt das es mir nicht gefällt?


[size=9]Ich geb dir die Schuld für alles, du nimmst alles auf dich.
Ja das muss Liebe sein...
Du machst das alles für mich
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BeitragThema: Re: Brücke in die Stadt   Do 11 Jun 2015, 17:49

Erstaunlicherweise war es sogar für den im Allgemeinen gelangweilten Engel eine belustigende Beschäftigung. Erst jetzt viel ihm auf, wie sehr er es vermisste jemandem ein Messer in die Brust zu rammen. Hatte Face ihn vergessen oder hatte er einfach schon alle Störenfriede beseitigt? Der Gefallene versank in Gedanken und legte den Kopf leicht schief.

Alarmiert, jedoch nicht erschrocken sah Azrael auf und versuchte den Grund für die spontane Idee eines Steins seinen angestammten Platz zu verlassen und sich plötzlich in eine Richtung zu bewegen zu entdecken. Schon nach kurzer Zeit entdeckte er einen jungen Mann. Der Gefallene schätzte ihn auf sein eigenes Alter, vielleicht etwas jünger, jedoch nicht jünger als 17. Aus dem Augenwinkel beobachtete er, wie der Fremde die Brücke gelassen betrat und sich ein paar Meter entfernt von ihm an die Brüstung lehnte.
Angespannt wie er war, zog Azrael es in Erwägung, den Erschrockenen zu spielen und 'unabsichtlich' ein Messer auf den Unbekannten zu werfen, doch er kannte weder die Rasse noch die Gabe des jungen Mannes, also ließ er es. Doch er war immer noch angespannt und er wusste im hintersten Winkel seinen Gehirns, dass irgendetwas im laufe des Abends dran glauben musste und wenn es nur ein Bierkrug war, den er dem Barkeeper an den Kopf warf weil er zu viel Schaum besaß.

Ein unangenehm grelles Licht blitzte im Augenwinkel des Engels auf. Abermals musste Azrael wiederstehen kein Messer auf den Ursprung des Lichtes zu werfen. Mit wütend blitzenden Augen drehte er sich zu dem Licht um und entdeckte einen jungen Mann. Wobei 'Mann' hier wohl fehl am Platz war. Auf den ersten Blick sah er aus wie eine junge Dame und Azrael musste wiederstehen ihm eine Rose anzubieten und ihn M'lady zu nennen.
Als der junge Mann neben dem Gefallenen den etwas weiblichen Jungen darauf aufmerksam machte, dass es heute einige Festnahmen gegeben hatte, musste Azrael breit grinsen. Er versuchte nicht einmal seine Belustigung zu verbergen. Lässig lehnte er sich an die Wand und versuchte dem Fremden eine Rasse zu zuteilen.
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